Freitag, 7. Oktober 2016
Das erste (vernünftige) Gespräch mit der Um2 nach gut 20 Jahren
Kurze Vorgeschichte: Um2 bedeutet Stiefmutter. Um1 leibliche Mutter. Über die kann ich aber nicht so viel sagen. Die machte ihren Job nur knappe 4 Jahre.
Der F-F-Goadfather und ich machen ja persönlichen Kontakt seit gut 48 Jahren. Nicht einmal in unseren dunkelsten Stunden ist dieser Kontakt ganz abgerissen. Zwei Mal im Jahr macht der F-F-Goadfather das Schizophrenisten-Kindelein auch besuchsmäßig. Bei außergewöhnlichen Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten und kleineren bis größere Katastrophen telefonieren wir. Ansonsten machen wir Email . Letztes Jahr im Herbst hat der F-F-Goadfather ja 50% seiner Sehkraft verloren. Ist ihm die Netzhaut explodiert. Ich wusste ja von nix. Hab ich dann F-F-Goadfather im Krankenhaus erwischt. Eine Zeitlang machten wir dann wöchentlich Telefonvisite. Als uns der wöchentlich Schmäh irgendwann ausging, siamesischen Zwillinge sind wir auch keine, gingen wir wieder wie vorher zum Email schreiben über. Einmal wöchentlich schreibe ich eine Mail und bombardiere den F-F-Goadfather mit meiner Kleinstkunst. Natürlich mach ich das nicht. Was soll der F-F-Goadfather mit meiner Kleinstkunst. Der F-F-Goadfather ist ein Mensch im Spätherbst seines Lebens. Ein Hochrisikopatient ist er auch. läuft da leider nicht. Die Netzhaut auf seinem sehenden Auge hat sich inzwischen auch abgelöst. Aber solange die nicht explodiert läuft das schon mit F-F-Goadfather seinem Weitblick. Auf das letztwöchentliche Mail hatte der F-F-Goadfather nicht geantwortet. Hab ich gestern noch ein Email nachgeschickt, auf das ich aber auch keine Antwort bekam. Ich in mittelgroßer Sorge dass der F-F-Goadfather am Explodieren war, sah mich also gezwungen den Goadfather anzurufen. Natürlich auf seinem Handy. Die Um2 hat es lieber wenn ich nicht am Festnetz anrufe. Was die Um2 mag oder nicht mag ist natürlich Gesetz. Auch für den F-F-Goadfather. Erst recht für den F-F-Goadfather. Ich mach ja nicht so viel mit der Um2. Auch nicht in meiner Freizeit. Es läutet. Am Telefon ist aber zu meiner Überraschung nicht der F-F-Goadfather sondern die Um2. Als ich ihre Stimme hörte habe ich mich beinahe eingenässt.,,. Hier der ganze Telefonmitschnitt, den mir die NSA und der iranischen Geheimdienst freundlicherweise zur Verfügung stellten. Seit ich Israel-Atombombe, 200 Stück geschrieben habe, hören die Iraner natürlich auch mit. Eh gleich von Wien aus. Ich betone bei diesem Telefonat handelt es sich um ein Original und eine echte Rarität, nicht so wie das gefaschte Frans-Hals-Gemälde.

Um2: Hallo.
Schizophrenist: Entschuldigung. Da spricht der Schizophrenist. Könnte ich bitte den F-F-Goadfather sprechen.
Um2 legt den Hörer zur Seite. F-F-Goadfather, Telefon.
F-Goadfather: Was ist?
Um2: Telefon. Der Schizophrenist. Telefon.
Ende des Gesprächs mit der Um2.
Fazit: Haben sich die Um2 und ich nach all den Jahren mal schön unterhalten. Das war doch mal ein Anfang, finden sie nicht.

