Donnerstag, 19. März 2026
Wiener-Radverleih
der imperialist, 17:43h
Komm Opa, du Großmeister der reinen Vernunft und furchtloser Verteidiger der Menschlichkeit. Mach doch mal die anderen fertig, wenn die was einstellen. Nicht immer nur mich. Das ist diskriminierend. Der ist gut. Den sollte ich in die Welt tragen. Wie andere den Krieg.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Gestern traf ich meinen ukrainischen Nachbarn im Stiegenhaus bei den Postkastl. Einen jungen Mann in seinen Zwanzigern. Der lebt mit der schönen Ukrainerinnen zusammen in einem Haushalt. Mit der schönen Ukrainerin und ihrem hyperaktiven Sohn. Eventuell ist der auch nur altersgerecht euphorisch. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich z.B. bin organisch an einigen exponierten Stellen 100-Jahre alt. Und kein bisschen weise. Aus gehabten Schaden nix gelernt. Aber nicht im Sinne Curd Jürgens. War der eigentlich auch ein Nazi wie der Heribert von Karajan?
Neues Buch räumt mit diesem Mythos auf
Der prominente Zeitgeschichtler Michael Wolffsohn, immer für kontroverse Analysen gut, hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet und ausführlich kommentiert. Mit einigen Mythen räumt er im neuen Buch „Genie und Gewissen“ auf.
Das dreifache Parteimitglied
Wer diesen Rat ausschlägt, dringt ein in den bizarren Kosmos deutscher Ordnungsliebe und findet sogar die Kopien der entsprechenden Karteikarten abgebildet. Der langen Rede kurzer Sinn: Natürlich war Karajan Parteimitglied. Das hat er ja auch nie bestritten und immer dazu gesagt, er sei beigetreten, weil er sonst sein Amt als Generalmusikdirektor von Aachen nicht hätte antreten können. Wolfssohns Recherche belegt, dass der Dirigent darüber hinaus nichts verschwiegen hat.
Im Übrigen lässt sich offenbar auch kein Dokument finden, keine glaubwürdige Zeugenaussage, die belegen könnte, dass Karajan je an irgend etwas anderem als an Musik und an seiner musikalischen Karriere wirklich interessiert gewesen wäre. Der Historiker geht weiteren Karajan-Klischees nach, prüft beispielsweise auch die Berichte von den Protesten gegen Auftritte in den USA, 1955, und findet auch hier Unhaltbares, etwa die Erzählung vom breiten Widerstand gegen den „Nazi-Künstler“, eine Mystifikation, wie manche Berichte über Karajans Verhältnis zu jüdischen Kollegen vor und nach der NS-Zeit. Quelle: Die "Presse"
Der SPIEGEL:
Auch die längst geführte Debatte um Karajans NSDAP-Mitgliedschaft beginnt Wolffsohn noch einmal ganz von vorn. Seine »Quellenkritik« der altbekannten Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin gleicht dabei einer freien Fantasie, der Kompositionsform also, wo eine Assoziation zur nächsten führt. Der Historiker lässt selbst grundlegende Fakten außer Acht. Darunter den Umstand, dass im Münchner Mitgliedschaftsamt der NSDAP nicht nur eine reichsweite Zentralkartei, sondern auch eine zusätzliche Registratur für die Ortsgruppen geführt wurde, was die korrekte zeitliche und örtliche Zuordnung der Eintragungen in Karajans Parteiunterlagen erheblich erschwert.
Stattdessen wird das Kürzel »Eingetr.« vor dem Datum »8. 4. 33« auf der Karteikarte statt korrekt mit »Eingetreten« als »Eingetragen« aufgelöst. Ein anderes, nicht entzifferbares Kürzel liest Wolffsohn als »ng« für »nachgereicht«. Auf solchen Wegen gelangt er, dem Stoßseufzer »Kenne sich da einer aus« zum Trotz, schließlich zu dem eindeutig falschen, aber in Interviews unbeirrt wiederholten Fazit: Es sei »angesichts der vorfindbaren Dokumente ausgeschlossen«, dass Karajan – wie es in der bisherigen Forschung herrschende Meinung ist – zunächst am 8. April 1933 in Salzburg, dann am 1. Mai 1933 in Ulm und schließlich nochmals 1935 in Aachen, wiederum rückwirkend zum 1. Mai 1933, in die NSDAP eingetreten sei. Allein den späten und angeblich erzwungenen Eintritt in Aachen, den Karajan vollzogen habe, um dort Generalmusikdirektor werden zu können, will Wolffsohn gelten lassen.
