Mittwoch, 20. Januar 2016
Etwas über das verdeckte Scheitern
Vorhang: Meine NT, das ist die Seele von Mensch, machte mich gerade darauf aufmerksam, das mit dem Koran nicht zu spaßen ist. Muslime sehen ihn als heilig im Sinne des Wortes an, sagt meine NT. Und die weiß was sie sagt. Ich habe ja nix über den Koran gesagt. Und das über den Chefe weiß ich aus der Zeitung von einem gewissen Herrn Aiman Mayzek, seit 2010 Vorstandsvorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD)

Vor Monaten habe ich mal über das offensichtliche Scheitern geschrieben. Bilde ich mir zumindest ein. Versteht sich ja von selbst dass ich im Mittelpunkt der Aufregung stand. Wie sie vielleicht schon wissen, ich gehe da ja sehr offensiv an die Sache heran, kann ich nicht allzu viel. Fähigkeiten die andere Menschen auszeichnen sind bei mir mehr oder minder Fehlanzeige bis Mangelware. Ich bin ein Mangelexemplar. Außer natürlich Klappstühle durchsitzen. Das kann ich. Ich ging ja fest und voller Zufersicht davon aus, im nix können und offensichtlichem Scheitern, die unangefochtene Nummer 1 hier zu sein. Nur seit ein paar Wochen kriege ich ja ernsthafte Konkurrenz von der Säuferin die Tagebuch schreibt. Die kann wie es aussieht auch nix. Außer Saufen oder nicht Saufen, Tavor oder nicht Tavor. Muss ich mich ziemlich ran halten um von der nicht vom Thron gestoßen zu werden. Noch ist es zu früh für eine Wachablöse finde ich. Mein Akku ist noch nicht leer. Hatte dann keine Lust mehr weiterzuschreiben, und die Unterschiede zwischen den offensichtlichen und verdeckten Scheitern heraus zu arbeiten. Manchmal höre ich einfach auf an gewissen Texten weiter zu schreiben. Ist bei mir wie spazieren gehen. Manchmal spaziert man einfach nur so dahin und irgendwann denkt man sich, so jetzt bin ich weit genug gegangen, jetzt drehe ich wieder um.

Offensichtliches Scheitern bedeutet dass man von den Verantwortlichen des Arbeitsamtes, in eine spezielle Abteilung, ausgegliedert oder überstellt wird. Sozusagen in die Wüste der Arbeitswelt, dorthin wo nix mehr wächst, wo der Mensch versteppt und austrocknet und nur noch ein Skelett überbleibt. An diesem Ort wird das Scheitern wegen totaler Aussichtlosigkeit auf Erfolg nur noch verwaltet. Früher traf sich dort in der Bildungswüste die Schattenweltelite. Säufer, Junkies, schwere Jungs, (hat nix mit Fettleibigkeit zu tun) und Irre. Heute müssen sie sich noch die ganzen Asylanten hinzudenken, die in Fragen der Bildung nur sehr spärlich bekleidet daherkommen. Bildungsbloßfüßige aus Afghanistan und so. Wobei man fairness halber anmerken muss, bei den Afghanen besteht durchaus noch Hoffnung. So jetzt aber zu den Herrschaften die ihr Scheitern wesentlich kunstvoller und sozial verträglicher hinbekommen. Menschen die trotz ihres Scheiterns auf Empfänge und Partys eingeladen werden und mit einem freundlichen Nicken bedacht, wenn sie zur Bar gehen um sich zu besaufen oder überhaupt gleich von Millionen mit Standing Ovation beliehen. Hatte ich in einem Satz gleich drei mal werden und zweimal bedacht geschrieben. Sieht schwer nach Fixierung aus. Auch im historischen Sinne. Wenn ich die Situation richtig einschätze wird der Führer bald wieder einmal die Bestsellerliste anführen. Vielleicht sollte ich einfach dem Führer sein Geschmiere abschreiben und bei mir reinstellen. Natürlich 21. Jahrhundert like. Und schon habe ich 12 000 Klicks und Frauen schicken mir Fotos. Eh nix anzügliches. Vielleicht eine Einladung nach Bayreuth.