Anhang. Der F-F-Goadfather und ich machten dann gut 20 Minuten. Wir hatten auch recht a Hetz, weil dem sein Arzt diagnostizierte dass sein Auge sehr schön aussehe. Nee nicht das Gute. Wo denken sie hin. Sonst wär es ja nur halb so lustig. Und das Mail hat er dann auch beantwortet.

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Donnerstag, 6. Oktober 2016
Dieser dunkle Schatten über meinem Wien

Ich warne sie vor. Machen sie mir keinen Vorwurf wenn sie das trotzdem lesen und den Text unbefriedigend finden.

Wie jeder gebildete Wiener weiß, hatte diese großartige Stadt vor vielen Jahren ja mal einen üblen Rückfall in die Barbarei. Was ja eine sehr paradoxe Situation war, weil sich die damals in der Echtzeit lebenden WienerInnen, eigentlich auf einem großen, ganz großen, wenn nicht sogar 1000jährigen zivilisatorischen Fortschritt wähnten, und schön Spalier standen wie bei einer Hochzeit, als Wiener-Nazis die Wiener Juden zusammentrieben wie Schlachtvieh, weshalb heute davon auszugehen ist, dass Israel gut 200 Atomsprengköpfe im „nie wieder“ Arsenal hat.. Inoffiziell natürlich. Natürlich ließen sich nicht alle Wiener Juden zusammentreiben wie Schlachtvieh um sich deportations-fertig und letztendlich Holocaust- bereit zu machen. Einige flüchteten in weißer Voraussicht rechtzeitig über den großen Teich oder nach England, andere wiederum sprangen rechtzeitig aus dem Fenster in den sicheren Tod, um sich so ihren letzen Rest von Würde zu bewahren. Jetzt zu schreiben „wie auch immer“, wär ungewollt ziemlich zynisch, wenn nicht sogar antisemitisch. In Wien wurden auch die berüchtigten „Reibpartien“ erfunden. Die Reibpartie ist natürlich Wiener Jargon und eine Erfindung Wiener Antisemiten. Juden mussten da auf allen Vieren das Pflaster der Gehsteige mit Bürste und ätzender Lauge gesund bürsten. Wie sie sich denken können hatte die umstehende Hetz-Meute recht a Hetz dabei. Ihren Anfang nahmen die Reibpartien am 12. März 1938 als die deutsche Wehrmacht in Österreich einmarschierte. Als die Deutschen den Grenzbalken öffneten, fielen in Wien sozusagen alle zivilisatorischen Schranken. So weit so gut. Geht man heute durchs schöne und lebenswerte Wien, stehen ja im Boden eingelassen oder an Häuser geklebt, so kleine Mahntafel, auf denen dann steht, das in diesem Haus diese jüdische Familie lebte und dort diese, die dann wiederum in dieses oder jenes Vernichtungslager deportiert und letztendlich umgebracht wurde. Fragen sie mich nicht warum. Aber mir fällt da gerade eine lustige Zote ein. Sagt eine Ehefrau zu ihrem Ehemann, der sie andauernd mit öden Phrasen nervt. „Schatz-Maus komm machen wir einen Dreier“. Der erstaunte Mann: „Bist du mit meiner herausragenden Manneskraft unzufrieden. Wie unbescheiden?“. Darauf die Frau: „Nee, aber wie heißt es so schön. Doppelt hält besser“. Wo war ich. Ach ja das über meinem Wien ein dunkler Schatten liegt. Keine Angst dieser Schatten hat keine Allgemeingültigkeit wie ein Gesetz. Wegen dieser und ähnlicher Vorfälle wie den Reibpartien, habe ich ja öfter mal geschrieben, vor allem wenn es draußen früh dunkel wird, dass wir schnell über den Daumen gepeilt, die Nachkommen einer ziemlich degenerierten Mischpoke sind. . Nee, Niederlage. Nicht das sie oder ich was für unsere Vorfahren können. Die wurden uns Zugeteilt wie die letzen Essenrationen in Ostaleppo. Wegen