Donnerstag, 1. Dezember 2011
Brief an das Christkind!
Ich weiß liebes Christkind, das mein letzter Brief an dich schon ein paar Jahre her ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich nicht mehr ganz genau, wann ich den letzten Brief an dich geschrieben habe. Aber 35 Jahre ist das sicher schon her. Das muss dann Mitter der Siebziger gewesen sein. Ich hoffe du bist deswegen nicht eingeschnappt oder gar böse auf mich. Heute schimpfen ja alle herum, das die Weihnachten so fürchterlich materiell sind. Nur soweit ich mich erinnern kann waren die Briefe der Kinder damals auch schon mehr so Auflistungen nach Dingen, die man irgendwann links in der Ecke liegen ließ, wenn sie nicht schon vorher kaputt gingen. Weltfrieden oder etwas in dieser Richtung hat sich schon damals so gut wie kein Kind von dir gewünscht. Ich wollte von dir, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, auch immer nur Spielsachen. Nie habe ich mich mit der Bitte an dich gewandt, das du die Scheidung meiner Eltern wieder rückgängig machen sollst. Nur warum ich von dir einen Werkzeugkasten für Holzarbeiten bekam, obschon ich dich ausdrücklich um eine Rennbahn gebeten haben, verstehe ich heute noch nicht. Kannst du nicht lesen oder bist du gar taub? Das du mir kein Heftchen mit nur leicht bekleideten Frauen zukommen hast lassen, kann ich heute, mit entsprechender emotionaler Distanz einigermaßen nachvollziehen, aber diese beschissene Laubsäge und dieses ganze Zeug, entschuldige bitte meine Ausdrucksweise, hätte wirklich nicht sein müssen. Dieser undankbare Balg hieß es dann. Bekommt so einen schönen Werkzeugkasten geschenkt und will nicht hobeln. Gut mit dem Hobeln hab ich dann bald einmal angefangen, aber eine Laubsäge war dafür nicht unbedingt erforderlich. Einen Ball wollte ich auch mal von dir, eine schöne Lederwuchtel, immerhin war ich schon mit 9 Jahren beidbeinig und konnte mit der Haut jonglieren, wie ein kleiner Brasilianer, aber was habe ich von dir bekommen, eine Buntfaltenhose und ein kariertes Hemd dazu. Um einen tollen, ansehnlichen Haarschnitt habe ich dich auch einmal gebeten, ausdrücklich noch dazu, doch dir fiel natürlich nicht besseres ein, als mich beim Hauer auf den Kinderstuhl zu setzen, und der alte Hauer brauste mit der Schere über meinen Kopf, wie ein Mähdrescher durch ein Maisfeld. Ich weiß nicht mehr wie dieses Mädchen hieß, aber habe ich damals nicht ganz klar zum Ausdruck gebracht, das sie mich mögen sollte und bitte habe ich geschrieben, wenn sie mich ein bisserl mag, lass mich nicht wie eine erntefrische Tomate rot anlaufen. Liebes Christkind das hättest du dir wirklich sparen können. In der Klasse hinter einem Vorhang musste ich mein gepeinigtes Haupt einen halben Tag lang verstecken. Nur das half auch nicht wirklich weil sogar meine Ohren wie heißer Stahl glühten. Wenn ich so nachdenke wollte ich doch nicht immer nur Spielsachen. Weißt du noch liebes Christkind, die Weihnachten bei der UNO, a riesen Hetz, alle die nicht Dienst hatten, waren bis oben hin voll und einige weinten sogar, weil sie nicht bei ihren Familien sein konnten. Ich habe natürlich nicht geweint. An das letzte Weihnachten mit "nicht richtiger Mama und Papa" kann ich mich noch gut erinnern. Ich wohnte damals schon mit dem Peter in dem kleinen Zimmer im Gasthaus. Zu einem Toast hatten sie mich am Weihnachtsabend eingeladen. Sonst durfte ich ja nicht mehr nach Hause, weil ich nicht arbeitete und auch sonst eine Schande war. War ziemlich peinlich der Abend weil ich schon recht früh mächtig einen