Samstag, 25. Juli 2020
Im Matratzenfieber
Dios míos! Was für eine Woche. Nix für Beginners.
Ich hatte ja auch noch Matratze im Angebot, neben zu viel Sterben, "der Nachbar musst" und "6,15 Euro". Jede Sekunde sollen weltweit zwei Personen abbankeln und vier geboren werden. Darauf muss man sich aber nicht einlassen. Genauso wenig wie emotional auf mehr Corona-Opfer-Anteilnahme, wenn man auf die Statistiken der Johns Hopkins University starrt, wie die armen Leute, einst eng gedrängt von Stränden aufs Meer hinaus, weil die Sehnsucht dieses Luder schon auch eine Tochter der Zeit ist. In den Hamtons guckt man anders. Der Lungen-Mann kommt in dieser Statistik nicht vor. Trotzdem. An "Nachbar musst" und "6,15 Euro" werde ich schreibend noch ein wenig herumknabbern. Nicht weil ich unversöhnlich und nachtragend bin. Ich kann dem Lungen-Mann sowieso nix mehr nachtragen. Der öffnet seine Wohnungstür nicht mehr. Eher um mit seiner Auslöschung klarzukommen. Schizophrenie-Patient bin ich auch. Fünf Monaten Sterbebegleitung eines Menschen, zu dem ich kein emotionales Nahverhältnis hatte, dass mich auch ein wenig auffing hat mich völlig überfordert. Siehe auch mein Sager: "Lungen-Mann. Du bist nicht mein Vater". So viel kann ich mir inzwischen eingestehen. Schwierige Sache. Auch weil freundlichen Gesten eher selten waren. Was voll war war sein Kühlschrank. Der Mann war mehr wie die schottischen Highlands bei Wind und Wetter und weniger wie Jamaica. Eventuell kennen sie ihn noch als Englischen Gentleman. Als Lungenmann war dann nur noch dieses Röcheln, dieser Kampf um ein wenig Atemluft. Brutal. Inzwischen weiß ich. Es war ein Todesröcheln und sein Kampf ein Todeskampf. Nur kann der Lungen-Mann nix für dass ich ein wenig unzufrieden bin mit der Gesamtsituation. Der war für meinen Zustand nicht verantwortlich. Auch nicht für meinen mentalen. Weil ich heute den Hautürschlüsse in die linke Hosentasche steckte, drohte mir der Wortmacher mit Auslöschung. Er hatte mich ja nicht gezwungen oder mit kleinen Leckerlies geködert, wie sein Erb-Girl, um ihn zu Diensten zu stehen. So viel Wahrheit muss schon sein. Ich sag`s mal so. Die unteilbare Menschenwürde glänzt auf dem Papier viel schillernder. Da hast sie was von einem 24-Karäter. In echt ist der Glanz dann bald einmal ab, wenn es ans Eingemachte geht dass in keinem Handbuch steht. Aber gerade deswegen sollte man versuchen mehr Menschlichkeit zu wagen. Ganz konkret im kleinen Rahmen. Egal was unten dabei rauskommt.

