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Dienstag, 17. April 2012
Living Next Door To Alice
der imperialist, 20:25h
Ich bin mein eigener Wolf
der das Lamm in mir mit einem Biss verschluckt
und dann entsetzt wieder ausspuckt.
Arten sterben, Sprachen sterben, zwischen 16 30 und 17 15 verschwindet wahrscheinlich die nächste Sprache und gleich darauf eine weitere Art
und die Art wie du Gesprochen hast wenn ich dir mit den Finger über die Wangen strich ist auch ausgestorben.
In meinem Traum lag heute ein Brief von dir in meinem Briefkasten, nur als ich den Kasten aufschloss, lag da nur ein einsamer geknickter Zettel der verspricht alle nur erdenklichen Türen zu öffnen.
Doch die Tür zu dieser Welt bekommt dieser Zettel natürlich nicht auf und wo deine steht habe ich längst vergessen, oder es steht ein anderer Name drauf.
Aber mach dir keine Sorgen
hinter meiner liegt noch immer der alte Mist.
Erinnerungen an leere Bierflaschen hell wie eine Sonne
in der die dunkelsten Nächte wie Gold glänzten.
Eine Krone trug ich auch,
besetzt mit Diamanten aus Schall und Rauch
und wenn die hereinbrechende Dämmerung
die Fußabtreter der großen Vorsitzenden ausspuckte
wie eine vollautomatische Maschine Bierstöpsel,
und die Eule der Minerva sich schlafen legte,
zerbrach das letzte Glück wie Glas, aber bei der "Elsie" gab es immerhin noch eine Gulaschsuppe und Jahre später hatten die werten Herrschaften am hohen Markt, in ihren feschen Sachen, genau so müde Augen.
Zottige Anekdoten über Eier, Testosteron und Unverwundbarkeit, heraus gebraten im Formalin der Verklärung, ungenießbar aber sehr heroisch.
Kumpels im Überschwang heilloser Sinnlosigkeit verbrannt, heute sitzen sie stramm im Anzug in klimatisierten Großraumbüros, ihre Brandnarben tapfer unter einer dicken Haut versteckt,
und nur noch am Faschingsdienstag machen sie sich zum Narren, aber ich bin der Letzte der ihnen das verübelt.
Küsse die nach Erdbeeren rochen aber wie ein Leberwurstbrot schmeckten,
unvollendete Gemälde von unverhüllten Frauen in Eile gemahlen, nur zu meist war ich es, der aus dem Rahmen fiel oder den Pinsel fallen ließ.
Ein verlassenes und vergessenes Kind
an das sich die Eltern nur erinnerten wenn sie es vergessen wollten.
Altgewordene Kinder des 1000 jährigen Krieges,
innerlich völlig verwüstet wie Dresden oder Wiener Neustadt, ganz im Genuss ihres wohlverdienten Ruhestand aufgegangen.
Dass einige emotional über die Kammhuber-Linie nie hinaus kamen, mein Gott im Marshall Plan stand davon nichts. Mit der gleichen Inbrunst mit der sie heute übers Wetter reden, sprachen sie früher über persönlichen Aussichten und die waren leicht bewölkt
bis heiter und der Sturm der Inflation war meistens nur ein laues Lüftchen. Die Tür zu ihren Herzen nie größer als ein Schlüsselloch, und schwer zu finden wie eine mausetote Katze und andauernd fuchtelten sie mit den Händen herum und verteilten Besen an die anderen.
Ein kaputtes Hirn wie eine gnädige Zufluchtsstädte,
wie ein Joker wenn die Ausreden ausgehen.
Der Kühlschrank fällt mir noch ein, immer mit einem "Nein" versperrt, ein ganz raffiniertes Schloss kaum zu knacken.
Ich bin mein eigener Wolf
der das Lamm in mir mit einem Biss verschluckt,
meine Muttersprache, einem Vaterland geopfert,
das sich im Verleugnen und Vergessen übte.
Heute ist mein nicht zur Sprache kommen Literatur,
von richtigen Dichter/innen zu Papier gebracht und die zweisprachigen Ortstafeln kommen viel zu spät für mich.
Auf meiner steht "wrong turn", während John Wayne im Silicon Valley als Programmierer von digitalen Pinnwänden arbeitet.
Zu Ansehen sollte man trotzdem kommen oder wenigsten zu Geld, um sich eine Kaffemaschine kaufen zu können, mit 13-stufigen Flüster-Kegelmahlwerkdas so leise mahlt, das du dem Kalk zuhören kannst wie er in dein Hirn rieselt.
Ich bin ein Lamm im Wolfspelz, am Ende, Ein, Aus.
der das Lamm in mir mit einem Biss verschluckt
und dann entsetzt wieder ausspuckt.
Arten sterben, Sprachen sterben, zwischen 16 30 und 17 15 verschwindet wahrscheinlich die nächste Sprache und gleich darauf eine weitere Art
und die Art wie du Gesprochen hast wenn ich dir mit den Finger über die Wangen strich ist auch ausgestorben.
In meinem Traum lag heute ein Brief von dir in meinem Briefkasten, nur als ich den Kasten aufschloss, lag da nur ein einsamer geknickter Zettel der verspricht alle nur erdenklichen Türen zu öffnen.
Doch die Tür zu dieser Welt bekommt dieser Zettel natürlich nicht auf und wo deine steht habe ich längst vergessen, oder es steht ein anderer Name drauf.
Aber mach dir keine Sorgen
hinter meiner liegt noch immer der alte Mist.
Erinnerungen an leere Bierflaschen hell wie eine Sonne
in der die dunkelsten Nächte wie Gold glänzten.
Eine Krone trug ich auch,
besetzt mit Diamanten aus Schall und Rauch
und wenn die hereinbrechende Dämmerung
die Fußabtreter der großen Vorsitzenden ausspuckte
wie eine vollautomatische Maschine Bierstöpsel,
und die Eule der Minerva sich schlafen legte,
zerbrach das letzte Glück wie Glas, aber bei der "Elsie" gab es immerhin noch eine Gulaschsuppe und Jahre später hatten die werten Herrschaften am hohen Markt, in ihren feschen Sachen, genau so müde Augen.
Zottige Anekdoten über Eier, Testosteron und Unverwundbarkeit, heraus gebraten im Formalin der Verklärung, ungenießbar aber sehr heroisch.
Kumpels im Überschwang heilloser Sinnlosigkeit verbrannt, heute sitzen sie stramm im Anzug in klimatisierten Großraumbüros, ihre Brandnarben tapfer unter einer dicken Haut versteckt,
und nur noch am Faschingsdienstag machen sie sich zum Narren, aber ich bin der Letzte der ihnen das verübelt.
Küsse die nach Erdbeeren rochen aber wie ein Leberwurstbrot schmeckten,
unvollendete Gemälde von unverhüllten Frauen in Eile gemahlen, nur zu meist war ich es, der aus dem Rahmen fiel oder den Pinsel fallen ließ.
Ein verlassenes und vergessenes Kind
an das sich die Eltern nur erinnerten wenn sie es vergessen wollten.
