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Donnerstag, 19. März 2026
Wiener-Radverleih
der imperialist, 17:43h
Komm Opa, du Großmeister der reinen Vernunft und furchtloser Verteidiger der Menschlichkeit. Mach doch mal die anderen fertig, wenn die was einstellen. Nicht immer nur mich. Das ist diskriminierend. Der ist gut. Den sollte ich in die Welt tragen. Wie andere den Krieg.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Gestern traf ich meinen ukrainischen Nachbarn im Stiegenhaus bei den Postkastl. Einen jungen Mann in seinen Zwanzigern. Der lebt mit der schönen Ukrainerinnen zusammen in einem Haushalt. Mit der schönen Ukrainerin und ihrem hyperaktiven Sohn. Eventuell ist der auch nur altersgerecht euphorisch. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich z.B. bin organisch an einigen exponierten Stellen 100-Jahre alt. Und kein bisschen weise. Aus gehabten Schaden nix gelernt. Aber nicht im Sinne Curd Jürgens. War der eigentlich auch ein Nazi wie der Heribert von Karajan?
Neues Buch räumt mit diesem Mythos auf
Der prominente Zeitgeschichtler Michael Wolffsohn, immer für kontroverse Analysen gut, hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet und ausführlich kommentiert. Mit einigen Mythen räumt er im neuen Buch „Genie und Gewissen“ auf.
Das dreifache Parteimitglied
Wer diesen Rat ausschlägt, dringt ein in den bizarren Kosmos deutscher Ordnungsliebe und findet sogar die Kopien der entsprechenden Karteikarten abgebildet. Der langen Rede kurzer Sinn: Natürlich war Karajan Parteimitglied. Das hat er ja auch nie bestritten und immer dazu gesagt, er sei beigetreten, weil er sonst sein Amt als Generalmusikdirektor von Aachen nicht hätte antreten können. Wolfssohns Recherche belegt, dass der Dirigent darüber hinaus nichts verschwiegen hat.
Im Übrigen lässt sich offenbar auch kein Dokument finden, keine glaubwürdige Zeugenaussage, die belegen könnte, dass Karajan je an irgend etwas anderem als an Musik und an seiner musikalischen Karriere wirklich interessiert gewesen wäre. Der Historiker geht weiteren Karajan-Klischees nach, prüft beispielsweise auch die Berichte von den Protesten gegen Auftritte in den USA, 1955, und findet auch hier Unhaltbares, etwa die Erzählung vom breiten Widerstand gegen den „Nazi-Künstler“, eine Mystifikation, wie manche Berichte über Karajans Verhältnis zu jüdischen Kollegen vor und nach der NS-Zeit. Quelle: Die "Presse"
Der SPIEGEL:
Auch die längst geführte Debatte um Karajans NSDAP-Mitgliedschaft beginnt Wolffsohn noch einmal ganz von vorn. Seine »Quellenkritik« der altbekannten Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin gleicht dabei einer freien Fantasie, der Kompositionsform also, wo eine Assoziation zur nächsten führt. Der Historiker lässt selbst grundlegende Fakten außer Acht. Darunter den Umstand, dass im Münchner Mitgliedschaftsamt der NSDAP nicht nur eine reichsweite Zentralkartei, sondern auch eine zusätzliche Registratur für die Ortsgruppen geführt wurde, was die korrekte zeitliche und örtliche Zuordnung der Eintragungen in Karajans Parteiunterlagen erheblich erschwert.
Stattdessen wird das Kürzel »Eingetr.« vor dem Datum »8. 4. 33« auf der Karteikarte statt korrekt mit »Eingetreten« als »Eingetragen« aufgelöst. Ein anderes, nicht entzifferbares Kürzel liest Wolffsohn als »ng« für »nachgereicht«. Auf solchen Wegen gelangt er, dem Stoßseufzer »Kenne sich da einer aus« zum Trotz, schließlich zu dem eindeutig falschen, aber in Interviews unbeirrt wiederholten Fazit: Es sei »angesichts der vorfindbaren Dokumente ausgeschlossen«, dass Karajan – wie es in der bisherigen Forschung herrschende Meinung ist – zunächst am 8. April 1933 in Salzburg, dann am 1. Mai 1933 in Ulm und schließlich nochmals 1935 in Aachen, wiederum rückwirkend zum 1. Mai 1933, in die NSDAP eingetreten sei. Allein den späten und angeblich erzwungenen Eintritt in Aachen, den Karajan vollzogen habe, um dort Generalmusikdirektor werden zu können, will Wolffsohn gelten lassen.
Ich kann dazu nix sagen:
Aber Wikipedia dementiert ja eh. Der Curd Jürgens war kein Nazi.
Nach Drehschluss des Films Wiener Mädeln legte er sich im September 1944 in einem Wiener Lokal unwissentlich mit Robert Kaltenbrunner, dem Bruder des Gestapo-Chefs Ernst Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny sowie einem Mitarbeiter Baldur von Schirachs an, erhielt wenige Tage darauf einen Gestellungsbefehl, wurde aber nicht zur Wehrmacht eingezogen, sondern als „politisch unzuverlässig“ in ein Arbeitslager geschickt. Nach einigen Wochen konnte er fliehen und sich, so berichtete er später, der weiteren Verfolgung entziehen. Quelle: Wikipedia.
Das gute alte Wikipedia.
Wird auch von der KI-Revolution gefressen oder ausgeschlachtet wie ein Traditionsbetrieb, den ein Hedgefonds übernimmt, nur um ihn in Einzelteile zu zerlegen, die Belegschaft rauszuwerfen und am Ende nur noch die Marke als leere Hülle weiterzuverkaufen. Ein alteingesessener Familienbetrieb, den die Erben verscherbeln, weil sie so weit über ihren eigentlichen Möglichkeiten leben wollen. Wie Du. Mein wortgemachtes Ich. Genau.
Was ist jetzt mit deinem Nachbarn aus der Ukraine?
Der, der also mit seiner Familie vorm Massenmörder Putin, dem neuen Öl und Gas-Baron, nach Wien geflohen ist, um dem Grauen des Krieges zu entkommen. Jetzt ist diesee W**** wieder so richtig oben auf. Die Ölpreise geben nach, nachdem sie die Marke von 119 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel von einem Höchststand von 119 Dollar pro Barrel. Die Aktienkurse in Asien stabilisierten sich, notierten am Freitag aber überwiegend niedriger.
Die Ölpreise waren in dieser Woche stark gestiegen, nachdem eine Serie von Angriffen auf zentrale Energieanlagen am Golf die Sorge um die weltweite Versorgung verschärft hatte.
Laut kuwaitischen Staatsmedien verursachten Drohnenangriffe am frühen Freitagmorgen Brände in der Raffinerie Mina Al‑Ahmadi. Auch Katar meldete Schäden an Gasfeldern, und in Saudi‑Arabien brannten mehrere Ölanlagen nach Angriffen iranischer Drohnen. Diese Vorfälle führten zu erheblichen Produktionsausfällen in der gesamten Golfregion.
Hintergrund dieser Eskalation ist, dass der Iran mit diesen Angriffen auf vorherige militärische Aktionen der USA und Israels reagiert. Die Vergeltungsschläge des Iran richten sich gezielt gegen die Öl‑ und Gasinfrastruktur am Golf, was die Märkte zusätzlich verunsichert und die Preise nach oben treibt.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Ein großer Profiteur dieser Entwicklung ist eben Russland, das sein Öl und Gas aufgrund der angespannten Lage wieder deutlich teurer verkaufen kann, faktisch mit stillschweigender Billigung der USA, die diese Marktverschiebung in Kauf nehmen. Schwer zu sagen, was die USA im Gegenzug dafür von Russland erwarten könnten. Manche Beobachter spekulieren, dass Russland dem Iran möglicherweise weniger militärische oder technische Unterstützung liefert – etwa, indem es keine Satellitendaten mehr teilt. Das bleibt jedoch unbestätigt und ist eher eine Vermutung als eine belegte Tatsache.
Wussten Sie schon, schon lacht der Wortmacher über meinen Sie-Fimmel, dass man heute sogar auf politische Entscheidungen wetten kann?
Ich hätte gutes Geld verdient, wenn ich eine Woche vor Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran auf „Krieg“ gesetzt hätte. Geschrieben habe ich darüber. Gutes Geld. Der ist gut.
„Der digitale Goldrausch hat nun auch das Herz unserer Demokratie erreicht: die politische Vorhersage. Manche Plattformen versuchen noch mit einem gewissen wissenschaftlichen Ernst, Abstimmungsresultate am Abstimmungstag selbst mittels Machine Learning zu entschlüsseln. Die Politik-Branche vollzieht hingegen einen viel radikaleren Kurswechsel in Richtung Spielbank, Gambling und Wetten. Die jüngste Ankündigung des Branchenriesen im Bereich politischer Daten (FiscalNote), in politische Prognosemärkte einzusteigen, ist das Fanal einer gefährlichen Entwicklung. Was als „Policy Intelligence“ begann, wird nun zur Assetklasse, das Parlament zum Casino, die Politik-Arena zum Wettbüro. Doch hinter der glänzenden Fassade aus Big Data und Echtzeit-Quoten verbirgt sich ein fundamentaler Irrtum über das Wesen des Politischen: die Illusion der Berechenbarkeit.
Prediction Markets funktionieren anders als klassische Wettplattformen. Nutzer platzieren sogenannte Trades, also Wetten, auf ein beliebiges Ergebnis in der Zukunft. Die derzeit größten und bekanntesten Plattformen sind Polymarket und Kalshi. Polymarket ist ein global zugänglicher, dezentraler Marktplatz für schnelle, kryptobasierte Eventwetten, Kalshi eine streng regulierte US-Börse, die regelgebundenen Handel mit Ereignisverträgen ermöglicht“. Quelle: Die "Presse/Meinung/Clemens Maria Schuster (*1977) ist Start-up-Unternehmer in Zürich und Brüssel. Er baut mit savoirr.com und politik.ch Datenplattformen für die Analyse und das Monitoring politischer Verfahren.
Apropos Krieg. Endlich können Antisemiten so richtig in die Vollen gehen und unwidersprochen behaupten, die verfluchten „Juden“ sind an allem schuld. Diese Misere im Nahen Osten und am Golf haben uns die Juden eingebrockt. Die haben wie bekloppt in den USA lobbyiert. Natürlich nicht die Juden im Allgemeinen. Die israelische Regierung unter der Führung ihres Ministerpräsidenten, mit Verlaub gesagt. Israel verfügt über eigene Erdgasvorkommen, ist kaum von der Straße von Hormus abhängig, wo der Iran den Treibstofftransport kontrolliert, und trägt keine Verantwortung für den freien Welthandel. Für Israel steht mehr auf dem Spiel als für die Vereinigten Staaten, da es den Iran, der Israel vernichten will, sowohl durch sein Atomprogramm als auch insbesondere durch seine ballistischen Raketen als klare Gefahr ansieht. Israel ist entschlossener als Washington, das Regime im Iran zu stürzen, die Islamische Republik und ihr Raketenprogramm zu zerschlagen und die Hisbollah, Irans Stellvertretertruppe im Südlibanon, so weit zu schwächen, dass sie Israel auf Jahre hinaus nicht mehr bedrohen kann. Analysten zufolge ist Israel auch offener für einen möglichen Staatszerfall und Chaos im Iran als Washington. Die Mehrheit der Israelis ist für den Angriff gegen Iran. Was man durchaus nachvollziehen kann.
„Israel wird die nächsten 25 Jahre nicht erleben.“
Kontext: Khamenei veröffentlichte dieses Zitat auf seiner offiziellen Website und auf Twitter. (2015)
Auf einer staatlich installierten Countdown‑Uhr in Teheran, die Khamenei öffentlich unterstützte, stand:
„Countdown bis zur Zerstörung des zionistischen Regimes.“
Diese Uhr lief auf das Jahr 2040 zu.
„Wir haben die Macht, Israel von der Weltbühne zu tilgen.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2019)
„Israel wird bald nicht mehr existieren.“
Esmail Ghaani, Kommandeur der Quds‑Einheit (2021)
„Tod Israel!“ („Marg bar Israel“)
Staatlich geduldeter Ruf auf offiziellen Kundgebungen
Islamische Republik Iran (seit 1979)
„Die Vernichtung Israels ist nicht länger ein Traum, sondern ein erreichbares Ziel.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2020)
Ich: Bing, bitte setze ein Kreuz bei den Namen in Klammern, die nicht mehr unter den Lebenden verweilen. Unter den Lebenden weilen sie schon. Aber anders.
BING: WICHTIG:
Ali Khamenei lebt.
Hossein Salami lebt.
Esmail Ghaani lebt.
Das heißt: Keiner der drei bekommt ein Kreuz. Falls du irgendwo gelesen hast, dass einer von ihnen gestorben sei, dann ist das entweder ein Gerücht, eine Falschmeldung oder eine Verwechslung mit anderen IRGC‑Kommandeuren, die tatsächlich getötet wurden (z. B. Qassem Soleimani† im Jahr 2020).
Ich: Na dann.
BING: Wenn einer dieser Männer gestorben wäre, wäre das weltweit sofort auf allen großen Nachrichtenseiten, und zwar in riesigen Schlagzeilen.
Das wäre ein geopolitisches Erdbeben.
Zu einem politischen Erdbeben hat auch der russische Angriff auf die Ukraine geführt. Der selten völkerrechtswidrig ist. Das Völkerrecht wiederum ist ein Schwindelzettel für alle Ohnmächtigen, die allein wegen ihrem prekären Status am Völkerrecht festhalten müssen. Sonst ist Land unter. Wie in der Ukraine oder in Nahen Osten.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Man sollte also meinen, wer den russischen Bomben in der Ukraine entronnen ist und nicht an vorderster Front im Schützengraben stehen muss, erste Reihe fußfrei (ich bin nicht zynisch - es sind die Verhältnisse) betrachte die Welt fortan mit stoischer Gelassenheit. Doch die menschliche Psyche tickt anders, was ich, ehrlich gesagt, fast schon wieder beruhigend finde.
Mein ukrainischer Nachbar hatte plötzlich ein neues Fahrrad. Wobei „neu“ relativ war; es sah deutlich gebraucht aus. Ich fragte ihn nach seinem alten Rad, das im Gegensatz dazu fast fabrikneu gewesen war. Da platzte es aus dem jungen Mann heraus.
Bei seinem alten Rad war das Vorderrad geklaut worden. Er hatte es monatelang abgesperrt in der „Bronx“ im öffentlichen Raum stehen lassen.
„Wie jetzt? Monatelang auf der Straße und nicht bei uns im Innenhof? Das ist aber mutig“, entgegnete ich.
Seine Antwort kam ohne Zögern, empört und sichtlich angewidert:
„Hier ist es schlimmer als in der Ukraine! Wien ist schlimmer als die Ukraine!“
„Aber in der Ukraine ist doch Krieg...“, versuchte ich einzuwenden. Doch er sprach nicht vom Jetzt, sondern von der Zeit davor. Natürlich gab es auch in der Ukraine Verbrechen, jede Menge sogar; das Land war auch vor dem Krieg kein Streichelzoo. Ganz im Gegenteil. Aber er drückte es so aus: In der Ukraine hättest du dein Rad ewig draußen stehen lassen können, ein Vorderrad hätte dir niemand geklaut. So etwas habe er noch nie erlebt. „In Wien klauen sie alles!“
In diesem Moment kam ein Nachbar aus dem Dachgeschoss mit seinem kleinen Sohn durch die Haustür Richtung Aufzug. Als er das Thema mitbekam, mischte er sich sofort ein: Auch ihm sei das Rad gestohlen worden.