Die Woche zuvor, in seiner letzten vollen Lebenswoche, war noch schlanke 9-Mal Huawei als sein Lebensinhalt und bei mir Bambusbett am Tag. Der Eismann hat mir gestern ein Foto von seinem Schlafzimmer gezeigt, wo aktuell mein Bett aus Bambus steht. Besser man verzichtet großherzig auf Klaustrophobie. Dem bleibt nur noch ein enger Schlurf zum Gehen, wie mir im Leben zum Fühlen. Aber das sagt gar nix. Er liegt gut darin und ich mache halt weiter von Tag zu Tag. darüber hinaus mache ich nix mehr. Und in die Nacht hinein machte ich ein wenig "Blackfacing" in der Glotze. Doku über Miles Davis. Verkoffere ich mich gedanklich nicht völlig, hatte der mal eine Phase, als er nur mit dem Rücken zum Publikum in seine Trompete blies, das eventuell ziemlich weiß war. Obschon der Miles Davis "das weiße Paris" liebte. Na nicht nur das dortige Flair im Jahr 1949. Schon auch die 22-järhige Juliette Gréco. War 1949 in Paris noch irgendwo Vichy-Regime? Was mich in der Sache Vichy wundert. Noch hat sich niemand beschwert im Netz dass es Kosmetikprodukte gibt mit den Namen "Vichy". Egal. Gibt anscheinend Leute die sich mit der Asche von toten Auschwitz-Juden eincremen ganz ohne Scham. Mauthausen-Asche tut es natürlich auch. Als der Miles Davis wieder zurück in den Staaten war verfiel er bald einmal dem Heroin. Mehr muss man über den dortigen Rassismus gar nicht wissen. Manches schlägt sich in einem einfach nieder. Sars-CoV-2 ist auch wieder im Kommen und eine Covoid-19 Infektion kann eventuell monatelang anhalten, ohne einem groß den Tag zu vergällen. Scheint auch was ziemlich persönliches zu sein. Auf Spiegel online schickt man Infizierte zum Sterben wieder nach Hause. Angeblich "zu ihren Liebsten". Genau in einem Krankenhaus in Texas. Verliert Trump wegen zu viel zu Hause bei den Liebsten Texas verliert er die Wahl. Aktuell ist auf Spiegel-Online der Headliner "Stirb langsam". In diesem Fall der Wald. Borkenkäfer und eingeschleppte Schädlinge wegen der Globalisierung. Eine Borkenkäfer-Dame kann angeblich bis zu 150 000 Nachkommen haben. Die ist dann wie der Dschingis Khan. Wobei der bis zu 16 Millionen geschafft haben soll. In Österreich gilt wieder eine verschärfte Maskenpflicht. Kommt nicht überraschend. Nee ich bin kein selbsternannter Virologe. Da müssen sie rüber setzen zum "Virilen mit dem Expander", der zieht die Expertise sehr verständlich auseinander. Auch wenn sie in Erfahrung bringen wollen wie "Mann" geht in echt, und was der so abkönnen muss, kann ich sein Blog wärmstens empfehlen. Ich gehe in dieser Frage zumeist nur in die entgegengesetzte Richtung und komme nie an. Was ich nicht empfehlen kann ist eine Matratze mit dem Härtegrad H2. Im Härtegrad H2 einer Matratze droht man zu versinken. Eventuell in einer Versenkung aus der man auch nicht mehr hochkommt. Als Matratzen-Beginner, wie ich einer bin, bis jetzt war mir eine gute Matratze wohl zu kleinstbürgerlich, sollte man eine Matratze niemals online bestellen, ohne sie vorher zu probieren oder reichlich Expertise in dieser Frage zu haben. Nee jetzt kommt nix mit Lebensabschnittspartner*in oder Baby im Netz bestellt. Ich hatte zwei Wendematratzen Härtegrad H2/H3 online bestellt bei einem hiesigen Möbelhaus. Na ja hiesig klingt etwas verwirrend. Ich weiß konkret nicht wo der XXX-Lutz-Konzern seine Steuern bezahlt. Eventuell auch etwas Steuerschonend, wie eine orthopädische Matratze fürs Kreuz, das in der Hagia Sophia inzwischen abgehängt wurde. Hier machen wir inzwischen Politischer Islam als Dokumentationsstelle. Was da genau dokumentiert wird. Woher soll ich das wissen. Wendematratze führt mich naturgemäß direkt zum Wort "Wendehals", als Österreich sein H2-Nazi-Zubehör, die braunen Requisiten mit allem Drum und Dran, wie der richtigen Gesinnung, Down Under im Land vergrub und dann einen auf D2 machte. D2 steht für zweiter Versuch an Demokratie. Der erste Versuch ging ja fürchterlich nach hinten los wie mein Online-Matratzenkauf. Meine beiden H2/H3-Matratzen waren ein Reinfall, wie auch das Bambusbett ein Reinfall war. Deswegen organisierte ich eine Rückhohlaktion, wie einst die Briten bei Dünkirchen. Der Eismann war so freundlich mir aus dieser Patsche zu helfen. Zuvor hatte mir der Hobbit-Anwalt die rechtliche Lage erklärt. Matratzen muss man probieren dürfen. Da hat man ein verschärftes Rückgaberecht. Eine Nacht probieren ist bei Matratzen zulässig. Was ich nicht verstehe. Ich hatte die Matratzen vom Möbelix. In der Filiale in Floridsdorf haben die ein paar Matratzen ausgestellt. Da ist man schnell durch mit Probeliegen. In der Online-Filiale hingegen gibt es zig-Mal so viele Matratzen ganz ohne Probeliegen. Es fehlt noch an einem Avatar, der sich digital an deiner statt auf eine Matratze legt und dann über 5G das Gefühl direkt in dein Hirn überträgt. Um nicht wieder zu scheitern hatte ich mir sogar zwei Matratzen aus dem Möbelix-Online-Angebot notiert, um mich vor Ort in der Filiale beraten zu lassen. Der dortige Matratzen-Fachverkäufer hatte von den beiden H3-Matratzen-Typen noch nie was gehört. Der hatte keine Ahnung was seine Firma im Netz so an Matratzen verscherbelt. Was mich dann staunend zurückließ. Möbelix kam deswegen für mich nicht mehr in Frage. In echt blieb mir hinten hinaus nur noch eine Matratze. Und die ging ins Geld. Für die stiefelte ich dann auch noch zum XXX-Lutz und dann zum Mömax als krönenden Abschluss. Gehören wie gesagt alle zum XXX-Lutz-Konzern. Mein Favorit. Eine vom XXX-Lutz für die Wohlbeleibten, eventuell hervorgegangen aus den Wohlgesinnten, die durch eine H2 fallen in Richtung Postdemokratie. Das Stück um schlanke 460 Euro. Nach Hause ging ich dann mit der Gewissheit eher der H3/H4 Typ zu sein und mit einem Luftbett um 19,90 Euro. Ist ein Set mit Handpumpe. War ich dann gut am Pumpen immer mit dem Lungen-Mann im Gedächtnis. Ich hätte noch freundlicher zu ihm sein sollen. Das wäre möglich gewesen. Nur wusste ich nicht wie es tatsächlich um ihn stand. Ich hatte da nur eine deepere Ahnung, die mir dann auch noch zu schaffen macht. Fragen sie mich nicht wie oft ich "Big Improvement" geschrieben habe. Eventuell spricht aus mir jetzt die verschärfte Schattenwelt. Auf dem Luftbett um 19,90 Euro habe ich besser geschlafen als in den H2/H3 Wendematratzen. H3 ging ja noch so. Nur H2 ist mehr was für die Idyllischen aus den inneren Bezirken. Wohin ich in der Angelegenheit Matratzen schon noch vordringen werde. Mein Online-Kumpel hat mir in dieser Frage auch weitergeholfen. Unabhängig von einander verfolgten wir die selbe Spur. Ist auch eine Wendematratze. Eine Seite Dr. Jekyll, die andere Mr. Hyde oder H3/H4. Ich sehe gerade. Da ist noch sehr viel Gender-Gap. Dieses Dr. hin zum Mr. ist fast bekannter als die Erfinderin dieser Figuren, die Schriftstellerin Mary Shelley. Ausschließen kann man nicht dass die Frau schwer unter Genieverdacht stand. Was man von mir nicht sagen kann.