Altgewordene Kinder des 1000 jährigen Krieges,
innerlich völlig verwüstet wie Dresden oder Wiener Neustadt, ganz im Genuss ihres wohlverdienten Ruhestand aufgegangen.
Dass einige emotional über die Kammhuber-Linie nie hinaus kamen, mein Gott im Marshall Plan stand davon nichts. Mit der gleichen Inbrunst mit der sie heute übers Wetter reden, sprachen sie früher über persönlichen Aussichten und die waren leicht bewölkt
bis heiter und der Sturm der Inflation war meistens nur ein laues Lüftchen. Die Tür zu ihren Herzen nie größer als ein Schlüsselloch, und schwer zu finden wie eine mausetote Katze und andauernd fuchtelten sie mit den Händen herum und verteilten Besen an die anderen.
Ein kaputtes Hirn wie eine gnädige Zufluchtsstädte,
wie ein Joker wenn die Ausreden ausgehen.
Der Kühlschrank fällt mir noch ein, immer mit einem "Nein" versperrt, ein ganz raffiniertes Schloss kaum zu knacken.
Ich bin mein eigener Wolf
der das Lamm in mir mit einem Biss verschluckt,
meine Muttersprache, einem Vaterland geopfert,
das sich im Verleugnen und Vergessen übte.
Heute ist mein nicht zur Sprache kommen Literatur,
von richtigen Dichter/innen zu Papier gebracht und die zweisprachigen Ortstafeln kommen viel zu spät für mich.
Auf meiner steht "wrong turn", während John Wayne im Silicon Valley als Programmierer von digitalen Pinnwänden arbeitet.
Zu Ansehen sollte man trotzdem kommen oder wenigsten zu Geld, um sich eine Kaffemaschine kaufen zu können, mit 13-stufigen Flüster-Kegelmahlwerkdas so leise mahlt, das du dem Kalk zuhören kannst wie er in dein Hirn rieselt.
Ich bin ein Lamm im Wolfspelz, am Ende, Ein, Aus.
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Freitag, 13. April 2012
Männersache
der imperialist, 19:48h
12 Jahre hatte meine beste Freundin, die Christine, ihren Stiefvater weder gesehen noch getroffen. Jetzt stand er am Parkplatz vor ihrem Wohnsilo und steckte sich eine Zigarette nach der anderen an. Ihre Mutter war zu Besuch und hatte ihren Stiefvater mit den sie schon seit Jahren nicht mehr zusammen unter einem Dach lebt einfach mitgenommen, weil der mit seinen 75 Jahren, allein nirgendwohin mehr kommt. Möglicher Beginn diese kurze Geschichte.
Variante zwei:
Der Stiefvater, meiner besten Freundin der Christine, muss ein jämmerlicher Landschaftspfleger gewesen sein. Das Feuchtgebiet zwischen den Beinen ihrer Mutter war dermaßen ausgetrocknet, das die Frauenärztin Probleme hatte einen Abstrich zu nehmen. Beweisen lässt sich diese Anschuldigung natürlich nur schwer. Immerhin leben die beiden schon seit Jahren getrennt und ich kenne die beiden nur aus Erzählungen. Scheiden lassen wollte er sich auf gar keinen Fall. Der Stiefvater, soll laut den Erzählungen von der Christine, ein selten geiziger Mensch sein, der auf seiner Kohle hockt wie eine Glücke über ihrem Ei. In der Zeit, in der er noch die Funktion eines Stiefvaters bekleidete , soll er nicht einen müden Groschen für seine Stiefkinder herausgerückt haben. Wenn die, stolze vier an der Zahl, Kleidung, Schulsachen oder sonst etwas benötigten, das sich mit Geld leicht herbei schaffen ließe, musste immer die Mutter ihre schmale Brieftasche öffnen. Sogar seine Lebensmittel hatte er wie ein leibhafter König mit einem Siegel versehen. Und wehe da fehlte auch nur ein Krümel Brot oder ein Stück von der fetten Dauerwurst. Dann gab es die Hucke voll. 12 Jahre hatte die Christine, ihren Stiefvater weder gesehen noch getroffen oder war ihn sonst ganz zufällig über den Weg gelaufen. Jetzt stand dieser krankhaft geizige und herzlose Mann plötzlich unter ihren Fenster am Parkplatz und rauchte einen nach der anderen. Ihre Mutter war kurz zu Besuch und hatte ihn mitgenommen. Als die Christine ihren Stiefvater rauchend am Parkplatz stehen sah, fragte sie ihre Mutter ziemlich eingeschüchtert ob sie ihn herauf bitten sollte. "Nein, auf gar keinen Fall", antwortete die Mutter beinahe schon erbost, "der stinkt von oben bis unten nach Pisse. Diesen Gestank bekommst nur noch schwer aus den Möbeln heraus". Bei einer schnellen Tasse Kaffee begann die Mutter kurz zu erzählen. Bis zu 16 verschieden Tabletten muss er jetzt täglich nehmen. Seine Wohnung sei völlig versieft, die Toilette von oben bis unten zugeschissen. Waschen tut er sich auch nicht mehr regelmäßig und die Wäsche wechselt er auch nur noch alle heiligen Zeiten einmal. Den ganzen Tag sitzt er nur noch da raucht wie ein Schlot und starrt in die Glotze. Überall in der Wohnung sollen ausgedrückte Zigarettenstummel herum liegen und das Bettlacken hat die Farben eine Butterblume. Früher, hat mir die Christine einmal erzählt, soll ihr Stiefvater immer einen auf strammer Heinrich gemacht haben. Im Wirtshaus hat er immer über alle gelacht und gelästert, die am Monatsende weniger als er am Lohnzettel stehen hatten. Im Lager war er so eine Art Vorarbeiter und Lokale wo schon das Ambiente, auf ein Publikum mit anderen Lohnvorstellungen hinweist, besuchte er nicht. Er ging immer nur in seine zwei, drei Stammkneipen. Dort spottete er über Leute die nichts Rechtes auf die Reihe kriegten. Die bezeichnete er vornehmlich nur als elendiges Gesindel oder widerwärtiges Geschmeiß. Ständig hetzte er gegen Ausländer und Juden. Unterm Hitler, hätte es seiner fachkundigen Einschätzung nach, so etwas wie heute nicht gegeben. Ein nettes oder wenigstens halbwegs freundliches Wort kam ihm nie über die Lippen. Zu seinen eigenen Kindern hatte er keinen Kontakt, weil die alle ja nur an sein Geld wollten. Diesen Mann, der auf dem Papier ja noch ihr Ehemann war, nahm die Mutter von der Christine einmal zum Schwammerl klauben mit, weil er allein sonst nirgendwo mehr hin kommt. Im Wald wollte er dann nicht mehr mitgehen. Rauchend und wie angewurzelt soll er dagestanden sein. Gut zureden wolle ihn niemand. Deshalb ließen sie ihn einfach beim Auto zurück. Dort stand er dann und auf einmal machte es rums und er hatte sich von oben bis unten angeschissen. Die Unterhose entsorgte er im Wald. Trotz herunter gelassenen Seitenscheiben stank es auf der Heimfahrt im Wagen fürchterlich. Alle hielten sich die Nase oder schimpften," du alter Trottel das ist ja kaum auszuhalten, du stinkst ja wie eine offene Jauchengrube, was bist den du für eine Sau". Vor seiner Haustür luden sie ihn ab. Ein paar Tage später, erzählte die Mutter, hatte er noch immer die selbe Hose an. Der Gestank in der Wohung war dementsprechend. Die Christine wollte das nicht glauben. Dieser Kerl da unten am Parkplatz, der in ihrer Erinnerung überlebensgroß erschien und vor dem sie jahrelang die Hosen voll hatte, soll heute nur noch ein alter Tattergreis sein, denn schon ein leiser Windhauch umhaut? Ihre Erinnerung spielte ihr einen Streich. Vielleicht waren es Rachegelüste oder einfach nur Neugierde um sich dieses weltweit bekannte Phänomen des Verfalls, aus nähester Nähe anzusehen . Zügigen Schritts lief sie hinunter auf den Parkplatz. Am Telefon erzählte sie mir mit hörbarer Genugtuung , das ihre Mutter völlig recht hatte. "So wie der beieinander ist", erzählte die Christine, "verpestet der dir die ganze Wohung, Denn kannst du nirgends mehr rein lassen".