„In der Bronx?“, fragte ich.
„Ja“, antwortete er, sichtlich angewidert und wütend. „Die Hölle soll unter diesem Abschaum aufgehen!“, fluchte der Enddreißiger.
Mein ukrainischer Nachbar sah sich bestätigt. Für ihn war dieser Diebstahl in der vermeintlich sicheren Weltstadt Wien ein Schock, ein regelrechter Vertrauensbruch durch die Zivilisation. Ich zuckte nur die Achseln: „Wer in Wien ein teures Rad hat, sollte es immer in die Wohnung tragen.“
„Und wenn da kein Platz ist?“, fragte er resigniert. Eine gute Frage.
Nachdem wir kollektiv festgestellt hatten, das Wien weiterhin eine der sichersten Städte des Planeten ist, mit ein paar kleinen Einschränkungen, löste sich unsere kleine Empörungsgruppe wieder auf.
Später musste ich schmunzeln. Der gute Mann ist in Wien bestens angekommen. Der ist auf dem besten Weh sich zu integrieren. Der beherrscht bereits die wichtigste lokale Kulturtechnik: das Granteln. Sein Kriegstrauma kann nicht mehr ganz so tief gehen, wenn er die Energie findet, sich derart über ein Vorderrad zu echauffieren das ihm in Wien - Vienna wo er so gut wie nichts tag - geklaut wurde. Es ist fast ein Kompliment an die Stadt: Wenn man sich über so eine kleine Schweinerei derart aufregen kann, dann ist die existenzielle Not offenbar schon ein gutes Stück in den Hintergrund gerückt. Vielleicht ist es aber auch Heimweh, das sich so Bahn bricht. Nur FPÖ‑Wählerinnen solltest du diese Geschichte lieber nicht erzählen.
Undankbares Pack:
Für die einschlägige Wählerschaft wäre diese Szene die perfekte Vorlage, um das Klischee vom „undankbaren Gast“ zu befeuern. Dass ein Geflüchteter es wagt, die Wiener Kriminalitätsrate am heimischen Standard zu messen, würde dort nicht als Zeichen von Normalisierung, sondern als pure Dreistigkeit ausgelegt. Wer den Wiener Grant für sich beansprucht, ohne hier geboren zu sein, landet sofort im Fadenkreuz der „Dann geh doch zurück“-Rhetorik – denn für manche ist Dankbarkeit die einzige Währung, in der ein Schutzsuchender zu bezahlen hat. Quelle: KI
So sind wir Menschen eben dachte ich mir: Kaum ist die existenzielle Gefahr des Krieges weg, rückt das nächste Ärgernis – das geklaute Vorderrad – sofort wieder ins Zentrum deines Universums. Vielleicht ist genau das das sicherste Zeichen von Normalität. Was wären die großen Niederlagen ohne die kleinen? Die kleinen, die wenigstens noch das Potenzial haben, dass man sich herrlich über sie aufregen kann – und nicht vor Todesangst verstummt.
Es gibt also Hoffnung. Natürlich. Nur nicht für dich und mich, Kassandra. Genau.
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Den Erben vom Lungen-Mann (vormals Englischer-Gentleman) haben sie sogar beide Räder geklaut. Ihres und Seines. Aber die haben eh Geld wie Heu. Seit sie geerbt haben. 😅
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Gestern traf ich meinen ukrainischen Nachbarn im Stiegenhaus bei den Postkastl. Einen jungen Mann in seinen Zwanzigern. Der lebt mit der schönen Ukrainerinnen zusammen in einem Haushalt. Mit der schönen Ukrainerin und ihrem hyperaktiven Sohn. Eventuell ist der auch nur altersgerecht euphorisch. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich z.B. bin organisch an einigen exponierten Stellen 100-Jahre alt. Und kein bisschen weise. Aus gehabten Schaden nix gelernt. Aber nicht im Sinne Curd Jürgens. War der eigentlich auch ein Nazi wie der Heribert von Karajan?
Neues Buch räumt mit diesem Mythos auf
Der prominente Zeitgeschichtler Michael Wolffsohn, immer für kontroverse Analysen gut, hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet und ausführlich kommentiert. Mit einigen Mythen räumt er im neuen Buch „Genie und Gewissen“ auf.
Das dreifache Parteimitglied
Wer diesen Rat ausschlägt, dringt ein in den bizarren Kosmos deutscher Ordnungsliebe und findet sogar die Kopien der entsprechenden Karteikarten abgebildet. Der langen Rede kurzer Sinn: Natürlich war Karajan Parteimitglied. Das hat er ja auch nie bestritten und immer dazu gesagt, er sei beigetreten, weil er sonst sein Amt als Generalmusikdirektor von Aachen nicht hätte antreten können. Wolfssohns Recherche belegt, dass der Dirigent darüber hinaus nichts verschwiegen hat.
Im Übrigen lässt sich offenbar auch kein Dokument finden, keine glaubwürdige Zeugenaussage, die belegen könnte, dass Karajan je an irgend etwas anderem als an Musik und an seiner musikalischen Karriere wirklich interessiert gewesen wäre. Der Historiker geht weiteren Karajan-Klischees nach, prüft beispielsweise auch die Berichte von den Protesten gegen Auftritte in den USA, 1955, und findet auch hier Unhaltbares, etwa die Erzählung vom breiten Widerstand gegen den „Nazi-Künstler“, eine Mystifikation, wie manche Berichte über Karajans Verhältnis zu jüdischen Kollegen vor und nach der NS-Zeit. Quelle: Die "Presse"
Der SPIEGEL:
Auch die längst geführte Debatte um Karajans NSDAP-Mitgliedschaft beginnt Wolffsohn noch einmal ganz von vorn. Seine »Quellenkritik« der altbekannten Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin gleicht dabei einer freien Fantasie, der Kompositionsform also, wo eine Assoziation zur nächsten führt. Der Historiker lässt selbst grundlegende Fakten außer Acht. Darunter den Umstand, dass im Münchner Mitgliedschaftsamt der NSDAP nicht nur eine reichsweite Zentralkartei, sondern auch eine zusätzliche Registratur für die Ortsgruppen geführt wurde, was die korrekte zeitliche und örtliche Zuordnung der Eintragungen in Karajans Parteiunterlagen erheblich erschwert.
Stattdessen wird das Kürzel »Eingetr.« vor dem Datum »8. 4. 33« auf der Karteikarte statt korrekt mit »Eingetreten« als »Eingetragen« aufgelöst. Ein anderes, nicht entzifferbares Kürzel liest Wolffsohn als »ng« für »nachgereicht«. Auf solchen Wegen gelangt er, dem Stoßseufzer »Kenne sich da einer aus« zum Trotz, schließlich zu dem eindeutig falschen, aber in Interviews unbeirrt wiederholten Fazit: Es sei »angesichts der vorfindbaren Dokumente ausgeschlossen«, dass Karajan – wie es in der bisherigen Forschung herrschende Meinung ist – zunächst am 8. April 1933 in Salzburg, dann am 1. Mai 1933 in Ulm und schließlich nochmals 1935 in Aachen, wiederum rückwirkend zum 1. Mai 1933, in die NSDAP eingetreten sei. Allein den späten und angeblich erzwungenen Eintritt in Aachen, den Karajan vollzogen habe, um dort Generalmusikdirektor werden zu können, will Wolffsohn gelten lassen.
Ich kann dazu nix sagen:
Aber Wikipedia dementiert ja eh. Der Curd Jürgens war kein Nazi.
Nach Drehschluss des Films Wiener Mädeln legte er sich im September 1944 in einem Wiener Lokal unwissentlich mit Robert Kaltenbrunner, dem Bruder des Gestapo-Chefs Ernst Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny sowie einem Mitarbeiter Baldur von Schirachs an, erhielt wenige Tage darauf einen Gestellungsbefehl, wurde aber nicht zur Wehrmacht eingezogen, sondern als „politisch unzuverlässig“ in ein Arbeitslager geschickt. Nach einigen Wochen konnte er fliehen und sich, so berichtete er später, der weiteren Verfolgung entziehen. Quelle: Wikipedia.
Das gute alte Wikipedia.
Wird auch von der KI-Revolution gefressen oder ausgeschlachtet wie ein Traditionsbetrieb, den ein Hedgefonds übernimmt, nur um ihn in Einzelteile zu zerlegen, die Belegschaft rauszuwerfen und am Ende nur noch die Marke als leere Hülle weiterzuverkaufen. Ein alteingesessener Familienbetrieb, den die Erben verscherbeln, weil sie so weit über ihren eigentlichen Möglichkeiten leben wollen. Wie Du. Mein wortgemachtes Ich. Genau.
Was ist jetzt mit deinem Nachbarn aus der Ukraine?
Der, der also mit seiner Familie vorm Massenmörder Putin, dem neuen Öl und Gas-Baron, nach Wien geflohen ist, um dem Grauen des Krieges zu entkommen. Jetzt ist diesee W**** wieder so richtig oben auf. Die Ölpreise geben nach, nachdem sie die Marke von 119 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel von einem Höchststand von 119 Dollar pro Barrel. Die Aktienkurse in Asien stabilisierten sich, notierten am Freitag aber überwiegend niedriger.
Die Ölpreise waren in dieser Woche stark gestiegen, nachdem eine Serie von Angriffen auf zentrale Energieanlagen am Golf die Sorge um die weltweite Versorgung verschärft hatte.
Laut kuwaitischen Staatsmedien verursachten Drohnenangriffe am frühen Freitagmorgen Brände in der Raffinerie Mina Al‑Ahmadi. Auch Katar meldete Schäden an Gasfeldern, und in Saudi‑Arabien brannten mehrere Ölanlagen nach Angriffen iranischer Drohnen. Diese Vorfälle führten zu erheblichen Produktionsausfällen in der gesamten Golfregion.
Hintergrund dieser Eskalation ist, dass der Iran mit diesen Angriffen auf vorherige militärische Aktionen der USA und Israels reagiert. Die Vergeltungsschläge des Iran richten sich gezielt gegen die Öl‑ und Gasinfrastruktur am Golf, was die Märkte zusätzlich verunsichert und die Preise nach oben treibt.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Ein großer Profiteur dieser Entwicklung ist eben Russland, das sein Öl und Gas aufgrund der angespannten Lage wieder deutlich teurer verkaufen kann, faktisch mit stillschweigender Billigung der USA, die diese Marktverschiebung in Kauf nehmen. Schwer zu sagen, was die USA im Gegenzug dafür von Russland erwarten könnten. Manche Beobachter spekulieren, dass Russland dem Iran möglicherweise weniger militärische oder technische Unterstützung liefert – etwa, indem es keine Satellitendaten mehr teilt. Das bleibt jedoch unbestätigt und ist eher eine Vermutung als eine belegte Tatsache.
Wussten Sie schon, schon lacht der Wortmacher über meinen Sie-Fimmel, dass man heute sogar auf politische Entscheidungen wetten kann?
Ich hätte gutes Geld verdient, wenn ich eine Woche vor Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran auf „Krieg“ gesetzt hätte. Geschrieben habe ich darüber. Gutes Geld. Der ist gut.
„Der digitale Goldrausch hat nun auch das Herz unserer Demokratie erreicht: die politische Vorhersage. Manche Plattformen versuchen noch mit einem gewissen wissenschaftlichen Ernst, Abstimmungsresultate am Abstimmungstag selbst mittels Machine Learning zu entschlüsseln. Die Politik-Branche vollzieht hingegen einen viel radikaleren Kurswechsel in Richtung Spielbank, Gambling und Wetten. Die jüngste Ankündigung des Branchenriesen im Bereich politischer Daten (FiscalNote), in politische Prognosemärkte einzusteigen, ist das Fanal einer gefährlichen Entwicklung. Was als „Policy Intelligence“ begann, wird nun zur Assetklasse, das Parlament zum Casino, die Politik-Arena zum Wettbüro. Doch hinter der glänzenden Fassade aus Big Data und Echtzeit-Quoten verbirgt sich ein fundamentaler Irrtum über das Wesen des Politischen: die Illusion der Berechenbarkeit.
Prediction Markets funktionieren anders als klassische Wettplattformen. Nutzer platzieren sogenannte Trades, also Wetten, auf ein beliebiges Ergebnis in der Zukunft. Die derzeit größten und bekanntesten Plattformen sind Polymarket und Kalshi. Polymarket ist ein global zugänglicher, dezentraler Marktplatz für schnelle, kryptobasierte Eventwetten, Kalshi eine streng regulierte US-Börse, die regelgebundenen Handel mit Ereignisverträgen ermöglicht“. Quelle: Die "Presse/Meinung/Clemens Maria Schuster (*1977) ist Start-up-Unternehmer in Zürich und Brüssel. Er baut mit savoirr.com und politik.ch Datenplattformen für die Analyse und das Monitoring politischer Verfahren.
Apropos Krieg. Endlich können Antisemiten so richtig in die Vollen gehen und unwidersprochen behaupten, die verfluchten „Juden“ sind an allem schuld. Diese Misere im Nahen Osten und am Golf haben uns die Juden eingebrockt. Die haben wie bekloppt in den USA lobbyiert. Natürlich nicht die Juden im Allgemeinen. Die israelische Regierung unter der Führung ihres Ministerpräsidenten, mit Verlaub gesagt. Israel verfügt über eigene Erdgasvorkommen, ist kaum von der Straße von Hormus abhängig, wo der Iran den Treibstofftransport kontrolliert, und trägt keine Verantwortung für den freien Welthandel. Für Israel steht mehr auf dem Spiel als für die Vereinigten Staaten, da es den Iran, der Israel vernichten will, sowohl durch sein Atomprogramm als auch insbesondere durch seine ballistischen Raketen als klare Gefahr ansieht. Israel ist entschlossener als Washington, das Regime im Iran zu stürzen, die Islamische Republik und ihr Raketenprogramm zu zerschlagen und die Hisbollah, Irans Stellvertretertruppe im Südlibanon, so weit zu schwächen, dass sie Israel auf Jahre hinaus nicht mehr bedrohen kann. Analysten zufolge ist Israel auch offener für einen möglichen Staatszerfall und Chaos im Iran als Washington. Die Mehrheit der Israelis ist für den Angriff gegen Iran. Was man durchaus nachvollziehen kann.
„Israel wird die nächsten 25 Jahre nicht erleben.“
Kontext: Khamenei veröffentlichte dieses Zitat auf seiner offiziellen Website und auf Twitter. (2015)
Auf einer staatlich installierten Countdown‑Uhr in Teheran, die Khamenei öffentlich unterstützte, stand:
„Countdown bis zur Zerstörung des zionistischen Regimes.“
Diese Uhr lief auf das Jahr 2040 zu.
„Wir haben die Macht, Israel von der Weltbühne zu tilgen.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2019)
„Israel wird bald nicht mehr existieren.“
Esmail Ghaani, Kommandeur der Quds‑Einheit (2021)
„Tod Israel!“ („Marg bar Israel“)
Staatlich geduldeter Ruf auf offiziellen Kundgebungen
Islamische Republik Iran (seit 1979)
„Die Vernichtung Israels ist nicht länger ein Traum, sondern ein erreichbares Ziel.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2020)
Ich: Bing, bitte setze ein Kreuz bei den Namen in Klammern, die nicht mehr unter den Lebenden verweilen. Unter den Lebenden weilen sie schon. Aber anders.
