Samstag, 24. September 2016
Vorschlag für ein neues psychiatrisches Handbuch
der imperialist, 13:50h



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Bitte beachten sie ein Vorschlag haut zuweilen auch rein.

Bei einem Massenanfall von Verletzten werden ja so Kärtchen verteilt. „Sichtungskategorien“ nennt man diesen Vorgang. Diese Kategorisierung ermöglicht die Planung und den gezielten Einsatz der notfallmedizinischen Ressourcen, die zur Bewältigung des Einsatzes notwendig sind.
Damit ich ein bisschen Text habe verweise ich sie nicht auf Wikipedia oder ins Netz
Patientenzustand:
Rotes Kärtchen. Akute, vitale Bedrohung. Sofortbehandlung.
Gelbes Kärtchen: Schwer verletzt/erkrankt. Aufgeschobene Patientendringlichkeit, Überwachung.
Grünes Kärtchen: Leicht verletzt/erkrankt. Spätere (ggf. ambulante) Behandlung:
Blaues Kärtchen: Ohne Überlebenschance/sterbend. Betreuende/abwartende Behandlung. Sterbebegleitung
Nach reiflicher Überlegung bin ich zur Überzeugung gelangt, in der Psychiatrie sollte man auch Sichtungskategorien einführen. Weil so kommt es ja andauernd zu Missverständnissen. Eine "depressive Episode" ist nun einmal was ganz anderes als „eine schizoaffektive Psychose“, wie in meinem Fall anhaltend also chronisch. Erst recht die ganzen Persönlichkeitsstörungen, Neurosen und Phobien. Das ICD-10 ist beinahe schon so dick wie die Bibel und mindetens so spannend wie der Koran. Der/die Otto-Vroni-Normalverbraucher/in schmeißt da gerne alles in einen Topf und kocht sich dann schön sein Süppchen. Burn out


Ein Beispiel. Ich z. B. falle dann in die Kategorie sagen wir mausgraues Kärtchen. Patient tiefste Schattenwelt, ungebildet, ohne Ausbildung, chronisch, aber derzeit stabil. Aussicht auf Heilung gegenstandslos. Spätere Behandlung (im Notfall ggf. ambulant). Und wenn die dann sehen dass der Patient nicht jeden dritten Tag Notfall macht, kommt der, wenn wirklich mal Notfall ist auch gleich dran. Alles was darüber hinausgeht, abgesehen von den Medikamenten, muss sich der Patient selbst bezahlen.
Oder ein schwarzes Kärtchen: Achtung Patient hat Sprung in der Schüssel. Ist grundlos und nicht (mehr)nachvollziehbar schwer Verhaltensgestört. Jede weitere Therapie völlig zwecklos und im Namen des Gemeinwohls würde ich dringend davon abraten!!!!

Vor allem für Fälle wo stetige Betreuung unbedingt erforderlich ist, oder konkrete Aussicht auf Heilung besteht. Die kriegen dann auch ein entsprechendes Kärtchen. Vielleicht was kariertes.
Und ich würde so eine Art Dopingtest für psychisch Kranke einführen. Wenn sie vorgeben psychisch krank zu sein, in der Regel schwer leidend, vielleicht wie ich „schizoaffektiv psychotisch“, und sich in ihrer Not an den Sozialstaat/öffentliches Gesundheitswesen wenden, sollte der auch das Recht haben sie unangemeldet, auf das entsprechende Medikament das sie vorgeben einzunehmen, testen zu dürfen. Natürlich nicht jeden zweiten Tag, wir machen ja nicht orwelschen Überwachungsstaat. Stellt sich dann heraus dass in ihrem Blut keine Tabs sind, nur anderwärtig berauschende Mittel, dann war es das mit ihrer Krankheit auf Rezept.

Ich finde das wäre doch mal ein neuer Anfang. Irgendeinen tieferen Grund muss es ja haben, das dem Otto-Normal-Verbraucher, der Montag gerne was mit dem Kreuz hat, psychisch Kranken gegenüber schnell mal die Toleranz flöten geht und sich Vorbehalte türmen, hoch wie das Karwendel. Letzens als ich bei meiner Vertrauensärztin war und Tabs holte, kam da ein Typ rein stellte sich breitbeinig vor die Assistentin hin und meinte, er bräuche da mal eine Krankschreibung. Rückwirkend


