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Donnerstag, 27. April 2017
Falscher Einwurf
der imperialist, 16:28h
Bayern München
Bin gerade vom kleinstbürgerlichen Blogger Memet
auf der Flucht. Der steht genau ober mir. Jetzt natürlich nicht mehr. Der macht wahrscheinlich immer Google-Übersetzer. Hab ich letztens auch gemacht bei Netflix. Der arme Inder mit dem ich chattete, weil ich nicht wusste wie man sich auch ältere Staffeln angucken kann, hat kaum was verstanden
.
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Diese Woche ging sich eine zarte Blüte
von Donauinsel aus. Jetzt ist wieder Wetter draußen. Wenn sie mit dem Auto Richtung Süden fahren, runter nach Kroatien, immer weiter runter, kommt irgendwann eine Wetterscheide. Da wird es auf einmal spürbar wärmer
. Auch in den Gedanken. Wetterscheide ist der neue Running Gag. Nee nix Sexuelles mit zu feucht. Bei jedem Wettereinbruch, draußen hat es wiedermal unter 10 Grad, maile ich dem S., dass in der Bronx schon wieder Wetterscheide ist. Die Sibirische halt
. Der S. versteht mich dann. Wir haben ja mal zusammen die Wetterscheide. Worauf ich eigentlich hinaus möchte. Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich ja gerne darüber hinaus mögen, immer Richtung Süden würde ich wollen, bis es spürbar wärmer wird
. Auch in den Gedanken. Menschen die in ihrem Leben frieren haben es nun mal gerne wärmer. Auf der Insel hatte ich das seltene Vergnügen mal eine Katze zu grüßen. Ka Spaß. Natürlich nicht die Person dazu. Wozu auch. Auf der Insel gibt es einen Kerl, unter Umständen a bisserl plemplem, der geht mit seiner Katze Gassi.
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Heute lief auf MDR ab 00 50 Uhr ein Unplugged-Konzert von Marius Müller Westernhagen. Auf Tabs hörte sich die Musik ganz wunderbar an. Westernhagen ist wunderbare Tabs-Musik. Slow Jazz eignet sich dazu auch ganz hervorragend. Im Song „Willst du Tanzen“ gibt es ein paar ganz wunderbare Zeilen:
„Ich weiß, ich bin
Ein alter Narr
Der seine Fehler
Wie Freunde um sich schart“
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Das bedrückende an der Bronx ist. Hier ist alles echt
. Nie ist etwas wie im Film.
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In Österreich tobt schon wieder der Streit um das Kopftuch
. Es ist das Grauen, das nackte Grauen. Am Kopftuch entzündet sich immerzu der kleinstbürgerliche Volkszorn
. Dass unsere Regierung gerade das Demonstrationsrecht einschränkte ist den Kleinstbürgern, die ja die geborenen Untertanen sind, völlig gleichgültig
. Zur öffentlichen Gegenrede fehlt denen jegliches Talent. Die können nur mosern, stänkern und die Schuld an ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit auf andere (ab)schieben, wie z.B. auf Frauen, die aus welchen Gründen auch immer, ein Kopftuch tragen. Das die neuen Demonstrationsregeln unter anderem eine 48-stündige Frist für die Anmeldung vorsehen, kümmert den österreichischen Kleinstbürger nicht. Widerstand gegen Autoritäten nicht mit uns. Ist wie mit dem Bauer. Der frisst auch nur das was er kennt. Auflehnung liegt nicht in unserer DNA. Gesetzesverschärfungen sind das Salz in der ideologischen Suppe des Österreichers. Ich will nicht schon wieder darauf hinweisen. Wir sind hier nun mal die Nachkommen ganz schrecklicher Kleinstbürger
. In Österreich gab es noch nie eine bürgerliche Revolte die Erfolg hatte. Das großbürgerliche Österreich haben wir ja einst vertrieben oder umgebracht. Überlebt haben das nationalsozialistische Gemetzel, nur die allerkleinsten Kleinstbürger, hochtalentierte Untertanen, die sich geschickt wegduckten oder einfach nur (schreckliches) Glück hatten. Wie freies Atmen geht wissen wir nicht. Wir können gesellschaftlich nur stickig. Die frische Luft hoch oben auf den Bergen ist ja auch nicht mehr das was sie einmal war. Massentourismus, volkstümliche Schlagergülle, wahlkämpfende Politiker, die immer ganz hoch hinaufsteigen in unsere Berge, um unterm Gipfelkreuz der richtigen Gesinnung, ihren grauenhaften Nationalstolz zu weiden wie Bergziegen
. Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen, hat anscheinend mit einem Interview, in den sozialen Medien für helle Aufregung gesorgt. Frage? Gibt es auch dunkle Aufregung. Vor Schülern sagte er, es werde noch der Tag kommen, wo man alle Frauen bitten müsse, aus Solidarität ein Kopftuch zu tragen. Der Bundespräsident machte eine tatsächlich um sich greifende Islamophobie aus. Ganz Unrecht hat der Präsident aller ÖsterreicherInnen da nicht. Der österreichische Kleinstbürger hat es nicht so mit Korrelation und Kausalität wenn es um Muslime
geht. In seinem kleinstbürgerlichen Groll will der zwischen dem Ergebnis des türkischen Verfassungsreferendums, bei dem 73,2% der gültigen Stimmen mit einem Ja für die Verfassungsreform votierten und dem demokratischen Recht einer Frau sich in Österreich zu kleiden wie es ihr im Grunde beliebt, einfach nicht unterscheiden
. In seiner Bitterkeit giert der österreichische Kleinstbürger nur so nach solchen Ereignissen wie eben dem türkischen Verfassungsreferendums, um sich in seinen Vorbehalten Muslimen gegenüber schön bestätigt zu fühlen, wie fürchterlich rückständig und entsetzlich hitlerwäldlerisch, nee hinterwäldlerisch der
Kleinstbürger ist. Angefacht wird diese Glut des Grolls immerzu durch die fremdenfeindliche FPÖ und die Boulevardmedien. Der Obmann der FPÖ H.C. Strache hatte auf Facebook einen „offen Brief“, über das Ergebnis des Verfassungsreferendums veröffentlich, der eigentlich eine sehr gelungene Mischung war aus Ironie und Zynismus. Natürlich war alles nur geklaut von der deutschen Autorin Gabriele Brinkmann. Der öffentliche Diskurs wurde von der FPÖ über die Jahre dermaßen vergiftet
, dass man nicht mehr vernünftig darüber sprechen kann, ob bis 700 000 Muslime im Land, fürs erste mal Herausforderung genug sind. Sofort wird man in eine Ecke gedrängt und verzweckt, wenn man die Frage stellt, ob eine Gemeinschschaft, eine gewisse Konstanz in der kollektiven Identität benötigt, um nicht auseinander zu driften und an den Rändern in Radikalität oder unversöhnlichen Positionen zu zerrfansen
. Konstanz in der kollektiven Identität hab ich abgeschrieben. Mit Vernunft wird das nix mehr bei mir. Bei Konstanz hab ich sofort an einen Haufen gedacht
und bei kollektiver Identität an Gaskammern
. Weil ich nix Besseres zu tun hatte, habe auch was über das Ergebnis des türkischen Verfassungsreferendums geschrieben. Wenig Erbauliches, recht niedrige Wahlbeteiligung hin oder her. Nichtwähler bekommen ja nur dann wirklich Bedeutung, wenn die Wahlbeteiligung mitentscheidend ist, ob ein Referendum oder Wahl gültig ist oder nicht, wie Letzens beim ungarischen Flüchtlings-Referendum, das durchfiel weil die Wahlbeteiligung zu niedrig war. Ansonsten sind Nichtwähler ja nur die Vollseppen der Demokratie, mit denen kein Staat mehr zu machen ist. Bitte geht wählen und wenn ihr nur „fickt euch ins Knie“ auf den Wahlzettel schreibt, "der Widerstand geht weiter"
. Immerhin lebe ich hier in der Bronx, mit all den türkischen Kleinstbürgern, die mir in ihrer 73,2%zentigen hinter-anatolischen Kleinstbürgerlichkeit und ihrem festen Glauben an eine Autorität aus Gott und Übermensch, genau so auf die Nerven gehen wie die österreichischen Kleinstbürger. Ich stecke ja bis zum Hals in dieser Bronx fest. Wo Süden ist und die Wetterscheide kann ich nicht mehr so genau sagen. Stickig es hier. Stickig und kalt. In Istanbul soll die Luft angeblich besser sein. Dort stimmte ja über 70% der Türken mit "Nein". Wie auch immer. Am Recht einer Frau sich ein Tuch umzubinden, meinetwegen auch im Pinguinstyle, mit Plastiksäcken behängt wie ein Nutztier, kann niemals gerüttelt werden
. Das ist ihr unveräußerliches, demokratisches Menschenrecht. Das will und kann der österreichische Kleinstbürger in seiner Verbitterung einfach nicht verstehen. In seinem Unmut einge
will der österreichische Kleinstbürger nicht wahrhaben, dass Österreich mit einem Kopftuchverbot, immer näher an die wenig rechtsstaatlichen Verhältnisse in der Türkei heranrücken würde, wo doch in Österreich schon die Landeshauptleute, am liebsten die Verwaltungsgerichtsbarkeit entmachten würden, wenn sie könnten wie sie wollten, weil sich das Gericht gegen eine dritte Start und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat aussprach und somit nicht im Sinne des politisch Gewünschten entschied. Natürlich würde ich mir Ernstfall auch ein Kopftuch aufsetzen und auf Frau machen. Sogar wenn draußen Wetter ist
.