Lungen-Mann. In der Sache sitze ich hier mit einer Riesenportion Grauen am Teller, auf dem sich aktuell die Fotos von Sexuarbeiterinnen stapeln. Die bin ich bis heute nicht mehr losgeworden. Susan Sontag, urteilte über Helmut Newton. Der zeige die Frauen trotz Liebe in frauenfeindlichen, erniedrigenden Bildern. Die hätte mal Lungen-Mann sein gesammeltes Werk durchdeklinieren sollen. Gegen Lungen-Mann seine Fotos sind die vom Newton Softcore. Besser jene die den Nachlass vom Lungen-Mann unter sich aufteilen werden gucken nicht genauer auf die dortige Festplatte seines neuen PCs. Den ich von der Post holte im Februar oder März. Fragen sie mich nicht wie ich auf den Gedanken kam. Heute fragte ich mich, ob jene Person, die das Küchenfenster geschlossen hat auch seinen Kühlschrank ausräumte. Lungen-Mann sein jüngster Bruder, ein Arzt, war mal mit seiner Familie in Wien. Schön Holiday. Naschmarkt, Riesenrad und Tierpark Schönbrunn. Die übliche Tour halt. Trotzdem haben sie sich mit dem Lungen-Mann nicht zu einem netten Plausch verabredet. Nee bei mir ist die Sache nicht ganz so dramatisch. Fährt der Goadfather nach Wien kommt er einzig um mich zu besuchen. Bei Bett bin ich auch ganz ohne Genieverdacht ausgekommen. Ob das Bambus fürs Bett nachhaltig gewachsen und nachhaltig geschlägert wurde. Woher soll ich das wissen. Beim Mömax fragte ich die Bettenfachverkäuferin wie ich aus dem dortigen Labyrinth wieder rauskomme. Ich war am Vormittag unterwegs. Der Eismann hatte später keine Zeit. Viel zu früh für mich. Sie können sich eh denken was die gute Frau zu mir sagte. Falls nicht. "Immer den weißen Pfeil nach". Wäre ein wunderbares Ende für den Text mit Pointe. Habe ich mich dann gehend am weißen Pfeil festgehalten, Schritt für Schritt. Mir war dort alles zu groß. Vor dem Möbelhaus war Grillhuhn und Volksmusik. Der Mann der die Hühner grillte war ziemlich neu im Land. Türke oder Araber grob geschätzt. Ich kam nicht umhin ihn auf die Musik anzusprechen. Natürlich mit einem Lächeln. Er lachte zurück. Der Schmäh lief. Was mir gut tat. Auch weil der Lungen-Mann andauernd in meinem Kopf herumspuckte. Auch mal als Geist im Aufzug. Nicht das der den Scheißhausdämon ablöst, der noch immer mit allem Drum und Dran. Was die Matratzen betrifft habe ich schon vollumfänglich Aufklärung geleistet. Beide Matratzen stammen von deutschen Herstellern. Eine der beiden Firmen macht auch über "Amazon Prime". Ich bin Prime-Kunde. Falls die auch ein Reinfall ist. Als Prime Kunde ist man König. Die dortigen Arbeiter*innen weniger. Nur ist die Lage derzeit so. Mein Pulver, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, habe ich inzwischen völlig verschossen. Derzeit stehe ich mit leeren Händen da. Sagen wir fürs Erste. Egal ob ich über Prime mache oder direkt bestelle. Ist die Matratze H4 nix für mich holt die Spedition Selbige bei meiner Haustür ab. Diese Matratzen passen auch preislich viel besser zu meiner Brieftasche. Was habe ich mich bei Lungen-Mann seiner eingespeichelt. Brutal. Grauenhaft diese tiefere Gier nach Money. Seine Briefasche hatte was von Bulgariens Ministerpräsidenten Bojko Borissow seinem Nachtkästcheninhalt Da wird es beim Nachlass schon noch ruppig werden. Haupterbin. Statt die liebe Familie eine slowakische Sexzuarbeiterin. Ex genau. Ein versöhnliches Ende kann ich ihnen trotzdem anbieten hin zum Gelingen. Wie es scheint bin ich beim Lattenrost nicht durchgefallen. Den kann man sogar verstellen. Auch in Richtung "hart".

Ende

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Donnerstag, 23. Juli 2020
Lungen-Mann
Die Sache lief so.
Vor ungefähr drei Wochen hatte ich einen Traum, der gekommen war um zu bleiben. Einen aus der ganz harten Kategorie. Nix für Beginners, für Leute die nie Alpträume haben. Der war wie . Da war ich und noch jemand in diesem Traum. Dieser Jemand und ich hatten es mit einem Amokläufer zu tun. Amokläufer trifft es nicht ganz. Attentäter aber auch nicht. Der von Halle, gegen den gerade der Prozess läuft, hat elf mal auf eine Frau geschossen, obschon die schon am Boden lag. So eine Situation hatten wir im Traum nicht. Definitiv nicht. Auch nicht jene in echt, als du den Massenmord an Muslime in Christchurch mit "nice" quittiert hast. War eher was persönliches im Traum. Ganz genau kann ich diese Traumgestalt nicht beschreiben die das Sagen hatte. Ich war es nicht. Und dieser Jemand im Traum auch nicht. An was ich mich noch ganz genau erinnere. Diesem Jemand wurde in den Kopf geschossen. Zack bum. Ausgelöscht. Ich weiß noch dass ich dachte. Scheiße wie bin ich da nur hineingeraten. Jetzt wird`s heftig. Wurde es aber zu meiner Überraschung nicht. Dieses Ding sagte zu mir ich könnte gehen. Das passt schon so. Und ich ging. Wohl ohne mich umzudrehen. Als ich aufwachte dachte ich mir. Besser es schoss mir ein. Der Sensenmann. Das war der Sensenmann im Traum der die Dinge regelte. Natürlich ganz in seinem Sinne. Diesen Traum habe ich über die letzten Wochen mitgeschleppt. Auch zu dir rauf in den 4. Stock. Und wenn ich gegen deine Tür klopfte hörte ich die schwer atmen und gleichzeitig röcheln. Falls das überhaupt möglich ist. Hörte sich jedes Mal brutal an. Noch übler als deine braunen Sager. Dieser Traum ließ sich auch nicht wegschreiben. Mir wird eh schon unterstellt für ein paar Klicks mehr, wie für ein paar Dollar mehr. Na wie sagt man schon. Über Leichen zu gehen genau. Natürlich habe ich dir von dem Traum nix erzählt. Ich bin ja nicht völlig bekloppt. Wir waren ja schon bei deinem "Big Improvement" völlig gegensätzlicher Ansicht, wie wir in fast allen Fragen völlig gegensätzlicher Ansicht waren. Nur sagt das gar nix. Fakt ist. Du hast jemanden gebraucht der gewisse Dinge für dich erledigt, damit dir mehr Zeit mit den ortunkundigen Pflegerinnen bleibt. Damit deine Pflegerinnen auch Zeit haben deine Haare zu waschen. Sowas war dir wichtig. Obschon du dich in den letzten Wochen dich mehr rasiert hast. Und deine Füße waren dick geschwollen. Dicker als noch vor Wochen. Mein liebstes Wort ist ja "scheitern". "Fail" auf Englisch. Break down ist bei mir sowieso jeden Tag. Ich bin diesem Leben nicht gewachsen. Liegt eventuell auch an der Schizophrenie. Diese zu wenig kracht andauernd gegen meine kleinstbügerliche Fassade. Im Traum sagte das Pistolen-Ding zwar ich könnte gehen. Nur ein "Wohin" blieb es mir schuldig. Und ich habe auch nicht nachgefragt. Wie sagt man. Die Flucht ergreifen. Am gescheitesten in die entgegengesetzte Richtung. Gleichgültig was dort aus dem Boden wächst. Freitag hatten wir ja das Thema Apfelkuchen. Wegen dem Apfelkuchen hast du mich angerufen. Du hattest um 17.00 Uhr eine Telefonkonferenz. Deswegen wolltest du den Kuchen Samstag haben. Hielt ich für keine überragende Idee. Einst haben wir den Samstagtermin auf Freitag verlegt. Und jetzt wieder von Freitag auf Samstag. Scheiße ich arbeite nicht für Amazon sondern für die Menschenwürde. Are you kidding me?! Damit noch Zeit blieb bis zur Telefonkonferenz steckte ich dir den Kuchen recht zeitig ins Fenster. Natürlich nicht ohne dir bescheid zu geben mittels SMS. Als ich klopfte rührte sich nix. Eventuell warst du wieder mal im Sitzen eingeschlafen. Ich hielt das für kein gutes Zeichen. Du auch nicht. Deswegen wolltest du das mit deinem Lungenfacharzt abklären. Ich bekam dann noch eine SMS von dir. In der stand Danke. Montag bekam ich am Abend eine Mail. Gott sei Dank nix über Huawei. Sondern ein Rezept.