3 Beispiele des verdeckten Scheiterns. Da Frauen Jahrtausende am Scheiten strukturell gehindert und von den Männern mutwillig ab und zurückgehalten wurden, zuweilen auch mit roher Gewalt, habe ich mich für Männer entschieden. Männer die es auf den ersten Blick an sich ziemlich weit gebracht haben. Nach welchen Kriterien ich das Scheitern beurteile. Nach ganz einfachen. Nix können heißt nix können. Sie können ja z.B. ja ein hundsmiserable Verkäufer sein, aber gleichzeitig ein ganz hervorragender Imker. Vielleicht stottern sie weswegen ihnen keiner zuhört und trotzdem sind sie ein ganz wunderbarer Erzähler wenn ihre Geschichten ein anderer vorliest. Oder sie haben nicht die geringste Ahnung wie man rechnen muss das des Ergebnis zu 3 Paralleluniversen führt, und nur in einem dieser PU führt der Kommunismus nicht direkt in die Gulags, aber sie machen ein ganz hervorragendes Gulasch. Gibt ja auch einige die haben überhaupt kein Talent zum Täter, eigenen sich aber hervorragend als Opfer. Und schon können sie etwas. Was wiederum bedeutet wenn sie Glück haben scheitern sie nur verdeckt.

1)Kennen sie rein zufällig die Frau Magdalena Martullo-Blocher? Nee. Macht nix. Müssen sie sich nicht fürchten, ist keine Bildungslücke. Besteht nicht die geringste Gefahr dass sie versteppen. Die Frau Martullo-Blocher ist Stammhalterin vom Christian Blocher, seinerseits Großindustrieller und heute graue Eminenz der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei. Sie wissen ja das ist der Typ der der Schweiz jahrelang einredete dass die überfremden. Der Blocher sagte nix mehr Masseneinwanderung und so kam es dann auch. 50,3 % der Schweizer sprachen sich dafür aus die Einwanderung zu beschränken. Die Frau Martullo-Blocher, ihrerseits dreifache Mutter, ist mit einem gewissen Herrn Roberto verheiratet. Der erlitt 1991 mit einer Elektrofirma Bankrott, 1992 ging er in Privatkonkurs. Noch 2001 hatte der Mann Schulden und seinen Schweizer Reisepass erhielt er 2007 erst im zweiten Anlauf. Trotzdem finde ich steht der Mann dick da. Dem kommt keiner blöde.
2) Dr. Michael Spindelegger. Der Name sagt ihnen wahrscheinlich nix wenn sie nicht Österreicher sind. Der war mal Vizekanzler und Finanzminister unserer Republik. Als Finanzminister hat der gute Mann keine ernsthaften Akzente gesetzt. Das haben andere vor ihm auch nicht. Aber die haben weningstens durchgehalten. Der Dr. Spindelegger hat nicht das Schäuble-Gen. Knapp 9 Monate. Dann gab er das Amt wegen Überforderung wieder zurück. Außenminister war der Herr Dr Spindelegger auch mal. Sogar einige Jahre. Ich will den Mann ja nicht bloßstellen, ehrlich, aber sein Parteikumpel und Nachfolger Sebastian Kurz, der ist noch Student, ist da wesentlich aktiver und für das Volk wahrnehmbarer. Der schafft es wenigstens gewisse Konferenzen nach Österreich zu holen. Am 25 Jänner findet in Wien die Syrien-Friedenskonferenz statt. Iran-Deal auch in Wien. Dass die Parteien schon vor der Konferenz recht verfeindet sind und die Türken die Kurden nicht am Tisch haben wollen usw., dafür kann der Herr Kurz nix. Ehrlich. Nach der beruflichen Karriere wurde der Dr. Sp. irgendwann Generaldirektor eines internationalen Migrationszentrums. Die in Wien ansässige Organisation, ICMPD (International Centre for Migration Policy Development) gibt es schon seit 22 Jahren. Kennt kein Schwein den Laden. Eigentlich wollte die Organisation einen anderen Menschen zum Generaldirektor bestellen und zwar einen Experten wie den Schweden Tobias Billström, Ex-Migrationsminister. Haben sich österreichischs Diplomaten schwer ins Zeug gelegt um den Dr. Sp. durchzudrücken und ihre Kontakte in Südosteuropa und Mitteleuropa nutzbar gemacht. Zu den 15 Mitgliedern der Organisation zählen – außer Österreich – Kroatien, Serbien, Bosnien, Mazedonien, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Polen, dazu noch die Schweiz, Schweden und Portugal. Ein wirklich ehrbarer Job finde ich. Da muss man sich nicht schämen. Musste der Herr Dr. Sp. auch nicht mehr krampfhaft die Ukraine modernisieren. Dort, das gibt der Ex-Außenminister zu, hat ihm der Kanzleichef von Präsident Poroschenko monatelang keine Audienz gewährt. Mit der Agentur für die Modernisierung der Ukraine wollte bald niemand mehr was zu tun haben. Jeder wusste, dass der ukrainische Oligarch Dimitri Firtasch die Agentur vor allem deshalb gegründet hatte, um sein Image aufzupolieren. Für den Milliardär hat sich mittlerweile Wesentliches verändert: Am 30. April 2015 entschied das Wiener Landesgericht gegen die von den USA beantragte Auslieferung des Ukrainers. Seither ist sein Interesse an Reformen in der Ukraine merklich erlahmt. Sein „Marshallplan“ für die Ukraine hat sich in Luft aufgelöst.
3)Mohammed. Sie wissen schon wenn ich meine. Den Chefe vom Islam. Der Prophet soll ja mit 25 die 15 Jahre ältere Chadidscha geheiratet haben. Die Frau Chadidscha war in Mekka angeblich eine erfolgreiche Kauffrau und nach heutigen Maßstäben Millionärin, von den Frauen bewundert und manchen Männern gefürchtet. Wird der Mohammed schon viel Tagesfreizeit zur freien Gestaltung gehabt haben. Geld allein macht einfach nicht glücklich. Die einen sammlen Briefmarken und die anderen gründen Religionen. Aus dem seinem Hobby ist was geworden nicht. Big Hero der Mann. Der ist heute noch in aller Munde und in manchen Gewehrläufen.