BING: WICHTIG:
Ali Khamenei lebt.
Hossein Salami lebt.
Esmail Ghaani lebt.
Das heißt: Keiner der drei bekommt ein Kreuz. Falls du irgendwo gelesen hast, dass einer von ihnen gestorben sei, dann ist das entweder ein Gerücht, eine Falschmeldung oder eine Verwechslung mit anderen IRGC‑Kommandeuren, die tatsächlich getötet wurden (z. B. Qassem Soleimani† im Jahr 2020).
Ich: Na dann.
BING: Wenn einer dieser Männer gestorben wäre, wäre das weltweit sofort auf allen großen Nachrichtenseiten, und zwar in riesigen Schlagzeilen.
Das wäre ein geopolitisches Erdbeben.
Zu einem politischen Erdbeben hat auch der russische Angriff auf die Ukraine geführt. Der selten völkerrechtswidrig ist. Das Völkerrecht wiederum ist ein Schwindelzettel für alle Ohnmächtigen, die allein wegen ihrem prekären Status am Völkerrecht festhalten müssen. Sonst ist Land unter. Wie in der Ukraine oder in Nahen Osten.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Man sollte also meinen, wer den russischen Bomben in der Ukraine entronnen ist und nicht an vorderster Front im Schützengraben stehen muss, erste Reihe fußfrei (ich bin nicht zynisch - es sind die Verhältnisse) betrachte die Welt fortan mit stoischer Gelassenheit. Doch die menschliche Psyche tickt anders, was ich, ehrlich gesagt, fast schon wieder beruhigend finde.
Mein ukrainischer Nachbar hatte plötzlich ein neues Fahrrad. Wobei „neu“ relativ war; es sah deutlich gebraucht aus. Ich fragte ihn nach seinem alten Rad, das im Gegensatz dazu fast fabrikneu gewesen war. Da platzte es aus dem jungen Mann heraus.
Bei seinem alten Rad war das Vorderrad geklaut worden. Er hatte es monatelang abgesperrt in der „Bronx“ im öffentlichen Raum stehen lassen.
„Wie jetzt? Monatelang auf der Straße und nicht bei uns im Innenhof? Das ist aber mutig“, entgegnete ich.
Seine Antwort kam ohne Zögern, empört und sichtlich angewidert:
„Hier ist es schlimmer als in der Ukraine! Wien ist schlimmer als die Ukraine!“
„Aber in der Ukraine ist doch Krieg...“, versuchte ich einzuwenden. Doch er sprach nicht vom Jetzt, sondern von der Zeit davor. Natürlich gab es auch in der Ukraine Verbrechen, jede Menge sogar; das Land war auch vor dem Krieg kein Streichelzoo. Ganz im Gegenteil. Aber er drückte es so aus: In der Ukraine hättest du dein Rad ewig draußen stehen lassen können, ein Vorderrad hätte dir niemand geklaut. So etwas habe er noch nie erlebt. „In Wien klauen sie alles!“
In diesem Moment kam ein Nachbar aus dem Dachgeschoss mit seinem kleinen Sohn durch die Haustür Richtung Aufzug. Als er das Thema mitbekam, mischte er sich sofort ein: Auch ihm sei das Rad gestohlen worden.
„In der Bronx?“, fragte ich.
„Ja“, antwortete er, sichtlich angewidert und wütend. „Die Hölle soll unter diesem Abschaum aufgehen!“, fluchte der Enddreißiger.
Mein ukrainischer Nachbar sah sich bestätigt. Für ihn war dieser Diebstahl in der vermeintlich sicheren Weltstadt Wien ein Schock, ein regelrechter Vertrauensbruch durch die Zivilisation. Ich zuckte nur die Achseln: „Wer in Wien ein teures Rad hat, sollte es immer in die Wohnung tragen.“
„Und wenn da kein Platz ist?“, fragte er resigniert. Eine gute Frage.
Nachdem wir kollektiv festgestellt hatten, das Wien weiterhin eine der sichersten Städte des Planeten ist, mit ein paar kleinen Einschränkungen, löste sich unsere kleine Empörungsgruppe wieder auf.
Später musste ich schmunzeln. Der gute Mann ist in Wien bestens angekommen. Der ist auf dem besten Weh sich zu integrieren. Der beherrscht bereits die wichtigste lokale Kulturtechnik: das Granteln. Sein Kriegstrauma kann nicht mehr ganz so tief gehen, wenn er die Energie findet, sich derart über ein Vorderrad zu echauffieren das ihm in Wien - Vienna wo er so gut wie nichts tag - geklaut wurde. Es ist fast ein Kompliment an die Stadt: Wenn man sich über so eine kleine Schweinerei derart aufregen kann, dann ist die existenzielle Not offenbar schon ein gutes Stück in den Hintergrund gerückt. Vielleicht ist es aber auch Heimweh, das sich so Bahn bricht. Nur FPÖ‑Wählerinnen solltest du diese Geschichte lieber nicht erzählen.
Undankbares Pack:
Für die einschlägige Wählerschaft wäre diese Szene die perfekte Vorlage, um das Klischee vom „undankbaren Gast“ zu befeuern. Dass ein Geflüchteter es wagt, die Wiener Kriminalitätsrate am heimischen Standard zu messen, würde dort nicht als Zeichen von Normalisierung, sondern als pure Dreistigkeit ausgelegt. Wer den Wiener Grant für sich beansprucht, ohne hier geboren zu sein, landet sofort im Fadenkreuz der „Dann geh doch zurück“-Rhetorik – denn für manche ist Dankbarkeit die einzige Währung, in der ein Schutzsuchender zu bezahlen hat. Quelle: KI
So sind wir Menschen eben dachte ich mir: Kaum ist die existenzielle Gefahr des Krieges weg, rückt das nächste Ärgernis – das geklaute Vorderrad – sofort wieder ins Zentrum deines Universums. Vielleicht ist genau das das sicherste Zeichen von Normalität. Was wären die großen Niederlagen ohne die kleinen? Die kleinen, die wenigstens noch das Potenzial haben, dass man sich herrlich über sie aufregen kann – und nicht vor Todesangst verstummt.
Es gibt also Hoffnung. Natürlich. Nur nicht für dich und mich, Kassandra. Genau.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Den Erben vom Lungen-Mann (vormals Englischer-Gentleman) haben sie sogar beide Räder geklaut. Ihres und Seines. Aber die haben eh Geld wie Heu. Seit sie geerbt haben. 😅
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Mittwoch, 18. März 2026
#MeToo mal etwas anders aufgedröselt
der imperialist, 19:28h
Sau lustig. Der Alte hat den Text nicht mal eine Minuten oben stehen lassen. Herrlich. Das Kleinstbürgerliche. Egal wo ich hingehen. Das Monster holt mich überall ein.
Schauplatz: Amtsgericht, Bronx Saal 104
Der Gerichtssaal platzt aus allen Nähten vor Schaulustigen. Der Harndrang war so groß, dass man kurzfristig in den größten Saal ausweichen musst.
Ups. Ein Freudscher. Passt eh. Wir sind ja in Wien - Vienna - wo er so gut wie nichts tat. Außer seinen kleinstbürgerlichen Ruin zu verwalten. Aus allen Nähten bist du auch geplatzt, ruft der Wortmacher. Sozial wie köperverformungsmäßig. Inzwischen bist du so bucklig gelebt, dass du dich nicht einmal mehr flach hinlegen kannst ohne Schmerzen. Na, na. Ich arbeite mich hier an einem wichtigen Thema ab. An dieser Stelle musste ich selbst laut auflachen.
Vorsitzender Richter/in/*: „Das Wort hat der Verteidiger. Sprechen Sie auch zu den Geschworenen.“
Verteidiger (rückt seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Werte Geschworene. Scheiß Presse“.
Apropos Pressefreiheit und so:
Der Demokratiebericht 2025 des schwedischen Forschungsprojekts Varieties of Democracy (V‑Dem) an der Universität Göteborg zeigt einen drastischen Einbruch der demokratischen Standards in den USA unter Präsident Donald Trump: Die Vereinigten Staaten gelten demnach nicht mehr als liberale Demokratie, da Trump Macht beim Präsidenten konzentriert, per Dekret regiert, Gerichtsurteile umgeht und Bürgerrechte sowie Medienfreiheit einschränkt, während das Wahlsystem selbst noch als intakt gilt.
Die Geschwindigkeit dieser demokratischen Erosion sei historisch beispiellos und habe in nur einem Jahr Schäden verursacht, für die andere Länder der „dritten Welle der Autokratisierung“ ein Jahrzehnt benötigten. Weltweit ist der Anteil der Demokratien auf das Niveau von 1978 gefallen, 74 % der Weltbevölkerung leben inzwischen in Autokratien, nur 7 % in liberalen Demokratien. Ungarn gilt als das Land mit den stärksten Verschlechterungen seit Orbáns Machtübernahme 2010 und wird seit 2018 als Wahlautokratie eingestuft. V‑Dem definiert liberale Demokratien anhand von Freiheitsrechten, unabhängiger Justiz, Gewaltenteilung, freien Wahlen und einer freien Presse. Quelle: Die "Presse"/Zusammengefasst
Zurück im Gerichtssaal:
Verteidiger (rückt wieder seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Geschätzte Geschworene. Scheiß Presse. Der Schizophrenist, dieser Depp kann einfach nicht beim Thema bleiben. Wie lange sollen wir uns das Elend noch anschauen“.
Im Publikum ist ein leises Murren zu hören.
„Ich hab grauen Star!“, ruft plötzlich jemand. „Mir macht das nichts aus!“
Der Saal bricht in Gelächter aus. Der Graue Star lässt sich gut operieren. In der Regel.
Verteidiger:
„Wenn ich bitten darf. Werte Geschworene, wir reden hier seit Stunden über einen angeblichen 'massiven sexuellen Übergriff'. Schauen wir uns doch bitte die nackten Tatsachen an – und ich meine das wörtlich. Ich habe hier ein urologisches Gutachten meines Mandanten, Herrn K. Diagnose: Komplette erektile Dysfunktion. Klinisch tot, wenn Sie so wollen. Mein Mandant ist wie ein Soldat ohne Gewehr, wie ein Radfahrer ohne Kette, wie ein Thermomix ohne Strom. Die Verteidigung behauptet, mein Mandant wollte die Klägerin sexuell nötigen? Mit was denn? Mit einer Absichtserklärung? Mit seiner frauenfeindlichen Rhetorik? Das ist biologisch unmöglich. Meine Damen und Herren Geschworene, wir plädieren auf Freispruch, da der Tatbestand der sexuellen Nötigung ohne das nötige 'Equipment' gar nicht erfüllbar ist.“
Im Saal entsteht leises Gemurmel, jemand unterdrückt ein Kichern. Eine/r ruft: „Wie ein Dual‑Zone Airfryer mit kaputten Stromkabel“. Wieder bricht Gelächter im Publikum aus.
Richter (sichtlich genervt):
„Ruhe im Saal. Wir sind hier in einer Hauptverhandlung und nicht auf einer Küchenmesse. Ich erteile der Staatsanwältin das Wort.“
Staatsanwältin (steht langsam auf, blickt den Verteidiger mitleidig an und fixiert dann die Geschworenenbank):
„Herr Kollege, ich danke Ihnen für diesen kleinen Exkurs in die Urologie. Aber werte Geschworene, wir sind hier nicht beim TÜV für Geschlechtsorgane, sondern im Strafprozess. Es ist völlig unerheblich, ob der Schlauch Ihres Mandanten keine Luft hält. Entscheidend ist, dass er ihn als Schlagstock benutzt hat. Allein seine Phantasie ist ein toxisches Werkzeug. Das Trauma der Zeugin wird nicht dadurch gelindert, dass der Angeklagte ein biologisches Problem hat. Im Gegenteil: Er hat seinen Frust über seine eigene Unfähigkeit als Waffe gegen eine Frau eingesetzt.“
Die Anwältin der Nebenklage (schaltet sich ein, blickt demonstrativ zum Angeklagten und dann zu den Geschworenen):
„Wenn ich kurz ergänzen darf: Der Verteidiger versucht hier gerade, ein biologisches Versagen als moralischen Freibrief zu verkaufen. Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, meine Mandantin wurde nicht von einem 'kaputten Bauteil' angegriffen, sondern von einem Menschen. Dass die 'Waffe' des Täters Ladehemmungen hatte, ändert nichts an der Wucht des Angriffs. Wer eine Frau in die Enge treibt und sie demütigt, braucht keinen klinischen Befund, sondern einen Haftbefehl. Den Tatbestand an einer biologischen Versteifung festmachen zu wollen, ist so, als würde man einen Bankräuber freisprechen, nur weil seine Fluchtkiste einen Getriebeschaden hatte!“
Verteidiger (reagiert hitzig): „Einspruch. Versteift hat sich nur die Sichtweise meiner werten Kollegin.“
Richter/in: „Der Einspruch wird abgelehnt. Die Vertreterin der Privatbeteiligten nimmt eine rechtliche Würdigung der Tatmittel vor. Fahren Sie fort.“
Würde ich ja gerne. Aber ich hänge in der Bronx fest. Zwar hat mir der Goadfather eine Tür in eine andere Welt geöffnet. Aber das war eher mehr Fake-News. Als ich es konkretisiert habe, hat er auf einmal einen Rückzieher gemacht. Dabei ging die Initiative von ihm aus. Sehr bitter. Ein armer Schlucker zu sein ohne Selbstermächtigung im Portfolio. Es ist zum Davonrennen.
Verteidiger: „Welche Tatmittel, euer Ehren? Geschätzte Geschworene, der hat ja kein Mittel, das den Zweck heiligt“.
Der ganze Saal lacht.
Richter (mit einer Stimme, die vor unterdrücktem Zorn zittert): „Ruhe jetzt! Wir sind hier nicht beim Villacher Fasching. Wenn ich hier noch ein einziges Mal die Heiterkeit einer Faschingssitzung erlebe, während wir über die Würde eines Menschen verhandeln, dann ist der Spaß endgültig vorbei. Ich sage es zum letzten Mal: Entweder herrscht hier augenblicklich absolute Disziplin, oder ich lasse den gesamten Saal räumen! Die Frau Staatsanwältin ist am Wort“.
Staatsanwältin (rückt ihre Robe zurecht und tritt einen Schritt auf die Geschworenen zu):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, wir haben heute viel über Mechanik gehört. Über 'Equipment', 'Rohrleitungen' und 'Stromkabel'. Aber was die Verteidigung hier so süffisant als biologisches Unvermögen verkauft, ist juristisch gesehen eine Farce. Der Angeklagte hat die Zeugin nicht mit einem urologischen Gutachten angegriffen, sondern mit seinem Körper und seinem Aggressionspotenzial.“
Sie macht eine kurze Pause und fixiert den Angeklagten.