Der Arzt schrieb: Sehr geehrter Herr Lungenmann.
Sämtlich Medikamente wurden in Elga erfasst und können in jeder Apotheke abgeholt werden.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen
Alfred Piegler
ordination@drpoell.at

1 Berodual Aerosol
1 Berodual Inhalationslösung
1 Trimbow
1 Ibandronate (monatliche Fosamax gleichwertig)

Darunter stand. Es war von H. bestellt aber jetzt ist verloren. Ich kann nicht rausgehen wegen COPD und mein Nachbar musst es abholen.

Dein Deutsch ist besser als mein Englisch. Was typisch Lungen-Mann war ist dein Ton. Mein Nachbar musst es abholen. Beschreibt unser Verhältnis wunderbar. Seit Mitte Februar musst ich tatsächlich abholen. Und wie ich am abholen war. Egal was ich über dich im Netz so rausgehauen habe an Gemeinheiten. Abgesehen von dem einen Schinkenspeckstangerl vom Anker, das nicht in jeder Anker-Filiale gleich belegt wird, habe ich dich nie hängen lassen. Emotional schon irgendwie. Irgendwie auch wieder nicht. Oft bin ich nicht im Stande deinen Gedanken vollumfänglich zu folgen.
Zwar hast du einige gute Lichtweltfreunde und ein Erb-Girl. Aber mal ehrlich. Das sind bessere Sonntagsfreundschaften. Und das Erb-Girl ist das Erb-Girl, die sich 10 Jahre von dir ficken ließ. Von einer Sexzuarbeiterin zum Erb-Girl. Hut ab. Ihr Zwillingsschwester hat nicht so lange durchgehalten.
Dein Erb-Girl wollte mal die vor Monaten mal nicht mehr besuchen kommen, weil du sie mal kurzfristig enterbt hattest. Unter der Woche waren diese Herrschaften immer unabkömmlich. Wird schon seinen Grund haben. Ich möchte da nicht drauf los spekulieren. Dienstag habe ich an deine Tür geklopft für die E-Card. Als niemand öffnete bekam ich es mit der Angst zu tun. Diese Angst kannte ich aus dem Traum. Frag mich nicht warum es mir gar so brutal einschoss. Ging razzfazz. Ich habe ein ziemlich laute Stimme. Nur kam da nix als ich beim gekippten Küchenfenster rein brüllte. Eventuell im dich aufzuwecken aus einen tiefen Schlaf. Genau weiß ich es nicht. Gestern ging ich noch mal rauf und klopfte wieder. Das Küchenfenster, das in den Gang führt und immer gekippt stand, war verschlossen. Mehr musste ich auf einer tiefenpsychologsiche Ebene eigentlich nicht mehr in Erfahrung bringen. Als sich das geschlossene Küchenfenster sah wusste was die Stunde geschlagen hatte, obschon ich es nicht wissen konnte. Natürlich wollte ich Gewissheit haben. Da war schon auch noch Hoffnung. Eventuell nur weil es sich so gehört. Da möchte ich mich nicht festlegen. Also fuhr ich heute Nachmittag zu deiner Vertrauensärztin. Die war so freundlich mich anzuhören. Die wusste ja wer ich bin. Ich erzählte ihr wie ich die Dinge einschätzte. Also wählte sie eine Nummer, ich glaub der Rettung, und fragte nach was Sache war. Wenn ich sie richtig verstanden habe hast du gestern noch die Rettung angerufen. Bis ins Krankenhaus hast du es dann nicht mehr geschafft. Ich war nicht im Haus. Ich war auf der Donauinsel. Mich hast du persönlich nicht mehr kontaktiert. Dein letztes Lebenszeichen bei mir war der Nachbar musst. Deine Vertrauensärztin sagte du bist gestern dem 22. Juli verstorben. Ich denke aber dass du schon Dienstag verstorben bist. Sonst hättest du noch was wegen deine Medikamente zu mir gesagt. Die mussten immer pünktlich geliefert werden. Verzug ging gar nicht. Eventuell hast du gespürt dass du doch nicht mehr so viel Zeit hast. Jetzt hat dich also der Sensenmann mit sich genommen. Eventuell direkt in die Hölle. Was weiß man. Dort hocken eh die interessanteren Leute die sich auch was zu erzählen haben. Über Hitler sein Geburtshaus in Braunau wird heute noch gesprochen. Der Hobbit-Anwalt und ich haben über dich gesprochen. Der findet ich habe mich ganz wacker geschlagen was dich betraf. Über dich hergezogen bin ich nur hinter deinem Rücken. So einfach war das nicht mit deinem Herrenmenschentum, das andauend ausfranste, und dein Ding mit den Sexzuarbeiterinnen. Die hast du ja vom alten auf den neuen PC rüber, von einer Festplatte zur nächsten. Na wie sagt man schon. Und ich hab dir das Teil von der Post geholt. So von Angesicht zu Angesicht bin ich nicht einmal laut geworden mit dir, egal was dir gerade für Ungeheuerlichkeiten auskamen. Tatsächlich nie. Beweisen kann es Selbiges natürlich nicht. Aber mein Gewissen ist in dieser Frage tatsächlich ohne Mühlstein. Anders sieht es in der Sache Apfelkuchen aus. Der Hobbit-Anwalt meinte. Im Zuge deines Verlassenschaftsverfahren könnte ich als Gläubiger meinen Anspruch geltend machen. Drei mal Apfelkuchen macht 6,15 Euro. Auf drei Mal Apfelkuchen hast du mich sitzen lassen. Auch weil es mir peinlich war dich in deinem Zustand um 2.05 Euro zu bitten. Frag mich nicht warum. Aber in Anbetracht der Umstände werde ich davon Abstand nehmen. Das geht schon in Ordnung so. Und Lungen-Mann. Zwar waren wir keine besten Kumpels. "But we have not failed". Entschuldigen möchte ich mich dich trotzdem noch. Dass ich dir deinen letzten Wunsch nicht erfüllt habe und dir deinen letzten Kuchen in deinem Leben nicht wie von dir vorgeschlagen am Samstag brachte.