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Die Frau Dr. Karin Kneissl, ihrerseits Nah-Ostexpertin, die auch gut Arabisch spricht, schließt sich dem Marsch durch die Instanzen des Kopftuchs noch nicht an. Die sieht das ein wenig anders als der Herr Bundespräsidenten. In meiner Qualitätszeitung mahnt sie an, dass der Koran kein religiöses Kopftuchgebot kennt. Ich hab ja auch einen Koran hier liegen. Der stammt aus dem Salafistentreff, als mir vor Jahren, der Chefe vom Laden
, einen Salafisten-Koran, mit goldähnlichem Stuck auf die Pommes klatschte
. Kam gar nicht gut bei mir an. Hatten wir richtig Stress. Habe ich Werte verteidigt von denen ich gar nicht wusste das sie mir was bedeuten. Die Frau K. schreibt über Islamisten in Algerien, die in den 1990 Jahren, die Gesichter von Frauen zerschnitten und verätzten, weil die unverschleiert zur Arbeit fuhren. Oder Überlebende des IS-Kalifats, die berichten wie sich Bürgermeister gegen europäische Dschihadisten wehrten, als diese die Frauen zur Verhüllung zwangen. Deutsche Konvertitinnen wiederum waren zeitweise als Sittenpolizei in Raqqa unterwegs, da die einheimischen Musliminnen den Schleier verweigerten. Sicherlich alles sehr bedenkliche Zustände
. Nur ist Österreich nicht Algerien und auch kein IS-Kalifat und Raqqa keine österreichische Stadt. Ich gebe zu. Wenn man hier in Österreich alle Salafisten + Anhang, an einem Ort zusammenfast, wird man schon eine schöne Kleinstadt, ganz in der Tradition des IS stehend gründen können. Beim Recht auf ein Kopftuch geht es aber um demokratische Rechte, wie Religionsfreiheit + Meinungsfreiheit + Frauenrechte.
. Der Islam ist in Österreich als Religionsgemeinschaft und Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt und gleichberechtigt seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Recht zum Kopftuchtragen wird daher als Ausdruck der individuellen Glaubensfreiheit garantiert. Scheiße, ich kann da nix dafür und der österreichische Bundespräsident wohl auch nicht. Da müssen wir durch. Mitgehangen – Mitgefangen
.
Die Vollverschleierung im „neutral auftretenden Staat“ ist was ganz anderes. Der Europäische Gerichtshof hat schon mehrfach festgestellt, dass ein Vollverschleierungsverbot zulässig ist.
Eine Vollverschleierung ist nur bei christlichen Trauerfeiern zulässig und bei Einkäufen diverser Hofer-Filialen in der Bronx.
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Nicht auszudenken wenn sich hier die österreichischen und türkisch-stämmige Kleinstbürger sprachlich a bisserl annähern würden. Die sind sich ja in ihrer Art viel ähnlicher als es auf den ersten Blick scheint
. Wenn die gemeinsame Sache machen würden, hätte einer wie ich, wahrscheinlich nicht mehr viel zu lachen, wo ich doch jetzt schon aus dem Salafisten-Treff gedrängt, das Haus meine Kindheit (wegen Schizophrenie) nicht mehr betreten darf, aus einigen Blogs geworfen, vom Nachbarn, einen enorm fetten Sack, von meinem eigenen Dach verjagt und auf der Donauinsel angeschnauzt wurde, was ich mir erlaube, also herausnehme, einfach nur so herum zu sitzen und dem Herrgott seine kostbare Zeit zu stehlen
. Also das mit den Herrgott hat dieser Mensch so nicht gesagt. So schön konnte der nicht sprechen. Vielleicht wollte er bei einem wie mir auch nur nicht. Was weiß man schon. Entscheidend ist ja was aus dem Mund rauskommt. Einen der lustigsten Sätze die es gibt. "Eigentlich bin ich ganz anders".
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Die amerikanische Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison im aktuellen Spiegel: …Schwarze wurden in diesem Land schon immer ermordet. Nur stand das früher nicht in den Zeitungen.
Apropos Farbe auf der Haut. Im Unplugged-Konzert vom Westernhagen sang eine atemberaubende Backgroundsängerin, mit viel Farbe auf der Haut, Soul in der Stimme, (bilde mir ein) und einer dunklen Mähne so dicht wie der Urwald. So dicht wie der Urwald weckt vielleicht falsche Assoziationen. So dicht wie die Tangente um 07 15, wenn sich die Lohnsklaven in die Lohnarbeit drängeln
, klingt auch nicht viel galanter. Ich stehe ja total auf Backgroundsängerinnen. Um das Gesocks vor dem ersten Mikrofon sollen sich euphorische Lichtweltmenschen kümmern. Schlecht ausgeleuchtete Backgroundsängerinnen, Sänger natürlich auch, haben immer a bisserl was trauriges und schattenwelthaftes, eine ganz eigene Würde. Man weiß nie ob die alles geben oder einfach nur gute Miene zum bösen Spiel machen. Besser dahinten kaum sichtbar als im Scheinwerferlicht einer Supermarkt-Kassa. Warum es einige nach ganz vorne schaffen und andere weniger. Keine Ahnung. Allein an der Stimme wird es wohl nicht liegen
.
Bin gerade vom kleinstbürgerlichen Blogger Memet
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Diese Woche ging sich eine zarte Blüte
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Heute lief auf MDR ab 00 50 Uhr ein Unplugged-Konzert von Marius Müller Westernhagen. Auf Tabs hörte sich die Musik ganz wunderbar an. Westernhagen ist wunderbare Tabs-Musik. Slow Jazz eignet sich dazu auch ganz hervorragend. Im Song „Willst du Tanzen“ gibt es ein paar ganz wunderbare Zeilen:
„Ich weiß, ich bin
Ein alter Narr
Der seine Fehler
Wie Freunde um sich schart“
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Das bedrückende an der Bronx ist. Hier ist alles echt
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In Österreich tobt schon wieder der Streit um das Kopftuch
geht. In seinem kleinstbürgerlichen Groll will der zwischen dem Ergebnis des türkischen Verfassungsreferendums, bei dem 73,2% der gültigen Stimmen mit einem Ja für die Verfassungsreform votierten und dem demokratischen Recht einer Frau sich in Österreich zu kleiden wie es ihr im Grunde beliebt, einfach nicht unterscheiden
. Konstanz in der kollektiven Identität hab ich abgeschrieben. Mit Vernunft wird das nix mehr bei mir. Bei Konstanz hab ich sofort an einen Haufen gedacht___________________________________________________
Die Frau Dr. Karin Kneissl, ihrerseits Nah-Ostexpertin, die auch gut Arabisch spricht, schließt sich dem Marsch durch die Instanzen des Kopftuchs noch nicht an. Die sieht das ein wenig anders als der Herr Bundespräsidenten. In meiner Qualitätszeitung mahnt sie an, dass der Koran kein religiöses Kopftuchgebot kennt. Ich hab ja auch einen Koran hier liegen. Der stammt aus dem Salafistentreff, als mir vor Jahren, der Chefe vom Laden
Die Vollverschleierung im „neutral auftretenden Staat“ ist was ganz anderes. Der Europäische Gerichtshof hat schon mehrfach festgestellt, dass ein Vollverschleierungsverbot zulässig ist.
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Nicht auszudenken wenn sich hier die österreichischen und türkisch-stämmige Kleinstbürger sprachlich a bisserl annähern würden. Die sind sich ja in ihrer Art viel ähnlicher als es auf den ersten Blick scheint
. Wenn die gemeinsame Sache machen würden, hätte einer wie ich, wahrscheinlich nicht mehr viel zu lachen, wo ich doch jetzt schon aus dem Salafisten-Treff gedrängt, das Haus meine Kindheit (wegen Schizophrenie) nicht mehr betreten darf, aus einigen Blogs geworfen, vom Nachbarn, einen enorm fetten Sack, von meinem eigenen Dach verjagt und auf der Donauinsel angeschnauzt wurde, was ich mir erlaube, also herausnehme, einfach nur so herum zu sitzen und dem Herrgott seine kostbare Zeit zu stehlen_______________________________________________
Die amerikanische Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison im aktuellen Spiegel: …Schwarze wurden in diesem Land schon immer ermordet. Nur stand das früher nicht in den Zeitungen.
Apropos Farbe auf der Haut. Im Unplugged-Konzert vom Westernhagen sang eine atemberaubende Backgroundsängerin, mit viel Farbe auf der Haut, Soul in der Stimme, (bilde mir ein) und einer dunklen Mähne so dicht wie der Urwald. So dicht wie der Urwald weckt vielleicht falsche Assoziationen. So dicht wie die Tangente um 07 15, wenn sich die Lohnsklaven in die Lohnarbeit drängeln
, klingt auch nicht viel galanter. Ich stehe ja total auf Backgroundsängerinnen. Um das Gesocks vor dem ersten Mikrofon sollen sich euphorische Lichtweltmenschen kümmern. Schlecht ausgeleuchtete Backgroundsängerinnen, Sänger natürlich auch, haben immer a bisserl was trauriges und schattenwelthaftes, eine ganz eigene Würde. Man weiß nie ob die alles geben oder einfach nur gute Miene zum bösen Spiel machen. Besser dahinten kaum sichtbar als im Scheinwerferlicht einer Supermarkt-Kassa. Warum es einige nach ganz vorne schaffen und andere weniger. Keine Ahnung. Allein an der Stimme wird es wohl nicht liegen... link (3 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 26. April 2017
Klein Aleppo
der imperialist, 21:01h
Der Schizophrenist, im Netz bewege ich mir nur als Kunstfigur, im analogen Leben immer seltener, fährt mit dem Rad vom Hofer/Aldi nach Hause. Das bedeutet einfach mal über die Kreuzung und die Straße straight ahead hinunter und dann ein kurzer Schwenk nach rechts. Ging aber nicht. Die Zufahrt zu meinem Verlies war weiträumig abgesperrt. Polizei, Feuerwehr, Rettung. Bis auf das Bundesheer war alles was der Staat in der Krise zu bieten hat im Einsatz. Oh, dachte ich mir, die Drama Queen des Suffs ist wieder mal umgezogen.
Schizophrenist fährt bis zum Absperrband hinter dem ein junger Polizist steht.
SH: Herr Polizist was ist los? Amoklauf, Mord aus Leidenschaft, ein dicker Mensch der nicht mehr durch die Tür passt. Überfall wahrscheinlich weniger. Können sie was durchsickern lassen oder muss ich auf die Nachrichten warten.
Polizist versteht den Schmäh mit dem Überfall nicht. In der Bronx kann man höchstens den Hofer überfallen. Und von dem kam ich ja gerade. Kann aber auch sein das mir was entgangen war.