Ich kann dazu nix sagen:
Aber Wikipedia dementiert ja eh. Der Curd Jürgens war kein Nazi.
Nach Drehschluss des Films Wiener Mädeln legte er sich im September 1944 in einem Wiener Lokal unwissentlich mit Robert Kaltenbrunner, dem Bruder des Gestapo-Chefs Ernst Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny sowie einem Mitarbeiter Baldur von Schirachs an, erhielt wenige Tage darauf einen Gestellungsbefehl, wurde aber nicht zur Wehrmacht eingezogen, sondern als „politisch unzuverlässig“ in ein Arbeitslager geschickt. Nach einigen Wochen konnte er fliehen und sich, so berichtete er später, der weiteren Verfolgung entziehen. Quelle: Wikipedia.
Das gute alte Wikipedia.
Wird auch von der KI-Revolution gefressen oder ausgeschlachtet wie ein Traditionsbetrieb, den ein Hedgefonds übernimmt, nur um ihn in Einzelteile zu zerlegen, die Belegschaft rauszuwerfen und am Ende nur noch die Marke als leere Hülle weiterzuverkaufen. Ein alteingesessener Familienbetrieb, den die Erben verscherbeln, weil sie so weit über ihren eigentlichen Möglichkeiten leben wollen. Wie Du. Mein wortgemachtes Ich. Genau.
Was ist jetzt mit deinem Nachbarn aus der Ukraine?
Der, der also mit seiner Familie vorm Massenmörder Putin, dem neuen Öl und Gas-Baron, nach Wien geflohen ist, um dem Grauen des Krieges zu entkommen. Jetzt ist diesee W**** wieder so richtig oben auf. Die Ölpreise geben nach, nachdem sie die Marke von 119 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel von einem Höchststand von 119 Dollar pro Barrel. Die Aktienkurse in Asien stabilisierten sich, notierten am Freitag aber überwiegend niedriger.
Die Ölpreise waren in dieser Woche stark gestiegen, nachdem eine Serie von Angriffen auf zentrale Energieanlagen am Golf die Sorge um die weltweite Versorgung verschärft hatte.
Laut kuwaitischen Staatsmedien verursachten Drohnenangriffe am frühen Freitagmorgen Brände in der Raffinerie Mina Al‑Ahmadi. Auch Katar meldete Schäden an Gasfeldern, und in Saudi‑Arabien brannten mehrere Ölanlagen nach Angriffen iranischer Drohnen. Diese Vorfälle führten zu erheblichen Produktionsausfällen in der gesamten Golfregion.
Hintergrund dieser Eskalation ist, dass der Iran mit diesen Angriffen auf vorherige militärische Aktionen der USA und Israels reagiert. Die Vergeltungsschläge des Iran richten sich gezielt gegen die Öl‑ und Gasinfrastruktur am Golf, was die Märkte zusätzlich verunsichert und die Preise nach oben treibt.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Ein großer Profiteur dieser Entwicklung ist eben Russland, das sein Öl und Gas aufgrund der angespannten Lage wieder deutlich teurer verkaufen kann, faktisch mit stillschweigender Billigung der USA, die diese Marktverschiebung in Kauf nehmen. Schwer zu sagen, was die USA im Gegenzug dafür von Russland erwarten könnten. Manche Beobachter spekulieren, dass Russland dem Iran möglicherweise weniger militärische oder technische Unterstützung liefert – etwa, indem es keine Satellitendaten mehr teilt. Das bleibt jedoch unbestätigt und ist eher eine Vermutung als eine belegte Tatsache.
Wussten Sie schon, schon lacht der Wortmacher über meinen Sie-Fimmel, dass man heute sogar auf politische Entscheidungen wetten kann?
Ich hätte gutes Geld verdient, wenn ich eine Woche vor Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran auf „Krieg“ gesetzt hätte. Geschrieben habe ich darüber. Gutes Geld. Der ist gut.