Ende

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Montag, 20. Juli 2020
Morgen ist Mikado-Challenge. Und heutige Änderung des Spielplans.
Dios míos! Es ist das Grauen, das nackte Grauen. Kann sein dass ich wegen der enormen mentalen Belastung morgen, also heute, vom Schleppen diverser Zahnstocher aus Bambus, allerdings extremst dick und robust, und dem Abtransport des alten Bett, außer Stande sein werde was zu schreiben. Was habe ich mir mit dem Mikado für ein Eigentor geschossen. Brutal. In meinem Bestreben, auch mal in einem Bett zu liegen wie Hipster aus der Lichtwelt, schön ergonomisch und mit Entlastung fürs geschundene Kreuz, das war einer in Richtung Hagia Sophia, statt auf einem Uralt-Schlafsofa oder sonst was aus der Kategorie "Ikea -immer dem weißen Pfeil nach", wie die Einstigen dem Führer, aus billigen Spanholzplatten uncharmant zusammengepresst. Das Bambus-Mikado entpuppte sich beim Aufstellen als Monster. Nicht technisch. Eher von seinem Maßen. Das Ding ist nur was für Räume die man mit dem Fahrrad abfahren kann. Zwar lebe ich nicht beengt. Aber wer sich ein massives Bambusbett ins Schlafgemach stellt muss schon sehr optimistisch sein und unbedingt auf einem Bett aus Bambus träumen wollen. Von was genau. Schwer zu sagen. Eventuell wie Japan von einer extremst homogenen Gesellschaft oder Südkorea von weniger Selbstmorden. Das Bett ist ein Raumfresser. Als wir es mit dem Eismann so weit aufgestellt hatten, das man sehen konnte was Sache ist, war da kaum noch Platz zum Auf und Ab gehen im Zimmer. Jetzt verstehe ich besser warum die Verkäuferin, eine gewisse Frau-Videokonferenz, die hat andauernd Video-Konferenz, zu einer Notlüge griff, als sie mir verklickerte das Bett hätte sie 2018 gekauft, obschon sie in einer weiteren SMS, die Ersatzstäbe acht Jahre aufbewahrt hatte. Die hat ein Top-Geschäft gemacht. Ich weniger. Was ich mit dem Bett gemacht habe? Ich hab´s dem Eismann geschenkt. Dafür waren seine Dienste gratis. Wir fuhren mit seinem Kombi noch auf eine Runde Lattenrost zum Möbeldiscounter. Matratzen hatte ich schon zu Hause. Die benötigen zwischen 48-72 Stunden um sich zu akklimatisieren. Neid kommt auf. Ich lebe seit einer kleinen Ewigkeit in diesem Kulturkreis und fremdle mit den Hiesigen mehr den je. Mit der Stammbelegschaft oft noch mehr als mit den Newcomern. Na ja. Das Schlafsofa, gut zehn Jahre alt haben wir auf dem Müllplatz entsorgt, wie ich einst familiär, also biografisch, in den zerfransten Rändern der Idylle, wo es sich sicherlich ganz gut leben lässt keine Frage. Dort schlafe ich jetzt mal zwei Nächte am Boden bis die Matratzen nicht mehr ganz so zerknittert aussehen. Und ein Gestell werde ich irgendwann nachbestellen. Ansonsten ist alles wie gestern. Der Eismann klopfte dermaßen zeitig an meine Tür dass ich noch in der Hapfen lag. Eines kann ich mit Gewissheit sagen. Mehr Vormittag sollte ich nicht wagen. Besser ich gehe es langsam an mit meinen durchgebrannten Drähten in der Lenkungseinheit. Besser ich setze mich zum PC und haue in die Tasten oder biege auf die Donauinsel ab. Was mit schön "abgeschieden und "Veranda" geht sich bei meiner Lebensleistung leider nicht aus. Aber sie kennen inzwischen eh meinen Leitsatz:

"Dort wo sehr viel geschrieben wird, wird weniger gelebt". Der hat was zeitloses, wie ein Bett aus Bambus. Geschrieben kann natürlich auch durch gepostet ersetzt werden. Mit einem Bett aus Bambus kann man sicherlich auch eine Unterhaltung beginnen. Mit Schizophrenie weniger. Wobei ich die Frau Verkäuferin auch noch in einer anderen Sache in Schutz nehmen muss. Dem Bett fehlte es an nix. Das war in Top-Zustand. Eigentlich ein Schnäppchen. Nur hätte ich die Außenwand zur Straße hin sprengen müssen. Mein Fehler war. Der Eismann wollte das Bett direkt abholen vor Ort, ohne mich zuvor hier aufzulesen. Angeblich wegen einer Baustelle. Und ich Depp habe zugestimmt. Ich wollte keine Diskussion. Heute meinte er das war nur ein Vorschlag. Auch ihm kann ich keinen Vorwurf machen. Ich hätte ja mit Nachdruck wie am Klo. Habe ich aber nicht. Handwerkern darf man nicht leichtsinnig zustimmen. Egal. Ich werde den finanziellen Obolus verkraften. Bin ich mal wieder von meinem zweiten Leitsatz links überholt worden. Der lautet: "Es gibt zwei Arten von Männer. Die einen auf Sockeln und die anderen in Socken". Eine weitere Bilanz ziehe ich nicht mehr. Weder in dieser Sache noch allgemeiner. Gestern sagte die Frau Schöneberger, sinngemäß zum Herrn Haider im ORF 2, also schon zum Alfons und nicht zur Leiche vom Jörg. Es hat schon seine Richtigkeit dass er die Arschkarte zieht und nicht sie. Kam ich kurz ins Grübeln. Der Herr A. Haider ist schwul. Allerdings offiziell erst seit 1997. Zuvor nur unter der Hand. Wahrscheinlich hatte er Angst um seine Karriere. Ein schwuler Mann, der am Nachmittag den "Wurlitzer"/Jukebox moderiert im Staatsfernsehen. Big Skandal im katholischen Österreich. Man denke nur an die Affäre Groer 1995. Da wollte der Andreas Kohl, damals Klubobmann der ÖVP, die Veröffentlichung des Artikels im Profil noch durch eine gerichtliche Beschlagnahmung verhindern. Ein hiesiger Kardinal der im Knabenseminar Hollabrunn einem Ex-Zögling nicht nur ins Gewissen guckte, sondern auch hinter die Vorhaut. Undenkbar. Das war Gotteslästerung. Brutale Zeit, als dann der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn ausrückte, um die verlorene Ehre des Kardinals wieder herzustellen. Natürlich ebenfalls im Staatsfernsehen. Im Herbst 2003 kam es im Priesterseminar der Diözese St. Pölten dann zu einem Skandal um den Download kinderpornografischer Fotos. Bischof Krenn sprach von "Bubendummheiten". Es war so trostlos. Die katholische Kirche nix als ein Hort für Päderasten, und als Alternative bleibt einem nur der Sisyphos der Depp, dem andauernd der Stein über die Zehen talwärts rollt, oder sonst was Existenzielles wie der Nihilismus, als auf jeder öffentlichen Toilette stand "Gott ist tot". Sicherlich. Den hatten unsere Vorfahren hinterrücks gekillt. Ich wusste also nicht. Hat die Frau Schöneberger dem Alfons eine mitgegeben wegen was Sexuellen, oder hat sie die Redewendung verwendet wie man sie kennt. Bei hoher Empfindsamkeit könnte man da schon was Diskriminierendes hineininterpretieren in den Vorgang, finden sie nicht auch. Schon hätte man wieder etwas um sich zu empören, so man das Heil der Welt im Identitätsdiskurs zu finden glaubt. Schwer zu sagen wie viele verschiedene Identitäten eine Gesellschaft verträgt ohne zu zerfallen. Bei den Nazis waren schon zwei zu viel. Wissen sie was unser Gesellschaft im Kern noch zusammenhält? Die Kreditwürdigkeit des Landes an den Kapitalmärkten? Deutschland steht da ja bestens da und Österreich auch nicht so schlecht. Eine 100-jährige Anleihe ist derzeit kein Problem. Besser als Libanon. Dort geht gar nix mehr mit Anleihen. Im Libanon können die Politiker nicht verkünden: "Koste es was es wolle?". Wo sollen die syrischen Flüchtlinge im Libanon hin. Zurück nach Aleppo? Aktuelle Schlagzeile: "EU-Gipfel einigt sich auf 1,8 Billionen Euro schweres Finanzpaket". Und meine Q-Zeitung die Presse jubelt über einen EU-Rabatt-Sieg.