Polizist: Nee ich kann ihnen nix dazu sagen. Müssen sie bis Morgen warten.
SH: Okay. Aber sehr aufgeregt schauen mir ihre Kollegen und das andere Rettungspersonal nicht aus.
Mann neben mir: Angeblich Bombenwarnung.
SH: Wie Bombenwarnung. Ist Eine aus dem zweiten Weltkrieg aufgetaucht?
Polizist: Nein. Akute Bombenwarnung.
SH fängt lauthals zu lachen an.
SH: Das ist unmöglich Herr Polizist. In der Bronx werden keine Bomben deponiert. Das ist undenkbar. An der Ecke vorne ist doch nur eine kleine Bäckerei, die Kneipe mit den Trinkern, dann die Trafik, die wegen eines Todesfalls seit Monaten geschlossen hat und das chinesische Puff, getarnt als Cafe Susi. Kann mir nicht vorstellen das des Cafe Susi was hoch-politisches ist mit nordkoreanischen Spionen. Vielleicht war ein Freier mit dem Preis Leistungsverhältnis unzufrieden. Was ist Herr Polizist wenn sie mich schnell durchlotsen. Natürlich auf eigene Verantwortung.
Polizist lächelt müde.
SH: Herr Polizist. Mir ist schon bewusst dass wir nur schwer handelseins werden, aber ein möglicher Bombenanschlag hier. Niemals. Gucken sie sich doch mal um. Das hier einer eine Bomben baut und dabei was schiefgeht, ist mit a bisserl Phantasie durchaus denkbar. Aber der schmeißt die dann nicht hier auf Seinesgleichen sondern in die Mariahilferstraße oder in die U1 Station Kärntner-Straße. Hier gibt es doch nix zum Wegsprengen.
Mann neben mir: Wahrscheinlich ist einer auf seine Ex-Alte angefressen weil die einen neuen Stecher hat.
SH: Ja. Das kann ich mir noch am ehesten vorstellen. Oder einer ist einfach so durchgedreht weil er die Schnauze endgültig voll hat und jetzt lieber mal eine Zeitlang was mit geregelten Mahlzeiten machen will und einer sinnerfüllenden Tätigkeit.
Mann neben mir: Langeweile wäre auch ein Motiv.
SH: Ja das klingt sehr plausibel und naheliegend. Telefonieren ist ja auch sehr billig. Eine zu harte Semmel erscheint mir zu absurd. Eine gebraucht gekaufte Playstation die kaputt ging wäre noch a Option. Eine Videothek mit Pornos, um sich dann zu Hause hübsch einen zu schütteln, haben wir in der Bronx auch nicht mehr. Vielleicht ist dass der Grund für den Anruf. Zu viel sexuelle Energie.
Mann neben mir: Oder nix mehr zum Kiffen.
SH: Herr Polizist. Vertrauen sie doch meiner Expertise als langjähriger Bewohner dieses Grätzels und lassens mich kurz durchschlüpfen. Fällt eh keinem auf. Ich muss ja sonst einmal außen herum.
Polizist lässt naturgemäß nicht mit sich verhandeln.
Der Mann neben mir: Du hast es gut. Ich wohn ja da. Ich stehe hier schon seit einer halben Stunde.
Schizophrenist: Auch blöd was. Aber der Wetterumschwung kommt eh erst Morgen. Lacht und fährt außen herum nach Hause.
Ich kann sie beruhigen. Explodiert ist die Bombe nicht. Bis jetzt halt.
Anhang: Hoffentlich nicht der Simba. Aus purer Verzweiflung. Oder gar der schizoide Sohn vom fetten Polen der eigentlich Bulgare ist. Der englische Gentleman wäre noch denkbar wenn er zu viel getankt hat. Also ich war`s nicht ehrlich.
Schizophrenist fährt bis zum Absperrband hinter dem ein junger Polizist steht.
SH: Herr Polizist was ist los? Amoklauf, Mord aus Leidenschaft, ein dicker Mensch der nicht mehr durch die Tür passt. Überfall wahrscheinlich weniger. Können sie was durchsickern lassen oder muss ich auf die Nachrichten warten.
Polizist versteht den Schmäh mit dem Überfall nicht. In der Bronx kann man höchstens den Hofer überfallen. Und von dem kam ich ja gerade. Kann aber auch sein das mir was entgangen war.
Polizist: Nee ich kann ihnen nix dazu sagen. Müssen sie bis Morgen warten.
SH: Okay. Aber sehr aufgeregt schauen mir ihre Kollegen und das andere Rettungspersonal nicht aus.
Mann neben mir: Angeblich Bombenwarnung.
SH: Wie Bombenwarnung. Ist Eine aus dem zweiten Weltkrieg aufgetaucht?
Polizist: Nein. Akute Bombenwarnung.
SH fängt lauthals zu lachen an.
SH: Das ist unmöglich Herr Polizist. In der Bronx werden keine Bomben deponiert. Das ist undenkbar. An der Ecke vorne ist doch nur eine kleine Bäckerei, die Kneipe mit den Trinkern, dann die Trafik, die wegen eines Todesfalls seit Monaten geschlossen hat und das chinesische Puff, getarnt als Cafe Susi. Kann mir nicht vorstellen das des Cafe Susi was hoch-politisches ist mit nordkoreanischen Spionen. Vielleicht war ein Freier mit dem Preis Leistungsverhältnis unzufrieden. Was ist Herr Polizist wenn sie mich schnell durchlotsen. Natürlich auf eigene Verantwortung.
Polizist lächelt müde.
SH: Herr Polizist. Mir ist schon bewusst dass wir nur schwer handelseins werden, aber ein möglicher Bombenanschlag hier. Niemals. Gucken sie sich doch mal um. Das hier einer eine Bomben baut und dabei was schiefgeht, ist mit a bisserl Phantasie durchaus denkbar. Aber der schmeißt die dann nicht hier auf Seinesgleichen sondern in die Mariahilferstraße oder in die U1 Station Kärntner-Straße. Hier gibt es doch nix zum Wegsprengen.
Mann neben mir: Wahrscheinlich ist einer auf seine Ex-Alte angefressen weil die einen neuen Stecher hat.
SH: Ja. Das kann ich mir noch am ehesten vorstellen. Oder einer ist einfach so durchgedreht weil er die Schnauze endgültig voll hat und jetzt lieber mal eine Zeitlang was mit geregelten Mahlzeiten machen will und einer sinnerfüllenden Tätigkeit.
Mann neben mir: Langeweile wäre auch ein Motiv.
SH: Ja das klingt sehr plausibel und naheliegend. Telefonieren ist ja auch sehr billig. Eine zu harte Semmel erscheint mir zu absurd. Eine gebraucht gekaufte Playstation die kaputt ging wäre noch a Option. Eine Videothek mit Pornos, um sich dann zu Hause hübsch einen zu schütteln, haben wir in der Bronx auch nicht mehr. Vielleicht ist dass der Grund für den Anruf. Zu viel sexuelle Energie.
Mann neben mir: Oder nix mehr zum Kiffen.
SH: Herr Polizist. Vertrauen sie doch meiner Expertise als langjähriger Bewohner dieses Grätzels und lassens mich kurz durchschlüpfen. Fällt eh keinem auf. Ich muss ja sonst einmal außen herum.
Polizist lässt naturgemäß nicht mit sich verhandeln.
Der Mann neben mir: Du hast es gut. Ich wohn ja da. Ich stehe hier schon seit einer halben Stunde.
Schizophrenist: Auch blöd was. Aber der Wetterumschwung kommt eh erst Morgen. Lacht und fährt außen herum nach Hause.
Ich kann sie beruhigen. Explodiert ist die Bombe nicht. Bis jetzt halt.
Anhang: Hoffentlich nicht der Simba. Aus purer Verzweiflung. Oder gar der schizoide Sohn vom fetten Polen der eigentlich Bulgare ist. Der englische Gentleman wäre noch denkbar wenn er zu viel getankt hat. Also ich war`s nicht ehrlich.
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Samstag, 22. April 2017
The Wanderers. Kurze Filmkritik
der imperialist, 16:34h
So ab Seite 3-5. Hab ich a bisserl was eingefügt. Ich bin der Frage nachgegangen warum es nicht so einfach ist eine Frau zum Kumpel zu haben oder anders herum
. Sie werden da natürlich ganz andere Erfahrungen machen. Leute unter dreißig zählen nicht.
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Oh well I'm the type of guy who will never settle down
Where pretty girls are well, you know that I'm around
I kiss 'em and I love 'em 'cause to me they're all the same
I hug 'em and I squeeze 'em they don't even know my name
They call me the wanderer, yeah the wanderer
I roam around around around
1.