„Der digitale Goldrausch hat nun auch das Herz unserer Demokratie erreicht: die politische Vorhersage. Manche Plattformen versuchen noch mit einem gewissen wissenschaftlichen Ernst, Abstimmungsresultate am Abstimmungstag selbst mittels Machine Learning zu entschlüsseln. Die Politik-Branche vollzieht hingegen einen viel radikaleren Kurswechsel in Richtung Spielbank, Gambling und Wetten. Die jüngste Ankündigung des Branchenriesen im Bereich politischer Daten (FiscalNote), in politische Prognosemärkte einzusteigen, ist das Fanal einer gefährlichen Entwicklung. Was als „Policy Intelligence“ begann, wird nun zur Assetklasse, das Parlament zum Casino, die Politik-Arena zum Wettbüro. Doch hinter der glänzenden Fassade aus Big Data und Echtzeit-Quoten verbirgt sich ein fundamentaler Irrtum über das Wesen des Politischen: die Illusion der Berechenbarkeit.
Prediction Markets funktionieren anders als klassische Wettplattformen. Nutzer platzieren sogenannte Trades, also Wetten, auf ein beliebiges Ergebnis in der Zukunft. Die derzeit größten und bekanntesten Plattformen sind Polymarket und Kalshi. Polymarket ist ein global zugänglicher, dezentraler Marktplatz für schnelle, kryptobasierte Eventwetten, Kalshi eine streng regulierte US-Börse, die regelgebundenen Handel mit Ereignisverträgen ermöglicht“. Quelle: Die "Presse/Meinung/Clemens Maria Schuster (*1977) ist Start-up-Unternehmer in Zürich und Brüssel. Er baut mit savoirr.com und politik.ch Datenplattformen für die Analyse und das Monitoring politischer Verfahren.
Apropos Krieg. Endlich können Antisemiten so richtig in die Vollen gehen und unwidersprochen behaupten, die verfluchten „Juden“ sind an allem schuld. Diese Misere im Nahen Osten und am Golf haben uns die Juden eingebrockt. Die haben wie bekloppt in den USA lobbyiert. Natürlich nicht die Juden im Allgemeinen. Die israelische Regierung unter der Führung ihres Ministerpräsidenten, mit Verlaub gesagt. Israel verfügt über eigene Erdgasvorkommen, ist kaum von der Straße von Hormus abhängig, wo der Iran den Treibstofftransport kontrolliert, und trägt keine Verantwortung für den freien Welthandel. Für Israel steht mehr auf dem Spiel als für die Vereinigten Staaten, da es den Iran, der Israel vernichten will, sowohl durch sein Atomprogramm als auch insbesondere durch seine ballistischen Raketen als klare Gefahr ansieht. Israel ist entschlossener als Washington, das Regime im Iran zu stürzen, die Islamische Republik und ihr Raketenprogramm zu zerschlagen und die Hisbollah, Irans Stellvertretertruppe im Südlibanon, so weit zu schwächen, dass sie Israel auf Jahre hinaus nicht mehr bedrohen kann. Analysten zufolge ist Israel auch offener für einen möglichen Staatszerfall und Chaos im Iran als Washington. Die Mehrheit der Israelis ist für den Angriff gegen Iran. Was man durchaus nachvollziehen kann.
„Israel wird die nächsten 25 Jahre nicht erleben.“
Kontext: Khamenei veröffentlichte dieses Zitat auf seiner offiziellen Website und auf Twitter. (2015)
Auf einer staatlich installierten Countdown‑Uhr in Teheran, die Khamenei öffentlich unterstützte, stand:
„Countdown bis zur Zerstörung des zionistischen Regimes.“
Diese Uhr lief auf das Jahr 2040 zu.
„Wir haben die Macht, Israel von der Weltbühne zu tilgen.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2019)
„Israel wird bald nicht mehr existieren.“
Esmail Ghaani, Kommandeur der Quds‑Einheit (2021)
„Tod Israel!“ („Marg bar Israel“)
Staatlich geduldeter Ruf auf offiziellen Kundgebungen
Islamische Republik Iran (seit 1979)
„Die Vernichtung Israels ist nicht länger ein Traum, sondern ein erreichbares Ziel.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2020)
Ich: Bing, bitte setze ein Kreuz bei den Namen in Klammern, die nicht mehr unter den Lebenden verweilen. Unter den Lebenden weilen sie schon. Aber anders.
BING: WICHTIG:
Ali Khamenei lebt.