Seit gestern weiß ich. Seit der islamischen Revolte im Iran/1979 wurden um die 5000 Homosexuellen hingerichtet. Also in Österreich oder Deutschland wurde seit 1979 kein Homosexueller hingerichtet. Besser man sagt so was nicht. Schon gilt man als ewig Gestriger. Woran man einen ewig Gestrigen erkennt. Ich bin da ähnlich ahnungslos wie der Aufsichtsrat von Wirecard ahnungslos war. Eventuell an der Farbe des Socken. Ein weißer Mann der schwarze Socken trägt ist höchst verdächtigt. Wirecard ist die aktuelle Spiegel-Titelgeschichte. Hab ich schon durch. Verstehe nicht warum Volksdeutsche so bald die über die Grenze nach Österreich lugen immer voraussetzen dass es in Österreich so schön beschaulich zugeht. Hier ist immer Entschleunigung. Entschuldigung bitte. Wir haben Ischgl. Entweder als Hardcore-Tourismus-Business, wo das Naturerlebnis einen Flair hat wie das Skifahren in einer Halle in Dubai oder eben als Corona-Hotspot, mit Infektionskette so lang wie die Grenze zwischen der USA und Mexiko. Wien ist natürlich auch ein beschauliches Städtchen so von seiner Grundierungen her. Von seiner Auslastung eventuell zu vergleichen mit der Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Nix für ungut. Aber haben sie Tomaten auf den Augen. Das biggste an Skandal was die Süddeutsche und der Spiegel in der letzten Dekade rausgehauten an investigativer Aufdeckerei war der hiesige "Ibiza-Skandal". In Berlin gibt es politische Morde auf offener Straße. In Wien ebenso. In Stuttgart gibt es Randale. In Wien gehen Kurden und Türken aufeinander los. Und zwischen den beiden Streitparteien eingeklemmt furchtlose Frauen mit ihrem Anliegen. In Deutschland wird über Polizeigewalt geschrieben. In Österreich haben bis zu acht Wiener-Polizisten ohne Grund einen Tschetschenen vermöbelt. War wohl was in Richtung emotionales "Racial Profiling". Ich kenne nicht einen Tschetschenen persönlich. Aber der Ruf der tschetschenischen Community in den hiesigen Medien ist nicht der Allerbeste. Unlängst ist ein Video aus dem Jänner 2019 aufgetaucht. Also knapp 1 1/2 Jahre später. In dieser Sache könnte man tatsächlich schlussfolgern. Die Aufklärungsarbeit ging eher gemächlich vor sich. Was an Wien sonst noch so beschaulich ist? Die hiesige Freunderlwirtschaft in Richtung Korruption ausfransend. Ganz übel wird es, wenn "Headhunters" Ausschreibungen für eine ganz bestimmte Person "maßschneidern". Das Kleinstbürgerliche hier aus 3/4 Nazis und linken Spinnern? Das hiesige Wohlgefühl übelst vom Sozialneid unterwandert. Die Art wie man als Patient in einem Wiener Krankenhaus abgearbeitet wird? Der Berliner ist schnoddrig. Der Wiener halt grantig. Eventuell sind das auch nur Klischees. Sicherlich gibt es in Wien "idyllische Plätzchen". Die wird es in Hamburg wohl auch geben. Oder nicht? Wann und wie sich dieses Klischee in den Köpfen vieler Deutscher so fest verankert hat, dass sie sich von der Wirklichkeit nicht mehr beeindrucken lassen, weiß ich naturgemäß nicht zu beantworten. Rennen alle durchs Touristen-Wien, mit den Schlössern, wo die sich die Kaiserin Sissy langweilte, dem Tierpark, dem Naschmarkt, eher die vorderen Stände, der Stephansdom, die Kärntner-Straße rauf und runter, und dann schön nach Grinzing zum Heurigen, oder durch ein Hood, wo die Bambus-Hipster wohnen und wieder mal eine Videokonferenz haben, und sich dann sicher sind Wien in und auswendig zu kennen. Wunderschöne Stadt. Extremst sauber. Das glatte Gegenteil eines Molochs. Und alles so schön beschaulich. Völlig bekloppt. Wie gesagt hatten wir "Ibiza" und Deutschland den Fall "Philipp Amthor". Wer sind die Top-Verantwortlichen im Wirecard-Skandal?! Na zwei beschauliche Österreicher. Wer hat die Balkanroute abgewürgt und den Konservativen Europas zu neuem Glanz verholfen. Na der beschauliche österreichische Kanzler. Jetzt knausert der schon wieder mit Geld dass er eh nicht hat. Der Spiegel hatte dann noch seinen Relotius als Aufreger an zweiter Stelle. Diesel-Skandal? Na ja. Was war eigentlich mit den Abgasen in den Siebzigerjahren, als iKind an der Tanke stand bis in den Knien in Abgasen. Die Autoindustrie ist nicht alleine dafür verantwortlich dass Autos immer bigger wurden und leistungsstärker. Der eigentliche Skandal betrifft eher den Wandel hin zum Elektroauto, der sich zieht wie eine verschleppte Grippe. Wer aus der Mittelschicht kann sich in der Corona-Rezession schon razzfazz ein Elektro-Auto leisten, das Stück so um 30 000 oder 40 000 Euro, trotz staatlichem Bonus, mit einer Reichweite von schlanken 400 Kilometer, ohne sich a. schwer zu verschulden oder q. seine Rücklagen aufzubrauchen, die man eventuell als Anzahlung für ein Eigenheim benötigt. Für das Geld bekommt man gut acht Gebrauchtwägen, mit denen man locker 30 Jahre schafft Weltvergiftung schafft, den Erdball 36-Mal umrundet. Zur Zeit habe ich es schwer mit Ranglisten. Zuwenig Sport in der Glotze.
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Stellen sie sich folgenden Satz in einem Leitmedium vor oder in einem Blog von hoher Relevanz. "Fußball ohne Fans im Stadion ist wie eine Frau nach einer Brustverkleinerung". Da würde es in den sozialen Medien gehörig rascheln. Hier passiert gar nix. Deswegen übe ich mich, eine andere Welt imitierend, auf dem Scheitelpunkt der Zeit balancierend in Selbstzensur und mache schon noch passt schon. Allerdings nur noch wenn es streng medizinisch wird. Ist Ficken eigentlich ein Menschenrecht? Sagenhaft die gute alte Zeit. Als ich noch die Prostata eines 12-jährigen hatte wurde man vom Wixen blind. Wurde uns tatsächlich noch eingeredet. Wenn schon nicht blind dann krank wie bei Covid-19 in vielen Fällen. Und ganz übel erging es jungen Frauen. Sobald die sich beim Sex rührten fragte man als Stoßender nach, ob es alles in Ordnung ist. Wenngleich mal sagen muss. Damals war mindestens so viel betreutes Denken wie heute. Damals im Namen von Verboten. Heute eher im Namen einer höheren Moral.