Über den Film aus dem Jahr 1979 kann ich naturgemäß nix sagen, außer dass männliche dominierte Jugend-Gangs in der New Yorker Bronx im Jahr 1963 das Thema sind, die sich ständg die Köpfe einschlagen. Doch eines kann ich sagen. Ich habe das Werk nicht ganz fertig geguckt. Nicht einmal bis zur Mitte bin ich gekommen. Dabei hat der Film vielversprechend begonnen. Das sagt ein Kerl „ich liebe dich“ nur damit er zu Sex kommt. Normal sagt man als Österreicher nicht gucken sondern schauen oder sehen. Gucken habe ich von meinem deutschen Kumpel geklaut. Weniger geklaut. Über die Jahre haben wir einige Wörter und Begriffe ausgetauscht. Das passiert einfach. So machen das Kumpels, die sich länger kennen. In 10 Jahren Kumpelschaft hatten wir genau 2-mal Stress miteinander, ganze zwei Mal, obschon wir in K. wochenlang aufeinander hockten wie Glucken. Ich dachte ja mal der will mich umbringen, aber das ist eine ganz andere Geschichte, die sich recht einfach mit Medikamenten lösen lässt. Mit Dominanz-Tanten
hingegen habe ich andauernd Stress
. Nicht mal auf Seroquel und XR, wo ich die Gelassenheit in Person bin, komme ich ungeschoren davon. Schattenweltmänner wie ich einer bin, sind nur bedingt Akademikerinnen kompatibel. Das geht einfach nicht. Besser die schieben die Tabs wortlos rüber oder die Hierarchiefrage wurde im Vorhinein hinlänglich geklärt, so dass die einem Kerl wie mir nur noch ganz klare Anweisungen geben und wir gar nicht erst so tun müssen, als ob wir hier von gleich zu gleich machen. Das wird in der Regel nix. Akademische Dominanz-Tanten machen da einen Scheiß. Grauenhaft ist das wie die sich andauernd über einen Schattenweltmann erheben. Und ich schwer Um2 geschädigt, versuch es bei denen mit Nachsicht und Logik. Hilft natürlich nix. Bei Lichtweltmännern mit Standing sagen die ja in der Regel nix. Was sagt uns das? Dominanz-Tanten haben ja in der Regel alle einen IQ von 130 aufwärts, während ein Schattenweltmann knapp über der gefühlten Nulllinie dahin schrammt. Ist wie mit dem Wind wenn der aus Norden kommt. Der fühlt sich dann auch kälter an. Natürlich sind Dominanz-Tanten klüger. Alles was ich mit meinem Rest-IQ noch hinbekomme ist einigermaßen sinnerfüllend lesen. Was es so unangenehm macht ist die Tatsache, dass sich Dominanz-Tanten so gut wie nie in der Schimpfwortkiste vergreifen und den falschen Ton anschlagen, wie einst der Herr Luther den protestantischen Arbeitsethos, der nicht zwangsläufig zu Auschwitz führen musste. Auschwitz ist ein Produkt des Glauben an die Moderne und der Selbstermächtigung und weniger des Glaubens an einen überregionale Macht wie die EU (nur a Spaß) oder einen fernen Gott, der derzeit ziemlich angepisst ist, weil es in der Bronx keine Videothek mehr gibt. Die Letzte hat vor ein paar Wochen zugesperrt. Schon schade. War immer ein wunderbarer Treff für Menschen wie für mich. Akademische Tanten haben da ganz andere Dominanz-Instrumente zur Hand. Ein einfaches Problem, dass man aus verschiedenen Seiten und durchaus kontrovers betrachten kann, sich mit ein wenig guten Willen, trotzdem in ein paar Minuten auflösen lässt wie Zucker im Kaffee, zieht sich dann tagelang hin, tagelang, bis ich irgendwann völlig entnervt davon renne. Natürlich in die entgegengesetzte Richtung. Unter old school Männern ist das viel angenehmer. Da hängen die Kontrahenten ihre einst imponierenden Hodensäcke wie verschlissene Fahnen in den Gegenwind, fordern Genugtuung oder räumen den Kontrahenten, mit einem Schuss auf offener Straße am Ostersonntag aus dem Weg, sicher ist sicher, weil dann hat es sich zwangsläufig erledigt. In einem Disput mit Dominanz-Tanten bleibt vieles im Ungefähren und Ungeklärten. Da kann auch alles immer ganz anders sein oder nur ein Missverständnis. Sehr unangenehm. Ah ja denkt sich ein Schattenweltmann wie ich dann. So schlimm war das jetzt nun auch wieder nicht. Schwamm drüber. Machen wir einfach weiter oder? Wer wird denn gleich so kleinlich und unversöhnlich sein. Natürlich ändert dass gar nix. Beim nächsten Gehirn-Durchbruch wird es gleich noch viel unangenehmer. Ganz schlimm wird es wenn die persönliche Weltanschauung als Kritik verpackt weitergereicht wird wie eine Stinkbombe. Auf akademische Dominanz-Tanten ist im Spiel der freien Kräfte und Meinungen mit einem Schattenweltmann kein Verlass. Schon bei der allernächsten Gelegenheit drehen die erst recht wieder am Rad ihrer Gesinnung, bis du irgendann stöhenend darunter liegst. Es gibt auch Menschen, da macht es nicht so viel Sinn, sich denen annähern oder sie besser/genauer kennen zu lernen zu wollen. Gibt Menschen, die sind ganz wunderbar an der Oberfläche, ja deren ganz große Lebenskunst eben diese Oberfläche ist. Auch gut. Solche Leute muss es auch geben. Das ist kein Makel nur eine Eigenschaft des Charakters. Nicht jeder wird im Kleinen zum besseren Menschen. Gibt Leute, Bekannte aber auch Freunde, mit denen trifft man sich ab und zu in einer Kneipe, zum Sport, Geburtstags passt auch oder Silvester. Dort redet man dann viel unverbindliches Zeug tut so als ob und nach ein paar Stunden verabschiedet man sich wieder, nicht ohne sich herzlich für den netten Abend zu bedanken und alles ist gut.
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2.
Das zu erkennen, wer sich eher für die Tiefe oder zur Oberfläche eignet, ist auch eine große Lebenskunst. Nicht jeder Mensch ist so tief wie der Ozean. Das hat gar nix mit dem Intellekt zu tun. Warum soll das bei Dominanz-Tante anders sein. Menschen mit Talent zur Oberfläche passen ganz wunderbar in die digitale Welt, die wie bekannt auch mehr Oberfläche als Tiefe ist.
Mit Freundlichkeit und Entgegenkommen lässt sich so manche Dominanz-Tante natürlich nicht stoppen. Ganz im Gegenteil. Die nehmen dein Zögern als Schwäche war. Wobei ich schon ziemliches Pech habe. Blöd wie ich bin, lasse mich mit Dominanz-Tanten ein, die beinahe so viele Tweets raushauen wie der amerikanische Präsident. Was bleibt einem noch wenn man von einer Dominanz-Tante ins Knie gefickt wird? Eben. Besser Abhauen und sich nicht umdrehen, bevor es richtig übel wird und man(n) in alte Verhaltensmuster zurückfällt und so eine Person übelst beschimpft. Weil dann hast den Scherben (Scherm) auf. Frauen dürfen ja aggressiv in jeder Varinate sein und dass ohne Ende, weil sich das Männliche über die Jahrtausende ziemlich diskreditiert hat. Wir Männer sind derzeit nicht kreditwürdig. Sagst dann als Kerl einmal was hast gefühlt schon die ganze Redaktion der Emma am Hals. Natürlich auch den metrosexuellen Botenjungen. Auch äußerst unangenehm, nicht zu wissen, was man machen soll bei einer aggressiven Tante. Bei Männern weiß ich in der Regel eine Lösung. Wie man sich hingegen gegen ne heißlaufende Alte von der Uni wehrt weiß ich nicht. Wenn die eine Feme wär könnte ich wenigstens gucken. Das mit dem Scherben auf sagt der S. jetzt gerne. Stammt von mir. Durch den regen Austausch der unterschiedlichen Idiome, sprechen der S. und ich heute ein ziemliches Kuddelmuddel. Der S. macht wie gesagt heute gerne mal Österreich/Schizophrenisten-Deutsch und ich Gucken und Nee. In Kärnten sagt man ja „Na“ und nicht „Nee“. Ärgere ich mich beim Sport, rufe ich oft „belle sick game“. Betonung auf dem „Sick“. Das wiederum hatte ich von meinem türkischen Soldaten-Kumpel aus dem UNO-Einsatz auf Zypern von 1989/1990, als die Mauer fiel und einige Länder des Warschauer Pakts, den Russen Richtung Westen davon liefen, ohne sich auch nur einmal umzudrehen, während Zypern nicht und nicht von der Stelle kommt. Zypern ist heute noch immer ein geteiltes Land. Die Rechtshoheit der EU gilt ja nur im südlichen, also griechischen Teil der Insel. Nordzypern ist noch immer fest in türkischer Hand. Der Norden dient dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan als Verhandlungsmasse für alles und nix. Kommt dem Rezep natürlich völlig ungelegen, dabei haben 55% der Zypern-Türken mit "Nein" beim Verfassungsreferendum gestimmt. Österreich 73,2% mit Ja
. Uns hier im Westen bezeichnet der Sultan vom Bosporus jetzt als Kreuzzügler. Was durchaus seine Richtigkeit hat. Wenn er schon dabei ist. Wir wateten im Dienste des Kreuzes und zu karitativen Zwecke nicht nur im Blut von Tausenden Muslimen, nee wir im Westen, habe auch Afrika am Gewissen. Ganze Stämme haben wir dort ausgelöscht oder die Hände abgehackt. Noch heute stehlen wir ihnen ihre Rohstoffe oder zerstören ihre Landwirtschaft mit Hendlhaxen aus der Massentierhaltung. Der Nahe Osten in seiner derzeitigen Erschütterung natürlich auch unser Werk. Südamerika sowieso. Wer sonst. Südamerika war ein einziges Gemetzel. Frag die Spanier. Das der venezolanische Präsident Nicolás Maduro derzeit seine eigene Bevölkerung verhungern lässt, daran haben natürlich auch wir Schuld. Der Sozialismus ist ja eine europäische Erfindung. Vieles was es heute gibt und den Alltag erleichtert, uns aber gleichzeitig von einander entfremdet, wurde natürlich im Westen erfunden. Die Atombombe na wer wohl. Unser derzeitiges Hauptverbrechen. Weltweite Ausbeutung der Armen und Ärmsten. Eine 4 Euro Bluse näht sich nun mal nicht von alleine. Hinter jedem Wegwerfartikel der produziert wird, steht ein weggeworfenes oder zumindest ausgebeutetes Leben. Sogar die weltpolitisch recht harmlose Schweiz hat sich schuldig gemacht, mit der schmutzigen Kohle von Massenmördern denen sie Asyl gewährten und Tonnen von eingeschmolzenem Judengold, oft auch Schneidezähne oder oben Links der Dreier. Ach ja der Film. Falls sie eine Uni-Tante am Start haben, egal ob Mann oder Frau, mit der sie in einer gleichberechtigen Beziehung leben, die natürlich total emanzipiert ist und am Uni-Campus erfolgreich für die Installation eines Unisex-Toilette
protestiert hat, die jetzt von allen Personen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität genutzt werden kann, außer sie sind offensichtlich männlich und heterosexuell
, sollten sie unbedingt den Film gucken. Wobei es ja so ist Unisex-Scheißhäuser sind ja eher für Queer-Personen gedacht, die weder Männchen noch Weibchen sein wollen. Was weiß ich. Ich bin ja auch a bisserl Queer. Am Tag
piesle ich immer im Stehen. Nicht immer ganz zielsicher muss ich zugeben
. In der Nacht, bis oben zu mit Tabs, sitze ich dann. Ist schon vorgekommen dass ich in der Nacht vergessen habe den Sitz herunter zu klappen. Sie verstehen. Sitz ich dann in meiner eigenen Pisse. Ist jedes Mal ein Fest für den Scheißhausdämon
, der noch immer die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, wenn ich fast in den Topf kippe. Apropos toter Junge vom Strand. In der medialen Aufregung um den Anschlag auf den Bus vom BVB und dem Verfassungsreferendum in der Türkei, ging ja ganz unter, dass bei einem Bombenanschlag in der Nähe von Aleppo, mehr als 120 Menschen ums Leben kamen. Darunter 71 tote Kinder.