Hossein Salami lebt.
Esmail Ghaani lebt.
Das heißt: Keiner der drei bekommt ein Kreuz. Falls du irgendwo gelesen hast, dass einer von ihnen gestorben sei, dann ist das entweder ein Gerücht, eine Falschmeldung oder eine Verwechslung mit anderen IRGC‑Kommandeuren, die tatsächlich getötet wurden (z. B. Qassem Soleimani† im Jahr 2020).
Ich: Na dann.
BING: Wenn einer dieser Männer gestorben wäre, wäre das weltweit sofort auf allen großen Nachrichtenseiten, und zwar in riesigen Schlagzeilen.
Das wäre ein geopolitisches Erdbeben.
Zu einem politischen Erdbeben hat auch der russische Angriff auf die Ukraine geführt. Der selten völkerrechtswidrig ist. Das Völkerrecht wiederum ist ein Schwindelzettel für alle Ohnmächtigen, die allein wegen ihrem prekären Status am Völkerrecht festhalten müssen. Sonst ist Land unter. Wie in der Ukraine oder in Nahen Osten.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Man sollte also meinen, wer den russischen Bomben in der Ukraine entronnen ist und nicht an vorderster Front im Schützengraben stehen muss, erste Reihe fußfrei (ich bin nicht zynisch - es sind die Verhältnisse) betrachte die Welt fortan mit stoischer Gelassenheit. Doch die menschliche Psyche tickt anders, was ich, ehrlich gesagt, fast schon wieder beruhigend finde.
Mein ukrainischer Nachbar hatte plötzlich ein neues Fahrrad. Wobei „neu“ relativ war; es sah deutlich gebraucht aus. Ich fragte ihn nach seinem alten Rad, das im Gegensatz dazu fast fabrikneu gewesen war. Da platzte es aus dem jungen Mann heraus.
Bei seinem alten Rad war das Vorderrad geklaut worden. Er hatte es monatelang abgesperrt in der „Bronx“ im öffentlichen Raum stehen lassen.
„Wie jetzt? Monatelang auf der Straße und nicht bei uns im Innenhof? Das ist aber mutig“, entgegnete ich.
Seine Antwort kam ohne Zögern, empört und sichtlich angewidert:
„Hier ist es schlimmer als in der Ukraine! Wien ist schlimmer als die Ukraine!“
„Aber in der Ukraine ist doch Krieg...“, versuchte ich einzuwenden. Doch er sprach nicht vom Jetzt, sondern von der Zeit davor. Natürlich gab es auch in der Ukraine Verbrechen, jede Menge sogar; das Land war auch vor dem Krieg kein Streichelzoo. Ganz im Gegenteil. Aber er drückte es so aus: In der Ukraine hättest du dein Rad ewig draußen stehen lassen können, ein Vorderrad hätte dir niemand geklaut. So etwas habe er noch nie erlebt. „In Wien klauen sie alles!“
In diesem Moment kam ein Nachbar aus dem Dachgeschoss mit seinem kleinen Sohn durch die Haustür Richtung Aufzug. Als er das Thema mitbekam, mischte er sich sofort ein: Auch ihm sei das Rad gestohlen worden.
„In der Bronx?“, fragte ich.
„Ja“, antwortete er, sichtlich angewidert und wütend. „Die Hölle soll unter diesem Abschaum aufgehen!“, fluchte der Enddreißiger.
Mein ukrainischer Nachbar sah sich bestätigt. Für ihn war dieser Diebstahl in der vermeintlich sicheren Weltstadt Wien ein Schock, ein regelrechter Vertrauensbruch durch die Zivilisation. Ich zuckte nur die Achseln: „Wer in Wien ein teures Rad hat, sollte es immer in die Wohnung tragen.“
„Und wenn da kein Platz ist?“, fragte er resigniert. Eine gute Frage.
Nachdem wir kollektiv festgestellt hatten, das Wien weiterhin eine der sichersten Städte des Planeten ist, mit ein paar kleinen Einschränkungen, löste sich unsere kleine Empörungsgruppe wieder auf.