Staatsanwältin:
„Es ist für die Qualifikation der Tat völlig unerheblich, ob der biologische Erfolg ausgeblieben ist. Wer eine Frau gewaltsam zu Boden drückt und versucht, sie zu penetrieren, begeht eine sexuelle Nötigung – völlig egal, ob der Körper des Täters am Ende versagt oder nicht. Dass Herr K. hier nun versucht, sein eigenes Unvermögen als Entlastungsgrund zu missbrauchen, fügt dem Opfer eine weitere Demütigung zu. Die Tat liegt im massiven Übergriff auf die sexuelle Selbstbestimmung der Zeugin. Und dieser Übergriff war real, schmerzhaft und traumatisch. Ich beantrage daher eine unbedingte Haftstrafe.“
Verteidiger (springt fast von seinem Sessel auf und wendet sich an die Geschworenenbank):
„Einspruch, Frau Rat! Werte Geschworene, die Staatsanwaltschaft betreibt hier reine Lyrik. Niemand wurde 'gewaltsam zu Boden gedrückt'. Die Zeugenaussage ist hier eindeutig: Mein Mandant stand hinter ihr. Er lag nicht auf ihr, er hat sie nicht niedergerungen. Mein Mandat stand - die Klägerin stand“.
„Wie eine deutsche Eiche“.
Richter: „Wer hat das jetzt gesagt?"
Es rührt sich niemand. Der „Wortmacher“ in der dritten Reihe starrt plötzlich extrem konzentriert auf seine Schuhbänder.
Verteidiger: „Aber meine Damen und Herren Geschworene! Wir reden hier von der Privatbeteiligten, einer Zeugin, die im Kreuzverhör selbst angegeben hat, keine sexuelle Erregung empfinden zu können. Die Frau ist frigide“.
„Wie meine Elfriede“. Der ganze Saal lacht.
Frigide, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür, ist eine Intrige durch den eigenen Körper. Das Bewusstsein hat die Lust ausgesperrt wie der Schizophrenist letztes Jahr aus der eigenen Wohnung. Die im in Wahrheit nicht gehört.
Dabei lag der Schlüssel in einem Müllcontainer im Innenhof. Unvergessen, wie der Mann vom Schlüsseldienst, ein Schlossermeister, eine Stunde lang behauptete, er bekomme jede Tür auf. Woraufhin ich ziemlich entnervt antwortete: Ja, mit einer Stange Dynamit. Die rettende Idee hatte dann tatsächlich ich. Ich! Eigentlich ein Unding, so rettungslos verloren wie ich bin. Du natürlich auch, Kassandra.
Woraufhin mir der Fachmann 200 Euro in Rechnung stellte – für meine eigene Idee.
Die Staatsanwältin lehnt sich zurück, als hätte sie gerade eine besonders schlechte Kabarettnummer gesehen, und sagt trocken:
„Herr Verteidiger, wir danken für Ihren medizinischen Laienvortrag über Funktionsstörungen aller Art. Aber lassen Sie uns kurz zur Sache zurückkehren. Wenn zwei Menschen Schwierigkeiten mit der eigenen Lustverwaltung haben, ist das bedauerlich, aber kein Freibrief für Chaos im zwischenmenschlichen Verkehr. Wer seine eigene Tür nicht aufbekommt, darf nicht beim Nachbarn einbrechen und behaupten, das Schloss habe ihn provoziert. Und schon gar nicht darf er dann behaupten, das sei alles nur eine ‚rüde Rangelei‘ gewesen. Das hier ist kein Handwerkerdrama, sondern ein Strafverfahren.“
Verteidiger: „Apropos Funktionsstörungen. Mein Mandant hat auch eine schwache Blase. Und eine Prostata wie ein Hundertjähriger. Der hat sich bei dem Vorfall tatsächlich eingenässt. Zum Glück in seine Herrenwindel Level 2“.
Level 3 brüllt der Wortmacher dazwischen.
Verteidiger: „Level 2. Werte Geschworene, falls sie Bedarf haben. Beim BIPA sind die Herrenwindel derzeit im Angebot“.
Der Saal kichert, der Richter hebt warnend die Hand, aber man sieht ihm an, dass er sich das Lachen verkneifen muss.
Verteidiger: „Bringen wir es auf den Punkt. (Der ist gut) Das war nix Sexuelles. Mein Mandant hat mitnichten den Weißmann gemacht. Lassen sie sich das nur nicht von der Staatsanwältin weiß machen, werte Geschworene. Das war nur das Aufeinandertreffen zweier... nun ja, funktionsunfähiger Individuen! Wo ist denn da der sexuelle Gehalt? Das ist maximal eine etwas rüde Rangelei, eine Beleidigung vielleicht, aber doch kein Sexualverbrechen!“
Was ist eigentlich mit seinem Schließmuskel? Schließt der noch? Alle schmeißen sich weg vor lachen. Ich natürlich auch.
Anwältin der Nebenklage (eiskalt):
„Dass meine Mandantin während eines Angriffs keine 'Erregung' empfindet, nennt man Todesangst, Herr Kollege. Dass Sie das als 'Gleichstand der Unfähigen' bezeichnen, ist die Gipfelleistung dieser satirischen Vorstellung und eine Beleidigung für jedes Opfer von Gewalt.“
Verteidiger ruft dazwischen: „Todesangst. Wer hat die nicht euer Ehren, werte Geschworene. Nicht jeder kann auf ein erfülltes Leben blicken, wie eine Maus auf eine Schlange, die sich eigentlich nur noch vegan ernährt, aber einen Rückfall hat in schlechte Gewohnheiten. Und wenn wir schon von Todesangst sprechen: Schauen Sie hinaus in die Welt. Menschen in der Ukraine, im Iran, in Israel, im Libanon – überall fürchten Menschen täglich um ihr Leben. Todesangst ist kein exklusives Gut, das man nur im Gerichtssaal verteilt. Sie ist ein globaler Dauerzustand geworden“.
Staatsanwältin (beugt sich vor):
„Sie und ihre Abschweifungen. Genau so ist es werte Kollegin. Wenn ich jemanden mit einer ungeladenen Waffe schlage, ist es trotzdem gefährliche Körperverletzung. Und wenn Ihr Mandant sein Opfer demütigt, indem er sie zu sexuellen Handlungen zwingt, die er selbst gar nicht genießen kann, dann ist das die reinste Form von Machtmissbrauch. Die Impotenz Ihres Mandanten ist kein Alibi – sie ist sein Motiv. Wir fordern zwei Jahre auf Bewährung.“
Vorsitzender Richter (klopft mit dem Hammer):
„Ruhe im Saal! Da das Gericht zur abschließenden Klärung der Schuldkraft eines 'kaputten Schlauchs' im rechtlichen Sinne ein ergänzendes Sachverständigengutachten zur Frage der mechanischen Einwirkung bei totaler Dysfunktion einholen muss, wird die heutige Sitzung unterbrochen.
Werte Geschworene, wir werden uns zur Beratung zurückziehen, ob die Verteidigung hier gerade versucht hat, Biologie-Unterricht mit Rechtsprechung zu verwechseln. Die Verhandlung wird hiermit vertagt!“
Ende
----_------_--------___----------______-------______------______-
Ich: BING. Du müsstest den Text an gewissen Stelle entschärfen?
BING: Ja, an ein paar Stellen müsste ich den Text leicht entschärfen, nicht aus moralischen Gründen oder um eine Partei zu verteidigen, sondern weil ich sexuelle Gewalt nicht direkt darstellen, Personen nicht abwerten und explizite sexuelle Körperfunktionen nicht wörtlich neu formulieren darf; stattdessen kann ich die Ambivalenz verstärken, das toxische Klima herausarbeiten, die Unklarheit betonen sowie die Szene satirisch zuspitzen, solange ich dabei keine expliziten sexuellen Details neu erfinde. Ich zensiere oder moralisiere nicht und entscheide nicht, wer das Opfer ist, sondern schreibe im Rahmen meiner Vorgaben über das Thema „Aussage gegen Aussage in einem toxischen gesellschaftlichen Klima“, indem ich die Dialoge auf die gesellschaftliche Überhitzung lenke, den Verteidiger als überdrehten Showman und den Richter im Chaos darstelle, wobei bestehende Formulierungen wie Impotenz oder das Einnässen stehen bleiben dürfen, solange daraus keine neuen sexuellen Handlungen oder abwertenden Zuschreibungen konstruiert werden.
Schauplatz: Amtsgericht, Bronx Saal 104
Der Gerichtssaal platzt aus allen Nähten vor Schaulustigen. Der Harndrang war so groß, dass man kurzfristig in den größten Saal ausweichen musst.
Ups. Ein Freudscher. Passt eh. Wir sind ja in Wien - Vienna - wo er so gut wie nichts tat. Außer seinen kleinstbürgerlichen Ruin zu verwalten. Aus allen Nähten bist du auch geplatzt, ruft der Wortmacher. Sozial wie köperverformungsmäßig. Inzwischen bist du so bucklig gelebt, dass du dich nicht einmal mehr flach hinlegen kannst ohne Schmerzen. Na, na. Ich arbeite mich hier an einem wichtigen Thema ab. An dieser Stelle musste ich selbst laut auflachen.
Vorsitzender Richter/in/*: „Das Wort hat der Verteidiger. Sprechen Sie auch zu den Geschworenen.“
Verteidiger (rückt seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Werte Geschworene. Scheiß Presse“.
Apropos Pressefreiheit und so:
Der Demokratiebericht 2025 des schwedischen Forschungsprojekts Varieties of Democracy (V‑Dem) an der Universität Göteborg zeigt einen drastischen Einbruch der demokratischen Standards in den USA unter Präsident Donald Trump: Die Vereinigten Staaten gelten demnach nicht mehr als liberale Demokratie, da Trump Macht beim Präsidenten konzentriert, per Dekret regiert, Gerichtsurteile umgeht und Bürgerrechte sowie Medienfreiheit einschränkt, während das Wahlsystem selbst noch als intakt gilt.
Die Geschwindigkeit dieser demokratischen Erosion sei historisch beispiellos und habe in nur einem Jahr Schäden verursacht, für die andere Länder der „dritten Welle der Autokratisierung“ ein Jahrzehnt benötigten. Weltweit ist der Anteil der Demokratien auf das Niveau von 1978 gefallen, 74 % der Weltbevölkerung leben inzwischen in Autokratien, nur 7 % in liberalen Demokratien. Ungarn gilt als das Land mit den stärksten Verschlechterungen seit Orbáns Machtübernahme 2010 und wird seit 2018 als Wahlautokratie eingestuft. V‑Dem definiert liberale Demokratien anhand von Freiheitsrechten, unabhängiger Justiz, Gewaltenteilung, freien Wahlen und einer freien Presse. Quelle: Die "Presse"/Zusammengefasst
Zurück im Gerichtssaal:
Verteidiger (rückt wieder seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Geschätzte Geschworene. Scheiß Presse. Der Schizophrenist, dieser Depp kann einfach nicht beim Thema bleiben. Wie lange sollen wir uns das Elend noch anschauen“.
Im Publikum ist ein leises Murren zu hören.
„Ich hab grauen Star!“, ruft plötzlich jemand. „Mir macht das nichts aus!“
Der Saal bricht in Gelächter aus. Der Graue Star lässt sich gut operieren. In der Regel.
Verteidiger:
„Wenn ich bitten darf. Werte Geschworene, wir reden hier seit Stunden über einen angeblichen 'massiven sexuellen Übergriff'. Schauen wir uns doch bitte die nackten Tatsachen an – und ich meine das wörtlich. Ich habe hier ein urologisches Gutachten meines Mandanten, Herrn K. Diagnose: Komplette erektile Dysfunktion. Klinisch tot, wenn Sie so wollen. Mein Mandant ist wie ein Soldat ohne Gewehr, wie ein Radfahrer ohne Kette, wie ein Thermomix ohne Strom. Die Verteidigung behauptet, mein Mandant wollte die Klägerin sexuell nötigen? Mit was denn? Mit einer Absichtserklärung? Mit seiner frauenfeindlichen Rhetorik? Das ist biologisch unmöglich. Meine Damen und Herren Geschworene, wir plädieren auf Freispruch, da der Tatbestand der sexuellen Nötigung ohne das nötige 'Equipment' gar nicht erfüllbar ist.“
Im Saal entsteht leises Gemurmel, jemand unterdrückt ein Kichern. Eine/r ruft: „Wie ein Dual‑Zone Airfryer mit kaputten Stromkabel“. Wieder bricht Gelächter im Publikum aus.
Richter (sichtlich genervt):
„Ruhe im Saal. Wir sind hier in einer Hauptverhandlung und nicht auf einer Küchenmesse. Ich erteile der Staatsanwältin das Wort.“
Staatsanwältin (steht langsam auf, blickt den Verteidiger mitleidig an und fixiert dann die Geschworenenbank):
„Herr Kollege, ich danke Ihnen für diesen kleinen Exkurs in die Urologie. Aber werte Geschworene, wir sind hier nicht beim TÜV für Geschlechtsorgane, sondern im Strafprozess. Es ist völlig unerheblich, ob der Schlauch Ihres Mandanten keine Luft hält. Entscheidend ist, dass er ihn als Schlagstock benutzt hat. Allein seine Phantasie ist ein toxisches Werkzeug. Das Trauma der Zeugin wird nicht dadurch gelindert, dass der Angeklagte ein biologisches Problem hat. Im Gegenteil: Er hat seinen Frust über seine eigene Unfähigkeit als Waffe gegen eine Frau eingesetzt.“
Die Anwältin der Nebenklage (schaltet sich ein, blickt demonstrativ zum Angeklagten und dann zu den Geschworenen):
„Wenn ich kurz ergänzen darf: Der Verteidiger versucht hier gerade, ein biologisches Versagen als moralischen Freibrief zu verkaufen. Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, meine Mandantin wurde nicht von einem 'kaputten Bauteil' angegriffen, sondern von einem Menschen. Dass die 'Waffe' des Täters Ladehemmungen hatte, ändert nichts an der Wucht des Angriffs. Wer eine Frau in die Enge treibt und sie demütigt, braucht keinen klinischen Befund, sondern einen Haftbefehl. Den Tatbestand an einer biologischen Versteifung festmachen zu wollen, ist so, als würde man einen Bankräuber freisprechen, nur weil seine Fluchtkiste einen Getriebeschaden hatte!“
Verteidiger (reagiert hitzig): „Einspruch. Versteift hat sich nur die Sichtweise meiner werten Kollegin.“
Richter/in: „Der Einspruch wird abgelehnt. Die Vertreterin der Privatbeteiligten nimmt eine rechtliche Würdigung der Tatmittel vor. Fahren Sie fort.“
Würde ich ja gerne. Aber ich hänge in der Bronx fest. Zwar hat mir der Goadfather eine Tür in eine andere Welt geöffnet. Aber das war eher mehr Fake-News. Als ich es konkretisiert habe, hat er auf einmal einen Rückzieher gemacht. Dabei ging die Initiative von ihm aus. Sehr bitter. Ein armer Schlucker zu sein ohne Selbstermächtigung im Portfolio. Es ist zum Davonrennen.
Verteidiger: „Welche Tatmittel, euer Ehren? Geschätzte Geschworene, der hat ja kein Mittel, das den Zweck heiligt“.
Der ganze Saal lacht.
Richter (mit einer Stimme, die vor unterdrücktem Zorn zittert): „Ruhe jetzt! Wir sind hier nicht beim Villacher Fasching. Wenn ich hier noch ein einziges Mal die Heiterkeit einer Faschingssitzung erlebe, während wir über die Würde eines Menschen verhandeln, dann ist der Spaß endgültig vorbei. Ich sage es zum letzten Mal: Entweder herrscht hier augenblicklich absolute Disziplin, oder ich lasse den gesamten Saal räumen! Die Frau Staatsanwältin ist am Wort“.