Sie lesen richtig. 71 tote Kinder. Nach UN-Angaben hatte sich der Täter als Helfer verkleidet. Die meisten Opfer waren Bewohner der Städte Fua und Kafraja, die mit Bussen aus diesen seit Jahren von Rebellen belagerten Orten evakuiert worden waren. Der Papst
ging in seiner Osterrede kurz auf dieses Gemetzel ein, aber mehr so allgemein. Der Papst: „“Das geliebte und gepeinigte Syrien, das Opfer eines Krieges ist, der nicht aufhört, Schrecken und Tod zu verbreiten. Erst gestern ist der letzte verwerfliche Angriff auf die sich auf der Flucht befindlichen Vertriebenen geschehen, der zahlreiche Tote und Verwundete hervorgebracht hat”. Die Sache ist ja so. Entweder interessiert sich der Chefe im Himmel nicht großartig für uns kleinartigen Menschen oder wir sind in unseren Handlungen frei von allen göttlichen Zwängen. Kann aber auch sein dass Gott zu den Menschen ein ähnliches Verhältnis hat wie ich zu akademisch-geschulten Dominanz-Tanten
. Was weiß man. Natürlich werden sie sich jetzt fragen.
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3.
Und sie Herr Schizophrenist, sind wieder einmal frei von jedem Anfangsverdacht oder wie?
Waren es nicht sie, der einst ein leicht dickliches Mädchen in einen Selbstmordversuch getrieben. Sicherlich. Aber die Schwabbi und ihr Kumpel der Leutnant
haben sich ja ganz wunderbar an mir gerächt. Die Schwabbi erfreute sich schon einen Tag nach der verzweifelten Tat bester Gesundheit. Das war schön old school. Die Rollenverteilung war eindeutig. Nach Entlastenden wurde da gar nicht gefragt
. Nicht auszudenken, wenn sich heraus gestellt hätte, dass der Selbstmordversuch nur ein Mittel zum Zwecke war, in einem unheiligen Krieg der Geschlechter, der halt mit anderen Mitteln geführt wurde. Selbstmordversuche egal wie ernst die jetzt gemeint sind, sind durchaus ein probates Mittel die Verhältnisse ins Wanken zu bringen. Die Geglückten komischerweise weniger. Die werden bald einmal vergessen. Aber mit sichtbaren Narben lässt sich schon Politik machen. Ich habe gestern den Simba das mit den 1,5% erklärt und ihn gefragt ob er Narben hat. Falls er keine sichtbaren Narben hat, Folter und so, soll er eine Österreicherin heiraten
oder eine Domina aufsuchen. Boka Haram wäre auch noch eine Option. Vielleicht wurde er als Junge von der Boko Haram entührt.
Kindersoldat uns so. Ka Spaß. Habe ich ihn wirklich alles vorgeschlagen. Ist doch besser als ihm einen Stapel gebrauchte Unterhosen zu schenken und dann auch noch Dankbarkeit einfordern. Der Simba antwortete dann so, dass er sein Schicksal ganz in die Hände seine Gottes legt. Das sein Gott derzeit ein Asylrichter ist, mehr ein Sachbearbeiter, der hier die Lebenden von den Toten trennt, ersparte ich ihn. So gesehen hat die Schwabbi alles richtig gemacht. Sichtbare Narben musste haben. Aber an sich bin ich ziemlich cool, bis ich mich halt irgendwann im Schizoaffektiven verfange, weil Dominanz-Tanten nicht aufhören können, auf meinen kaputten Nerven herum zu trampeln. Kann über einige Ecken durchaus auch was Sexuelles sein. Nee nicht wie sie denken. Eher Frust, der sich dann halt irgendwo entlädt. Dafür gibt es doch Männer aus der nähesten Umgebung von Dominanz-Tanten und nicht einer über acht Ecken, der an Huren gewöhnt ist. Ich hege ja die Befürchtung, dass das Verhältnis zwischen heterosexueller Weibchen und Männchen, die ja noch die absolute Mehrheit im Paarverhalten sind, durch biologische Unwägbarkeiten, wie Sexualhormone, epigenetische Besonderheiten und gewisse sozialen Faktoren, die andauernd und ohne unser bewusstes Zutun auf die Beziehung zwischen den Geschlechtern einwirken, wie freie Radikale auf Zellen, von Grund auf belastet und vergiftet sind, wie die armen Fische in den Weltmeeren von meiner Tabs-Pisse
. Die sind ja schwer auf Neuroleptika oder anders verstört wie mein Nachbar der Russe. Der renoviert schon wieder. Weil der kleine Scheißer nicht schlafen kann, beginnt der schon um 08 00 Uhr mir Renovierungsarbeiten, obschon er den ganzen Tag über Zeit dafür hätte. Der ist ja immer schön zu Hause wie ich auch. Ich weiß nicht wie oft ich den Menschen schon angebettelt habe, doch erst ab 10 00 Uhr mit seiner segensreichen Arbeit zu beginnen. Bis zum Abend hin ist dann doch noch gut Zeit für Lärm und Geräusch. Nachbar, sagte ich zum Russen, weißte ich kann nicht schlafen. Zeig dich doch gnädig alter Freund, ich war das nicht in Stalingrad oder an der Krim. Bitte lass mich noch a bisserl schlummern. Entweder ist der Mensch ein übler Sadist oder der kann so wenig Deutsch, dass der überhaupt nicht versteht was ich ihm da vorschlage. Renovieren bedeutet, er hat gut zu tun und fühlt sich nicht unnütz oder ungebraucht und das laute Ticken der Lebenszeituhr aus Sand, zu dem wir wieder zerfallen, wenn sie sich nicht einfrieren lassen oder ihr Hirn an einen PC anschließen wie eine Festplatte, geht im beschäftigten Sein unter. Ich habe noch nie was renoviert, dabei ist das hier eine Eigentumswohnung, wo es sicherlich immer gut zu tun gibt. Werterhaltung und so. Der Russe renoviert ja andauernd und unentgeltlich eine fremde Wohnung. Ich glaub der stemmt auch die Zwischenmauern heraus. Weit ist es nicht mehr hin dass ich ihm eine reinhaue. Langt schon wenn ich ihn anschreie. Zur rein platonischen Freundschaft zwischen Weibchen und Männchen, deren Hauptträger der Geschmacksstoff Sympathie sein sollte, eignet sich in der Regel nur eine Person die man nicht begehrenswert findet.
Da können wir an der Oberfläche noch so viel kulturellen Triebverzicht praktizieren, der ja nicht viel mehr als der Smal Talk der Affekte, Emotionen und Gefühle ist. Entscheidend ist das was sich in den tieferliegenden Schichten abspielt, was dort kommuniziert und fortwährend gefühlt wird, und dass sich weder sofort punktgenau nacherzählen noch 1:1 in die Sprache der Worte übersetzen lässt. Ich halte es nicht für die Norm das heterosexuelle Weibchen und Männchen beste Kumpels sein können. Nicht solange Frauen im gebärfähigen Alter sind. Attraktiv und gebärfähig geht gleich gar nicht. Missverständnisse sind da vorprogrammiert, egal wie selbstbestimmt eine Frau auch lebt, weil zum Begehren braucht der Mensch noch keine Zustimmung vom Objekt seiner Begierde
. Weibchen und Männchen sind in erster Linie nun mal für die Fortpflanzung gedacht und nicht für all das kulturelle Dingsbums drum herum. In der Kunst ist die Freundschaft zwischen Weibchen und Männchen auch nur sehr selten Thema. Ein Beispiel: Die Lichtkünstlerin Brigitte Kowanz und der Künstler Erwin Wurm, die Österreich heuer auf der Kunstbiennale in Venedig vertreten, werden sehr wahrscheinlich auch nie mehr beste Kumpels. Die Kommissärin Christa Steinle betonte, dass Brigitte Kowanz und Erwin Wurm Österreich mit „zwei autonomen Positionen“ auf der Kunstbiennale vertreten werden. Die ungeglättete Wahrheit schaut dann so aus, dass für die Frau Kowanz extra ein eigener Zubau zum Österreich-Pavillon angebaut werden musste, weil der Herr Wurm den Pavillon nicht mit jemand teilen wollte. Ansonsten hätte er nicht mitgemacht.
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4.