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Dienstag, 19. Januar 2016
Wir sind die Vogelfreien. Ein Nachtrag.
Am Samstag habe ich ja den Text „Wir sind die Vogelfreien“, in die Tasten gewackelt und online gestellt. „Gezimmert“ kann ich ja nicht schreiben. Den Ball ins Eck zimmern ist ein Terminus aus der Fußballersprache müssen sie wissen. Um beim Fußball zu bleiben. Können sie sich noch an David Beckhams verschossenen Elfmeter bei der EM 2004 erinnern? Nicht. Macht nix. Gibt es auf YouTube. Ungefähr so geht es mir beim Schreiben. Warum das ziemlich lustig ist. Weil der Herr Beckham aus 30 Meter ein Stecknadelkopf kleines Ding aus der Kreuzecke schießen konnte. Den Beweis dass ich von Slavoj Žižeks Essay im Spiegel mit dem Titel „Ein Karneval der Underdogs“ nix wusste, kann ich natürlich nicht erbringen. Was für meine Darstellung nix von Žižeks seinem Geschreibe gewusst zu haben sprechen könnte ist mein sonntägiger Blogeintrag über das Spiegel-Streitgespräch zwischen der Frau Schwarzer und der Frau Wizorek. Ich lese das Hefterl ja von vorne nach hinten. Und das Streitgespräch steht auf Seite 30. Auf Slavoj seinem Text wäre ich frühestens donnerstags gestoßen. Dieser Text steht ja erst auf Seite 128. Ich lese ja auch noch andere Druckwerke. Dazu werde ich mehr oder minder gezwungen. Wegen der Schizo-Sache sitze ich ja nur noch so in meinem Klappstuhl, regungslos wie ein vollgefressenes Krokodil. Mein Leben ist so monoton und langweilig das schon die Wände gähnen und am liebsten ausziehen möchten. Geht aber wegen der recht massiven Bauart nicht. Die Wände sind mir hilflos ausgeliefert. Manchmal unterscheiden wir uns nur dadurch das ich die Klospülung drücke.