Variante zwei:
Der Stiefvater, meiner besten Freundin der Christine, muss ein jämmerlicher Landschaftspfleger gewesen sein. Das Feuchtgebiet zwischen den Beinen ihrer Mutter war dermaßen ausgetrocknet, das die Frauenärztin Probleme hatte einen Abstrich zu nehmen. Beweisen lässt sich diese Anschuldigung natürlich nur schwer. Immerhin leben die beiden schon seit Jahren getrennt und ich kenne die beiden nur aus Erzählungen. Scheiden lassen wollte er sich auf gar keinen Fall. Der Stiefvater, soll laut den Erzählungen von der Christine, ein selten geiziger Mensch sein, der auf seiner Kohle hockt wie eine Glücke über ihrem Ei. In der Zeit, in der er noch die Funktion eines Stiefvaters bekleidete , soll er nicht einen müden Groschen für seine Stiefkinder herausgerückt haben. Wenn die, stolze vier an der Zahl, Kleidung, Schulsachen oder sonst etwas benötigten, das sich mit Geld leicht herbei schaffen ließe, musste immer die Mutter ihre schmale Brieftasche öffnen. Sogar seine Lebensmittel hatte er wie ein leibhafter König mit einem Siegel versehen. Und wehe da fehlte auch nur ein Krümel Brot oder ein Stück von der fetten Dauerwurst. Dann gab es die Hucke voll. 12 Jahre hatte die Christine, ihren Stiefvater weder gesehen noch getroffen oder war ihn sonst ganz zufällig über den Weg gelaufen. Jetzt stand dieser krankhaft geizige und herzlose Mann plötzlich unter ihren Fenster am Parkplatz und rauchte einen nach der anderen. Ihre Mutter war kurz zu Besuch und hatte ihn mitgenommen. Als die Christine ihren Stiefvater rauchend am Parkplatz stehen sah, fragte sie ihre Mutter ziemlich eingeschüchtert ob sie ihn herauf bitten sollte. "Nein, auf gar keinen Fall", antwortete die Mutter beinahe schon erbost, "der stinkt von oben bis unten nach Pisse. Diesen Gestank bekommst nur noch schwer aus den Möbeln heraus". Bei einer schnellen Tasse Kaffee begann die Mutter kurz zu erzählen. Bis zu 16 verschieden Tabletten muss er jetzt täglich nehmen. Seine Wohnung sei völlig versieft, die Toilette von oben bis unten zugeschissen. Waschen tut er sich auch nicht mehr regelmäßig und die Wäsche wechselt er auch nur noch alle heiligen Zeiten einmal. Den ganzen Tag sitzt er nur noch da raucht wie ein Schlot und starrt in die Glotze. Überall in der Wohnung sollen ausgedrückte Zigarettenstummel herum liegen und das Bettlacken hat die Farben eine Butterblume. Früher, hat mir die Christine einmal erzählt, soll ihr Stiefvater immer einen auf strammer Heinrich gemacht haben. Im Wirtshaus hat er immer über alle gelacht und gelästert, die am Monatsende weniger als er am Lohnzettel stehen hatten. Im Lager war er so eine Art Vorarbeiter und Lokale wo schon das Ambiente, auf ein Publikum mit anderen Lohnvorstellungen hinweist, besuchte er nicht. Er ging immer nur in seine zwei, drei Stammkneipen. Dort spottete er über Leute die nichts Rechtes auf die Reihe kriegten. Die bezeichnete er vornehmlich nur als elendiges Gesindel oder widerwärtiges Geschmeiß. Ständig hetzte er gegen Ausländer und Juden. Unterm Hitler, hätte es seiner fachkundigen Einschätzung nach, so etwas wie heute nicht gegeben. Ein nettes oder wenigstens halbwegs freundliches Wort kam ihm nie über die Lippen. Zu seinen eigenen Kindern hatte er keinen Kontakt, weil die alle ja nur an sein Geld wollten. Diesen Mann, der auf dem Papier ja noch ihr Ehemann war, nahm die Mutter von der Christine einmal zum Schwammerl klauben mit, weil er allein sonst nirgendwo mehr hin kommt. Im Wald wollte er dann nicht mehr mitgehen. Rauchend und wie angewurzelt soll er dagestanden sein. Gut zureden wolle ihn niemand. Deshalb ließen sie ihn einfach beim Auto zurück. Dort stand er dann und auf einmal machte es rums und er hatte sich von oben bis unten angeschissen. Die Unterhose entsorgte er im Wald. Trotz herunter gelassenen Seitenscheiben stank es auf der Heimfahrt im Wagen fürchterlich. Alle hielten sich die Nase oder schimpften," du alter Trottel das ist ja kaum auszuhalten, du stinkst ja wie eine offene Jauchengrube, was bist den du für eine Sau". Vor seiner Haustür luden sie ihn ab. Ein paar Tage später, erzählte die Mutter, hatte er noch immer die selbe Hose an. Der Gestank in der Wohung war dementsprechend. Die Christine wollte das nicht glauben. Dieser Kerl da unten am Parkplatz, der in ihrer Erinnerung überlebensgroß erschien und vor dem sie jahrelang die Hosen voll hatte, soll heute nur noch ein alter Tattergreis sein, denn schon ein leiser Windhauch umhaut? Ihre Erinnerung spielte ihr einen Streich. Vielleicht waren es Rachegelüste oder einfach nur Neugierde um sich dieses weltweit bekannte Phänomen des Verfalls, aus nähester Nähe anzusehen . Zügigen Schritts lief sie hinunter auf den Parkplatz. Am Telefon erzählte sie mir mit hörbarer Genugtuung , das ihre Mutter völlig recht hatte. "So wie der beieinander ist", erzählte die Christine, "verpestet der dir die ganze Wohung, Denn kannst du nirgends mehr rein lassen".