Privatversicherte können in Sachen "psychische Erkankung" natürlich klotzen statt kleckern. Bis entweder die Beiträge durch die Decke schießen, oder man zu einer weiteren Untersuchung bestellt wird.
... comment
der imperialist,
Samstag, 24. September 2016, 14:00
MIPF-many-minds-inside.
Servus!
Ich versteh den Beitrag schon. Und da ist definitiv etwas Wahres dran. Aber solange man "psychisch krank" und die individuelle Belastung des Betroffenen durch "psychisch krank" nicht nachweisen und messen kann, gibt es Ermessensspielräume, die zu Ungerechtigkeiten führen. Schon deshalb, weil jeder Arzt denselben Patienten unterschiedlich bewertet, auch wenn er das nicht mit Vorsatz tut, was manche Ärzte aber eben doch gern machen. Und dann gibt es die, die mal eine Nacht schlecht geschlafen haben, und deshalb weniger gut drauf sind, und anstatt das normal zu finden, gleich von einer Schlafstörung und Depression reden. Oder die, die immer genau das haben, was ein anderer Patient gerade hat. Es gibt sehr manipulative Menschen, die super schauspielern können, um zu bekommen was sie wollen. Psychische Belastung ist nicht messbar, und damit ist so eine Einteilung problematisch. Hätte aber sonst durchaus Vorteile!
Servus!
Ich versteh den Beitrag schon. Und da ist definitiv etwas Wahres dran. Aber solange man "psychisch krank" und die individuelle Belastung des Betroffenen durch "psychisch krank" nicht nachweisen und messen kann, gibt es Ermessensspielräume, die zu Ungerechtigkeiten führen. Schon deshalb, weil jeder Arzt denselben Patienten unterschiedlich bewertet, auch wenn er das nicht mit Vorsatz tut, was manche Ärzte aber eben doch gern machen. Und dann gibt es die, die mal eine Nacht schlecht geschlafen haben, und deshalb weniger gut drauf sind, und anstatt das normal zu finden, gleich von einer Schlafstörung und Depression reden. Oder die, die immer genau das haben, was ein anderer Patient gerade hat. Es gibt sehr manipulative Menschen, die super schauspielern können, um zu bekommen was sie wollen. Psychische Belastung ist nicht messbar, und damit ist so eine Einteilung problematisch. Hätte aber sonst durchaus Vorteile!
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der imperialist,
Samstag, 24. September 2016, 14:00
Servus MIPF!
Wie du/ihr treffend feststellst, gibt es ja in der Psychiatrie tausend und 1 Diagnose, die ja dann mitten in deinem Leben steht, und eher auf Beobachtungen und Indzien fußt. In Graz läuft gerade ein Prozess gegen einen Typen der ist mit ner Karre durch die Fußgeherzone gebrettert. Üble Sache. Steht in der Zeitung, das sich die Psychiater nicht ganz einig werden, ob der zurechnungsfähig ist oder nicht. Das wirft einfach kein gutes Licht auf die Psychiatrie. Da sitzen dann hunderte Opfer und deren Angehörige in einem Nebensaal, der Prozess wird auch über Leinwand übertragen weil der Andrang s groß ist, und diese Leute schütteln den Kopf und denken sich ihren Teil. Der Prozess schlagt hier ganz hohe Wellen und ist Tagesgespräch in der Bevölkerung. Und das wirkt indirekt und über drei Banden gespielt weiter, wenn Psychiater und das Gericht zum Schluss ne Münze werfen lassen wie es um den Geisteszustand dieses Mannes bestellt ist. Ein übler Kerl hat vorher schon jahrelang sein Frau verprügelt. Und um eine Frau zu verkloppen muss man nicht unbedingt irre sein. Die Diagnose bei dem Mann "Verdacht auf paranoide Schizophrenie".
Ich will auch was mit Verdacht haben, jetzt wo ich fein raus bin.
Was denkst du/ihr. Ich behaupte mal, gewisse psychische Erkrankungen lasen sich ohne Medikamente nicht/schwer aushalten. Und es ist einfach ein epochaler Unterschied ob du ne anständige Dosis Neuroleptika einwirfst, tagtäglich über viele Jahre, oder was ganz Klitzekleines weil du "deprimiert" bist. Vielleicht bist du auch zu Recht deprimiert.
Seroquel lassen sie ganz einfach im Blut nachweisen. Meinen Cocktail kann man wahrscheinlich schon riechen;-)
Ich verspüre auch keine Verlangen mit jemanden in einen Topf geworfen zu werden der Angst vor der Farbe "Blau" hat oder Buttercremetorten. Egal wie oft ich auch noch betone das mir die Diagnose an einem ganz bestimmten Punkt das Leben gerettet hat. Vielleicht aber auch die Tatsache das da im Befund stand, "der kann nix .
Wie du/ihr treffend feststellst, gibt es ja in der Psychiatrie tausend und 1 Diagnose, die ja dann mitten in deinem Leben steht, und eher auf Beobachtungen und Indzien fußt. In Graz läuft gerade ein Prozess gegen einen Typen der ist mit ner Karre durch die Fußgeherzone gebrettert. Üble Sache. Steht in der Zeitung, das sich die Psychiater nicht ganz einig werden, ob der zurechnungsfähig ist oder nicht. Das wirft einfach kein gutes Licht auf die Psychiatrie. Da sitzen dann hunderte Opfer und deren Angehörige in einem Nebensaal, der Prozess wird auch über Leinwand übertragen weil der Andrang s groß ist, und diese Leute schütteln den Kopf und denken sich ihren Teil. Der Prozess schlagt hier ganz hohe Wellen und ist Tagesgespräch in der Bevölkerung. Und das wirkt indirekt und über drei Banden gespielt weiter, wenn Psychiater und das Gericht zum Schluss ne Münze werfen lassen wie es um den Geisteszustand dieses Mannes bestellt ist. Ein übler Kerl hat vorher schon jahrelang sein Frau verprügelt. Und um eine Frau zu verkloppen muss man nicht unbedingt irre sein. Die Diagnose bei dem Mann "Verdacht auf paranoide Schizophrenie".
Ich will auch was mit Verdacht haben, jetzt wo ich fein raus bin.
Was denkst du/ihr. Ich behaupte mal, gewisse psychische Erkrankungen lasen sich ohne Medikamente nicht/schwer aushalten. Und es ist einfach ein epochaler Unterschied ob du ne anständige Dosis Neuroleptika einwirfst, tagtäglich über viele Jahre, oder was ganz Klitzekleines weil du "deprimiert" bist. Vielleicht bist du auch zu Recht deprimiert.
Seroquel lassen sie ganz einfach im Blut nachweisen. Meinen Cocktail kann man wahrscheinlich schon riechen;-)
Ich verspüre auch keine Verlangen mit jemanden in einen Topf geworfen zu werden der Angst vor der Farbe "Blau" hat oder Buttercremetorten. Egal wie oft ich auch noch betone das mir die Diagnose an einem ganz bestimmten Punkt das Leben gerettet hat. Vielleicht aber auch die Tatsache das da im Befund stand, "der kann nix .
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