Was soll i machen. Mir tut die Großstadt mit dem ganzen Trubel und dem auf den ersten Blick völlig sinnlosen Herumgeschiebe von Menschen und von Menschenverstand geschaffenen Prothesen einfach nicht mehr gut. Fahre ich einmal im Monat mit der U-Bahn zu meiner Nerventante, schreit mein auch Hirn schon „Achtung Killer“. Das macht ja keinen schlanken Fuß. Warum soll ich das wollen. In der Wohnung oder im Sommer auf der Insel fühle ich mich ja sicherer. Das der Slavoj da was geschrieben hatte, habe ich heute aus meiner Qualitätszeitung erfahren. In der stand darüber was im Feuilleton. Muss ich jetzt bei mir nachschlagen. Steht so bei mir schwarz auf gelb: „Schon als junger Mensch habe ich mir in kleinstbürgerlichen Kellern meine Räusche ausgeschlafen. In kleinstbürgerlichen Häuser und Wohnungen gab es für einen wie mich keinen Platz. Für Tiere schon. Wenn sie sich als Mensch einmal hinter gewissen Viechern anstellen müssen, haben sie jedes Recht über sich zu behaupten das sie ein „vogelfreier“ sind. Der Slavoj, ich darf den mit Vornamen ansprechen, ich bin zu 50% ein Windischer, schreibt da über die Vorfalle in Köln und anderen Städten, von einem obszönen Karneval der niederen Klassen und geht da zurück bins in Jahr 1730 in Paris. Ein amerikanischer Historiker namens Robert Darnton, ich kenne den Typen nicht ehrlich, soll in seinem Buch das große Katzenmassaker, Streifzüge durch die französische Kulturvor der Revolution, auch den Aufstand von einer Gruppe von Druckerlehrlingen beschreiben. Ich weiß natürlich nix davon. Diese Lehrlinge haben angeblich Katzen gekillt, auch das Haustier von der Frau des Meisters, weil die Lehrlinge sich schlechter behandelt fühlten als die von der Meisterin innig geliebten Katze. Und der Slavoj fragt dann nach noch einer Runde blablabla, ob der Kölner Vorfall (sexuelle Übergriffe auf Frauen) als eine zeitgenössische Version von fair la chat betrachtet werden kann.

Ich wollte ihnen ja unterjubeln das ich auch ein „vogelfreier“ bin. Im kleinstbürgerlichen Sinne auf alle Fälle. Nur mit einem kleinen Unterschied. Ich bin der Schizophrenist, der ungekrönte Herrscher über zwei Klappstühle und einem Nachtkästchen, das keine Rückwand hat, weswegen alles durchfällt. Ich habe dieses und jenes einfach nicht nötig. Ich bin wenn sie so wollen ein Aristokrat unter den Vogelfreien. Weder fummle ich ungefragt an Frauen herum, noch hänge ich Katzen auf. Ganz im Gegenteil. Als ich früher nur zu 65% Wahnsinnig war, fummelten die Weiber andauernd an mir herum, auch wenn ich mal keine Lust hatte. Ehrlich. Ich weiß noch wie meine letzte kleinstbürgerliche Freundin zu mir sagte, also ein Mensch wie du muss wenigstens fit aussehen mit Muskeln und so. Eine Wampe kannst du dir auf gar keinem Fall leisten. Sie wissen ja Jean W 29/30. Hat die mir dermaßen einen Schrecken eingejagt das ich gleich einmal abgehauen bin. Schön zurück in meine vier Wände. Damals hatte ich noch 3 Katzen am Start. Eine war schon gestorben. Die Puppe. Die war nicht ganz dicht und hätte einen Einzelplatz benötigt. Versuchen sie mal eine 8 Jahre alte Katze mit Dachschaden zu vermitteln. Die wollte ja keiner. Dieses arme Viech war auch eine Vogelfreie. Hat sich eh noch tapfer 5 Jahre durchgehalten.