unserer Vorfahren müssen sie sich nicht groß sorgen. Da sind wir fein raus. Trotzdem befürchte ich das einigen Nachkommen, dieser ganze Reibpartien-Schaulustigen-Abschaum, tief in der Epigenteik steckt, oder denken sie allen erstes mein Nachbar aus dem 4. Stock, jetzt Platz 7, macht 19 Jahre freiwillig den ich halte den Gehweg-rein-SS-Offizier. Niemals. Ein normaler Mensch denkt sich spätestens nach 5 Jahren des bringt doch nix. Dieser Schizophrenist ist halt ein unverbesserlicher Untermensch, der einfach nicht weiß was sich gehört. Ist bei dem sicherlich was Genetisches. Was durchaus seine zwingende Logik hat. Immerhin war mein Großonkel mütterlicherseits bei den Tito-Partisanen was ich den Vorfahren vom 4.Stock/Platz 7 nicht zutraue. Ich befürchte der hätte recht a Hetz mit mir, wenn die Verhältnisse kippen und ich nicht rechtzeitig . Keine Angst ich gehöre natürlich auch zum Club, wenn auch nur zur Hälfte. Der Vater vom F-F-Goadfather ist eh für den Hitler in den Tod hineingefallen wie in einen Gottesdienst .

So ähnlich wie es meinem russischen Nachbarn mit seinen russisch sprachigen Wien-Alpträumen geht, ergeht es mir auch. Der ist ja einmal mitten in der Nacht schreiend aufgewacht, weil er sich einbildete, in der Wohnung in der er zur Miete lebt/wohnt, sind schon zu viele Menschen gestorben. Die spuken jetzt durch seine Bude. Woher ich das so genau weiß? Na weil er mich extra gefragt hat ob die Vormieter in der Wohnung gestorben sind. Normal fragt der mich nie etwas. Hab ich dem guten Mann natürlich erstmals beruhigt und gut zugeredet, dass eh alles bestens sei mit seiner Bude. Ging ganz einfach. Muss man nur schnell reden dann versteht der eh nix. Na da stimmt jetzt nicht. Sogar langsam gesprochen geht da nicht sehr viel was ich ziemlich schade finde. Ich würde den ja gerne was über Russland fragen. In seiner Bude ist noch nie jemand gestorben, was aber glatt gelogen war. Zu ihrer Beruhigung kann ich nur sagen die Menschen waren schon sehr alt. Aus diesem Haus sind ja schon einige Menschen hinausgestorben. Hineingeboren wurde aber auch schon ein paar. Vor allem im Parterre. Da gibt es einen sehr netten Mann dem seine Alte hat sicherlich auch Vorfahren die bei der SA waren oder bei der Ersatzpolizei und dann den rückwärtigen Heeresraum entmenschlichten. Das ist halt der Lauf der Dinge. In Wohnungen die dann zwangsläufig frei werden, wird dann immer a bisserl gebohrt, gestemmt und schön ausgemalen und schon ziehen andere Menschen ein. Sie kennen das ja. Die Leute vom Immobilien-Büro sagen ja auch nie extra dazu dass sich der Vormieter erhängt, zu Tode gesoffen, oder einfach so gestorben ist. Das geht doch nicht. Da muss man nachsichtig sein. Ungefähr wie es meinem russischen Nachbarn mit seinen Wohungsgespenster geht, ergeht es mir mit meinem Wien. Ich sehe auch überall Gespenster. Mir ist mein Wien einfach zu gruselig. Über dieser Stadt liegt ein dunkler Schatten. Bilde ich mir zumindest ein. Vielleicht ist das auch der Grund warum es mich andauernd auf die Donauinsel zieht. Die wurde ja erst in den Siebzigern aufgeschüttet. Von der Donauinsel wurde noch niemand in seinen sicheren Untergang deportiert. Österreich hingegen ist ja nach seinem erzwungenen Untergang aus seinen Ruinen wieder auferstanden. Die Polizei ist auf der Insel manchmal hinter einem vermeintlichen Räuber, Dieb