Gucken sie mal in ihr Umfeld wenn sie schon a bisserl länger auf dieser Erde verweilen. Als Kleinkinder und im vorpupertären Alter kommen Mädchen und Jungs ganz wunderbar miteinander aus. Mit dem Einsetzen der Pubertät, wenn das Begehren losgeht, wird es dann schon schwieriger und wenn wir dann auf Familie und feste Beziehung machen und über dreißig sind, läuft in dieser Hinsicht kaum noch was. Welcher Partner sieht es schon gerne wenn der eigene Lebensabschnittspartner andauernd mit einer anderen Frau oder einem Mann auf dem Sofa abhängt
. Beser so
. Im Seniorenalter nähern sich die Geschlechter dann wieder an. Wenn man sabbernd oder dem Vergessen anheimfallend, nur noch so herumsitzt und auf den Exodus wartet, ist es auch schon egal mit wem man die Zeit totschlägt. Da nimmt man was kommt, wenn beim Karten spielen immerzu einer tot vom Stuhl fällt. Weibchen und Männchen 4.0, die sehr progressiv sind und gemeinsam Bäume umarmen, werden natürlich sofort Einspruch erheben und Gegenteiliges behaupten. Die haben natürlich unglaublich viele beste Freunde von der anderen Straßenseite der Geschlechtlichkeit. Die sind auch mit unseren türkischstämmigen Mitbürgern in der Bronx ganz eng. Ich spreche jetzt nicht von jenen die mal ein festes Paar waren und sich dann so mit der Zeit in eine gewisse Entfremdung hinein gefühlt und hinein gevögelt und aus der Beziehung heraus geliebt haben, und den kläglichen Rest der noch über geblieben ist, jetzt das Mäntelchen der Freundschaft umhängen, um die bröckelnde Fassade zu verstecken und das Gesicht zu wahren
. Gute Freunde bleiben ist glaub ich ein 68ziger-Ding. Aber an sich weiß ich es nicht wer das in den Sprachgebrauch eingeführt hat wie eine neue Marke. Kann aber auch eine Auswucherung des Liberalismus sein. Gelingt den wenigsten die wirklich tiefe Gefühle für einander hatten. Meistens liebt einer mehr und der erfindet sich dann eine ganz wunderbare Geschichte. Ganz schlimm sind ja jene, die in ihrer Beziehung so wenig geliebt und gefühlt haben, dass sie sowieso immer nur gute Freunde oder bessere Bekannte waren. Die könnten dann leicht sagen wir sind nur noch gute Freunde. Wer eignet sich sonst noch als bester Freund? In der Regel jemand denn man aus seiner frühesten Kindheit oder Jugendtagen kennt und mit dem man sich tief verbunden fühlt, noch bevor die Hormone auf die Stelle treten und die Atmosphäre vergiften. Das geht. Ich hatte auch so eine Freundin. Wir gingen zusammen zur Schule und waren Kumpels. Wir waren so dick, dass die L. meine schlechte Laune, für die ich nix konnte, persönlich nahm und sich stellvertretend für mich die Pulsadern aufschnitt. A Scherz. Das hatte natürlich nix mit mir zu tun. Die L. hatte keine Lust auf Kochlöffelakademie und vorgefertigtes Frauenbild, dass südlich der Drau, extrem rückständig und eindimensional war. Da ging nur das Angepasste. Wollte eine Frau nicht angepasst sein musste sie einen Unangepassten ehelichen
. Alles darüber hinaus fiel unter kleinstbürgerliche Gotteslästerung. Kleinstbürgerliche Mütter kannten da nix. Die L. saß in der Klasse sogar mal in der letzten Reihe. Ein Mädchen das zu Beginn der Achtziger, südlich der Drau, in der letzen Reihe saß, war schon ganz große Revolte. Normal saßen Mädchen ziemlich weit vorne herum, zeigten andauernd auf und schrieben eifrig mit. Der L. wurde später nur noch vom Schizophrenisten getoppt. Ich saß dann ganz allein und auf mich zurückgeworfen noch weiter hinten an die Mauer gelehnt. Zwischen mir und der Mauer passte kein Blatt mehr. Geregelter Unterricht fand in der weiten Prärie des Unwissens nicht mehr statt. Wollte eine junge Frau was anderes sein als schablonenhaft vorgezeichnet und in ihrer Zukunft vorgefertigt und von den Verhältnissen vorbestimmt, wie die Hosts (menschenähnliche Roboter) in Westworld, musste die schon sehr tief in der Trickkiste wühlen und zu radikalen Mitteln greifen. Ohne Blut lief da gar nix. So gesehen war ich eine Zeitlang in meiner Jugend eigentlich nur von Frauen umgeben, die sich umbringen wollten oder wenigstens glaubhaft so taten
. Ka Spaß. Irgendwie waren wir alle knapp am durchdrehen. Ich war natürlich schon darüber hinaus. Aber das ist eine andere Geschichte. Wer erfüllt sonst noch die Kriterien zum Freund oder zur Freundin. In erster Linie ein Mensch denn mal als Beziehung und Sexpartner überhaupt nicht attraktiv findet, den man sexuell, also biologische ablehnt, der auf dieser Ebene Ausschuss ist und nicht zu gebrauchen. Ansonsten wird es ja fürchterlich kompliziert und tausendmal ist nix passiert, 1001 Nacht und es hat Zoom gemacht. Auf der unbewussten Ebene machen wir ja andauernd Rasterfahndung und tasten Menschen immerzu danach ab, ob wir sie anziehend finden, symphytisch, gefährlich, oder einfach nur uninteressant. In der Regel lehnen wir die Masse der Leute ab, weil sie uns nicht interessieren oder wir bezeichnen sie als Facebook-Freunde. Ein Facebook-Freund ist aber mehr ein Hybridwesen als echter Mensch. Ich habe drei Facebookfreunde, die kenne ich genau so wenig wie meinen jüngsten Halbbruder.
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5.
Ich weiß nicht einmal wie ich zu denen kam. Irgendwo musste ich drauf klicken und dann haste einen Freund mit dem ich mich noch nie ausgetauscht habe. Digitale Medien sind ganz wunderbare Distanzmedien, mit jeder Menge Distanzfreunden, die zu nix zu gebrauchen sind wie Halbgeschwister. Ganz schlimm ist ja mein Halbbruder, den der Goadfather in die Welt gesetzt hat. Nachdem die Um2 mich zu Grunde gerichtet und ihr Pulver verschossen hatte, kam erst der Halbbruder. Dass der sich nie gefragt hat, warum er in seinen ersten 25 Lebensjahren das Haus seines Vaters nie betreten durfte. An mir lag es sicherlich nicht. Ist wahrscheinlich auch nicht der Hellste. Dabei ist das eine äußerst wichtige Frage warum ihn der Goadfather und die Um2 auf Distanz hielt
. Diese Kleinstbürger schrecklich. Die wollen nicht einmal wissen wie etwas wirklich ist. In ein paar Jahren werden wir verlernt haben wie Nähe geht. Nähe ist ja immer unberechenbar, überraschend und anstrengend. Werden wir irgendwann nur noch als fürchterlich müßig empfinden. Dafür schlafen wie dann bei einem völlig Fremden auf der Couch und halten dass für normal
. Das wir uns nur in kleinen und vertrauten Gruppen wohl fühlen, ist menschlich, nur all zu menschlich. Peergroup und so. Die Quelle allen Heils und Unheils. Außer sie machen gerne Gangbang weil sie andauernd geil sind oder Kohle brauchen. Machen aber die Wenigsten. Die 4.0er, also die Digitalen, machen heute ja Dating-App. Die bringen sich dann in Dating-Stimmung und wischen mit den Fingern über die Profile anderer paarungswilliger 4.0ler. hinweg. Keine Ahnung wie das funktioniert. Ich habe gehört es kommt drauf an in welche Richtung man wischt. Wischen ist dann wie Gucken im Analogen in einer Bar. Heute kann man ja auch beim Kacken wischen. Also nicht nur traditionell. Kacken und gleichzeitig über eine Dating-App wischen geht. Gleichzeitig digital und analog Wischen weniger. Inwiefern sich jetzt eine Dating-App Stimmung von einer Nicht-Dating-App-Stimmung unterscheidet lässt sich wahrscheinlich nicht so einfach erklären. Viele lernen sich ja noch immer am Arbeitsplatz kennen und lieben, wobei Dating-Apps dick im kommen sind. Nur hat die digitale Paarfindung einen Hacken. Hinter dem nächsten Klick könnte ja ein noch dickerer Beziehungsfisch warten. Ein/e Freund/in ist also jemand der biologisch eine einzige Enttäuschung ist, der einen aber nahe stehen soll, aber doch nicht zu nahe, mit einem Astralleib, nix Homo Erregung, der sich aber auch nicht zu weit von einem entfernt, das ist auch nix, also immer die richtige Distanz behält
. Sehr kompliziert wenn man mich nicht fragt. Wegen der Tatsache, dass man ja für den anderen biologischer Ausschuss ist, liegt über einer Weibchen-Männchen Freundschafts-Beziehung immer auch ein Hauch von Ablehnung und Ernüchterung. Mit dieser Desillusionierung muss man erst einmal fertig werden. Schafft man das subkutan, weil dieser Mensch, der sich zur Liebe nun mal nicht eignet, eine ganz wunderbare Person ist mit anderen Qualitäten, Intellekt, Charakter, das ganze Zeugs halt das heute so wichtig ist, nur die Mongos und rückständig Schönen machen Aussehen, steht einer ganz großartigen Freundschaft zwischen Weibchen und Männchen nix mehr im Wege
. Nur jetzt mal ganz ehrlich. Wer entscheidet sich schon für Freundschaft wenn es auch Liebe im Angebot gibt. Die Frau Beyer schreibt im Leitartikel im aktuellen Spiegel über das Abstimmungsverhalten der Deutschtürken: „Die Kultur ist Trägerin von Emotionen. Emotionen steuern auch unseren Verstand. Wir sind unseren Gefühlen nicht ausgeliefert, aber wir müssen uns ihrer Wirkung bewusst sein“. Wenn schon die Abstimmung über eine Verfassungsänderung eine hochemotionale Angelegenheit ist, was denken sie ist erst was los ist, wenn es so richtig persönlich wird. Eben weil die Vorzeichen für eine Freundschaft zwischen den Geschlechtern so schwierig sind, in Filmen haben Frauen gerne schwule Männer als Kumpels, die wollen nicht Fummeln und stehen auf Mode, braucht es gewöhnlich nicht viel, dass sich Weibchen und Männchen die nix voneinander wollen, enttäuscht von einander abwenden. Das braucht es nicht viel. Siehe Dominanz-Tanten
und der Schizophrenist
. Das funktioniert überhaupt nicht. Dominanz-Tanten haben keine konkrete Verwendung für mich und ich nicht für Dominanz-Tanten. Wir sind uns fremd und bleiben uns fremd, die Distanz zwischen den Milieus und den Leben ist zu groß. Schon bei kleinen Erschütterungen, die ganz normal sind wenn Menschen in Beziehung treten, tun sich da Gräben auf, die sich nicht zuschütten lassen. Mit