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Montag, 9. April 2012
Zum 100. Das große Jubiläumsinterview mit dem Imperialisten
der imperialist, 20:20h
Der an sich für das bevorstehende Interview vorgesehene weltberühmte Journalist Bob Woodward musste leider kurzfristig absagen. Gewisse Umstände, auf die leider nicht näher eingegangen werden kann, sorgten leider für seine momentane Unabkömmlichkeit. Weitere, durchaus namhafte, zuweilen hochdekorierte und mit vielen Preisen und Auszeichnungen gesteinigte Journalisten, die für dieses Interview noch in Frage kämen, waren leider anderswertig im Einsatz, saßen hinter Gitter oder verweilten nicht mehr unter den Lebenden. Die große Zunft der Gesellschaftsreporter und das ganze andere journalistisch tätige Gesocks winkte geschlossen ab. Auf Nachfragen wurde nicht geantwortet oder gleich mit dem Anwalt gedroht. Der Betreuer der Sex-Anzeigen, für die
auflagenstärkste österreichischen Tageszeitung, konnte trotz Aussicht auf reichlich Schotter, das nicht zur weiteren Versteuerung gedacht war, auch nicht zum Kommen bewegt werden. Des weiteren sagten noch die Herausgeber verschiedener österreichischen Obdachlosenzeitungen und die Chefredakteure monatliche erscheinende Magazine, mit rein religiösen Inhalten ab. Fachzeitschriften wie "Nutten und Selbstbefriedigung im Alter, wenn das Selbst nur schwach ausgeprägt ist", zeigten auch kein überbordendes Interesse. Sogar die Flugzetteldichter waren verhindert. Deswegen führt wiederrum, den Insider durchaus bekannte, Florian Silbereisen, dessen Namensgleichheit mit dem Moderator , aus den vielen, vielen Festen der Volksmusik, natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt ist, durch das Interview, das im Verlies, des Jubilars stattfand. Beim Betreten der Wohung wurde Silbereisen einer vollständigen Leibesvisitation unterzogen.
Silbereisen: "Der Imperialist. Was hat sie dazu bewogen, sich das Pseudonym der Imperialist zuzulegen, wo doch der Imperialismus nach allen Maßstäben der Geschichtsschreibung nicht nur verbrecherisch war, siehe Belgisch- Kongo, sondern auch grenzenlos und nachhaltig gescheitert ist".
Der Imperialist: "Ja eben deshalb. Besser konnte ich es nicht treffen, denn Ich bin das zu Fleisch gewordene imperiale Scheitern. Ich bin der Niedergang der Weltmächte in Person. Oder haben sie sich schon mal gefragt warum das Tiefkühlgemüse bei den Discounter dermaßen billig ist. Außerdem ist mein Reich nicht von dieser Welt.
Silbereisen: "An den Einrichtungsgegenständen in ihrer Wohnung lässt sich dieses Scheitern ja erstklassig nachvollziehen. Kaputte Stühle, aus denen die Fassung herausquillt, ein durchgelegenes Bett, kaputte Lampenschirme mit Zentimeterdicken Staub drauf, eine Küche die nach westlichen Maßstäben ein Witz ist, Geschirr so gut wie keines, Trinkgläser glänzen auch nur durch Abwesenheit, plus Röhrenfernseher, inklusive Play Station 1 ".
Der Imperialist: "Wenn dir was nicht passt du Lutscher kannst du ja Stillgerechtes mitbringen, ich hab eh schon längere Zeit nichts mehr aus dem Fenster gepfeffert. Und meinetwegen musst du dich nicht verstellen. Du kannst das Wasser ja auch gleich direkt aus dem Scheißhaus saufen. Mich würde das weder stören noch in Erstaunen versetzten . Des weiteren benötige ich diesen ganzen Schnickschnack allein schon aus einem Grund nicht. Meine Spermiendichte, Herr von Silbereisen, liegt bei zarten 197 Trillionen pro mm2. Auf gut Deutsch: Ich schaff es sogar einen ausgedorrten Weihnachtsbaum drei Tage nach Silvester zum Sprießen zu bringen. Bei mir wird sogar ein Topf Gulasch schwanger. Deine Alte z.B. brauch ja nur an einmal kurz an meinen Eiern zu riechen und schon springen ihre Eier hoch wie der Javier Sotomayor, als das mit dem Doping noch nicht so genau genommen wurde und Kuba als sozialistische Idylle, noch eine Option für alle Kapitalismus-Geschädigten war . Der ganze Schrott, mit den die meisten Wohnungen vollgestopft sind, landet irgendwann sowieso auf der Müllhalde und ist nur etwas für nervöse Schmerzensmänner, mit einer Spermiendichte von unter 80 Millionen Spermien pro Hektar. Diese von der Natur sträflich vernachlässigten Subjekte werden ja gewissermaßen zu solch unmännlichen Handlungen gezwungen. Anders kriegen die doch kein Weibchen in ihren Bau".
Silbereisen: "Das sich ihre Behauptung in der Kürze nicht so leicht entkräften lässt, möchte ich wieder zum eigentlichen Sinn unseres Zusammentreffen zurückkommen. Ein österreichischer Chefredakteur schrieb, über die Qualität Günter Grass Gedichts, "Was gesagt werden muss", ich zitiere, dieses sei "von niederschmetternder sprachlicher Qualität" . Ich hab mir mal ihre Sachen, die sie als Imperialist öffentlich zugängig machen, etwas genauer angesehen. Kurz zusammengefasst. Was sie da schreibend von sich geben ist ja unter jeder Sau, ihr Geschreibsel geht ja unter dem Teppich spazieren, wie kann sich denn einer allein nur so einen Schmarrn zusammenreimen ".
Der Imperialist: "Das mit dem SS-Günter ist ja so. Der Mann ist 84 und pfeift im Grunde aus dem letzten Loch. Das letzte wirklich gelungen Buch liegt 35 Jahre zurück und heute gehorcht ihn wahrscheinlich nicht einmal mehr die eigene Prostata . Alles was der noch hat ist die SS-Uniform, in der der er unerkannt begraben werden möchte, seine Berühmtheit und die Pfeife. Weil der Tod schon mit der Nagelschere hinter ihm her ist und auch sonst alles im Verschwinden begriffen ist, greift er aus purer Verzweiflung, die ja nur zu verständlich ist, noch einmal zum eingerosteten Karabiner der Sprache, der über seinem Bett hängt und drückt noch einmal den Abzug. Das Pulver, aus SS, moralischer Überlegenheit und Israelkritik mit der die Patron gefüllt ist, durchbohrt die Öffentlichkeit wie ein Dum-Dum Geschoss. Alle sind getroffen aber niemand blutet wirklich. Das sind die idealen Kriege der Zukunft, nur so nebenbei. In dem wenig kriegerischen Wien würde man das als" Auflog" bezeichnen. Des Weiteren scheint der leichte Hang von berühmten Leuten zum Antisemitismus, oder wie immer man das auch nennen mag, ja das ideale Schiermittel für unsere Medienmaschinerie zu sein. Der ehemalige Dior-Designer John Galiano, nicht gerade für seine wissenschaftliche Studien zum Nah-Ostkonflikt bekannt, hat ja seine Hackn verloren, weil er total angesoffen "ich liebe Hitler" brüllte. Ich möchte mich dieser Tradition jetzt auch anschließen. Vielleicht werde ich dann auch berühmt. Die Klagemauer ist ein Witz, der Sabbat geht mir am Arsch vorbei, die Verkehrsverbindung zwischen Tel Aviv und Hebron ist Scheiße und Braunau ist auch keine Reise wert".