oder Einbrechern her, und hin und wieder treibt wer tot in der Donau. Einmal auch der ehemalige liybische Ölminister. Aber damit wird man schon fertig. Mit was ich weniger zu recht komme sind so kleine Geschichten die eigentlich in einem anderen Kontext stehen wie diese hier. Schreibt ein österreichischer Wehrmachtssoldat vom Russlandfeldzug ein Feldpostbriefchen an seine Eltern in Wien. An sich geht es darum das der NKWD (russischer Inlandsgeheimdienst), der sich auf dem Rückzug befand, jüdische Pogrome initiierte, durchführte, noch bevor die Deutschen in diese vom NKWD aufgegebenen Gebieten einrückten. Es geht noch um wesentlich mehr aber nicht im Moment. Russen erschlagen Juden. Und dann kommen Deutsche und die erschlagen/erschießen auch Juden. Der Brief datiert vom 6. Juli 1941. Also direkt vor mir haben ich den Brief jetzt nicht liegen. Ich schreib aus einem Buch ab. "Täter" vom Harald Welzer. Hab ich vor 11 Jahren schon gelesen. Lese ich aber derzeit wieder, weil ich unbedingt was über einen Nazi-Soldaten schreiben will, der bei einem katholischen Pfarrer in die Beiche geht und dem eben beichtet, gestehen muss er ja nicht, dass er 200 wehrlose Menschen erschossen hat. Und er war der, der immer die Kinder machte. Einer musste ja manns genug sein diese Schweinerei zu erledigen . Natürich mit Anstand, wenn auch schweren Herzens. Kriege ich aber irgendwie nicht hin. Ich bin dafür zu wenig katholisch. Was sagte ein Pfarrer zu so einem Menchen. Stur dogmatisch mit "Du sollst nicht Töten", ist dem Mann ja eher nicht mehr geholfen. ist auch der falsche Ansatz finde ich. Nicht dass sie sich jetzt veranlasst sehen in ihrem Blog über die 6. Juli-Feldpostbrief-Lüge zu schreiben. Es geht im Brief um jüdischen NKDW Opfer die im Gerichtsgebäude von Tarnopol gefunden wurden. „Jetzt müssen die Juden die Toten aus dem Keller heraustragen schön hinlegen (um Gottes willen der schrieb „schön“) und dann werden ihnen die Schandtaten gezeigt. Anmerkung: Diese Toten sind aber auch Juden. Hierauf werden sie nach Besichtigung der Opfer erschlagen mit Knüppel und Spaten. Bis jetzt haben wir ca. 1000 Juden ins Jenseits befördert, aber das ist viel zu wenig für das, was die gemacht haben“. Die Eltern des Feldpostschreibers sorgten dann in Wien dafür, dass dieser Brief vervielfältigt und in Schaufenstern Wiener Geschäfte (vielleicht sogar arisierter Geschäfte) ausgehängt wurden. Wien ist ja voller Geschäfte. Wer sagt denn das so ein vervielfältigter Zettel nicht bei mir um die Ecke in einer Auslage hing. Vielleicht sogar in der Auslage von dem Chinesen der gerade neu aufmachte. Was weiß man. Zuerst dachte ich der Herr Chinese, besser gesagt die Frau Chinesin macht sicherlich was mit Essen. Nee ist ein Massagesalon mit spezieller Gegensprechanlage. Wie soll man sich den da schön entspannen, wenn sich draußen in der Auslage gut 1000 tote Juden stapeln .

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Mittwoch, 5. Oktober 2016
Die bittere Wahrheit. ist kein Volk der Schunkler und Schmäh-Geschwister
Vorhang: Nachtrag zu meiner kurzen und sehr einfach gehaltenen politischen Expertise warum Europa gegen Russland sehr wahrscheinlich die falsche Strategie hat. Präsident Putin in der Duma: "Russland hat das historische Recht stark zu sein". Aber wie sie wissen bin ich kein Experte. Nicht einmal selbsternannt.
