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Mittwoch, 20. Juni 2012
Die konkrete Angst vor einem diffusen Gefühl
der imperialist, 21:02h
„Wenn ihr nicht mitkommt dann bleibe ich zu Hause. Alleine gehe ich nicht auf dieses Fest, da komme ich mir ja wie ein Sozialfall vor“, sagte der eine Typ zum Anderen, beim Fahrradständer vor dem Supermarkt, als ich gerade mein Fahrrad abstellte. Beide waren sie so Mitte Zwanzig, schlank, mittelgroß, aufgeräumte Gesichter, kurze schwarze Haare. Ihrem Gehabe nach hielt ich sie für Studenten. Sie parlierten im Schriftdeutsch ohne erkennbaren Akzent. Ihre Mountainbikes trugen die Namen Scott und Wheeler. Irgendwie dachte ich mir, muss ich diesem Musterknaben wohl oder übel zustimmen. Denn als ich nicht zum zweiten Mal völlig heruntergekommen und abgebrannt auf dem Weg nach Wien-Stammersdorf in die Van Swieten Kaserne war, um bei der UNO als Soldat Unterschlupf zu finden, hatten meine Freunde auch andere Pläne, als mit mir in den Irak zu gehen.
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Donnerstag, 14. Juni 2012
In der Halbzeit
der imperialist, 20:24h
Alles war in Wasser geschrieben
im Verschwinden begriffen
und in die Luft erzählt
über den grünen Hügeln bei den Auen
selbst in den Blüten der Bäume stand es unabänderlich
ein Leben das nur einen Sommer blüht
bleibt nur eine Handvoll Sätze zum Erzählen
bevor die Nacht ihren Tribut fordert
doch dir Fanny Brown blieb mehr als nur ein Ring
am Finger der Konventionen
du hast seidene Tränen in seine hustende Seele gestickt
in deinen Armen war er immer bei den Seinen
Liebe die nichts zurück hält die keinen schont
überdauert alles und jeden Beziehungsratgeber
ich hab es gesehen in der Bildsprache der Heutigen
die Wasser aus Plastik und Flaschen trinken
in Zeitlupe im Zeitraffer und wieder zurück gespult
in alle Ewigkeit und auf HD
aber vorher saß ich vor dem richtigen Leben
vor den Laufwegen des Schicksal
die durch das bedrohte Homs und den blutenden Euphrat direkt nach Charkiw führten
wo Schweinsteiger den "Oranjes" die freien Räume stahl wie die Revolution ihre Kinder und Gomez
im Strafraum unwiderstehlich
in Wasser geschrieben und in die Luft erzählt.
im Verschwinden begriffen
und in die Luft erzählt
über den grünen Hügeln bei den Auen
selbst in den Blüten der Bäume stand es unabänderlich
ein Leben das nur einen Sommer blüht
bleibt nur eine Handvoll Sätze zum Erzählen
bevor die Nacht ihren Tribut fordert
doch dir Fanny Brown blieb mehr als nur ein Ring
am Finger der Konventionen
du hast seidene Tränen in seine hustende Seele gestickt
in deinen Armen war er immer bei den Seinen
Liebe die nichts zurück hält die keinen schont
überdauert alles und jeden Beziehungsratgeber
ich hab es gesehen in der Bildsprache der Heutigen
die Wasser aus Plastik und Flaschen trinken
in Zeitlupe im Zeitraffer und wieder zurück gespult
in alle Ewigkeit und auf HD
aber vorher saß ich vor dem richtigen Leben
vor den Laufwegen des Schicksal
die durch das bedrohte Homs und den blutenden Euphrat direkt nach Charkiw führten
wo Schweinsteiger den "Oranjes" die freien Räume stahl wie die Revolution ihre Kinder und Gomez
im Strafraum unwiderstehlich
in Wasser geschrieben und in die Luft erzählt.
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Dienstag, 12. Juni 2012
Euro 2012 die ersten Eindrücke
der imperialist, 20:01h
Robben scheitert weiterhin und wie gehabt, nur hat sein Scheitern ein gewisses Niveau erreicht, das es nicht mehr so auffällt. Die Deutschen haben zu viel verwundete Bayern Seelen in ihrer Elf und einen Podolski der jahrelang bei Köln zu den Besten gehörte. Wer "Arm und Reich" von Jared Diamond nicht gelesen oder es doch gelesen hat, aber seiner Theorie der Kontinental-Achsen, um die sich das Schicksal der Weltgeschichte entschied, nicht die entsprechende Aufmerksamkeit schenkte, weil er geil oder anderswertig abgelenkt war. Am Balotelli-Di Natale Axiom lässt sich sehr schön verdeutlichen, warum der afrikanische Kontinent, Europa aus ökonomischer Sicht noch etwas hinterher hinkt. Mein Herz schlägt eindeutig für die Ukraine. Bei den ukrainischen Fans habe ich so ein Gefühl, das sie es ihrer Mannschaft nicht im Geringsten übel nehmen , wenn die sich zur Vorbereitung oder Einstimmung auf das nächste Spiel, ein paar Gläser Wodka genehmigen würden. Wie bei jeder Sport-Großveranstaltung, werden von den Fernsehkameras immer wieder Menschen eingefangen, zumeist sind es Kinder oder Männer die schon während der ersten Halbzeit ein oder gleich ganz durch schlafen. Der österreichische Kommentator war wegen dieses Unverschämtheit ganz außer sich. Beim Herren-Finale der French Open, sah ich einen Jungen, der saß auf einen der ganz vorzüglichen Plätze und der spielte ganz beseelt mit seiner Plastikfigur. Für das Spiel hatte er keinen Blick. Diese Franzosen dachte ich mir, wenn der ihre Kinder alle in Österreich groß würden, dann wäre der Marie Antoinette einiger Kummer erspart geblieben. Die Nachspielzeit dauert im Übrigen immer 3 Minuten. Eine der besten Ideen der UEFA in den letzten Jahren.
Scheiß Schreiben. Erstes Tor der Tschechen versäumt. Vom Zweiten sah ich nur die Wiederholung.
Scheiß Schreiben. Erstes Tor der Tschechen versäumt. Vom Zweiten sah ich nur die Wiederholung.
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