Silbereisen: "Das sich der durchaus schmerzlichen Tatsache über die mangelnde Qualität ihres Schreibens nicht stellen wollen, sich lieber im Verdrängen üben und stattdessen ehrenwerte Mietglieder unserer westlichen Kultur anpatzen, ist ja nur so verständlich. Trotzdem möchte ich noch einmal zu meiner Ausgangsfrage zurückkehren. Warum schreiben sie? Es ist doch ganz Offensichtlich das sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ihnen fehlt zum Schrieben doch eindeutig das entsprechende Rüstzeug. Wie wäre es denn wenn sie es stattdessen einfach mit manueller Arbeit versuchen würden".
Der Imperialist: "Arschloch, es war kein Geringerer als der große Michel Foucault der bemerkte: Das Genie beansprucht die Freiheit gegen Regeln zu verstoßen, neue aufzustellen, das Genie hatte es nicht nötig zu arbeiten, es wäre dazu auch nicht zu gebrauchen. Wo das Werk jedoch fehlt wird die Person mit auffälligen Verhalten nichts als genial sondern als wahnsinnig angesehen".
Silbereisen bekommt einen Lachanfall. Der Imperialist geht inzwischen aufs Scheißhaus um sich zu stärken. Nachdem er wieder zurück ist öffnet der Imperialist das Fenster und ergibt sich in Kraftausdrücken und Obszönitäten, die sich vor allem gegen eine Wolke und ein einzelnes Fenster richten.
Silbereisen: "Ich möcht ja bei ihnen nicht den Eindruck hinterlassen, das ich ihnen schon vom Prinzip her wiederspreche. Nur in ihren ärztlichen Befunden, die sich da neben dem Röhrenfernseher stapeln wie bei anderen Magazine und anderes Druckwerk, wird doch ganz deutlich zum Ausdruck gebracht, das sie mit den Genen Mozarts so gut wie nie in Berührung kamen, außer natürlich sie haben seine sterblichen Überreste gefleddert oder 156 kg Mozartkugel verdrückt. Der genaue Wortlaut in einem iher Befunde, ich lese vom Blatt, "schizoaffektive Psychose, begleitet von akustischen und optischen Halluzinationen". Um die Persönlichkeitsrechte der Menschen zu schützen, die unabsichtlich über ihren Blogg stolpern, lese ich nicht weiter. Nur wie erklären sie sich diese enorme Loch das da zwischen ihre subjektiven Wahrnehmungen von sich und der Außenwelt klafft wenn die auf sie herunter blick".
Der Imperialist greift in den Stapel zieht ein Blatt heraus und liest vor: "Energie- Grundpreis, Energie-Verbrauchspreis, Netznutzung-Grundpreis, Netznutzung-Arbeitskreis, nein Preis, Netzverlustentgelt. Ich frage sie allen erstens. Was bitte ist ein Netzverlustentgelt?".
Silbereisen: "Sie müssen jetzt nicht auf derart plumpe Weise vom eigentlichen Thema ablenken. Ich versuche es anders. Unvermögen, Angst, Isolation, Bedeutungslosigkeit, Schmerz, Verlust, Einsamkeit. Was sagen ihnen diese Begriffe? Inwiefern oder inwieweit können sie damit was anfangen oder auf sich beziehen".
Der Imperialist wirft mindestens drei der Begriffe ungeöffnet aus dem Fenster.
Der Imperialist: "Es war vor einigen Tagen. Im Hauptabendprogramm eines privaten Senders, sah ich einen Mann, der war nackt, angekettet und über seinen Schädel hatte er sich eine Schweinsmake gezogen. Oh dachte ich, diese Bilder aus Abu Ghureib kenne ich noch gar nicht, trotzdem irgendwie schön. Aber dann wurde mir ziemlich schnell folgendes klar. Dieser Mongo da, hatte sich freiwillig ausgezogen, freiwillig anketten lasen und aus freien Stücken hat er sich auch noch eine Schweinsmaske übergestreift, um von einer Frau freiwillig ausgepeitscht zu werden, die an sich eine gelernte Einzelhandelskauffrau war. Weil das aber noch nicht langte, hat er auch noch auf ihr Zurufen wie ein Schwein gegrunzt. Als ich das sah wurde mir mit einem Schlag klar. Es war mal wieder Zeit für meine abendlichen Dosis Pharmazie".
Silbereisen: "Der österreichische Philosoph Rudolf Burger sprach von der vulgären Depravation der Sinnlichkeit. Wollen sie darauf ansprechen oder hatten sie mit diesem Menschen ein nur Mitleid. Oder wurden sie gar von anderen Gefühlte übermannt?"
Der Imperialist: "Nein, weder noch wo denken sie hin. Es war Viertel vor Elf. Zu dieser Zeit nehm ich immer meine Tabletten".
Silbereisen: "Ich versuche es von der anderen Seite. Nehmen wir die Frauen, die im ältesten Gewerbe der Welt tätig sind. Sie scheinen zu diesen Damen ja ein gewisses Nahverhältnis zu haben . Das diese Damen oft zu dieser Beschäftigung gezwungen und unter unmenschlichen Verhältnissen gehalten werden, scheint bis jetzt nicht bis zu ihnen vorgedrungen zu sein. Was haben sie zu diesen ganz konkreten Vorwurf zu sagen".
Der Imperialist: Einerseits, " I did not have sexual relations with that woman's. Des weiteren findet man die höchste Konzentration an industriellen Schadstoffe und Pestizide in der ganzen Welt, ich betone in der ganzen Welt, bei den Inuit im Osten Grönlands und in Sibirien. Der Quecksilbergehalt und die Konzentration des giftigen PCBs (polychlorierten Biphenyle) in der Muttermilch von Inuitfrauen ist so hoch, das man die Milch getrost als Giftmüll einstufen könnte. Das ist so weil Wale, Robben und weiteres Getier die Grundnahrungsmittel der Inuit sind und diese Tier wiederum verspachteln Fische, Muscheln, Krebse. Die Chemikalie durchlaufen die Nahrungskette und reichen sie auf jeder Stufe stärker an. Ich z. B. mit einem gesteigerten Verlangen nach Neuroleptika und Schlaftabletten habe mindestens schon 30 Tonnen an Fischen gekillt oder unfruchtbar gemacht oder habe dafür gesorgt das Inuitfrauen einfach die Brüste abfallen. Andererseits aber habe ich die eine Frau die gestern Tot oder besser erschlagen in ihrer Wohung aufgefunden wurde nicht umgebracht. Das war laut Radioberichten ein anderer".