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Wie ich schon an anderer Stelle anmerkte, von denen es einige gibt, sagt man uns Österreichern gerne nach, das wir ein lustiges Völkchen sind, das gerne recht a Hetz habt und in aufgeheiterter Stimmung durchs Leben schreitet. Das ist natürlich ein ausgewachsener Blödsinn und übles Klischee. Aus einer ökonomischen Zwangssitution heraus und nur deswegen müssen wir andauernd so tun als ob. Unsere Heiterkeit ist ein Marketing-Gag. Österreich ist nun mal eine viel bereiste Touristen-Destination. Wir machen hier alles. Vom Pulverschnee aus Schneekanonen inklusive original Almhüttenzauber aus der 2 Liter Flasche Made in China, über Seen mit Trinkwasserqualität, bis hin zum Städte und Konferenztourismus, inklusive Hochkultur und spezial Sightseeing für „Dinks“, führen wir alles im Programm. Seen müssen heute ja allesamt und überall Trinkwasser-Qualität aufweisen. Das ist ganz wichtig, weil Österreicher das Wasser mit Kanistern aus den stehenden Gewässer holen und Touristen sich reihenweise Sektflöten mit original Seewasser auffüllen lassen. Österreich ist sozusagen ein touristischer Gemischtwarenladen vom Feinsten. Falls sie sich jetzt fragen was „Dinks“ bedeutet. Dinks bedeutet „double income, no kids“, zu denen z.B. auch homosexuelle Pärchen zählen, die sehr gerne nach Wien kommen. Immerhin wird der Live-Ball ja in Wien veranstaltet und nicht in New York. Der Live-Ball hat ja internationale Leuchtkraft. Der strahlt weit hinein in die homosexuelle Community. Was ich sehr anständig finde. Nicht das sie denken ganz Österreich verfällt in hoferischer Dunkelheit. Wobei so schlimm homophob ist die FPÖ gar nicht. Außer sie kommen aus einem muslimisch geprägten Land. Aber versuchen sie mal im als Mensch im Iran oder in Saudi Arabien standesamtlich zu heiraten. A riesen Hetz. Wir haben in Wien auch gleichgeschlechtige Ampelpärchen, ein Unikum. Na ja wir verkaufen das halt so. In Wien habe ich gelesen machen Schwule gerne Klischee, Klischee und noch einmal Klischee wie das Sissy-Museum . Unter Schwulen gilt die Sissy angeblich als Ikone. Zu meinem Leidwesen muss ich eingestehen kann ich mit der Sissy nicht so viel anfangen. Die Sissy war ja eine Magerkünstlerin. Das Naturell eines Andreas Hofer, deftig mit Jausenfeidl und herber Eigengeruch kommt mir da eher entgegen. Trotzdem wechsle ich permanet die Straßenseite wenn die Andreas Hofer-Fraktion anrückt. Hat aber nix den Leuten zu tun. Ich bin. Wobei genau das bewundere ich an Homosexuellen. Die drucksen da nicht ewig herum wie früher heterosexuelle Männer in Videotheken wenn die sich einen Porno ausborgten. Homos sagen einfach was Sache ist und stehen dazu. Die haben Style. Gay Clubs machen Homosexuelle lieber in Barcelona. Homosexuelle schätzen an Wien auch das sie Händchenhaltend durch die Stadt schlendern können. Natürlich nicht durch die Bronx. Die spinnen ja nicht. Erstens schaut sich kein Homosexueller der halbwegs bei Verstand ist freiwillig die Bronx an. In der Bronx sind die handelnden Personen ungefähr so fesch wie die Architektur die uns tagtäglich bedroht. Und zweitens macht in der Bronx kaum jemand was mit Händchen halten. Hier haben alle Sorgen oder was zu tun. Der Baumeister z.B. machte heute Platten auf das Dach