passt schon, mit denen man diesen Graben kurz mal vergessen machen könnte, läuft ja aus den eben genannten Gründen auch nix. Mach statt Kommentar mal lieber Titten, Bein oder Po, damit ich auch was davon habe, weil die ganze Hacken des Schreibens hab ja eh ich, fällt natürlich unter übelsten Sexismus. Das geht gar nicht. Ich unterstelle Dominanz-Tanten aus dem Bildungsmilieu ja gerne dass die schreckliche Allüren haben, mit denen ich naturgemäß nicht umzugehen weiß. Das wird auch nicht besser. Was ich als Allüren nenne, bezeichnen Dominanz-Tanten dann als gesundes Selbstvertrauen oder Originalität. Dominanz-Tanten auf Blogger.de, tun ja gerne so als ob sie ganz was Besonders sind, vom Schicksal gewissermaßen auserwählt. Wird schon so sein. Auf Blogger.de tummelt sich ja nur die schreibende Elite. Jetzt ganz neu. Frau mit Schizophrenie. Über was sollen sich Schizos austauschen? Über die Tabs oder die Art des Wahns? Kurz und gut. Es ist so sinnlos, da es ja an Entlastungsnarrativen weder Hüben noch Drüben mangelt. Wobei nicht jede Dominanz-Tante ist für mich ein Berg in den Dutch Mountains, der nicht zum Erklimmen ist, weil der Sauerstoff dort gefährlich dünn wird, weswegen sich mein Bewusstsein eintrübt wie beim Höhenbergsteigen. Gibt auch Dominanz-Tanten, die sind so hoch wie eine Erdaufschüttungen im Himalaya und trotzdem kippe ich nicht sofort aus dem Latschen und krieg ein Hirnödem. So tot kann diese Zone gar nicht sein. Oh das klingt jetzt etwas unfein. Ich hatte ja mal eine Uni-Tante Freundin, nee angsteinflößende Feministin, mit zwei Magistertiteln in Soziologie und Psychologie. Typisch Frau. Anstatt was handfestes zu studieren, studieren Frauen, auch jene mit wirklich viel Potential, heute noch gerne so einen Schmarren wie Psychologie, Soziologie, Kunstgeschichte, vergleichende Kulturwissenschaften oder Germanistik und wundern sich dann wenn sie weniger verdienen als Männer, die eher was mit Technik machen
. Schuld daran haben natürlich die spät-patriarchalen Strukturen, angefangen bei der Strampelhose. Wer als Kleinstkind
zu lange Rosa trägt, sitzt in der Schule dann ganz vorne und studiert später dann ausnahmslos nur Soziologie, Psychologie und Germanistik. Die Frau war die totale Streberin. Eine angehende Dominanz-Tante. Grauenhaft was der alles so in den Sinn kam. Normal bleibt einem Schattenweltmann da nur eine Option, nämlich die Flucht. Natürlich in die entgegengesetzte Richtung, direkt ins nächste Puff
. Dort fleht man dann um eine Herberge wie einst der Josef für die hochschwangere Maria. Eigenartigerweise ging vieles was die Frau sagte, bei mir beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus. Von ihren Ideen blieb da kaum was hängen, weil ich die Frau auf der emotionalen Ebene unglaublich anziehend fand. Aber das nennt sich Liebe und hat nix mit Freundschaft zu tun. Beim Hermann Hesse heißt es: Und jeden Anfang wohnt ein Zauber inne. Sicherlich. Nur im Netz zerplatzt dieser Zauber schon nach ein paar Kommentaren wie eine Seifenblase
.
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6.
The Wanderers sind eine italienische Jugendgang (glaub ich) und die spielen in der Bronx auf offener Straße das Ausgreifspiel. Männer fassen Frauen da ungewünscht an die Titten. Kennen sie vielleicht noch wenn sie old school sind oder Rapper. Ein Wanderer geht da auf ein Mädchen zu, die schon Titten hat oder halt eine Frau, rempelt die an und greift ihr dabei auf die Brüste. Die Sechzigerjahre-Frau regt sich dann a bisserl künstlich auf, spricht von Schwein oder Unhold und geht kopfschüttelnd weiter, während sich die Jungs gegenseitig feiern. Prahlen die dann wer jetzt der König unter den Ausgreifern ist. In meiner Jugend gab es den Begriff „Ausgreifen“ ja noch. Haben wir auch noch hin und wieder praktiziert. Besser wussten wir es nicht (ehrlich)
. Wehe sie fallen jetzt über mich her. Immerhin bin ich so offen ihnen davon zu erzählen, wie schrecklich männlich wir und vorkamen. Im Film läuft dass dann so, dass einer der Wanderers, eine junge Frau ausgreift, die tut dann wie gesagt a bisserl echauffiert spricht sogar von Strafe und Gesetzt, aber nachdem sich dem feschen Italiener einmal tief in die dunklen Augen geguckt hat, sieht sie wie der eigentlich wirklich ist, Sprichwort WYSIWYG, und schon ist sie Feuer und Flamme. Bekam ich einen Lachkrampf. Oh, dachte ich mir. Wenn du das Ausgreifspiel heute auf der Mariahilferstraße durchziehst, gehst wahrscheinlich mit 4 Mal lebenslänglich + 200 Jahre Heim. + Schreibt der IS ist nicht, weil das + zu sehr an das Kreuz erinnert. Was glauben sie was los ist wenn ihre Unisex-Freundin das im Film sieht. A riesen Hetz. Vielleicht verlässt die sie sogar wenn sie es drauf anlegen. Später im Film gab es dann noch eine Party bei den Wanderers. Sagt ein Wanderer zum Anderen irgendwas über die dicken Adern auf dem Hodensack des Anderen, weil der so geil ist, was ein Dritter total lustig findet, während die Echauffierte wortlos danebensteht und ganz ergriffen und andächtig guckt. Ich kenne diesen Blick nur von Heiligenbildern und Ikonenmalerei wenn Frauen dort den Gekreuzigten anhimmeln
.
Ende.
. Sie werden da natürlich ganz andere Erfahrungen machen. Leute unter dreißig zählen nicht. ____________________________________________________
Oh well I'm the type of guy who will never settle down
Where pretty girls are well, you know that I'm around
I kiss 'em and I love 'em 'cause to me they're all the same
I hug 'em and I squeeze 'em they don't even know my name
They call me the wanderer, yeah the wanderer
I roam around around around
1.
Über den Film aus dem Jahr 1979 kann ich naturgemäß nix sagen, außer dass männliche dominierte Jugend-Gangs in der New Yorker Bronx im Jahr 1963 das Thema sind, die sich ständg die Köpfe einschlagen. Doch eines kann ich sagen. Ich habe das Werk nicht ganz fertig geguckt. Nicht einmal bis zur Mitte bin ich gekommen. Dabei hat der Film vielversprechend begonnen. Das sagt ein Kerl „ich liebe dich“ nur damit er zu Sex kommt. Normal sagt man als Österreicher nicht gucken sondern schauen oder sehen. Gucken habe ich von meinem deutschen Kumpel geklaut. Weniger geklaut. Über die Jahre haben wir einige Wörter und Begriffe ausgetauscht. Das passiert einfach. So machen das Kumpels, die sich länger kennen. In 10 Jahren Kumpelschaft hatten wir genau 2-mal Stress miteinander, ganze zwei Mal, obschon wir in K. wochenlang aufeinander hockten wie Glucken. Ich dachte ja mal der will mich umbringen, aber das ist eine ganz andere Geschichte, die sich recht einfach mit Medikamenten lösen lässt. Mit Dominanz-Tanten
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2.
Das zu erkennen, wer sich eher für die Tiefe oder zur Oberfläche eignet, ist auch eine große Lebenskunst. Nicht jeder Mensch ist so tief wie der Ozean. Das hat gar nix mit dem Intellekt zu tun. Warum soll das bei Dominanz-Tante anders sein. Menschen mit Talent zur Oberfläche passen ganz wunderbar in die digitale Welt, die wie bekannt auch mehr Oberfläche als Tiefe ist.
Mit Freundlichkeit und Entgegenkommen lässt sich so manche Dominanz-Tante natürlich nicht stoppen. Ganz im Gegenteil. Die nehmen dein Zögern als Schwäche war. Wobei ich schon ziemliches Pech habe. Blöd wie ich bin, lasse mich mit Dominanz-Tanten ein, die beinahe so viele Tweets raushauen wie der amerikanische Präsident. Was bleibt einem noch wenn man von einer Dominanz-Tante ins Knie gefickt wird? Eben. Besser Abhauen und sich nicht umdrehen, bevor es richtig übel wird und man(n) in alte Verhaltensmuster zurückfällt und so eine Person übelst beschimpft. Weil dann hast den Scherben (Scherm) auf. Frauen dürfen ja aggressiv in jeder Varinate sein und dass ohne Ende, weil sich das Männliche über die Jahrtausende ziemlich diskreditiert hat. Wir Männer sind derzeit nicht kreditwürdig. Sagst dann als Kerl einmal was hast gefühlt schon die ganze Redaktion der Emma am Hals. Natürlich auch den metrosexuellen Botenjungen. Auch äußerst unangenehm, nicht zu wissen, was man machen soll bei einer aggressiven Tante. Bei Männern weiß ich in der Regel eine Lösung. Wie man sich hingegen gegen ne heißlaufende Alte von der Uni wehrt weiß ich nicht. Wenn die eine Feme wär könnte ich wenigstens gucken. Das mit dem Scherben auf sagt der S. jetzt gerne. Stammt von mir. Durch den regen Austausch der unterschiedlichen Idiome, sprechen der S. und ich heute ein ziemliches Kuddelmuddel. Der S. macht wie gesagt heute gerne mal Österreich/Schizophrenisten-Deutsch und ich Gucken und Nee. In Kärnten sagt man ja „Na“ und nicht „Nee“. Ärgere ich mich beim Sport, rufe ich oft „belle sick game“. Betonung auf dem „Sick“. Das wiederum hatte ich von meinem türkischen Soldaten-Kumpel aus dem UNO-Einsatz auf Zypern von 1989/1990, als die Mauer fiel und einige Länder des Warschauer Pakts, den Russen Richtung Westen davon liefen, ohne sich auch nur einmal umzudrehen, während Zypern nicht und nicht von der Stelle kommt. Zypern ist heute noch immer ein geteiltes Land. Die Rechtshoheit der EU gilt ja nur im südlichen, also griechischen Teil der Insel. Nordzypern ist noch immer fest in türkischer Hand. Der Norden dient dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan als Verhandlungsmasse für alles und nix. Kommt dem Rezep natürlich völlig ungelegen, dabei haben 55% der Zypern-Türken mit "Nein" beim Verfassungsreferendum gestimmt. Österreich 73,2% mit Ja
, sollten sie unbedingt den Film gucken. Wobei es ja so ist Unisex-Scheißhäuser sind ja eher für Queer-Personen gedacht, die weder Männchen noch Weibchen sein wollen. Was weiß ich. Ich bin ja auch a bisserl Queer. Am Tag
, der noch immer die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, wenn ich fast in den Topf kippe. Apropos toter Junge vom Strand. In der medialen Aufregung um den Anschlag auf den Bus vom BVB und dem Verfassungsreferendum in der Türkei, ging ja ganz unter, dass bei einem Bombenanschlag in der Nähe von Aleppo, mehr als 120 Menschen ums Leben kamen. Darunter 71 tote Kinder.