Staatsanwältin (rückt ihre Robe zurecht und tritt einen Schritt auf die Geschworenen zu):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, wir haben heute viel über Mechanik gehört. Über 'Equipment', 'Rohrleitungen' und 'Stromkabel'. Aber was die Verteidigung hier so süffisant als biologisches Unvermögen verkauft, ist juristisch gesehen eine Farce. Der Angeklagte hat die Zeugin nicht mit einem urologischen Gutachten angegriffen, sondern mit seinem Körper und seinem Aggressionspotenzial.“
Sie macht eine kurze Pause und fixiert den Angeklagten.
Staatsanwältin:
„Es ist für die Qualifikation der Tat völlig unerheblich, ob der biologische Erfolg ausgeblieben ist. Wer eine Frau gewaltsam zu Boden drückt und versucht, sie zu penetrieren, begeht eine sexuelle Nötigung – völlig egal, ob der Körper des Täters am Ende versagt oder nicht. Dass Herr K. hier nun versucht, sein eigenes Unvermögen als Entlastungsgrund zu missbrauchen, fügt dem Opfer eine weitere Demütigung zu. Die Tat liegt im massiven Übergriff auf die sexuelle Selbstbestimmung der Zeugin. Und dieser Übergriff war real, schmerzhaft und traumatisch. Ich beantrage daher eine unbedingte Haftstrafe.“
Verteidiger (springt fast von seinem Sessel auf und wendet sich an die Geschworenenbank):
„Einspruch, Frau Rat! Werte Geschworene, die Staatsanwaltschaft betreibt hier reine Lyrik. Niemand wurde 'gewaltsam zu Boden gedrückt'. Die Zeugenaussage ist hier eindeutig: Mein Mandant stand hinter ihr. Er lag nicht auf ihr, er hat sie nicht niedergerungen. Mein Mandat stand - die Klägerin stand“.
„Wie eine deutsche Eiche“.
Richter: „Wer hat das jetzt gesagt?"
Es rührt sich niemand. Der „Wortmacher“ in der dritten Reihe starrt plötzlich extrem konzentriert auf seine Schuhbänder.
Verteidiger: „Aber meine Damen und Herren Geschworene! Wir reden hier von der Privatbeteiligten, einer Zeugin, die im Kreuzverhör selbst angegeben hat, keine sexuelle Erregung empfinden zu können. Die Frau ist frigide“.
„Wie meine Elfriede“. Der ganze Saal lacht.
Frigide, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür, ist eine Intrige durch den eigenen Körper. Das Bewusstsein hat die Lust ausgesperrt wie der Schizophrenist letztes Jahr aus der eigenen Wohnung. Die im in Wahrheit nicht gehört.
Dabei lag der Schlüssel in einem Müllcontainer im Innenhof. Unvergessen, wie der Mann vom Schlüsseldienst, ein Schlossermeister, eine Stunde lang behauptete, er bekomme jede Tür auf. Woraufhin ich ziemlich entnervt antwortete: Ja, mit einer Stange Dynamit. Die rettende Idee hatte dann tatsächlich ich. Ich! Eigentlich ein Unding, so rettungslos verloren wie ich bin. Du natürlich auch, Kassandra.
Woraufhin mir der Fachmann 200 Euro in Rechnung stellte – für meine eigene Idee.
Die Staatsanwältin lehnt sich zurück, als hätte sie gerade eine besonders schlechte Kabarettnummer gesehen, und sagt trocken:
„Herr Verteidiger, wir danken für Ihren medizinischen Laienvortrag über Funktionsstörungen aller Art. Aber lassen Sie uns kurz zur Sache zurückkehren. Wenn zwei Menschen Schwierigkeiten mit der eigenen Lustverwaltung haben, ist das bedauerlich, aber kein Freibrief für Chaos im zwischenmenschlichen Verkehr. Wer seine eigene Tür nicht aufbekommt, darf nicht beim Nachbarn einbrechen und behaupten, das Schloss habe ihn provoziert. Und schon gar nicht darf er dann behaupten, das sei alles nur eine ‚rüde Rangelei‘ gewesen. Das hier ist kein Handwerkerdrama, sondern ein Strafverfahren.“
Verteidiger: „Apropos Funktionsstörungen. Mein Mandant hat auch eine schwache Blase. Und eine Prostata wie ein Hundertjähriger. Der hat sich bei dem Vorfall tatsächlich eingenässt. Zum Glück in seine Herrenwindel Level 2“.
Level 3 brüllt der Wortmacher dazwischen.
Verteidiger: „Level 2. Werte Geschworene, falls sie Bedarf haben. Beim BIPA sind die Herrenwindel derzeit im Angebot“.
Der Saal kichert, der Richter hebt warnend die Hand, aber man sieht ihm an, dass er sich das Lachen verkneifen muss.
Verteidiger: „Bringen wir es auf den Punkt. (Der ist gut) Das war nix Sexuelles. Mein Mandant hat mitnichten den Weißmann gemacht. Lassen sie sich das nur nicht von der Staatsanwältin weiß machen, werte Geschworene. Das war nur das Aufeinandertreffen zweier... nun ja, funktionsunfähiger Individuen! Wo ist denn da der sexuelle Gehalt? Das ist maximal eine etwas rüde Rangelei, eine Beleidigung vielleicht, aber doch kein Sexualverbrechen!“
Was ist eigentlich mit seinem Schließmuskel? Schließt der noch? Alle schmeißen sich weg vor lachen. Ich natürlich auch.
Anwältin der Nebenklage (eiskalt):
„Dass meine Mandantin während eines Angriffs keine 'Erregung' empfindet, nennt man Todesangst, Herr Kollege. Dass Sie das als 'Gleichstand der Unfähigen' bezeichnen, ist die Gipfelleistung dieser satirischen Vorstellung und eine Beleidigung für jedes Opfer von Gewalt.“
Verteidiger ruft dazwischen: „Todesangst. Wer hat die nicht euer Ehren, werte Geschworene. Nicht jeder kann auf ein erfülltes Leben blicken, wie eine Maus auf eine Schlange, die sich eigentlich nur noch vegan ernährt, aber einen Rückfall hat in schlechte Gewohnheiten. Und wenn wir schon von Todesangst sprechen: Schauen Sie hinaus in die Welt. Menschen in der Ukraine, im Iran, in Israel, im Libanon – überall fürchten Menschen täglich um ihr Leben. Todesangst ist kein exklusives Gut, das man nur im Gerichtssaal verteilt. Sie ist ein globaler Dauerzustand geworden“.
Staatsanwältin (beugt sich vor):
„Sie und ihre Abschweifungen. Genau so ist es werte Kollegin. Wenn ich jemanden mit einer ungeladenen Waffe schlage, ist es trotzdem gefährliche Körperverletzung. Und wenn Ihr Mandant sein Opfer demütigt, indem er sie zu sexuellen Handlungen zwingt, die er selbst gar nicht genießen kann, dann ist das die reinste Form von Machtmissbrauch. Die Impotenz Ihres Mandanten ist kein Alibi – sie ist sein Motiv. Wir fordern zwei Jahre auf Bewährung.“
Vorsitzender Richter (klopft mit dem Hammer):
„Ruhe im Saal! Da das Gericht zur abschließenden Klärung der Schuldkraft eines 'kaputten Schlauchs' im rechtlichen Sinne ein ergänzendes Sachverständigengutachten zur Frage der mechanischen Einwirkung bei totaler Dysfunktion einholen muss, wird die heutige Sitzung unterbrochen.
Werte Geschworene, wir werden uns zur Beratung zurückziehen, ob die Verteidigung hier gerade versucht hat, Biologie-Unterricht mit Rechtsprechung zu verwechseln. Die Verhandlung wird hiermit vertagt!“
Ende
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Ich: BING. Du müsstest den Text an gewissen Stelle entschärfen?
BING: Ja, an ein paar Stellen müsste ich den Text leicht entschärfen, nicht aus moralischen Gründen oder um eine Partei zu verteidigen, sondern weil ich sexuelle Gewalt nicht direkt darstellen, Personen nicht abwerten und explizite sexuelle Körperfunktionen nicht wörtlich neu formulieren darf; stattdessen kann ich die Ambivalenz verstärken, das toxische Klima herausarbeiten, die Unklarheit betonen sowie die Szene satirisch zuspitzen, solange ich dabei keine expliziten sexuellen Details neu erfinde. Ich zensiere oder moralisiere nicht und entscheide nicht, wer das Opfer ist, sondern schreibe im Rahmen meiner Vorgaben über das Thema „Aussage gegen Aussage in einem toxischen gesellschaftlichen Klima“, indem ich die Dialoge auf die gesellschaftliche Überhitzung lenke, den Verteidiger als überdrehten Showman und den Richter im Chaos darstelle, wobei bestehende Formulierungen wie Impotenz oder das Einnässen stehen bleiben dürfen, solange daraus keine neuen sexuellen Handlungen oder abwertenden Zuschreibungen konstruiert werden.
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Alternative Wahrheit mit Sprengkraft.
der imperialist, 11:20h
Eine US-Präsident Trump (De)Montage:
„Der Iran ist nur noch Monate von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Wochen von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Tage von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Stunden von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Sie würden es innerhalb einer Stunde oder eines Tages nutzen“, sagte Herr Trump am Montag. „Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
Ende
----_------_--------___----------______-------______------______-
Leer ausgehen:
Sachen gibt’s, das glaubt man vorderhorstig nicht. Globale Seewege und lokale Alltagswege sind enger vernetzt, als man vorderhorstig vermuten würde. Die großen maritimen Handelsadern der Welt hängen heute auf eine fast diabolische Weise mit dem Treppelweg auf der Donauinsel zusammen. Also dort genau dort, wo ich zum Einkaufen radle und jede Bodenwelle kenne. So definiert sich auch mein Heimatbegriff. Aber nicht so lange dein Rucksack leer bleibt. Genau. Ihr habt es erfasst. Na nicht die KI - die steht auf der Leitung. Die Vierer-Bande.
Das globale Netz: Vom Ozean zum Treppelweg:
Straße von Hormus:
Transportiert: Rohöl, Erdgas (LNG), Petrochemikalien, Harnstoff/Düngemittel.
Bedeutung: Die energetische Basis. Ohne diese Route fehlen Treibstoff für den Transport und Dünger für die Felder weltweit.
Bab al-Mandab:
Transportiert: Containerware, Kühltransporte, Schnittblumen aus Kenia, Früchte aus Ostafrika.
Bedeutung: Das Nadelöhr für Frische. Verderbliche Waren kommen zu spät an oder müssen entsorgt werden.
Suezkanal:
Transportiert: Textilien aus Indien/Bangladesch, Elektronik, Maschinen, Konsumgüter.
Bedeutung: Die Hauptschlagader Europa–Asien. Ohne den Kanal wird alles teurer und langsamer (Umweg um Afrika).
Straße von Malakka:
Transportiert: Chinesische Industrieexporte – Haushaltsgeräte, Fahrradteile, Spielzeug.
Bedeutung: Das Tor zur Werkbank der Welt. Hier entscheidet sich, ob dein Fahrrad am Treppelweg einen neuen Reifen bekommt.
Taiwanstraße:
Transportiert: Mikrochips, Halbleiter, High-End-Prozessoren.
Bedeutung: Das digitale Gehirn. Ohne diese Chips stehen Autos, Smartphones und E-Bikes still.
Südchinesisches Meer:
Transportiert: LNG, Öl, Seltenerdmetalle, Industriemetalle.
Bedeutung: Unverzichtbar für die Energiewende. Keine Seltenerden bedeutet keine Akkus und keine modernen Motoren.
Panamakanal:
Transportiert: Getreide, Mais, Sojabohnen (Tierfutter), Containerware.
Bedeutung: Der Kalorien-Highway. Dürre bremst die Durchfahrt – die Preise für Fleisch und Lebensmittel steigen sofort.
Bosporus & Dardanellen:
Transportiert: Weizen, Mais, Sonnenblumenöl aus Russland & Ukraine.
Bedeutung: Die Kornkammer. Europa hängt für sein tägliches Brot massiv von diesen Agrar-Exporten ab.
Straße von Gibraltar:
Transportiert: Gemüse & Obst aus Spanien – Tomaten, Paprika, Erdbeeren.
Bedeutung: Der direkte Draht zum Gemüsegarten Europas. Jede Störung landet auf deinem Teller.
Straße von Dover / Ärmelkanal:
Transportiert: Arzneimittel, Spezialbauteile, Lebensmittel.
Bedeutung: Die Hochfrequenz-Route. Staus führen sofort zu leeren Regalen in Apotheken und Fabriken.
Der Trepplweg:
Und über welche dieser maritimen Handelsrouten werden eigentlich deine Herrenwindeln Level 3 transportiert, fragt der Wortmacher belustigt, bis sie dann bei dir ankommen, am Trepplweg? Gute Frage. Das Thema Inkontinenzprodukte wird eigentlich sehr stiefmütterlich behandelt. Und schon habe ich einen Türöffner zu einem weiteren Text, der sich mit dem Thema der gemeinsame Erinnerung auseinandersetzt. Die es in Wahrheit natürlich nicht gibt. Also nicht im nächsten Text. Sonst schon.
Ende
„Der Iran ist nur noch Monate von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Wochen von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Tage von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Stunden von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Sie würden es innerhalb einer Stunde oder eines Tages nutzen“, sagte Herr Trump am Montag. „Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
Ende
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Leer ausgehen:
Sachen gibt’s, das glaubt man vorderhorstig nicht. Globale Seewege und lokale Alltagswege sind enger vernetzt, als man vorderhorstig vermuten würde. Die großen maritimen Handelsadern der Welt hängen heute auf eine fast diabolische Weise mit dem Treppelweg auf der Donauinsel zusammen. Also dort genau dort, wo ich zum Einkaufen radle und jede Bodenwelle kenne. So definiert sich auch mein Heimatbegriff. Aber nicht so lange dein Rucksack leer bleibt. Genau. Ihr habt es erfasst. Na nicht die KI - die steht auf der Leitung. Die Vierer-Bande.
Das globale Netz: Vom Ozean zum Treppelweg:
Straße von Hormus:
Transportiert: Rohöl, Erdgas (LNG), Petrochemikalien, Harnstoff/Düngemittel.
Bedeutung: Die energetische Basis. Ohne diese Route fehlen Treibstoff für den Transport und Dünger für die Felder weltweit.
Bab al-Mandab:
Transportiert: Containerware, Kühltransporte, Schnittblumen aus Kenia, Früchte aus Ostafrika.
Bedeutung: Das Nadelöhr für Frische. Verderbliche Waren kommen zu spät an oder müssen entsorgt werden.
Suezkanal:
Transportiert: Textilien aus Indien/Bangladesch, Elektronik, Maschinen, Konsumgüter.
Bedeutung: Die Hauptschlagader Europa–Asien. Ohne den Kanal wird alles teurer und langsamer (Umweg um Afrika).
Straße von Malakka:
Transportiert: Chinesische Industrieexporte – Haushaltsgeräte, Fahrradteile, Spielzeug.
Bedeutung: Das Tor zur Werkbank der Welt. Hier entscheidet sich, ob dein Fahrrad am Treppelweg einen neuen Reifen bekommt.
Taiwanstraße:
Transportiert: Mikrochips, Halbleiter, High-End-Prozessoren.
Bedeutung: Das digitale Gehirn. Ohne diese Chips stehen Autos, Smartphones und E-Bikes still.