seines Lieferwagens wuchten, der so ausschaut das der gleich einmal unter der Last der Ereignisse zusammenbrechen wird. Der Baumeister hat Pranken und keine Hände im handelsüblichen Sinne. Männer von Kopftuchfrauen im Pinguin-Style gleich gar nicht.. Die rennen immer vorne weg. Nee nicht mit . Türkische Männer machen nix mit Hunden. Logistisch wäre das Händchenhalten auch nur sehr schwer zu bewerkstelligen. Kopftuchfrauen im Pinguin-Style tragen ja meistens zwei Einkaufsackerln. Zum Händchenhalten bleibt da kaum Spielraum. Ich habe auch das Gefühl die haben dazu nicht die richtige Einstellung. Denen fehlt da der unbeschwerte Zugang. Männer von Kopftuchfrauen im Pinguin-Style schätzen an Frauen eher deren Funktionalität . Kommt mir zumindest so vor. Wo war ich. Ach ja bei der österreichischen Heiterkeit die ja ein reines Klischee ist dass sich durch nichts aber auch gar nix beweisen lässt. Unsere Handelsbilanz wäre ohne Tourismus übel negativ. Woher sollten wir wissen das die EZB unser Defizit finanziert. ÖsterreicherInnen sind in der Regel aus beruflichen Gründen heiter bis lustig. Gar nicht mal schlimm aufgesetzt. Eher schauspielerisch eingeübt. Herzlich sind wir gleich gar nicht. Außer sie sind gerade verstorben. Nicht einmal wenn es um einen Großauftrag geht zeigen wir uns von der herzlichen Seite. Außer wir sind angesoffen. Aber sind wir angesoffen haben sie in der Regel auch einen sitzen. Bevor der Österreicher sich herzlich zeigt lässt der lieber die Handelsbilanz tief ins Negative krachen das kann ich ihnen versprechen. Ich bin ein ziemlich freundlicher und heiterer Österreicher, was aber auch an den besonderen Umständen liegt und nix zu sagen hat. Ich laufe ja außer Konkurrenz und habe leicht lachen, Stichwort F-F-Goadafther. Wobei mir nicht unbedingt zum Lachen zu Mute ist. Ich hab heute den ersten Heizkörper aufgedreht. Das wiederum bedeutet dass ich schweren Donauinsel-Entzug habe. Mit dem Wien diesseits der Donauinsel, die gerne was mit Heizkörper machen, weiß ich leider nicht viel anzufangen. Gibt ja so Leute die gehen freiwillig durch die Mariahilferstraße oder die Innenstadt und setzen sich dort in ein beheiztes Kaffee. Keine Ahnung was die da zu finden hoffen .

Wie sie ja vielleicht inzwischen wissen versuche ich meine Theorien immer mit Daten/Statistiken zu untermauern. Hab ich da was für sie frisch aus meiner Qualitätszeitung. Ich erlebe ja so gut wie nix. Dewegen lese ich ihnen gerna mal aus der Zeitung vor. Doch meine scheiß Segeltuch-Bock, die so aussehen wie die von der UNO, sorgen noch immer für blutige Blasen. Offensichtlich wollen meine Fersen mit dem Militärischen nix mehr zu tun haben. Was soll man machen. Ein Mensch mit wenig Gegenwart und 0 Zukunft neigt halt zur Nostalgie . Die Fersen offensichtlich weniger. Hat man unter 14 000 hochqualifizierten Ausländern, sogenannte Expats, eine Umfrage gestartet warum die gerne in Österreich arbeiten und was sie im Land hält oder auch nicht hält. Expats sind die besonders guten Migranten. Von den Expats kommt ja kaum einer aus dem afghanischen Kunduz sondern eher Offenbach. Fragen sie mich nicht warum. Damit dass ganze Sinn macht wurde irgendwann ein schönes Zufriedenheitsranking erfunden. Heute gibt es ja für alles ein Ranking. Die Top 10 unter den