Ich habe ein wenig in den Spiegel-Kolumnen der Frau Stokowski gelesen. Die versteht ihr Handwerk. Beneidenswert. Gibt es grosso modo nix zu kritisieren. Wunderbare Beiträge. Alle ganz nah am Puls der Zeit geschrieben. Eines ist mir trotzdem aufgefallen. Die Frau Stokowski hat nie einen Hänger. Die ist immer auf einer Mission wie man so schön sagt. "On a Mission" klingt noch besser. Zwar kann sie recht amüsant sein und ironisch. Allerdings hinten hinaus wird es immer extrem ernsthaft. Wie meistens bei Frauen. Die haben immer eine Botschaft. Schwer zu sagen woher das rührt. Eventuell an der Farbe der Strampelhosen. Oder am Patriarchat. Aktuell findet die Frau Stokowski, wir sollten intensiver um die Corona-Opfer trauern. National irgendwie. Also auch um Menschen die einen völlig fremd sind und halt in der gleichen Verwaltungseinheit leben. Eine Organisationsform die sie an andere Stelle wiederum ablehnt, weil es ihr zu national wird. Ob die Frau Stokowski im Februar und März um alle Grippe-Toten trauerte, weiß ich naturgemäß nicht zu beantworten. Was ist mit jenen die in den Bergen verunglücken? Soll man da urteilen. Selber schuld? Der Text macht dann noch ein wenig Männer-Bashing, weil im April in Italien ein junger Mann Namens "Antonio De Pace", seine Freundin "Lorena Quaranta" erschlagen hatte. Das gehört heute irgendwie zum guten Ton. Ja nie vergessen auf die Unterdrücker zu zeigen. Dieser Depp aus "bella Italia", wo die Mafia aktuell dick Kredite vergibt an Unternehmer, die wegen der Corona-Rezession, nicht mehr ein und aus wissen. Genauer gesagt vermeintliche Frauenmörder. Der bildete sich eine seine Freundin hätte sich mit Corona angesteckt. Ihr postmortaler Test war dann negativ. Für Frauen scheint das Thema "höhere Empfindsamkeit" extremst important zu sein. In sehr vielen Fragen sollte mehr Achtsamkeit sein. Vor allem heterosexuellen Männern scheint es regelmäßig und zu oft an dieser höheren Empfindsamkeit zu mangeln. Da ist entschieden zu wenig Bewusstsein vorhanden. Vor allem bei den älteren Semestern, die in dieser Frage eventuell auch evolutionär der Zeit hinterherhingen, seelisch ziemlich verbeult. Sicherlich. Nur woher soll diese tiefere Empfindsamkeit kommen, diese besondere Achtsamkeit. Aus der Art wie wir noch erzogen und auf Männlichkeit getrimmt wurden, als wir als Indianer noch keine Schmerzen zeigen durften und ausgelacht wurden wenn wir weinten. Ich sogar von meiner Erziehungsberechtigten. Das Weinen hat mir die Um2 sehr früh ausgetrieben. Seitdem haue ich mir meine Seele an einer kleinstbürgerlichen Fassade wund. Ganz übel hat es in dieser Disziplin "den Virilen mit dem Expander" erwischt. Der misst sich mit Ü-50zig heute noch mit den 25-jährigen beim Training und nicht mit Gleichaltrigen. Gleichzeitig lehnt der den Kapitalismus ab, ist aber tiefenpsychologisch vom Selbigen völlig durchdrungen. Bei dem ist immer Leistung. Tiefere Empfindsamkeit kann der nur noch simulieren. Zu wirklich tiefer Empfindsamkeit kann der nicht mehr im Stande sein. Die wurde dem auch ausgetrieben. Schwer zu sagen von wem? Bricht sich der den Finger freut er sich keine Schmerzen gespürt zu haben. Darüber bloggt der dann. Danach macht er wieder 70 Stunden durchgehend Sport. Dem sein Männerbild. Mindestens so toxisch wie meine Denke. Nur mir hat man eine Diagnose gestellt. Ob ich mich auch mit 25-jährigen messe? Na niemals. Ich bin ja nicht bekloppt. Ich habe mal einen trainiert auf Wettkampfniveau. Wenn ich was heute noch messe dann ist es mein Blutdruck. Als Kind durfte ich nicht mal einen Kühlschrank öffnen. Der war mein persönliches Tschernobyl. Und wenn ich sagte, nein bettelte, ich bettelte, bitte keine grobe Leberwurst zur Jause mehr, bekam ich erst recht ein Brot mit mittelgrober Leberwurst vorgesetzt wie eine Botschaft, die China Honkong mit dem neuen Sicherheitsgesetzt ausrichtete, so grob gestrichen, dass mit umgehend der Appetit verging. Auch der aufs Leben. Irgendwann beim Lesen stellte ich mir die Frau Stokowski und mich in einer Schul-Situation vor. Die Frau Stokowski weiter vorne gut im Aufzeige und Mitarbeit-Modus und mich weiterhinten im Klassenraum verortet an der hintersten Mauer, den Stuhl schaukelnd, plus früh verwelkten Inhalt. Ich weiß ist ein wenig plakativ und ohne Substanz. Aber ich saß tatsächlich noch in der Eselsbank. Ist was anderes als Veranda. Und in dieser Situation ist die Frau Stokowski dann am Wort und fordert von der ganzen Klasse, wir sollten deeper über unsere "Unfähigkeit zu trauern" nachdenken und halt mehr Empathie wagen und Empfindsamkeit. Umgehend würden mir ein paar Jungs aus der Klasse einfallen, oder später aus meinerr, na wie sagt man schon Peer-Gruppe genau. Die würden mit ihren Augen rollen und sich köstlich hinterm Rücken der strebenden Frau Stokowski amüsieren. Früher