Manchmal wollte ich auch so zum Spaß an die Verhältnisse von 1730 in Paris anschließen, von denen ich bis vor 3 Stunden nichts wusste, indem ich zum Holiday einem Kater sagte, „Holiday du alte Kraxen, wie wäre es denn mit Selbstmord. Ich muss eh gerade einmal durchlüften. Spring komm. Da schau. Springste schön runter und alles wird gut. Tu dem Schizophrenisten einen Gefallen“. Der Arsch hat mich ja jeden Morgen aufgeweckt weil der gerne zeitig fressen wollte. Ich weiß nicht wie oft ich dem in seinen 15 Lebensjahren dieses Angebot unterbreitet habe. Sicherlich 25 000 Mal. Hat den völlig kalt gelassen. Hat mich der Idiot nur schnurrend mit großen Augen angeschaut und ist mit aufgestelltem Schweif ins Bad abgehauen. Dort muss ich ihn dann immer durch die Badewanne schupfen und beschimpfen das er pervers sei. Ist dem kleinen Scheißer voll einer angegangen. Immer ganz rauf bis an den Rand der Badewanne und dann runter rutschen lassen. Und beschimpfen das war dem ganz wichtig. Immer wenn er das wollte hüpfte der in die Badewanne und forderte sein Recht auf Zerstreuung ein. Holiday, sie wissen ja, benannt nach dem Revolverhelden Doc Holiday. Auch ein vogelfreier. So ungerecht ist diese Welt. Anstatt sich die Leute vom Schizophrenisten aus erster Hand erklären lassen, wie sich so ein Leben als Fürst unter den Vogelfreien anfühlt, schlagen die Leute lieber beim Slavoj nach, der nur so tut als ob er weiß von was er da schreibt. Der Slavoj weiß ja nicht wie sich so ein Leben wirklich anfühlt. Ich schon. Ich bin der, der mit den Kleinstbürgern hier seit beinahe dreißig Jahren im Clinch liegt. Kennen sie das Lied „Hundert Mann und ein Befehl“. Da heißt es:
Irgendwo im fremden Land
ziehen wir durch Stein und Sand.
Fern von zuhaus und vogelfrei,
hundert Mann, und ich bin dabei.
Als wir im Irak im Namen der UNO einmarschierten, zählten wir genau 101 Mann. Einen mussten wir zurückschicken. Der war Alkoholiker und ist abgehauen. Raus in die Wüste. Mussten wir ihn wieder einfangen. Ich weiß sie werden sich jetzt sagen, geh ihr von der UNO, das ist ja nix Richtiges und Echtes. Ich war auch schon einmal auf Urlaub in Dubai. Das ist auch der Grund warum sie lieber beim Slavoj nachschlagen und den Schizophrenisten weitläufig umgehen. Sie sind halt gerne auf der sicheren Seite.

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Montag, 18. Januar 2016
Industrie 5.1. Wie es kommen muss damit wir nie mehr hackeln/arbeiten müssen
Allianz-Chef Oliver Bäte: "Alles was automatisiert werden kann, wird auch automatisiert werden".

Industrie 4.0. sagt ihnen sicherlich was. Die Industrie 4.0 ist eine Reaktion auf den Trend industrielle, technische Prozesse und Technologien mit dazugehörigen Geschäftsprozessen durch Informations- und Kommunikationstechnologien umfassend miteinander zu verknüpfen. Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Digitalisierung der Industrie kommt nun der nächste Entwicklungsschritt der industriellen Revolution – ad-hoc vernetzte, dezentrale, echtzeitfähige und selbstoptimierende Produktions- und Logistiksysteme. Eine zielgerichtete, kompetente Umstellung der Produktion ermöglicht Unternehmen künftig eine zunehmend schlanke, dezentrale und flexible Produktionsplanung und Steuerung. Behauptet zumindest das Frauenhofer-Institut.