Südchinesisches Meer:
Transportiert: LNG, Öl, Seltenerdmetalle, Industriemetalle.
Bedeutung: Unverzichtbar für die Energiewende. Keine Seltenerden bedeutet keine Akkus und keine modernen Motoren.
Panamakanal:
Transportiert: Getreide, Mais, Sojabohnen (Tierfutter), Containerware.
Bedeutung: Der Kalorien-Highway. Dürre bremst die Durchfahrt – die Preise für Fleisch und Lebensmittel steigen sofort.
Bosporus & Dardanellen:
Transportiert: Weizen, Mais, Sonnenblumenöl aus Russland & Ukraine.
Bedeutung: Die Kornkammer. Europa hängt für sein tägliches Brot massiv von diesen Agrar-Exporten ab.
Straße von Gibraltar:
Transportiert: Gemüse & Obst aus Spanien – Tomaten, Paprika, Erdbeeren.
Bedeutung: Der direkte Draht zum Gemüsegarten Europas. Jede Störung landet auf deinem Teller.
Straße von Dover / Ärmelkanal:
Transportiert: Arzneimittel, Spezialbauteile, Lebensmittel.
Bedeutung: Die Hochfrequenz-Route. Staus führen sofort zu leeren Regalen in Apotheken und Fabriken.
Der Trepplweg:
Und über welche dieser maritimen Handelsrouten werden eigentlich deine Herrenwindeln Level 3 transportiert, fragt der Wortmacher belustigt, bis sie dann bei dir ankommen, am Trepplweg? Gute Frage. Das Thema Inkontinenzprodukte wird eigentlich sehr stiefmütterlich behandelt. Und schon habe ich einen Türöffner zu einem weiteren Text, der sich mit dem Thema der gemeinsame Erinnerung auseinandersetzt. Die es in Wahrheit natürlich nicht gibt. Also nicht im nächsten Text. Sonst schon.
Ende
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Sonntag, 15. März 2026
#MeToo©️Iran. Wer ist nach dem Weißmann als Nächster dran?
der imperialist, 11:34h
„Diskurse herrschen nicht. Sie erzeugen eine kommunikative Macht, die die administrative nicht ersetzen kann, sondern nur beeinflussen kann.“ ✝️Jürgen Habermas
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“Mon Dieu…”
Mit diesem #MeToo haben sich Herrschaftliche was eingebrockt. Ist das eine trübe Scheiße. Die in der Regel hoch hinauf bis über die Wolken in den Himmel stinkt, wo die Freiheit einst noch grenzenlos war. Gut denkbar, dass selbst hoch oben, allen Irdischen enthoben... „Der ist gut“, lacht der Wortmacher. Der nahe Weltorbit ist zugepflastert mit Satelliten aller Einsatzgattungen. Da kreist mehr Weltraumschrott als in Schizophrenisten seiner Schreibe. Und das will was heißen. „Natürlich will dieser Depp was heißen“, brüllt der Scheißhausdämon die Bildmacherin nieder, die sich gestern dachte: Der Alte scheißt sich auch nix. Liegt im März schon pudelnackt auf der Insel, wie eine geheime Marmorbüste von Michelangelo. Die menschliche Unform in Fleisch gehauen. Da hilft auch kein Christus als Erlöser mehr. Woraufhin ich mich fragte: Wer uns von den Bekloppten im Nahen Osten erlösen könnte?
Und schon hatte ich die Idee für einen Online-Porno. Aber mit Handlung.
Angeblich soll der 12. Imam im Schiitentum, jenes Kind, das einst in einen Keller hinunterstieg und seitdem nicht mehr gesehen wurde, eines Tages wieder das Licht dieser Welt in Palästina erblicken, an einem Ort, der heute unter dem Namen Israel firmiert. Und dieses Land ist nicht besonders kinderfreundlich, zumindest dann nicht, wenn du die „falsche“ Herkunft hast und palästinensischer Abstammung bist. Zwei Jahre Gewalt, Zerstörung und Flucht haben zu unvorstellbarem Leid bei den Kindern in Gaza geführt. Mehr als 64.000 Kinder wurden bei Angriffen getötet oder schwer verletzt, darunter auch mindestens 1.000 Babys. Zehntausende Kinder haben einen oder beide Elternteile verloren. Die Gewalt hat sie gezwungen, aus ihrem Zuhause zu fliehen – oft mehrfach. Etwa 25 Prozent der verletzten Kinder werden wahrscheinlich lebensverändernde Verletzungen davontragen. Weltweit gibt es nirgendwo so viele Amputationen pro Person bei Kindern wie im Gazastreifen. (Quelle: unicef.de)
Die kannst du auch in keinen Pfandflaschenautomaten mehr stopfen. Die Schlange hinter dir würde zu einem riesigen Stau anwachsen. Irgendwann würden sie dich steinigen, wenn du mit 15 LKWs voller amputierter Kinderhände und -beine anrückst. Genau. Aber haben diese bekloppten Massenmörder von der Hamas – da hamse es noch immer – in Israel am 07.10.2023 nicht selbst ein Massaker angerichtet und auch Kinder und Frauen nicht verschont? (Quelle: Das bringt nix, sich in Details des Konflikts zu verlieren.)
Weil sich dieser Depp dann sofort wieder fragt, warum er hier schon wieder nichts zu suchen hat. „Geh, das war einmal“, halte ich tapfer dagegen. Du musst dich nur fernhalten von gemeinsamen Erinnerungen. Du musst einfach nur wichtige Teile deiner Familiengeschichte unter den Tisch kehren – und weiter unter den Teppich. Du musst einfach nur genügend Zeit verstreichen lassen. Dann steht selbst die Um2 vor dir und sagt dir ganz ehrlich, frei von der Leber weg, dass sie dich ohne Vorwarnung nicht mehr erkannt hätte. Weil der Schizophrenist ein Müssender ist. „Der muss schon wieder aufs Häusl“, amüsiert sich die Vierer-Bande hier auf meine Kosten. Selbst der Deichgraf macht mit, die Stimme der Moral und Vernunft. Der verfluchte Gruppenzwang. Moral und Vernunft. Eine unverzichtbare Stimme ist verstummt. ✝️ Jürgen Habermas. Der noch Maß zu halten wusste.
Israelische Hardcoresiedlerfamilien aus dem nationalreligiösen Spektrum, die sich von Jahwe berufen fühlen, das biblische Land vollständig in Besitz zu nehmen („from the river to the sea“), gelten allgemein als besonders kinderfreundlich. Die bekommen einen ganzen Tschippl/Haufen Nachwuchs, aus religiösen Gründen. Damit sie genügend „Material“ haben, um den Palästinensern ihr Land streitig zu machen. Genau. Und eine dieser Ultra-Siedlerfrauen, mit einem unglaublich stabilen Becken, das unlängst noch gebrochen wurde wie Butterkekse am 07.10.2023, hat dann Sex mit dem 12. Imam. Der inzwischen aber kein Kind mehr ist. Die beiden haben dann Sex an allen religiös aufgeladenen Orten und Einrichtungen.
Ich korrigiere: an religiös völlig überladenen Orten und Symbolen wie dem Tempelberg / Haram al-Sharif, Klagemauer (Westmauer), Al-Aqsa-Moschee, Felsendom, Grab der Patriarchen (Hebron), Grabeskirche (Jerusalem), Bethlehem (Geburtskirche), Nazareth, Ölberg, See Genezareth, Safed (Zentrum der Kabbala), Qumran, Berg Sinai, Berg Zion. Die Al-Aqsa-Moschee wiederum steht auf dem Tempelberg.
Muslime bestehen darauf: Hier steht unser Heiligtum. Der gesamte Haram al-Sharif ist für uns untrennbar mit der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom verbunden.
Juden bestehen darauf: Hier stand unser Tempel. Der Tempelberg ist der heiligste Ort des Judentums.
Es gibt keinen Ausweichort, keine Alternative, keinen Ersatz.
Bis jetzt. Aber wegen meinem Porno mit Handlung wird alles auf einmal ganz anders. Die Empörung der Völker im Nahen Osten, am Golf und natürlich auch in Iran geht so weit, dass auf einmal alle Waffen verstummen. Wegen dieser beiden Abweichler:innen, die vom rechten Glauben abgefallen sind wie überreife Früchte von Ästen, hält auf einmal die gesamte Region kollektiv den Atem an. Aus Empörung. Natürlich, was sonst. Aus kleinstbürgerlicher Empörung, die in der Region auch in den Glauben ausfranzt, wie hier die transzendente Leere in den Hyperkonsum. Die Nachricht, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet, ist so absurd, so jenseits aller bekannten Kategorien, dass selbst die fanatischsten Kämpfer innehalten. An den Frontlinien stehen Männer mit erhobenen Gewehren und vergessen, warum sie überhaupt schießen wollten.
In Teheran, Riad, Tel Aviv, Gaza und Beirut starren Menschen schockiert auf Bildschirme, als hätte jemand die Realität kurzzeitig neu gestartet. Der jahrzehntelang aufgestaute Hass, der ganze ideologische Beton, die religiösen Gewissheiten – alles bekommt plötzlich Risse. Nicht aus Einsicht, sondern aus reiner Überwältigung. Und für einen Moment, einen einzigen, unwahrscheinlichen Moment, ist sogar Frieden zwischen den Erzfeinden möglich. Der ist gut, den solltest du aufschreiben.
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„Und wo bleiben eigentlich die christlichen Orte und Symbole im Heiligen Land? Wir haben jetzt die jüdischen und die muslimischen erwähnt – willst du die christlichen etwa alle unter den Tisch fallen lassen?“, fragt der Deichgraf besorgt. Natürlich nicht. Ich habe nichts gegen das Christentum, Stammbaum meines Schuldkomplex. Eine Weltreligion die in Europa ja schon ziemlich in der Versenkung versunken ist. Ans ewige Leben im Jenseits glauben hier nur noch Entrückte, die sieht völlig aus der hiesigen Realität ausgeklickt haben. Selbst die armen glaube ich hier nicht an Gott sondern an den Sozialstaat. Aber ich will ja kein Spielverderber sein.
Grabeskirche (Jerusalem): Ort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu.
Via Dolorosa (Jerusalem): Der Leidensweg Jesu durch die Altstadt.
Garten Gethsemane: Ort der Todesangst und Gefangennahme Jesu.
Ölberg: Stätte des Gebets und der Himmelfahrt Christi.
Abendmahlssaal (Berg Zion): Ort des letzten Abendmahls mit den Jüngern.
Geburtskirche (Bethlehem): Traditionelle Geburtsstätte Jesu Christi.
Milchgrotte (Bethlehem): Zufluchtsort der Heiligen Familie auf der Flucht.
Basilika der Verkaufung (Nazareth): Ort der Verkündigung durch den Engel Gabriel.
Josefskirche (Nazareth): Vermuteter Ort der Werkstatt und des Hauses Josefs.
See Genezareth: Schauplatz zahlreicher Wunder und Predigten Jesu.
Kafarnaum: Zentrum des Wirkens Jesu in Galiläa und Wohnort Petri.
Berg der Seligpreisungen: Ort der Bergpredigt.
Kana: Ort des Weinwunders bei der Hochzeit zu Kana.
Taufstelle am Jordan: Ort der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.
Emmaus: Ort der Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern.
Patriarchengrab (Hebron): Grabstätte der Erzväter Abraham, Isaak und Jakob. Das ist doch für alle abrahamitischen Religionen von existenzieller Bedeutung. Während es für Juden das zweitheiligste Heiligtum markiert, verehren Muslime hier den Propheten Ibrahim in der Ibrahimi-Moschee. Für Christen bildet der Ort das Fundament der biblischen Verheißungsgeschichte.
Qumran: Fundstätte antiker Schriftrollen und Zeugnis biblischer Geschichte. Quelle: KI
Heute ist das monumentale Gebäude in Hebron streng geteilt: Ein Bereich dient als Synagoge, der andere als Moschee, mit getrennten Eingängen und massiven Sicherheitskontrollen – ein seltenes Beispiel dafür, dass Menschen durch eine Wand getrennt im selben Bauwerk zu denselben Stammvätern beten. (Quelle: Wir schicken ein weiteres Stoßgebet in den Himmel.)
Wo wir auf einmal alle über den Wolken schweben. Nicht einmal in 10.000 Meter Flughöhe bist du sicher. Nein kannst du dir sicher sein. Selbst dort oben kannst du dir als Hetero-Kerl von der Stange / ich betone / von der Stange / und nicht mit Stange / nicht sicher sein, nicht doch noch in schwere atmosphärische Turbulenzen zwischen den Geschlechtern zu geraten. Weil du Depp deiner Sitznachbarin, die 30 Jahre jünger ist, im Flieger brühwarm erzählst, wie du einst als Teenager zwischen den unglaublichen Beinen der Miss Texas von 1984 Zuflucht gesucht hast. Eingeklemmt in einer kleinstbürgerlichen Hölle, zählte damals nur der schöne Schein und das Bild, das man nach außen trug.
Gröbere Konflikte gab es nicht. So weit ließen es meine Erziehungsberechtigten gar nicht kommen. Die drehten meine Freiheit einfach ab wie Putin den russischen Großstädten das Internet. Das mobile Internet. Un daran war ich auch noch selber schuld. ©️Die kleinstbürgerliche Matrix. Vor bald einem halben Jahrhundert.
Die Moskauer sind es gewohnt, ihren Alltag per Smartphone zu bestreiten. Doch seit vergangener Woche ist Moskau offline. Das blitzschnelle mobile Internet ist auf Befehl des Kremls abgeschaltet. Buchhandlungen registrieren eine hohe Nachfrage nach Stadtplänen. Auch Pager und Festnetztelefone werden wieder gekauft. Relikte aus dem Analogzeitalter kehren zurück. (Quelle: Die Presse)
Ich habe auch noch Festnetz. Kostet inzwischen 3 Euro im Monat extra. So weit ist es also schon gekommen. Mit den Geschlechterrollen. Dass sie dich umgehend rollen, falls du dich eingespeichelt hast zur Unzeit. Diese #MeToo-Suppe möchtest du nicht auslöffeln. Total toxisch, das Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Dazu hätte ich noch Text. Natürlich den Fall Weißmann betreffend, der unlängst noch ORF-Generaldirektor war, bevor er von einem anderen alten weißen Mann zu Fall gebracht wurde. Der über den Flur beim ORF gebrüllt haben soll: „Heast, Oide!“. © Pius Strobl. © Die ehemalige ORF-Journalistin Brigitte Handlos.
Der Pius Strobl. Mitbegründer der Grünen in Österreich. Der soll angeblich hinter der Intrige gegen den Ex-ORF-Generaldirektor stehen, weil der dem Mann die üppige Pension kürzen wollte. Der soll die junge Frau vorgeschickt haben, wird gemutmaßt. Einer also, der über den Flur „Heast, Oide!“ brüllte. Sehr österreichisch.
Er selbst spricht gegenüber dem „Standard“ lediglich davon, dass jene Frau, die dem bisherigen ORF-Generaldirektor sexuelle Belästigung vorwirft, und er „denselben ausgezeichneten und ausgesprochen lösungsorientierten Anwalt“ hätten. Mehrere Quellen berichten allerdings übereinstimmend davon, dass die beiden seit geraumer Zeit ein Paar sind.