sitzen hatte. Mit den Kumpels war dann wieder a Hetz und der Herbert hat um fünf Uhr früh in seinem Rausch versucht, in einem Toaster eine Gulaschsuppe aufzuwärmen. Ich weiß liebes Christkind deine Zeit ist kostbar deswegen zu meinen Wünschen. Bitte sorge dafür das es nächstes Jahr einen tollen Sommer gibt und ich wieder auf der Donauinsel auf meinen Stuhl sitzen kann und das meine Haut noch ein paar Jahre durchhält und der Hautkrebs andere befällt. z.B. Apothekerinnen. Noch nie in meinem Leben hatte ich Sex mit einer bleichen, intelligenten Apothekerin. Die sind ja alle hochgebildet. Trotzdem drehen sie den Leuten wenn du nicht mit einem Rezept kommst, jeden nur erdenklichen Ramsch an. Dabei wissen sie ganz genau das dieses ganze Zeug ,in den Tuben, Tüten und Döschen, das sie da verramschen nicht wirkt. Ich bin jetzt 43 und habe meine Gesicht das letzte Mal 1982 mit Wasser in Berührung gebracht, trotzdem habe ich nicht eine Falte. Verstehst du was ich meine? Dann wünsche ich mir von dir noch, das du dafür sorge trägst, das sich meine innere Verfasstheit nicht merklich verschlechtert. Mit einer höhere Dosis an Medikamenten macht mir das Leben einfach keinen Spaß. Denn Wunsch, noch einmal auf IOS mit dieser rattenscharfen Australien zu pennen, die diesen unglaublichen Busen hatte, habe ich wieder von meiner Liste gestrichen, weil du ja nichts dafür kannst, das ich keinen mehr hochbekam, weil ich einen ganzen Monat durchgesoffen hatte. Diese Tragödie epochalen Ausmaßes kann ich wirklich nicht dir in die Schuhe schieben. Nur warum ich bei dieser einem Maid konnte, die nur wie ein Brett da lag und auch sonst mit ihren körperlichen Reizen geizte, werde ich nicht verstehen Dabei hatte ich gut einen Liter Jägermeister intus. Aber wie sagt ein Sprichwort, "die Wege des Herren sind unergründlich" und irgendwie hat er dich ja auch mit gezeugt. Oder war das damals gar Samenraub? Dann bitte ich doch noch lass dieses Europa nicht einfach so auseinander brechen. Es ist ein schönes und lebenswertes Europa, auch wenn es mir persönlich eher am Arsch vorbei geht. Und sorge dafür das die Syrer und noch einige andere Völker, auch wenn sie Moslems sind, bald einmal so viel Freiheit haben, das sie sich selbst, aus (einigermaßen) freien Stücken zu Grunde richten können und nicht von anderen zu Grunde gerichtet werden, weil die schlechte Laune haben.

Liebe Grüße dein Jürgen!

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Mittwoch, 30. November 2011
Privilegienritter
Arme, Reiche, einen Topf Spaghetti, die Märkte und da vor allem die "Big Swinging Dicks", die immer einen Dümmeren brauchen, um einen Ständer zu bekommen, alte Nonnen die jungen Nonnen quälten, weil die schön und rein waren und dem Herrn so nah. Brückenpfeiler, Vorstandssitzungen, eine Müllhalde und die werten Damen und Herren die uns diesen schwindsüchtigen Euro unter jubelten, Brückenpfeiler, Fatalisten, gläubige Nihilisten, eine Bratpanne in der meine Hausschuhe brutzeln, Satanisten, Salafisten und die mit den Weihrauchstäbchen. Den Vater als er noch cholerisch war und Angst und Schrecken in mir verbreitete. Nicht diesen alten Mann jetzt, der immer kleiner wird, mit der Zeit ringt und trotzdem hofft nicht zu verschwinden. Die Mutter, nein die nicht, die würde ich nicht wiedererkennen, nicht einmal auf einem Foto als sie mich noch in den Armen hielt, die Stiefmutter, mein Gott dieses ewige Klischee von der bösen Stiefmutter, die einen nicht liebt, ich hab sie auch nicht geliebt also sind wir quitt, Kleingedrucktes, vollmundige