Im Netz wimmelt es nur so von wissenschaftlichen Arbeiten über die Industrie 4.0. Ich könnte ihnen jetzt eine Stunde aus diesen Studien vorlesen. Mach ich natürlich nicht. Nicht einmal um sie zu ärgern. Mir ist bewusst dass ihre Lebenszeit äußerst kostbar ist. Zumindest für sie oder ihrem Chefe weil sie eine Arbeitskraft mit außergewöhnlichen beruflichen Qualifikationen sind, für die sich auf die Schnelle nur schwer vernünftiger Ersatz auftreiben lässt wie z.B. für den österr. Bundespräsidenten. Der wird bei uns als Grüss-Anton verspottet. Auch in österr. Qualitätsmedien. Muss doch nicht sein oder? Ich kann ja nix, außer im Klappstuhl sitzen. Aber das wissen sie ja bereits. Leute abzocken vielleicht. Das kann ich. Dafür habe ich ein Talent. Meine Nerventante, eine Seele von Mensch, hat mir mal wieder diese Histamin-Tabs besorgt, wegen meiner Intoleranz. Hat sie gleich zwei Dosen mitgebracht. Und dann bemerkte sie so ganz beiläufig, sie wisse nicht mehr was die Dinger kosten und ich soll ihr einfach die Kohle rüberschieben. Ich glaube so einen Vorgang nennt man Vertrauen. Oh, dachte ich mir, jetzt könnte ich meine NT, die ja eine Seele von Mensch ist, schön um ein paar Euro übervorteilen. Weil ich offensichtlich mit dem Bewusstsein eines Gauners ausgekleidet bin, ohne genau zu wissen warum, sah ich mich gezwungen bis genötigt, wieder einmal gegen meine eigene Schlechtigkeit und Verdorbenheit aufzulehnen. Aus Strafe für meine sündige innere Verfasstheit, habe ich den Rest von Katholizismus in mir auf und abgerufen und im Beichtstuhl meines kleinstbügerlichen Restgewissen gleich einmal ordentlich Buse getan und mehr gezahlt. Um die Kirche im ausgestorbenen Dorf zu lassen, genau 14 Cent (und nicht 60 Cent) habe ich draufgelegt. Ist doch auch was oder? ich finde der Mensch sollte ja noch immer an seinen Taten gemessen werden. Ein schnelles Beispiel: Gestern in der U-Bahnstation ging ein Typ mit Rucksack an mir vorbei. Die schizoide Stimme in meinem Kopf warnte mich eindringlich, "achtung Killer, Selbstmordattentäter!!!. Der sprengt sich". Anstatt den Typen auf die Gleise zu stoßen oder dienstunfähig zu behandeln, bin ich einfach in einen anderen Wagon eingestiegen. Ich bin doch ein guter Mann. Nur kriegste nie ein Lob dafür. Sie könnten mich ruhig einmal über den Klee loben weil ich so viel schreibe. Haben sie immer schön was zu tun mich zu ignorieren. Bei den Klicks läuft ja noch immer nix.

5 Millionen Jobs sollen, laut einer unveröffentlichten Studie des Weltwirtschaftsforums, durch die Digitalisierung und Robotersierung – Industrie 4.0 bis 2020 verloren gehen, obschon gleichzeitig 2 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Logisch das ich mich jetzt frage wie es möglich ist das ich aus einer unveröffentlichten Studie vorlese, die ich gar nicht kenne. Egal wer wird denn gleich so kleinlich sein. Eine Deloitte-Untersuchung über das Automatisierungspotenzial aus dem Vorjahr soll zu dem Schluss gekommen sein, dass auf Sicht von 20 Jahren jeder zweite Arbeitsplatz gefährdet sei. Diese Untersuchung deckt sich damit mit Aussagen deutscher Industriemanager, die in ihren Unternehmen (etwa bei VW) den Wegfall von 50 Prozent der Produktionsarbeitsplätze vorhersagen. Wobei böse Zungen unken die Jobs bei VW werden derzeit aus ganz anderen Gründen zur Konkurrenz verlagert.