ging in seiner Osterrede kurz auf dieses Gemetzel ein, aber mehr so allgemein. Der Papst: „“Das geliebte und gepeinigte Syrien, das Opfer eines Krieges ist, der nicht aufhört, Schrecken und Tod zu verbreiten. Erst gestern ist der letzte verwerfliche Angriff auf die sich auf der Flucht befindlichen Vertriebenen geschehen, der zahlreiche Tote und Verwundete hervorgebracht hat”. Die Sache ist ja so. Entweder interessiert sich der Chefe im Himmel nicht großartig für uns kleinartigen Menschen oder wir sind in unseren Handlungen frei von allen göttlichen Zwängen. Kann aber auch sein dass Gott zu den Menschen ein ähnliches Verhältnis hat wie ich zu akademisch-geschulten Dominanz-Tanten
. Was weiß man. Natürlich werden sie sich jetzt fragen._____________________________________________________________
3.
Und sie Herr Schizophrenist, sind wieder einmal frei von jedem Anfangsverdacht oder wie?
Kindersoldat uns so. Ka Spaß. Habe ich ihn wirklich alles vorgeschlagen. Ist doch besser als ihm einen Stapel gebrauchte Unterhosen zu schenken und dann auch noch Dankbarkeit einfordern. Der Simba antwortete dann so, dass er sein Schicksal ganz in die Hände seine Gottes legt. Das sein Gott derzeit ein Asylrichter ist, mehr ein Sachbearbeiter, der hier die Lebenden von den Toten trennt, ersparte ich ihn. So gesehen hat die Schwabbi alles richtig gemacht. Sichtbare Narben musste haben. Aber an sich bin ich ziemlich cool, bis ich mich halt irgendwann im Schizoaffektiven verfange, weil Dominanz-Tanten nicht aufhören können, auf meinen kaputten Nerven herum zu trampeln. Kann über einige Ecken durchaus auch was Sexuelles sein. Nee nicht wie sie denken. Eher Frust, der sich dann halt irgendwo entlädt. Dafür gibt es doch Männer aus der nähesten Umgebung von Dominanz-Tanten und nicht einer über acht Ecken, der an Huren gewöhnt ist. Ich hege ja die Befürchtung, dass das Verhältnis zwischen heterosexueller Weibchen und Männchen, die ja noch die absolute Mehrheit im Paarverhalten sind, durch biologische Unwägbarkeiten, wie Sexualhormone, epigenetische Besonderheiten und gewisse sozialen Faktoren, die andauernd und ohne unser bewusstes Zutun auf die Beziehung zwischen den Geschlechtern einwirken, wie freie Radikale auf Zellen, von Grund auf belastet und vergiftet sind, wie die armen Fische in den Weltmeeren von meiner Tabs-Pisse
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4.
Gucken sie mal in ihr Umfeld wenn sie schon a bisserl länger auf dieser Erde verweilen. Als Kleinkinder und im vorpupertären Alter kommen Mädchen und Jungs ganz wunderbar miteinander aus. Mit dem Einsetzen der Pubertät, wenn das Begehren losgeht, wird es dann schon schwieriger und wenn wir dann auf Familie und feste Beziehung machen und über dreißig sind, läuft in dieser Hinsicht kaum noch was. Welcher Partner sieht es schon gerne wenn der eigene Lebensabschnittspartner andauernd mit einer anderen Frau oder einem Mann auf dem Sofa abhängt
. Im Seniorenalter nähern sich die Geschlechter dann wieder an. Wenn man sabbernd oder dem Vergessen anheimfallend, nur noch so herumsitzt und auf den Exodus wartet, ist es auch schon egal mit wem man die Zeit totschlägt. Da nimmt man was kommt, wenn beim Karten spielen immerzu einer tot vom Stuhl fällt. Weibchen und Männchen 4.0, die sehr progressiv sind und gemeinsam Bäume umarmen, werden natürlich sofort Einspruch erheben und Gegenteiliges behaupten. Die haben natürlich unglaublich viele beste Freunde von der anderen Straßenseite der Geschlechtlichkeit. Die sind auch mit unseren türkischstämmigen Mitbürgern in der Bronx ganz eng. Ich spreche jetzt nicht von jenen die mal ein festes Paar waren und sich dann so mit der Zeit in eine gewisse Entfremdung hinein gefühlt und hinein gevögelt und aus der Beziehung heraus geliebt haben, und den kläglichen Rest der noch über geblieben ist, jetzt das Mäntelchen der Freundschaft umhängen, um die bröckelnde Fassade zu verstecken und das Gesicht zu wahren
. Gute Freunde bleiben ist glaub ich ein 68ziger-Ding. Aber an sich weiß ich es nicht wer das in den Sprachgebrauch eingeführt hat wie eine neue Marke. Kann aber auch eine Auswucherung des Liberalismus sein. Gelingt den wenigsten die wirklich tiefe Gefühle für einander hatten. Meistens liebt einer mehr und der erfindet sich dann eine ganz wunderbare Geschichte. Ganz schlimm sind ja jene, die in ihrer Beziehung so wenig geliebt und gefühlt haben, dass sie sowieso immer nur gute Freunde oder bessere Bekannte waren. Die könnten dann leicht sagen wir sind nur noch gute Freunde. Wer eignet sich sonst noch als bester Freund? In der Regel jemand denn man aus seiner frühesten Kindheit oder Jugendtagen kennt und mit dem man sich tief verbunden fühlt, noch bevor die Hormone auf die Stelle treten und die Atmosphäre vergiften. Das geht. Ich hatte auch so eine Freundin. Wir gingen zusammen zur Schule und waren Kumpels. Wir waren so dick, dass die L. meine schlechte Laune, für die ich nix konnte, persönlich nahm und sich stellvertretend für mich die Pulsadern aufschnitt. A Scherz. Das hatte natürlich nix mit mir zu tun. Die L. hatte keine Lust auf Kochlöffelakademie und vorgefertigtes Frauenbild, dass südlich der Drau, extrem rückständig und eindimensional war. Da ging nur das Angepasste. Wollte eine Frau nicht angepasst sein musste sie einen Unangepassten ehelichen________________________________________________________
5.
Ich weiß nicht einmal wie ich zu denen kam. Irgendwo musste ich drauf klicken und dann haste einen Freund mit dem ich mich noch nie ausgetauscht habe. Digitale Medien sind ganz wunderbare Distanzmedien, mit jeder Menge Distanzfreunden, die zu nix zu gebrauchen sind wie Halbgeschwister. Ganz schlimm ist ja mein Halbbruder, den der Goadfather in die Welt gesetzt hat. Nachdem die Um2 mich zu Grunde gerichtet und ihr Pulver verschossen hatte, kam erst der Halbbruder. Dass der sich nie gefragt hat, warum er in seinen ersten 25 Lebensjahren das Haus seines Vaters nie betreten durfte. An mir lag es sicherlich nicht. Ist wahrscheinlich auch nicht der Hellste. Dabei ist das eine äußerst wichtige Frage warum ihn der Goadfather und die Um2 auf Distanz hielt
zu lange Rosa trägt, sitzt in der Schule dann ganz vorne und studiert später dann ausnahmslos nur Soziologie, Psychologie und Germanistik. Die Frau war die totale Streberin. Eine angehende Dominanz-Tante. Grauenhaft was der alles so in den Sinn kam. Normal bleibt einem Schattenweltmann da nur eine Option, nämlich die Flucht. Natürlich in die entgegengesetzte Richtung, direkt ins nächste Puff
. Dort fleht man dann um eine Herberge wie einst der Josef für die hochschwangere Maria. Eigenartigerweise ging vieles was die Frau sagte, bei mir beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus. Von ihren Ideen blieb da kaum was hängen, weil ich die Frau auf der emotionalen Ebene unglaublich anziehend fand. Aber das nennt sich Liebe und hat nix mit Freundschaft zu tun. Beim Hermann Hesse heißt es: Und jeden Anfang wohnt ein Zauber inne. Sicherlich. Nur im Netz zerplatzt dieser Zauber schon nach ein paar Kommentaren wie eine Seifenblase______________________________________________________
6.
The Wanderers sind eine italienische Jugendgang (glaub ich) und die spielen in der Bronx auf offener Straße das Ausgreifspiel. Männer fassen Frauen da ungewünscht an die Titten. Kennen sie vielleicht noch wenn sie old school sind oder Rapper. Ein Wanderer geht da auf ein Mädchen zu, die schon Titten hat oder halt eine Frau, rempelt die an und greift ihr dabei auf die Brüste. Die Sechzigerjahre-Frau regt sich dann a bisserl künstlich auf, spricht von Schwein oder Unhold und geht kopfschüttelnd weiter, während sich die Jungs gegenseitig feiern. Prahlen die dann wer jetzt der König unter den Ausgreifern ist. In meiner Jugend gab es den Begriff „Ausgreifen“ ja noch. Haben wir auch noch hin und wieder praktiziert. Besser wussten wir es nicht (ehrlich)
Ende.
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