Versprechungen, die Herrschaften im Badmintonverein, Neonazi, Gutmenschen und Gutmenschen die kleine Nazis in die Welt setzen. Linke Sektierer, die Ostküste, Antisemiten, aufblasbare Utopien, den EU-Ratspräsidenten , den Präsidenten des Europäischen Rats, den Rat der europäischen Kommission oder verwechsel ich den jetzt mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, und wen von denen habe ich jetzt konkret gewählt, den Jänner und den Februar, IT-Experten die keine Rücksicht auf meine rückständigen Bedürfnisse nehmen, diesen scheiß Drehstuhl auf dem ich sitze, leere Versprechungen, Kontoauszüge und meine etwaige Einkaufsreserve, so nennen diese Bankheinis jetzt den Überziehungsrahmen, von den etwaigen Sollzinsen schreiben sie nichts. Besserwisser, nein die nicht ich bin ja selber einer, greinende Muschis , früher als ich jung war, fuhren die gebildeten oder die sich weiterbildenden Weiber voll auf mich ab, weil ich jung war und wild und ziemlich schräg drauf. Heute würdigen sie mir nicht einmal mehr eines Blickes. Diesen Blick und all die Männer, die dieses Frauen jetzt bewirten und die ich früher in der Pfeife rauchte. Ja ich weiß ich bin ein schlechter Verlierer. Geostrategischen Kuhhandel, Assad und seine Brut, meine schlechten Tage und die Nächte dazwischen, Postkästen, meine Angst, Atombomben, nein das wäre keine gute Idee, dass Gelächter all jener die es schon immer besser wussten, also doch meine Stiefmutter und deren ganze Verwandtschaft, die haben nicht einen Ausfall zu beklagen, das Herz an Herz Gefühl des volkstümlichen Schlagers, bitte was ist das? Köpfe herausragender Persönlichkeiten, weil es leichter geht, Größenwahn der sich hinter Bescheidenheit versteckt und diese sinnlos dekorierten Teller der gehobenen Gastronomie, wo so gut wie nichts drauf ist. Helden/innen gehören dekoriert und nicht Teller. Lehrer, die haben mich immer wie Scheiße behandelt und schon wieder die Stiefmutter, dabei bin ich auf Neuornation.de in fast allen Kategorien Top 5. Eine ganz anständige Leistung immerhin habe ich mehr graue Zelle versoffen als andere zur freien Verfügung haben. Leute die ihre Ziele mit allen nur erdenklichen Mitteln verfolgen, dabei alles Erhabene kurz und klein schlagen und sich zu guter Letzt auf Machiavelli ausreden. Zitate, Genies, verkannte Genies, und Idioten die sich für verkannte Genies halten. Die Mittelmäßigen, nein die nicht, weil ich will nicht schon wieder Hand an mir anlegen, hab ich gerade erst vor einer halben Stunde, was ich nicht an Sperma produziere, wie ein Stier wie eine wilder Stier, Robert de Niro in der Schlussszene alt, ausgefressen und völlig herunter gekommen und wie er mit seinen Fäusten gegen die Mauer seiner Zelle hämmert. Ganz groß, Vernissagen und das ganze Pack, das sich in diesen Leichenhallen der Kultur herum treibt. Bequemlichkeiten, Geringschätzung und Menschen die sich darüber beschweren was aus Weihnachten wurde. Bei aller Herrlichkeit, aber auch Einkaufen kann Sinn spenden, gut umtauschen weniger, aber sogar beim Umtauschen vergeht die Zeit. Ärzte, Rechtsanwälte, einen Hochsitz und auch wenn ich mich wiederhole das Herz an Herzgefühle und schon wieder meine Stiefmutter. Das war jetzt ein Scherz. Alle, alles und jeden könnte ich erschlagen, erschießen oder einfach in die Luft sprengen und trotzdem würde ich nie eine Gefängniszelle von innen sehen, weil ich laut meinen fachärztlichen Befunden, ungefähr so durch geknallt bin wie der irre Tempelritter aus Norway.
Dabei will ich nur fliegen und nicht abstürzen.