Bevor ich ihnen noch eine ¼ Stunde aus der Zeitung vorlese. Das Problem mit den Maschinen ist ja nicht nur das es die gibt und dem Menschen die Arbeit streitig machen, weil die ein Garant für genormte Zuverlässigkeit sind, sondern das diese Blechkisten kaum etwas verkonsumieren. Maschinen sind äußerst genügsame Konsumenten. Die brauchen z.B. kein 4 lagiges Klopapiere mit Vanille-Duft und Blumenmuster oder eine schöne Seife weil man Durchfall hat. Mit Cremen zum straffen der Haut wissen Maschinen auch nicht viel anzufangen. Botox völlig sinnlos. In Urlaub fahren die auch nicht. Mode, Styl, was glauben sie wie viel der Mensch Kohle ausgibt um hipp auszusehen, tut sich auch nichts. Außer sie sind Deutscher. Der Modemacher Vladimir Karaleev sagt über die Deutschen: „Die wollen immer als Erstes wissen, ob ein Kleidungsstück wasserdicht sei“. Sicherlich, ein schönes Cocktail-Kleid muss schon auch wasserdicht sein, falls ein Rauschiger (Betrunkener) was drüber kippt. Diese Liste ist schier undendlich. Nicht einmal auf ein schönes Tofu-Schnitzerl oder ein Stück Sachertorte haben Maschinen einen Guster (Appetit). „Einmal Kebab mit alles“, der eigentliche Schlachtruf des Postmoderne auch eher unwahrscheinlich. Oder ein Packerl Tschick um 18 Euro. Wie sollen man denn da die Sozialsysteme am Laufen halten, die ja überwiegend aus Steuern und Abgaben gespeist werden, wenn die Roboter und Maschinen so genügsame ZeitgenossenInnen sind. Die Idee dieses Problem erfolgreich zu lösen ist ganz einfach. Nach der Industrie 4.0 braucht es eine Industrie 5.1. Industrie 5.1 bedeutet das Roboter und Maschinen so programmiert werden, das die auch konsumieren wie Menschen. Und zwar hemmungslos. Sogar Slipeinlagen und Christbäume. Industrie 5.1 heißt Sensibilisierung von Maschinen und Roboter. Haben diese Blechkisten einmal Gefühle, haben die auch einen Grund zum Seelenklempner zu rennen. Bekommen die dann schön Seroquel verschrieben. Vielleicht gibt es sogar einen mit Histaminintoleranz. In den Urlaub fahren die dann auch. Schön in die Betonburgen und all inklusive. Da muss ja auch wer hin. Ich habe gelesen dass die „Generation Y“, die sind heute so um die 30, ganz versessen darauf sind individuell zu sein. Individualität, natürlich offen zu Schau gestellt, soll das neue Symbol für Prestige und Status sein. Wer eigene Prioritäten setzt unabhängig von den Trends, der ist heute Trendsetter. Die packen den Rucksack und trampen durch Transnistrien oder gleich durchs größte Flüchtlingslager der Welt und reiben denen ihren Bildungsvorsprung unter die Nase.

Früher einmal war das ja Dadaab in Kenia, gut 100 Kilometer von der somalischen Grenze entfernt. Bis zu 650 000 Menschen sollen sich dort aufgehalten haben. Viele auch illegal. Die Kenianer wollten das Lager auflösen, weil angeblich somalische Clans und islamistische Terroristen dort das Sagen haben. Ich weiß von nichts. Steht man dann im Supermarkt an der Kasse, dankbar hinter einem schwerbeschäftigen Roboter, der einem durch seine überragende Tatkraft das Leben finanziert. Selber hat man natürlich nicht so viel im Einkaufswagen. Mindersicherung halt. Mehr kann man von den Robotern und Maschinen natürlich nicht erwarten. Das wäre unverschämt. 11,40 Euro, die neueste Gulaschsuppenkollektion, Ablaufdatum 22. Jahrhundert wäre gerade im Angebot. Kauft man dann schön 115 Dosen, während der Blechkübel vor einem um 426, 30 Euro einkauft und mit der diamantenen Kreditkarte zahl. Frisches Sushi und 2 Kg Rindersteak vom Koberind. Ich weiß eine Kreditkarte ist old school. Keine Ahnung wie die Zahlungssystem der Zukunft aussehen werden. Ich schätze mal irgendwas mit einem Chip unter der Haut oder mit den Augen. Drei mal blinzlen in einem ganz neuen Lidschlagsprache und schon ist die Kohle aus den Clouds abgebucht. Für die ohne Kohle wird sich nicht so viel ändern nehme ich mal an. Aus nix kommt in der Regel nix. Eventuell steckt einem ein Roboter der es eilig hat auch einen 5fer zu damit man den vor lässt. Noch klüger wäre es natürlich wenn die Menschen dann gleich für die Roboter und Maschinen einkaufen. Effizienter wäre es allemal.

Anhang: Konsum. Habe ich heute eh wieder voll zugeschlagen. Beim Hofer/Aldi eine Thermo-Fleece-Decke um 9,99 Euro. Das Vermögen der 62 Reichsten der Erde soll angeblich so groß sein wie das der ärmeren Hälfte der Menschheit. Eine farblich fein austarierte Fleece-Decke, die ganz wunderbar zum übrigen Interieur passt. Vor allem zum Nachtkästchen. Das ist so ein Ramsch das es keiner Hinterwand gibt. Schmeiße ich war rein fällt es hinten logischerweise wieder raus. Hauptsache aus den Augen und dem Sinn. Noch dazu Thermo die Fleece-Decke, falls die Kohle einmal nicht mehr für die Heizung langt. Da muss man doch hemmungslos zuschlagen oder nicht? Die 62 wissen gar nicht was ihnen da alles entgeht.

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