Silbereisen: "Das mit ihnen ist vergeudete Zeit. Vieleicht noch ein letzter Versuch um ihrer Wahrheit näherzukommen. Genau 101 Sachen, nennen wir ihre Texte der Einfachheit halber einfach Sachen, haben sie bis jetzt veröffentlicht. Kommentare von Menschen die ihr Zeug gelesen haben, sind mehr oder minder Fehlanzeige. Bis aus ein einziges "Seufz" hat sich niemand zu ihrem Schreiben geäußert. Um entsprechend vorbereitet zu sein, habe mich natürlich ein wenig schlau gemacht und in anderen Blogs gelesen. Da schrieb jemand das er mit dem Rad, einen Radweg entlang fuhr und das die Sonne schien. 23 Kommentare. Ein anderer schrieb Ende März, seit September keine Selbstmordgedanken. 13 Kommentare. Wieder eine oder ein anderer stellte ein Foto von ihrem, seinem, angebissen Jausenbrot auf ihren, seinen oder meinetwegen unseren Blog. Unzählige Kommentare. Kann es sein, oder genauer formuliert. Eines ist ganz offensichtlich. Für ihren Sachen interessiert sich niemand, der einigermaßen bei Verstand ist. Würden sie dem zustimmen, oder wie sehen sie das?".
Der Imperialist steht auf nimmt Anlauf und rennt mit voller Wucht gegen den Türpfosten. Aus einer klaffenden Wund spritzt Blut. Danach rennt er in die Küche und kommt mit einem Messer zurück setzt sich hin und schneidet sich bei vollen Bewusstsein einen Finder ab.
Der Imperialist: "Schaun`s, das interessiert auch niemanden".
Silbereisen: "Eine abschließende Frage vielleicht noch. Würden sie mir zustimmen wenn ich sie, was ja an sich ziemlich offensichtlich ist, als den typischen Modernisierungsverlierer bezeichne?".
Der Imperialist: "Die Sache ist ja so. In der Glotze sah ich einen Mann, Chinese. Und auf die Frage, wie oft er den in der Woche Fleisch esse, sagte er "31 Mal". Und da wusste ich es. Das ist der Sinn des Lebens, Fleisch essen. Dieser Mann hatte den Aufstieg aus der Armut in die gehobene Mittelklasse geschafft. Jetzt kann er, seine Frau und das pausbäckigen Kind, Fleisch essen so oft sie wollten. Die glückliche chinesische Familie, saß also in einem Lokal bei Tisch und die drei stopften sich das geschlachtete Fleisch in den Schlund und sie kauten und schmatzten, das es eine wahre Freude war ihnen zuzusehen. Das Fett tropfte über Lippen und im Hintergrund leuchtete eine Reklametafel und es wimmelte von Chinesen, die es wie diese Familie hielten. Übermorgen werden noch ein paar Hundert Millionen Menschen weltweit das Joch der Armut abgeworfen haben und auf den Spuren dieser Protagonisten wandeln, falls sie verstehen was ich meine, während wir hier in Europa vergreisen und mit ökologisch einigermaßen korrekten Schuhwerk an den Sohlen aussterben. Ich z.B. esse ja nur sehr selten Fleisch, weil ........Silbereisen fällt ins Wort.
Silbereisen: "Weil sie es sich nicht leisten können".
Der Imperialist: "Genau so ist es".
Anhang:
Silbereisen: "Haben sie sich je Internetseiten mit sexuellen Inhalten angesehen und was sagen sie zur Praxis der Speicherung von daten auf Vorrat".
Der Imperialist: "Nein nie wie kommen sie nur darauf. In der Fachsprache nennt man das Projektion. Und meine Tante ist schon damit einverstanden das ihre Muschi unter der Kategorie "hair and wrinkles" auf you........ und x......... und p......... usw. einige Zeit liegen bleibt".
auflagenstärkste österreichischen Tageszeitung, konnte trotz Aussicht auf reichlich Schotter, das nicht zur weiteren Versteuerung gedacht war, auch nicht zum Kommen bewegt werden. Des weiteren sagten noch die Herausgeber verschiedener österreichischen Obdachlosenzeitungen und die Chefredakteure monatliche erscheinende Magazine, mit rein religiösen Inhalten ab. Fachzeitschriften wie "Nutten und Selbstbefriedigung im Alter, wenn das Selbst nur schwach ausgeprägt ist", zeigten auch kein überbordendes Interesse. Sogar die Flugzetteldichter waren verhindert. Deswegen führt wiederrum, den Insider durchaus bekannte, Florian Silbereisen, dessen Namensgleichheit mit dem Moderator , aus den vielen, vielen Festen der Volksmusik, natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt ist, durch das Interview, das im Verlies, des Jubilars stattfand. Beim Betreten der Wohung wurde Silbereisen einer vollständigen Leibesvisitation unterzogen.
Silbereisen: "Der Imperialist. Was hat sie dazu bewogen, sich das Pseudonym der Imperialist zuzulegen, wo doch der Imperialismus nach allen Maßstäben der Geschichtsschreibung nicht nur verbrecherisch war, siehe Belgisch- Kongo, sondern auch grenzenlos und nachhaltig gescheitert ist".
Der Imperialist: "Ja eben deshalb. Besser konnte ich es nicht treffen, denn Ich bin das zu Fleisch gewordene imperiale Scheitern. Ich bin der Niedergang der Weltmächte in Person. Oder haben sie sich schon mal gefragt warum das Tiefkühlgemüse bei den Discounter dermaßen billig ist. Außerdem ist mein Reich nicht von dieser Welt.
Silbereisen: "An den Einrichtungsgegenständen in ihrer Wohnung lässt sich dieses Scheitern ja erstklassig nachvollziehen. Kaputte Stühle, aus denen die Fassung herausquillt, ein durchgelegenes Bett, kaputte Lampenschirme mit Zentimeterdicken Staub drauf, eine Küche die nach westlichen Maßstäben ein Witz ist, Geschirr so gut wie keines, Trinkgläser glänzen auch nur durch Abwesenheit, plus Röhrenfernseher, inklusive Play Station 1 ".