Derweil rechtfertigt der Ex-ORF-Generaldirektor das Verhältnis zur Mitarbeiterin. Es war sexuell, aber einvernehmlich. Das ist natürlich eine Lüge, die mir der Wortmacher aufschwatzt. Es war intim. Demnach habe er mit ihr seit 2019 eine private Beziehung gehabt; die Beziehung sei im Jahr 2021 deutlich abgekühlt.
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Zwar gilt die #MeToo-Bewegung als unverzichtbarer Katalysator, um männlich dominierte Machtstrukturen aufzubrechen. Doch dieser Fortschritt wird oft von einer Dynamik der medialen Vorverurteilung überschattet. In einer digital vernetzten Welt reicht oft schon ein Vorwurf aus, um eine Lawine auszulösen, noch bevor Fakten geprüft wurden. Da Reputation heute das wichtigste Kapital ist, führt ein öffentlicher Verdacht oft zur sofortigen Disqualifikation. Selbst wenn sich Vorwürfe später als haltlos erweisen, bleibt der Rufmord oft irreversibel. Damit droht das berechtigte Anliegen von #MeToo in eine Kultur der pauschalen Verdächtigung abzugleiten, die den Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ gefährdet.
Jetzt würde was über den Harvey Weinstein passen. Klingt wie Epstein – nicht alles wird versteckt oder geschwärzt sein.
«Ich sterbe hier» und «Habe ich jemals eine Frau sexuell angegriffen? Nein»: Harvey Weinstein gibt sein erstes großes Interview seit seiner Verhaftung 2018. Er befindet sich auf Rikers Island in der medizinischen Abteilung. Krebs, Diabetes, Herzprobleme. Der Körper ist brüchig geworden. «Es ist die Hölle», sagt er.
Fast ein Jahrzehnt ist vergangen, seit sein Name zur Chiffre wurde für Machtmissbrauch. Weinstein erzählt diese Geschichte anders. Ja, sagt er, er sei arrogant gewesen, ein Tyrann manchmal. «Hybris ist ein gutes Wort.» Er habe Grenzen überschritten. Aber Gewalt? «Habe ich jemals eine Frau sexuell angegriffen? Nein.» Er spricht stolz über seine Filme, über «Pulp Fiction» oder «Shakespeare in Love».
Die möglicherweise auch die Ära Weißmann prägende Zeit ist durch einen fragwürdigen Umgang mit Machtmissbrauch, Sexismus und politischer Einflussnahme gekennzeichnet:
Während betroffene Frauen nach Beschwerden oft das Unternehmen verlassen mussten, blieben beschuldigte Manager im Amt. Siehe Fall Robert Ziegler oder Fall Peter Schöber. Strukturelles Versagen: Interne Berichte bleiben unter Verschluss. Zusammenfassend: Die Kritik lautet, dass der ORF Täter schützt und Opfer systematisch verdrängt. (Quelle: Die Presse)
Ich kann dazu nichts sagen. Ich bin schon froh darüber, dass ich nicht mehr die Stimme der Schutzbefohlenen in den Stauden höre. Die mich völlig zurecht einen „Sicario der Misogynie“ schimpft. Scheiße, ich war achtzehn. Aber das sagen sie alle. Stimmt auch wieder. Und die Umstände, die sollte man(N) auch berücksichtigen. Unbedingt.
Apropos Unbedingt:
Es wird immer ekliger. Auf Arte gab es Ausschnitte von Gerichtsverhandlungen aus Frankreich zu sehen, wo Männer angeklagt waren, die Gewalt gegen Frauen ausübten. In der Doku „Je vais te tuer“ – auf Deutsch oft unter dem Titel „Ich werde dich töten – Die Mechanismen zwanghafter Kontrolle“ bekannt – wird das Thema eindrucksvoll beleuchtet.
Die Doku zeigt in ungewöhnlicher Klarheit, wie zwanghafte Kontrolle als Form häuslicher Gewalt funktioniert. Durch die selten erteilte Genehmigung, direkt in Gerichtssälen zu filmen, entsteht ein nüchterner Blick auf Verfahren. Dort treten Männer vor Richterinnen und Richter, die ihre Taten psychologisch einordnen: Sie entlarven die Strategien der Täter, die Kontrolle und Demütigung oft als Missverständnisse darstellen. Die Dokumentation macht deutlich, dass körperliche Gewalt meist erst das Ende einer langen Phase psychischer Unterwerfung ist.
https://www.youtube.com/watch?v=yOM8yW3a4DU
„Die Scham muss die Seite wechseln“. ©️Gisèle Pelicot, eine französischen Frau, die durch ihren öffentlichen Prozess gegen ihren Ex‑Mann und über 50 weitere Täter zu einer zentralen Figur der europäischen Debatte über sexualisierte Gewalt wurde. Was heißt zentrale Figur. Zu einer Ikone weiblicher Selbstermächtigung wurde diese Schmerzensfrau. Ihre Aussage wurde zu einer feministischen Parole und wird heute häufig in Medien, Politik und Aktivismus zitiert.
„Die Scham muss die Seite wechseln“. Stimmt, pflichtet der Wortmacher der Aussage zu. Der Schizophrenist, dieser feige Hundling, kauft beim DM immer eine Großpackung Kondome statt einer neuen Packung Herrenwindeln Level 2. So verhunzt ist der. Heute ist Sonntag / Der Tag des Herren /deswegen nur Level 2 statt 3. Oder der Herren. Geh, diese Deppen bekriegen sich auch am Sonntag. Wo die Medien darüber spekulieren, wie schwer der neue geistige Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, bei einem Angriff der Israelis und der USA am 28.02.2226 verletzt wurde. Hat er beide Haxen verloren oder nur einen? Oder doch eine Hand und seinen linken Fuß? Möglicherweise ist er auch nur total entstellt? Oder blind. Vor Wut? Das auch ja.
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Bei dem Luftschlag am 28. Februar 2026, der auch seinen Vater Ali Khamenei tötete, verlor Mojtaba laut offiziellen Angaben des iranischen Botschafters in Zypern / wie dieser in einem Interview mit The Guardian ausführte – seine Ehefrau Zahra Haddad-Adel sowie seinen jugendlichen Sohn Mohammad Bagher. Zudem gibt es Berichte über den Tod eines weiteren Enkelkindes (14 Monate), was die Spekulationen über den Verlust zweier Kinder untermauert.
Ein Bild von dem Mann kann man sich derzeit aber noch nicht machen. Der bleibt verschwunden wie der Mahdi. Der bleibt unsichtbar. Wenngleich es genau diese Unsichtbarkeit ist die ein Vorteil ist.
Unsichtbarkeit ist im schiitischen Glauben keine Schwäche, im Gegenteil: Die gesamte Islamische Republik baut in ihrem Kern auf einem zutiefst okkulten Prinzip auf, der «Velayat-e Faqih», der sogenannten «Statthalterschaft des Rechtsgelehrten». Demnach dient Irans Oberster Führer als irdischer Statthalter des verborgenen Imams, des Mahdis, der schon bald inmitten apokalyptischen Chaos’ auf die Erde zurückkehren soll.
Wie radikal-evangelische Christen sehen auch die Ideologen der Islamischen Republik in der Gründung Israels ein Zeichen für den nahenden Endkampf zwischen Gut und Böse. In ihrem Weltbild soll die Herrschaft eines islamischen Rechtsgelehrten dem Mahdi den Weg bereiten.
Der ehemalige Jihadist und spätere Agent des britischen Auslandgeheimdiensts (MI6), Aimen Dean, beschreibt solche Endzeittheorien als «geistiges Narkotikum» für islamische Eiferer. Auch bei seiner eigenen Rekrutierung für al-Kaida hätten sie eine entscheidende Rolle gespielt.
Ähnliches sei nun in Iran im Gange: Ein ungreifbarer Anführer, wie Mojtaba Khamenei, passe für viele Regimeanhänger hervorragend in schiitische Endzeiterzählungen. Demnach soll vor dem Erscheinen des Imams Mahdi ein geheimnisvoller Kämpfer und Anführer aus der ostiranischen Region Khorasan alles für seine Ankunft vorbereiten, der sogenannte «Seyed Khorasani».
Laut einigen Quellen hält sich Mojtaba Khamenei, der selbst aus Khorasan stammt, für diese Erlöserfigur. «Er ist besessen vom Ende der Welt», sagte der frühere Revolutionswächter-Offizier Jaber Rajabi kürzlich gegenüber dem Magazin «The Atlantic». Quelle: "NZZ"
„Franzt du schon wieder ins Kopieren und Einfügen aus. Du Knecht unter den Leibeigenen. Du Gefügter unter den Fertigen. Hast dich von der kleinstbürgerlichen Matrix vereinnahmen lassen wie der Regisseur G. W. Pabst in Daniel Kehlmanns ‚Lichtspiel‘, der glaubte, seine Kunst ließe sich vom Gift der Macht trennen, während er längst zum Rädchen im Getriebe geworden war.
Also so habe ich das noch nie betrachtet...............
Ende
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“Mon Dieu…”
Mit diesem #MeToo haben sich Herrschaftliche was eingebrockt. Ist das eine trübe Scheiße. Die in der Regel hoch hinauf bis über die Wolken in den Himmel stinkt, wo die Freiheit einst noch grenzenlos war. Gut denkbar, dass selbst hoch oben, allen Irdischen enthoben... „Der ist gut“, lacht der Wortmacher. Der nahe Weltorbit ist zugepflastert mit Satelliten aller Einsatzgattungen. Da kreist mehr Weltraumschrott als in Schizophrenisten seiner Schreibe. Und das will was heißen. „Natürlich will dieser Depp was heißen“, brüllt der Scheißhausdämon die Bildmacherin nieder, die sich gestern dachte: Der Alte scheißt sich auch nix. Liegt im März schon pudelnackt auf der Insel, wie eine geheime Marmorbüste von Michelangelo. Die menschliche Unform in Fleisch gehauen. Da hilft auch kein Christus als Erlöser mehr. Woraufhin ich mich fragte: Wer uns von den Bekloppten im Nahen Osten erlösen könnte?
Und schon hatte ich die Idee für einen Online-Porno. Aber mit Handlung.
Angeblich soll der 12. Imam im Schiitentum, jenes Kind, das einst in einen Keller hinunterstieg und seitdem nicht mehr gesehen wurde, eines Tages wieder das Licht dieser Welt in Palästina erblicken, an einem Ort, der heute unter dem Namen Israel firmiert. Und dieses Land ist nicht besonders kinderfreundlich, zumindest dann nicht, wenn du die „falsche“ Herkunft hast und palästinensischer Abstammung bist. Zwei Jahre Gewalt, Zerstörung und Flucht haben zu unvorstellbarem Leid bei den Kindern in Gaza geführt. Mehr als 64.000 Kinder wurden bei Angriffen getötet oder schwer verletzt, darunter auch mindestens 1.000 Babys. Zehntausende Kinder haben einen oder beide Elternteile verloren. Die Gewalt hat sie gezwungen, aus ihrem Zuhause zu fliehen – oft mehrfach. Etwa 25 Prozent der verletzten Kinder werden wahrscheinlich lebensverändernde Verletzungen davontragen. Weltweit gibt es nirgendwo so viele Amputationen pro Person bei Kindern wie im Gazastreifen. (Quelle: unicef.de)
Die kannst du auch in keinen Pfandflaschenautomaten mehr stopfen. Die Schlange hinter dir würde zu einem riesigen Stau anwachsen. Irgendwann würden sie dich steinigen, wenn du mit 15 LKWs voller amputierter Kinderhände und -beine anrückst. Genau. Aber haben diese bekloppten Massenmörder von der Hamas – da hamse es noch immer – in Israel am 07.10.2023 nicht selbst ein Massaker angerichtet und auch Kinder und Frauen nicht verschont? (Quelle: Das bringt nix, sich in Details des Konflikts zu verlieren.)
Weil sich dieser Depp dann sofort wieder fragt, warum er hier schon wieder nichts zu suchen hat. „Geh, das war einmal“, halte ich tapfer dagegen. Du musst dich nur fernhalten von gemeinsamen Erinnerungen. Du musst einfach nur wichtige Teile deiner Familiengeschichte unter den Tisch kehren – und weiter unter den Teppich. Du musst einfach nur genügend Zeit verstreichen lassen. Dann steht selbst die Um2 vor dir und sagt dir ganz ehrlich, frei von der Leber weg, dass sie dich ohne Vorwarnung nicht mehr erkannt hätte. Weil der Schizophrenist ein Müssender ist. „Der muss schon wieder aufs Häusl“, amüsiert sich die Vierer-Bande hier auf meine Kosten. Selbst der Deichgraf macht mit, die Stimme der Moral und Vernunft. Der verfluchte Gruppenzwang. Moral und Vernunft. Eine unverzichtbare Stimme ist verstummt. ✝️ Jürgen Habermas. Der noch Maß zu halten wusste.
Israelische Hardcoresiedlerfamilien aus dem nationalreligiösen Spektrum, die sich von Jahwe berufen fühlen, das biblische Land vollständig in Besitz zu nehmen („from the river to the sea“), gelten allgemein als besonders kinderfreundlich. Die bekommen einen ganzen Tschippl/Haufen Nachwuchs, aus religiösen Gründen. Damit sie genügend „Material“ haben, um den Palästinensern ihr Land streitig zu machen. Genau. Und eine dieser Ultra-Siedlerfrauen, mit einem unglaublich stabilen Becken, das unlängst noch gebrochen wurde wie Butterkekse am 07.10.2023, hat dann Sex mit dem 12. Imam. Der inzwischen aber kein Kind mehr ist. Die beiden haben dann Sex an allen religiös aufgeladenen Orten und Einrichtungen.
Ich korrigiere: an religiös völlig überladenen Orten und Symbolen wie dem Tempelberg / Haram al-Sharif, Klagemauer (Westmauer), Al-Aqsa-Moschee, Felsendom, Grab der Patriarchen (Hebron), Grabeskirche (Jerusalem), Bethlehem (Geburtskirche), Nazareth, Ölberg, See Genezareth, Safed (Zentrum der Kabbala), Qumran, Berg Sinai, Berg Zion. Die Al-Aqsa-Moschee wiederum steht auf dem Tempelberg.
Muslime bestehen darauf: Hier steht unser Heiligtum. Der gesamte Haram al-Sharif ist für uns untrennbar mit der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom verbunden.
Juden bestehen darauf: Hier stand unser Tempel. Der Tempelberg ist der heiligste Ort des Judentums.
Es gibt keinen Ausweichort, keine Alternative, keinen Ersatz.
Bis jetzt. Aber wegen meinem Porno mit Handlung wird alles auf einmal ganz anders. Die Empörung der Völker im Nahen Osten, am Golf und natürlich auch in Iran geht so weit, dass auf einmal alle Waffen verstummen. Wegen dieser beiden Abweichler:innen, die vom rechten Glauben abgefallen sind wie überreife Früchte von Ästen, hält auf einmal die gesamte Region kollektiv den Atem an. Aus Empörung. Natürlich, was sonst. Aus kleinstbürgerlicher Empörung, die in der Region auch in den Glauben ausfranzt, wie hier die transzendente Leere in den Hyperkonsum. Die Nachricht, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet, ist so absurd, so jenseits aller bekannten Kategorien, dass selbst die fanatischsten Kämpfer innehalten. An den Frontlinien stehen Männer mit erhobenen Gewehren und vergessen, warum sie überhaupt schießen wollten.