offen. Heute in geschlossenen Gesellschaften. Auch weil wir uns moralisch völlig überfordert fühlen von solchen Forderungen. Ich kenne nicht einen der hiesigen Corona-Toten persönlich. Persönlich kenne ich nur den Lungen-Mann. Der hängt am Sauerstoffgerät. Dem gehe ich zur Hand und erledige einige Wege für ihn. Immer mit teurer FFP2-Maske im Gesicht. Die kaufe ich seit Monaten von meinem Geld. Der hätte bei einer Infektion mit Sars-CoV-2 null Überlebenschance. Tatsächlich null. Der schläft schon im Sitzen ein weil seine Lungen zu wenig Sauerstoff verstoffwechseln. Dort wo bei anderen die Lungenbläschen blubbern, blubbert beim Lungen-Mann nix mehr. Ist wie Afghanen-Sperma und Hiesiges. Brutale Sache dem beim Ersticken zuzusehen. Die Frage, wie sich das Leiden für den Lungen-Mann anfühlen muss, stelle ich mir nicht mehr. Es ist ja schon so Achtsamkeit oberstes gebot. Und das seit Monaten bei jedem Einkauf. Das langt mir an aktiver Anteilnahme. Weder feiere ich, noch verreise ich, noch lehne ich Atemschutzmasken ab. Ist eine ziemliche Herausforderung. Auch mental. Der Mann ist obendrein ein Arschloch. Trotzdem findet die Frau Stokowski da müsste noch mehr gehen bei mir. Auch mal über den kleinen Tellerrand hinaus mitfühlend sein. Mitgefühl ja, aber nicht auf Bild-Niveau. Tief gehend. Bitte nur zu. Allerdungs nicht zu aufdringlich und selbstverliebt. Wie gesagt. Die Frau Stokowski ist immer "on a Mission". Eventuell übersieht sie dabei dass eine menschliche Psyche in engen Grenzen lebt so diese gesund bleiben möchte. Wer sich alle Corona-Toten-Schicksale reinzieht, aktuell halten wir weltweit bei 600 000 Toten, wird bald einmal unter einer depressiven Stimmung leiden oder von der ganzen Tragweite der Ereignisse hinfort gerissen. 600 000 Menschen. Razz fazz ausgelöscht, wegen eines Virus vom anderen Ende der Welt, dass sich noch unsicher ist wie es mit seinen Wirten umgehen soll. Das Virus macht "learning by doing". Und es liebt Kinder und junge Menschen und rächt sich an den Alten. Wofür genau. Schwer zu sagen. Wer da in die Vollen geht ist dann eventuell erschlagen wie ich, wenn ich in der Bronx unterwegs bin, die gepflastert ist mit Stolpersteinen und Erinnerungstafeln für deportierte Juden die in Rauch aufgingen. Der Wiener-Judenhass war vieles. Aber beschaulich eher weniger. So eine allgemeine Corona-Trauer ist nicht zu stemmen für den Einzelnen. Gerade eben freute ich mich dass es dem Goadfather gut geht. Muss ich jetzt mit Schuldgefühlen leben, weil ich in der Frage "Moral", ja sicherlich, da gibt es noch ganz viel Empowerment, scheitere? Ist wie bei Scooter. "Hyper, Hyper". Gestern beim Hofer kein Simba. Ich hatte schon 3 fünf Euro-Scheine für den langen Guss und den kurzen Schuss in der Hosentasche gefaltet, wie einst die Hände zu einem Gebet. Über eine Kerze in der Kirche anzünden für die Corona-Opfer als Geste schreibt die Frau Stokowski nix. Ist zu wohl zu gestrig wegen der "Bubendummheiten". Die Moral muss schon aus uns selbst kommen. Die hat inzwischen was von einem Brunnen in Marokko. Dort muss auch immer tiefer gegraben werden. Die Frau Stokowski hatte noch was über einen vertrockneten Weihnachtsbaum. Allerdings zum Thema Statuen. Der Churchill war ja Rassist. Gleichzeitig behielt er im Kampf gegen einen noch viel deeperen Rassisten die Oberhand. Was ist mit seinem Blut an den Händen wegen Gallipoli. Anstatt ihn die Briten deswegen aufhängten oder mit einem Knüppel aus dem Land trieben wählten sie ihn zum Premierminister. Und ich soll jetzt nach England rüber setzen und einer Churchill-Statue eins rein hauen oder sonst was von ihm mit Farbe anpinseln. Den Literaturnobelpreis sollte man ihn auch aberkennen. Dem Handke sowieso. Es ist ein Jammer. Ich hätte auch in jenen Hofer-Filialen in der Bronx einkaufen können, vor denen der Simba nicht steht und mich dazu auffordert mehr Anteilnahme zu zeigen und ihn moralisch "supporten" wegen dem Tod seiner Mutter. Allerdings nur finanziell. Scheiß Kulturen. In der nigeriansichen scheint eher Geld gefragt zu sein. In der unsrigen aufrichtige mentale Anteilnahme. Vom Sima war also keine Spur zu sehen. Trotzdem hatte ich ein kurzes Gespräch mit einem Mann. Der hielt meine FFP-2 Maske für eine gute Sache. So eine verwendet er auch auf (der) Baustelle. Er sagt auf Baustelle. Nee ich habe ihn nicht korrigiert. Ob er beim Einkaufen eine trug. Eher weniger. Was ich dann ziemlich amüsant fand.

Ende

Fazit: Vielleicht können klügere Kopfe eine roten Faden legen zwischen einem eventuellen Mangel an gesellschaftlicher Empathie aktuell und der völligen Entrechtung und Auslöschung der Juden damals. Vielleicht wurde da Grundstein gelegt für einen Mangel an Achtsamkeit und Anteilnahme. Oder ist der nur ein behaupteter.

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