Der Imperialist: "Wenn dir was nicht passt du Lutscher kannst du ja Stillgerechtes mitbringen, ich hab eh schon längere Zeit nichts mehr aus dem Fenster gepfeffert. Und meinetwegen musst du dich nicht verstellen. Du kannst das Wasser ja auch gleich direkt aus dem Scheißhaus saufen. Mich würde das weder stören noch in Erstaunen versetzten . Des weiteren benötige ich diesen ganzen Schnickschnack allein schon aus einem Grund nicht. Meine Spermiendichte, Herr von Silbereisen, liegt bei zarten 197 Trillionen pro mm2. Auf gut Deutsch: Ich schaff es sogar einen ausgedorrten Weihnachtsbaum drei Tage nach Silvester zum Sprießen zu bringen. Bei mir wird sogar ein Topf Gulasch schwanger. Deine Alte z.B. brauch ja nur an einmal kurz an meinen Eiern zu riechen und schon springen ihre Eier hoch wie der Javier Sotomayor, als das mit dem Doping noch nicht so genau genommen wurde und Kuba als sozialistische Idylle, noch eine Option für alle Kapitalismus-Geschädigten war . Der ganze Schrott, mit den die meisten Wohnungen vollgestopft sind, landet irgendwann sowieso auf der Müllhalde und ist nur etwas für nervöse Schmerzensmänner, mit einer Spermiendichte von unter 80 Millionen Spermien pro Hektar. Diese von der Natur sträflich vernachlässigten Subjekte werden ja gewissermaßen zu solch unmännlichen Handlungen gezwungen. Anders kriegen die doch kein Weibchen in ihren Bau".
Silbereisen: "Das sich ihre Behauptung in der Kürze nicht so leicht entkräften lässt, möchte ich wieder zum eigentlichen Sinn unseres Zusammentreffen zurückkommen. Ein österreichischer Chefredakteur schrieb, über die Qualität Günter Grass Gedichts, "Was gesagt werden muss", ich zitiere, dieses sei "von niederschmetternder sprachlicher Qualität" . Ich hab mir mal ihre Sachen, die sie als Imperialist öffentlich zugängig machen, etwas genauer angesehen. Kurz zusammengefasst. Was sie da schreibend von sich geben ist ja unter jeder Sau, ihr Geschreibsel geht ja unter dem Teppich spazieren, wie kann sich denn einer allein nur so einen Schmarrn zusammenreimen ".
Der Imperialist: "Das mit dem SS-Günter ist ja so. Der Mann ist 84 und pfeift im Grunde aus dem letzten Loch. Das letzte wirklich gelungen Buch liegt 35 Jahre zurück und heute gehorcht ihn wahrscheinlich nicht einmal mehr die eigene Prostata . Alles was der noch hat ist die SS-Uniform, in der der er unerkannt begraben werden möchte, seine Berühmtheit und die Pfeife. Weil der Tod schon mit der Nagelschere hinter ihm her ist und auch sonst alles im Verschwinden begriffen ist, greift er aus purer Verzweiflung, die ja nur zu verständlich ist, noch einmal zum eingerosteten Karabiner der Sprache, der über seinem Bett hängt und drückt noch einmal den Abzug. Das Pulver, aus SS, moralischer Überlegenheit und Israelkritik mit der die Patron gefüllt ist, durchbohrt die Öffentlichkeit wie ein Dum-Dum Geschoss. Alle sind getroffen aber niemand blutet wirklich. Das sind die idealen Kriege der Zukunft, nur so nebenbei. In dem wenig kriegerischen Wien würde man das als" Auflog" bezeichnen. Des Weiteren scheint der leichte Hang von berühmten Leuten zum Antisemitismus, oder wie immer man das auch nennen mag, ja das ideale Schiermittel für unsere Medienmaschinerie zu sein. Der ehemalige Dior-Designer John Galiano, nicht gerade für seine wissenschaftliche Studien zum Nah-Ostkonflikt bekannt, hat ja seine Hackn verloren, weil er total angesoffen "ich liebe Hitler" brüllte. Ich möchte mich dieser Tradition jetzt auch anschließen. Vielleicht werde ich dann auch berühmt. Die Klagemauer ist ein Witz, der Sabbat geht mir am Arsch vorbei, die Verkehrsverbindung zwischen Tel Aviv und Hebron ist Scheiße und Braunau ist auch keine Reise wert".
Silbereisen: "Das sich der durchaus schmerzlichen Tatsache über die mangelnde Qualität ihres Schreibens nicht stellen wollen, sich lieber im Verdrängen üben und stattdessen ehrenwerte Mietglieder unserer westlichen Kultur anpatzen, ist ja nur so verständlich. Trotzdem möchte ich noch einmal zu meiner Ausgangsfrage zurückkehren. Warum schreiben sie? Es ist doch ganz Offensichtlich das sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ihnen fehlt zum Schrieben doch eindeutig das entsprechende Rüstzeug. Wie wäre es denn wenn sie es stattdessen einfach mit manueller Arbeit versuchen würden".
Der Imperialist: "Arschloch, es war kein Geringerer als der große Michel Foucault der bemerkte: Das Genie beansprucht die Freiheit gegen Regeln zu verstoßen, neue aufzustellen, das Genie hatte es nicht nötig zu arbeiten, es wäre dazu auch nicht zu gebrauchen. Wo das Werk jedoch fehlt wird die Person mit auffälligen Verhalten nichts als genial sondern als wahnsinnig angesehen".
Silbereisen bekommt einen Lachanfall. Der Imperialist geht inzwischen aufs Scheißhaus um sich zu stärken. Nachdem er wieder zurück ist öffnet der Imperialist das Fenster und ergibt sich in Kraftausdrücken und Obszönitäten, die sich vor allem gegen eine Wolke und ein einzelnes Fenster richten.
Silbereisen: "Ich möcht ja bei ihnen nicht den Eindruck hinterlassen, das ich ihnen schon vom Prinzip her wiederspreche. Nur in ihren ärztlichen Befunden, die sich da neben dem Röhrenfernseher stapeln wie bei anderen Magazine und anderes Druckwerk, wird doch ganz deutlich zum Ausdruck gebracht, das sie mit den Genen Mozarts so gut wie nie in Berührung kamen, außer natürlich sie haben seine sterblichen Überreste gefleddert oder 156 kg Mozartkugel verdrückt. Der genaue Wortlaut in einem iher Befunde, ich lese vom Blatt, "schizoaffektive Psychose, begleitet von akustischen und optischen Halluzinationen". Um die Persönlichkeitsrechte der Menschen zu schützen, die unabsichtlich über ihren Blogg stolpern, lese ich nicht weiter. Nur wie erklären sie sich diese enorme Loch das da zwischen ihre subjektiven Wahrnehmungen von sich und der Außenwelt klafft wenn die auf sie herunter blick".
Der Imperialist greift in den Stapel zieht ein Blatt heraus und liest vor: "Energie- Grundpreis, Energie-Verbrauchspreis, Netznutzung-Grundpreis, Netznutzung-Arbeitskreis, nein Preis, Netzverlustentgelt. Ich frage sie allen erstens. Was bitte ist ein Netzverlustentgelt?".
Silbereisen: "Sie müssen jetzt nicht auf derart plumpe Weise vom eigentlichen Thema ablenken. Ich versuche es anders. Unvermögen, Angst, Isolation, Bedeutungslosigkeit, Schmerz, Verlust, Einsamkeit. Was sagen ihnen diese Begriffe? Inwiefern oder inwieweit können sie damit was anfangen oder auf sich beziehen".
Der Imperialist wirft mindestens drei der Begriffe ungeöffnet aus dem Fenster.