In Teheran, Riad, Tel Aviv, Gaza und Beirut starren Menschen schockiert auf Bildschirme, als hätte jemand die Realität kurzzeitig neu gestartet. Der jahrzehntelang aufgestaute Hass, der ganze ideologische Beton, die religiösen Gewissheiten – alles bekommt plötzlich Risse. Nicht aus Einsicht, sondern aus reiner Überwältigung. Und für einen Moment, einen einzigen, unwahrscheinlichen Moment, ist sogar Frieden zwischen den Erzfeinden möglich. Der ist gut, den solltest du aufschreiben.
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„Und wo bleiben eigentlich die christlichen Orte und Symbole im Heiligen Land? Wir haben jetzt die jüdischen und die muslimischen erwähnt – willst du die christlichen etwa alle unter den Tisch fallen lassen?“, fragt der Deichgraf besorgt. Natürlich nicht. Ich habe nichts gegen das Christentum, Stammbaum meines Schuldkomplex. Eine Weltreligion die in Europa ja schon ziemlich in der Versenkung versunken ist. Ans ewige Leben im Jenseits glauben hier nur noch Entrückte, die sieht völlig aus der hiesigen Realität ausgeklickt haben. Selbst die armen glaube ich hier nicht an Gott sondern an den Sozialstaat. Aber ich will ja kein Spielverderber sein.
Grabeskirche (Jerusalem): Ort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu.
Via Dolorosa (Jerusalem): Der Leidensweg Jesu durch die Altstadt.
Garten Gethsemane: Ort der Todesangst und Gefangennahme Jesu.
Ölberg: Stätte des Gebets und der Himmelfahrt Christi.
Abendmahlssaal (Berg Zion): Ort des letzten Abendmahls mit den Jüngern.
Geburtskirche (Bethlehem): Traditionelle Geburtsstätte Jesu Christi.
Milchgrotte (Bethlehem): Zufluchtsort der Heiligen Familie auf der Flucht.
Basilika der Verkaufung (Nazareth): Ort der Verkündigung durch den Engel Gabriel.
Josefskirche (Nazareth): Vermuteter Ort der Werkstatt und des Hauses Josefs.
See Genezareth: Schauplatz zahlreicher Wunder und Predigten Jesu.
Kafarnaum: Zentrum des Wirkens Jesu in Galiläa und Wohnort Petri.
Berg der Seligpreisungen: Ort der Bergpredigt.
Kana: Ort des Weinwunders bei der Hochzeit zu Kana.
Taufstelle am Jordan: Ort der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.
Emmaus: Ort der Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern.
Patriarchengrab (Hebron): Grabstätte der Erzväter Abraham, Isaak und Jakob. Das ist doch für alle abrahamitischen Religionen von existenzieller Bedeutung. Während es für Juden das zweitheiligste Heiligtum markiert, verehren Muslime hier den Propheten Ibrahim in der Ibrahimi-Moschee. Für Christen bildet der Ort das Fundament der biblischen Verheißungsgeschichte.
Qumran: Fundstätte antiker Schriftrollen und Zeugnis biblischer Geschichte. Quelle: KI
Heute ist das monumentale Gebäude in Hebron streng geteilt: Ein Bereich dient als Synagoge, der andere als Moschee, mit getrennten Eingängen und massiven Sicherheitskontrollen – ein seltenes Beispiel dafür, dass Menschen durch eine Wand getrennt im selben Bauwerk zu denselben Stammvätern beten. (Quelle: Wir schicken ein weiteres Stoßgebet in den Himmel.)
Wo wir auf einmal alle über den Wolken schweben. Nicht einmal in 10.000 Meter Flughöhe bist du sicher. Nein kannst du dir sicher sein. Selbst dort oben kannst du dir als Hetero-Kerl von der Stange / ich betone / von der Stange / und nicht mit Stange / nicht sicher sein, nicht doch noch in schwere atmosphärische Turbulenzen zwischen den Geschlechtern zu geraten. Weil du Depp deiner Sitznachbarin, die 30 Jahre jünger ist, im Flieger brühwarm erzählst, wie du einst als Teenager zwischen den unglaublichen Beinen der Miss Texas von 1984 Zuflucht gesucht hast. Eingeklemmt in einer kleinstbürgerlichen Hölle, zählte damals nur der schöne Schein und das Bild, das man nach außen trug.
Gröbere Konflikte gab es nicht. So weit ließen es meine Erziehungsberechtigten gar nicht kommen. Die drehten meine Freiheit einfach ab wie Putin den russischen Großstädten das Internet. Das mobile Internet. Un daran war ich auch noch selber schuld. ©️Die kleinstbürgerliche Matrix. Vor bald einem halben Jahrhundert.
Die Moskauer sind es gewohnt, ihren Alltag per Smartphone zu bestreiten. Doch seit vergangener Woche ist Moskau offline. Das blitzschnelle mobile Internet ist auf Befehl des Kremls abgeschaltet. Buchhandlungen registrieren eine hohe Nachfrage nach Stadtplänen. Auch Pager und Festnetztelefone werden wieder gekauft. Relikte aus dem Analogzeitalter kehren zurück. (Quelle: Die Presse)
Ich habe auch noch Festnetz. Kostet inzwischen 3 Euro im Monat extra. So weit ist es also schon gekommen. Mit den Geschlechterrollen. Dass sie dich umgehend rollen, falls du dich eingespeichelt hast zur Unzeit. Diese #MeToo-Suppe möchtest du nicht auslöffeln. Total toxisch, das Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Dazu hätte ich noch Text. Natürlich den Fall Weißmann betreffend, der unlängst noch ORF-Generaldirektor war, bevor er von einem anderen alten weißen Mann zu Fall gebracht wurde. Der über den Flur beim ORF gebrüllt haben soll: „Heast, Oide!“. © Pius Strobl. © Die ehemalige ORF-Journalistin Brigitte Handlos.
Der Pius Strobl. Mitbegründer der Grünen in Österreich. Der soll angeblich hinter der Intrige gegen den Ex-ORF-Generaldirektor stehen, weil der dem Mann die üppige Pension kürzen wollte. Der soll die junge Frau vorgeschickt haben, wird gemutmaßt. Einer also, der über den Flur „Heast, Oide!“ brüllte. Sehr österreichisch.
Er selbst spricht gegenüber dem „Standard“ lediglich davon, dass jene Frau, die dem bisherigen ORF-Generaldirektor sexuelle Belästigung vorwirft, und er „denselben ausgezeichneten und ausgesprochen lösungsorientierten Anwalt“ hätten. Mehrere Quellen berichten allerdings übereinstimmend davon, dass die beiden seit geraumer Zeit ein Paar sind.
Derweil rechtfertigt der Ex-ORF-Generaldirektor das Verhältnis zur Mitarbeiterin. Es war sexuell, aber einvernehmlich. Das ist natürlich eine Lüge, die mir der Wortmacher aufschwatzt. Es war intim. Demnach habe er mit ihr seit 2019 eine private Beziehung gehabt; die Beziehung sei im Jahr 2021 deutlich abgekühlt.
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Zwar gilt die #MeToo-Bewegung als unverzichtbarer Katalysator, um männlich dominierte Machtstrukturen aufzubrechen. Doch dieser Fortschritt wird oft von einer Dynamik der medialen Vorverurteilung überschattet. In einer digital vernetzten Welt reicht oft schon ein Vorwurf aus, um eine Lawine auszulösen, noch bevor Fakten geprüft wurden. Da Reputation heute das wichtigste Kapital ist, führt ein öffentlicher Verdacht oft zur sofortigen Disqualifikation. Selbst wenn sich Vorwürfe später als haltlos erweisen, bleibt der Rufmord oft irreversibel. Damit droht das berechtigte Anliegen von #MeToo in eine Kultur der pauschalen Verdächtigung abzugleiten, die den Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ gefährdet.
Jetzt würde was über den Harvey Weinstein passen. Klingt wie Epstein – nicht alles wird versteckt oder geschwärzt sein.
«Ich sterbe hier» und «Habe ich jemals eine Frau sexuell angegriffen? Nein»: Harvey Weinstein gibt sein erstes großes Interview seit seiner Verhaftung 2018. Er befindet sich auf Rikers Island in der medizinischen Abteilung. Krebs, Diabetes, Herzprobleme. Der Körper ist brüchig geworden. «Es ist die Hölle», sagt er.
Fast ein Jahrzehnt ist vergangen, seit sein Name zur Chiffre wurde für Machtmissbrauch. Weinstein erzählt diese Geschichte anders. Ja, sagt er, er sei arrogant gewesen, ein Tyrann manchmal. «Hybris ist ein gutes Wort.» Er habe Grenzen überschritten. Aber Gewalt? «Habe ich jemals eine Frau sexuell angegriffen? Nein.» Er spricht stolz über seine Filme, über «Pulp Fiction» oder «Shakespeare in Love».
Die möglicherweise auch die Ära Weißmann prägende Zeit ist durch einen fragwürdigen Umgang mit Machtmissbrauch, Sexismus und politischer Einflussnahme gekennzeichnet:
Während betroffene Frauen nach Beschwerden oft das Unternehmen verlassen mussten, blieben beschuldigte Manager im Amt. Siehe Fall Robert Ziegler oder Fall Peter Schöber. Strukturelles Versagen: Interne Berichte bleiben unter Verschluss. Zusammenfassend: Die Kritik lautet, dass der ORF Täter schützt und Opfer systematisch verdrängt. (Quelle: Die Presse)
Ich kann dazu nichts sagen. Ich bin schon froh darüber, dass ich nicht mehr die Stimme der Schutzbefohlenen in den Stauden höre. Die mich völlig zurecht einen „Sicario der Misogynie“ schimpft. Scheiße, ich war achtzehn. Aber das sagen sie alle. Stimmt auch wieder. Und die Umstände, die sollte man(N) auch berücksichtigen. Unbedingt.
Apropos Unbedingt:
Es wird immer ekliger. Auf Arte gab es Ausschnitte von Gerichtsverhandlungen aus Frankreich zu sehen, wo Männer angeklagt waren, die Gewalt gegen Frauen ausübten. In der Doku „Je vais te tuer“ – auf Deutsch oft unter dem Titel „Ich werde dich töten – Die Mechanismen zwanghafter Kontrolle“ bekannt – wird das Thema eindrucksvoll beleuchtet.
Die Doku zeigt in ungewöhnlicher Klarheit, wie zwanghafte Kontrolle als Form häuslicher Gewalt funktioniert. Durch die selten erteilte Genehmigung, direkt in Gerichtssälen zu filmen, entsteht ein nüchterner Blick auf Verfahren. Dort treten Männer vor Richterinnen und Richter, die ihre Taten psychologisch einordnen: Sie entlarven die Strategien der Täter, die Kontrolle und Demütigung oft als Missverständnisse darstellen. Die Dokumentation macht deutlich, dass körperliche Gewalt meist erst das Ende einer langen Phase psychischer Unterwerfung ist.
https://www.youtube.com/watch?v=yOM8yW3a4DU
„Die Scham muss die Seite wechseln“. ©️Gisèle Pelicot, eine französischen Frau, die durch ihren öffentlichen Prozess gegen ihren Ex‑Mann und über 50 weitere Täter zu einer zentralen Figur der europäischen Debatte über sexualisierte Gewalt wurde. Was heißt zentrale Figur. Zu einer Ikone weiblicher Selbstermächtigung wurde diese Schmerzensfrau. Ihre Aussage wurde zu einer feministischen Parole und wird heute häufig in Medien, Politik und Aktivismus zitiert.
„Die Scham muss die Seite wechseln“. Stimmt, pflichtet der Wortmacher der Aussage zu. Der Schizophrenist, dieser feige Hundling, kauft beim DM immer eine Großpackung Kondome statt einer neuen Packung Herrenwindeln Level 2. So verhunzt ist der. Heute ist Sonntag / Der Tag des Herren /deswegen nur Level 2 statt 3. Oder der Herren. Geh, diese Deppen bekriegen sich auch am Sonntag. Wo die Medien darüber spekulieren, wie schwer der neue geistige Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, bei einem Angriff der Israelis und der USA am 28.02.2226 verletzt wurde. Hat er beide Haxen verloren oder nur einen? Oder doch eine Hand und seinen linken Fuß? Möglicherweise ist er auch nur total entstellt? Oder blind. Vor Wut? Das auch ja.
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Bei dem Luftschlag am 28. Februar 2026, der auch seinen Vater Ali Khamenei tötete, verlor Mojtaba laut offiziellen Angaben des iranischen Botschafters in Zypern / wie dieser in einem Interview mit The Guardian ausführte – seine Ehefrau Zahra Haddad-Adel sowie seinen jugendlichen Sohn Mohammad Bagher. Zudem gibt es Berichte über den Tod eines weiteren Enkelkindes (14 Monate), was die Spekulationen über den Verlust zweier Kinder untermauert.
Ein Bild von dem Mann kann man sich derzeit aber noch nicht machen. Der bleibt verschwunden wie der Mahdi. Der bleibt unsichtbar. Wenngleich es genau diese Unsichtbarkeit ist die ein Vorteil ist.
Unsichtbarkeit ist im schiitischen Glauben keine Schwäche, im Gegenteil: Die gesamte Islamische Republik baut in ihrem Kern auf einem zutiefst okkulten Prinzip auf, der «Velayat-e Faqih», der sogenannten «Statthalterschaft des Rechtsgelehrten». Demnach dient Irans Oberster Führer als irdischer Statthalter des verborgenen Imams, des Mahdis, der schon bald inmitten apokalyptischen Chaos’ auf die Erde zurückkehren soll.
Wie radikal-evangelische Christen sehen auch die Ideologen der Islamischen Republik in der Gründung Israels ein Zeichen für den nahenden Endkampf zwischen Gut und Böse. In ihrem Weltbild soll die Herrschaft eines islamischen Rechtsgelehrten dem Mahdi den Weg bereiten.
Der ehemalige Jihadist und spätere Agent des britischen Auslandgeheimdiensts (MI6), Aimen Dean, beschreibt solche Endzeittheorien als «geistiges Narkotikum» für islamische Eiferer. Auch bei seiner eigenen Rekrutierung für al-Kaida hätten sie eine entscheidende Rolle gespielt.
Ähnliches sei nun in Iran im Gange: Ein ungreifbarer Anführer, wie Mojtaba Khamenei, passe für viele Regimeanhänger hervorragend in schiitische Endzeiterzählungen. Demnach soll vor dem Erscheinen des Imams Mahdi ein geheimnisvoller Kämpfer und Anführer aus der ostiranischen Region Khorasan alles für seine Ankunft vorbereiten, der sogenannte «Seyed Khorasani».
Laut einigen Quellen hält sich Mojtaba Khamenei, der selbst aus Khorasan stammt, für diese Erlöserfigur. «Er ist besessen vom Ende der Welt», sagte der frühere Revolutionswächter-Offizier Jaber Rajabi kürzlich gegenüber dem Magazin «The Atlantic». Quelle: "NZZ"
„Franzt du schon wieder ins Kopieren und Einfügen aus. Du Knecht unter den Leibeigenen. Du Gefügter unter den Fertigen. Hast dich von der kleinstbürgerlichen Matrix vereinnahmen lassen wie der Regisseur G. W. Pabst in Daniel Kehlmanns ‚Lichtspiel‘, der glaubte, seine Kunst ließe sich vom Gift der Macht trennen, während er längst zum Rädchen im Getriebe geworden war.
Also so habe ich das noch nie betrachtet...............
Ende
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