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Montag, 28. November 2011
Dokument 3
Das Leben, wie zerkochter Broccoli
wie eine Kurzparkzone
wie eine fettreduzierte Bratwurst, was fürs Auge aber schmeckt nicht
das Leben, wie Hansi Hinterseer, wenn er einem Priester seine wahren Gelüste verschweigt
nur was ist wenn der wirklich so ist und alles geht ihm leicht von der Hand und auch sonst ist alles Heimat und braune Armeefraktion und tote Ausländer am Spieß der richtigen Gesinnung
meine Gesinnung können sie getrost geschenkt haben, so fremd wie ich mir bin
das Leben wie die Novembersonne, ganz schön anzusehen wenn sie dann und wann
den Nebel vertreibt, aber wärmt auch nicht.
Ungefähr so geht es den jungen Wilden am Tahrir Platz.
Das Leben wie eine Tripple AAA Anleihe auf Ramschniveau herabgestuft,
wegen negativer Aussicht und fehlender Einsicht und von Zuversicht keine Spur.
Und dann? Sollen wir alle auswandern oder alte Vinyl Platten auflegen und in
Erinnerungen schwelgen, die im Ofen des Lebens, ungefragt vor sich hin brüten.
Was ich nicht schon alles vergessen wollte und dann fällt es mir erst recht wieder ein.
Das Leben,
wie eine Ausfallhaftung auf Vernunft, wie ein offener Brief an das Schicksal
wie verwischter Lippenstift auf einem Spiegel ,
wie schrieb mal ein großer Dichter, "auf deinem Schlüpfer und auf meiner Seele
ein Hauch von Scheiße"
und kann man heute auch stinkend dem Christkind einfach seine Rechnungen schicken und der macht dann einen Dauerauftrag,
den in Bethlehem dauert der Kampf um Landnahme und Glauben unverzüglich an
und Glaube ist so etwas wie Pornografie für die Kurzentschlossenen
die ewig während, immerwährend und auch dann noch an ihrer Unsterblichkeit festhalten,
wenn über Menschheit das Licht ausgeht und sich auf dem Arbeitsamt
nur noch die Ratten, durch die Stellenanzeigen fressen.
1300 brutto für 40 Stunden und dann füllt man Regale auf, die sich eh wieder leeren
und man verflucht den Tag, an dem die Menschheit den aufrechten Gang einübte
und die Zivilisation ist so etwas wie ein Umhang und darunter,
Nackte und Exhibitionisten und auf dem ersten Blick nicht voneinander unterscheiden.
Das Leben wie grauer Star,
wie zu wenig Zahnfleisch und frei liegenden Zahnhälse,
das Leben wie schlechte Geschmack und gar kein Geschmack und flüchtige Begegnungen
und im Radio sagen sie das gute Beziehung wichtig sind und gefestigt gehören,
meine Beziehung zum Nichts und zur Sinnlosigkeit sind hart wie Kruppstahl,
wir sind ganz dick zwischen uns passt kein Löschblatt.
Das Leben wie
dieser von Guttenberg und unser Karl Heinz mit dem seidigen Haar,
und Warnschilder das Unbefugten der Zutritt versperrt ist
trotzdem treten sie ein Leben lang auf dir herum, außer du bist dieser von Guttenberg
oder der Karl Heinz mit dem seidigen Haar, die benötigen die anderen nicht zwingend,
um sich der Lächerlichkeit preis zu geben,
und ich kenne seit Samstag einen, der ist Pick-Up Coach, der bringt Jungs bei wie man die Stimmbänder einen Muschi zum Trällern bringt, dabei ist er selbst noch ein Kind und ich will solche Menschen nicht kennen, nicht einmal flüchtig.
Das Leben wie Beton
wie Ausfallstraßen ins Nirgendwo und geliftete Wirklichkeiten
und geklaute Fan-Beiträge auf Facebook
das Leben wie ein Fremdwährungskredit in einer anderen Sprache,
wie ein YouTube Video nur drei Mal angeklickt und Leere hochkant aufgestellt
die sich mit jeden Atemzug multipliziert.
Das Leben,
wie schöne Dinge hinter Panzerglas
oder ein Strand in einem Katalog
und ein Tanzkurs für Anfänger, ja aller Anfang ist schwer und kein Meister ist noch vom Himmel gefallen
aber aus der Hölle kamen die Herren da Vinci, Gothe und Mozart aber auch nicht.
Das Leben,
manchmal erübrigt es sich von selbst "mein" zu schreiben.

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