blutigsten Blasen, die 5 größten Pleitebanken, Nr. 4 Hypo Alpe Adria usw. Nicht so auf der Donauinsel. Auf der Insel führen wir kein Ranking. Nicht unter den elitären Klappstuhlsitzern, die pro Saison mindestens eine Klappstuhl komplett durchsitzen . Österreich liegt ziemlich weit vorn, wenn ihr Augenmerk auf einer guten Work-Life-Balance (achter Platz) liegt und sie einen Job wollen mit dem man auch in Pension (siebenter Platz) gehen kann. Ich kopiere und füge nahtlos ein. „Eine aktuelle Studie über die Lebensqualität solcher Expats in 67 Ländern, zusammengestellt von der Organisation InterNations, zeigt: Auch ausländische Studenten und Spitzenarbeitskräfte bewerten die Lebensqualität in Österreich sensationell gut. Bei guter Luft und Gesundheit kann uns kein Land das Wasser reichen. Jeder Dritte kann sich sogar vorstellen, sein gesamtes Leben hier zu verbringen. Warum stöhnen Politik und Wirtschaft dann darüber, dass immer noch zu wenige gut Ausgebildete ins Land kommen? Die Antwort der 14.000 befragten Expats: Österreich mag ein sauberes, schönes und gemütliches Land sein – freundlich ist es nicht. Die Freundlichkeit der Österreicher „belohnen“ die Befragten mit Platz 58 von 67 Ländern. Knapp vor Russland, weit hinter China und Ungarn. Freunde zu finden ist nur in elf Ländern schwieriger als in Österreich. Jeder vierte Expat beschwert sich über die Einstellung der Einheimischen gegenüber Fremden".

Platz 58 von 67 Ländern. Eindeutig eine nationale Freundlichkeitstragödie kaum zu beschreibenden Ausmaßes. So hat es auch seine zwingende Logik warum mich der fette Sack mit der verwaisten Dachterrasse unbedingt von meinem eigenen Dach vertreiben musste. Im 4. Stock über mir wohnt ein Ehepaar mit Sohn. Ich glaub der Sohnemann ist inzwischen ausgezogen. Wurde auch höchste Zeit. Die beiden kenne ich jetzt seit bald 19 Jahren. Er ist jetzt in die wohlverdiente Pension übergeglitten. Platz 7. Die 150 Meter bis runter zur Ampel, natürlich ohne gleichgeschlechtlichen Pärchen, wir haben hier die SS marschieren, fahre ich ja zu meist auf dem Gehweg entlang. Über den Gehweg wechselt sich die Straßenseite dann einfacher. Vor allem bei Grün. Wie es so kommt kreuzen sich unsere Wege halt dann und wann. Das liegt in der Natur der Sache wenn man zeitgleich in ein und demselben Haus wohnt. Wir duzen uns auch. Warum weiß ich nicht. Mich duzen auch die Kassierinnen im Supermarkt. Ich die natürlich auch. Ich rutsche schnell mal ins Du. Sie werden es nicht für möglich halten. Sieht der mich auf dem an sich am Gehweg vorbei fahren, bricht es jetzt seit 19 Jahren, meistens mit roten Kopf aus ihm heraus: „Herst (höre) des da is ka Föhrradweg“. Was macht der Schizophenist. Um den Menschen so richtig zu ärgern, drehe ich manchmal absichtlich um und fahr noch einmal an ihn vorbei und tu so als ob ich was vergessen hätte .Meine Qualitätszeitung titelte deswegen auch: „Österreich ist schön, nur die Österreicher stören“..

Fazit. Beim 4.Stock, 19 Jahre, jetzt Platz 7. Nachbarn weiß ich nie ob der jetzt vom Leben allgemein oder nur von sich enttäuscht ist. Ich glaub das springt immer hin und her und hat was von einer Flipperkugel. Muss sehr anstrengend zu fühlen sein. Und natürlich das Alter .

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