Der Imperialist: "Es war vor einigen Tagen. Im Hauptabendprogramm eines privaten Senders, sah ich einen Mann, der war nackt, angekettet und über seinen Schädel hatte er sich eine Schweinsmake gezogen. Oh dachte ich, diese Bilder aus Abu Ghureib kenne ich noch gar nicht, trotzdem irgendwie schön. Aber dann wurde mir ziemlich schnell folgendes klar. Dieser Mongo da, hatte sich freiwillig ausgezogen, freiwillig anketten lasen und aus freien Stücken hat er sich auch noch eine Schweinsmaske übergestreift, um von einer Frau freiwillig ausgepeitscht zu werden, die an sich eine gelernte Einzelhandelskauffrau war. Weil das aber noch nicht langte, hat er auch noch auf ihr Zurufen wie ein Schwein gegrunzt. Als ich das sah wurde mir mit einem Schlag klar. Es war mal wieder Zeit für meine abendlichen Dosis Pharmazie".
Silbereisen: "Der österreichische Philosoph Rudolf Burger sprach von der vulgären Depravation der Sinnlichkeit. Wollen sie darauf ansprechen oder hatten sie mit diesem Menschen ein nur Mitleid. Oder wurden sie gar von anderen Gefühlte übermannt?"
Der Imperialist: "Nein, weder noch wo denken sie hin. Es war Viertel vor Elf. Zu dieser Zeit nehm ich immer meine Tabletten".
Silbereisen: "Ich versuche es von der anderen Seite. Nehmen wir die Frauen, die im ältesten Gewerbe der Welt tätig sind. Sie scheinen zu diesen Damen ja ein gewisses Nahverhältnis zu haben . Das diese Damen oft zu dieser Beschäftigung gezwungen und unter unmenschlichen Verhältnissen gehalten werden, scheint bis jetzt nicht bis zu ihnen vorgedrungen zu sein. Was haben sie zu diesen ganz konkreten Vorwurf zu sagen".
Der Imperialist: Einerseits, " I did not have sexual relations with that woman's. Des weiteren findet man die höchste Konzentration an industriellen Schadstoffe und Pestizide in der ganzen Welt, ich betone in der ganzen Welt, bei den Inuit im Osten Grönlands und in Sibirien. Der Quecksilbergehalt und die Konzentration des giftigen PCBs (polychlorierten Biphenyle) in der Muttermilch von Inuitfrauen ist so hoch, das man die Milch getrost als Giftmüll einstufen könnte. Das ist so weil Wale, Robben und weiteres Getier die Grundnahrungsmittel der Inuit sind und diese Tier wiederum verspachteln Fische, Muscheln, Krebse. Die Chemikalie durchlaufen die Nahrungskette und reichen sie auf jeder Stufe stärker an. Ich z. B. mit einem gesteigerten Verlangen nach Neuroleptika und Schlaftabletten habe mindestens schon 30 Tonnen an Fischen gekillt oder unfruchtbar gemacht oder habe dafür gesorgt das Inuitfrauen einfach die Brüste abfallen. Andererseits aber habe ich die eine Frau die gestern Tot oder besser erschlagen in ihrer Wohung aufgefunden wurde nicht umgebracht. Das war laut Radioberichten ein anderer".
Silbereisen: "Das mit ihnen ist vergeudete Zeit. Vieleicht noch ein letzter Versuch um ihrer Wahrheit näherzukommen. Genau 101 Sachen, nennen wir ihre Texte der Einfachheit halber einfach Sachen, haben sie bis jetzt veröffentlicht. Kommentare von Menschen die ihr Zeug gelesen haben, sind mehr oder minder Fehlanzeige. Bis aus ein einziges "Seufz" hat sich niemand zu ihrem Schreiben geäußert. Um entsprechend vorbereitet zu sein, habe mich natürlich ein wenig schlau gemacht und in anderen Blogs gelesen. Da schrieb jemand das er mit dem Rad, einen Radweg entlang fuhr und das die Sonne schien. 23 Kommentare. Ein anderer schrieb Ende März, seit September keine Selbstmordgedanken. 13 Kommentare. Wieder eine oder ein anderer stellte ein Foto von ihrem, seinem, angebissen Jausenbrot auf ihren, seinen oder meinetwegen unseren Blog. Unzählige Kommentare. Kann es sein, oder genauer formuliert. Eines ist ganz offensichtlich. Für ihren Sachen interessiert sich niemand, der einigermaßen bei Verstand ist. Würden sie dem zustimmen, oder wie sehen sie das?".
Der Imperialist steht auf nimmt Anlauf und rennt mit voller Wucht gegen den Türpfosten. Aus einer klaffenden Wund spritzt Blut. Danach rennt er in die Küche und kommt mit einem Messer zurück setzt sich hin und schneidet sich bei vollen Bewusstsein einen Finder ab.
Der Imperialist: "Schaun`s, das interessiert auch niemanden".
Silbereisen: "Eine abschließende Frage vielleicht noch. Würden sie mir zustimmen wenn ich sie, was ja an sich ziemlich offensichtlich ist, als den typischen Modernisierungsverlierer bezeichne?".
Der Imperialist: "Die Sache ist ja so. In der Glotze sah ich einen Mann, Chinese. Und auf die Frage, wie oft er den in der Woche Fleisch esse, sagte er "31 Mal". Und da wusste ich es. Das ist der Sinn des Lebens, Fleisch essen. Dieser Mann hatte den Aufstieg aus der Armut in die gehobene Mittelklasse geschafft. Jetzt kann er, seine Frau und das pausbäckigen Kind, Fleisch essen so oft sie wollten. Die glückliche chinesische Familie, saß also in einem Lokal bei Tisch und die drei stopften sich das geschlachtete Fleisch in den Schlund und sie kauten und schmatzten, das es eine wahre Freude war ihnen zuzusehen. Das Fett tropfte über Lippen und im Hintergrund leuchtete eine Reklametafel und es wimmelte von Chinesen, die es wie diese Familie hielten. Übermorgen werden noch ein paar Hundert Millionen Menschen weltweit das Joch der Armut abgeworfen haben und auf den Spuren dieser Protagonisten wandeln, falls sie verstehen was ich meine, während wir hier in Europa vergreisen und mit ökologisch einigermaßen korrekten Schuhwerk an den Sohlen aussterben. Ich z.B. esse ja nur sehr selten Fleisch, weil ........Silbereisen fällt ins Wort.
Silbereisen: "Weil sie es sich nicht leisten können".
Der Imperialist: "Genau so ist es".
Anhang:
Silbereisen: "Haben sie sich je Internetseiten mit sexuellen Inhalten angesehen und was sagen sie zur Praxis der Speicherung von daten auf Vorrat".
Der Imperialist: "Nein nie wie kommen sie nur darauf. In der Fachsprache nennt man das Projektion. Und meine Tante ist schon damit einverstanden das ihre Muschi unter der Kategorie "hair and wrinkles" auf you........ und x......... und p......... usw. einige Zeit liegen bleibt".
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