Später musste ich schmunzeln. Der gute Mann ist in Wien bestens angekommen. Der ist auf dem besten Weh sich zu integrieren. Der beherrscht bereits die wichtigste lokale Kulturtechnik: das Granteln. Sein Kriegstrauma kann nicht mehr ganz so tief gehen, wenn er die Energie findet, sich derart über ein Vorderrad zu echauffieren das ihm in Wien - Vienna wo er so gut wie nichts tag - geklaut wurde. Es ist fast ein Kompliment an die Stadt: Wenn man sich über so eine kleine Schweinerei derart aufregen kann, dann ist die existenzielle Not offenbar schon ein gutes Stück in den Hintergrund gerückt. Vielleicht ist es aber auch Heimweh, das sich so Bahn bricht. Nur FPÖ‑Wählerinnen solltest du diese Geschichte lieber nicht erzählen.
Undankbares Pack:
Für die einschlägige Wählerschaft wäre diese Szene die perfekte Vorlage, um das Klischee vom „undankbaren Gast“ zu befeuern. Dass ein Geflüchteter es wagt, die Wiener Kriminalitätsrate am heimischen Standard zu messen, würde dort nicht als Zeichen von Normalisierung, sondern als pure Dreistigkeit ausgelegt. Wer den Wiener Grant für sich beansprucht, ohne hier geboren zu sein, landet sofort im Fadenkreuz der „Dann geh doch zurück“-Rhetorik – denn für manche ist Dankbarkeit die einzige Währung, in der ein Schutzsuchender zu bezahlen hat. Quelle: KI
So sind wir Menschen eben dachte ich mir: Kaum ist die existenzielle Gefahr des Krieges weg, rückt das nächste Ärgernis – das geklaute Vorderrad – sofort wieder ins Zentrum deines Universums. Vielleicht ist genau das das sicherste Zeichen von Normalität. Was wären die großen Niederlagen ohne die kleinen? Die kleinen, die wenigstens noch das Potenzial haben, dass man sich herrlich über sie aufregen kann – und nicht vor Todesangst verstummt.
Es gibt also Hoffnung. Natürlich. Nur nicht für dich und mich, Kassandra. Genau.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Den Erben vom Lungen-Mann (vormals Englischer-Gentleman) haben sie sogar beide Räder geklaut. Ihres und Seines. Aber die haben eh Geld wie Heu. Seit sie geerbt haben. 😅
----_------_--------___----------______-------______------______-
Gestern traf ich meinen ukrainischen Nachbarn im Stiegenhaus bei den Postkastl. Einen jungen Mann in seinen Zwanzigern. Der lebt mit der schönen Ukrainerinnen zusammen in einem Haushalt. Mit der schönen Ukrainerin und ihrem hyperaktiven Sohn. Eventuell ist der auch nur altersgerecht euphorisch. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich z.B. bin organisch an einigen exponierten Stellen 100-Jahre alt. Und kein bisschen weise. Aus gehabten Schaden nix gelernt. Aber nicht im Sinne Curd Jürgens. War der eigentlich auch ein Nazi wie der Heribert von Karajan?
Neues Buch räumt mit diesem Mythos auf
Der prominente Zeitgeschichtler Michael Wolffsohn, immer für kontroverse Analysen gut, hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet und ausführlich kommentiert. Mit einigen Mythen räumt er im neuen Buch „Genie und Gewissen“ auf.
Das dreifache Parteimitglied
Wer diesen Rat ausschlägt, dringt ein in den bizarren Kosmos deutscher Ordnungsliebe und findet sogar die Kopien der entsprechenden Karteikarten abgebildet. Der langen Rede kurzer Sinn: Natürlich war Karajan Parteimitglied. Das hat er ja auch nie bestritten und immer dazu gesagt, er sei beigetreten, weil er sonst sein Amt als Generalmusikdirektor von Aachen nicht hätte antreten können. Wolfssohns Recherche belegt, dass der Dirigent darüber hinaus nichts verschwiegen hat.
Im Übrigen lässt sich offenbar auch kein Dokument finden, keine glaubwürdige Zeugenaussage, die belegen könnte, dass Karajan je an irgend etwas anderem als an Musik und an seiner musikalischen Karriere wirklich interessiert gewesen wäre. Der Historiker geht weiteren Karajan-Klischees nach, prüft beispielsweise auch die Berichte von den Protesten gegen Auftritte in den USA, 1955, und findet auch hier Unhaltbares, etwa die Erzählung vom breiten Widerstand gegen den „Nazi-Künstler“, eine Mystifikation, wie manche Berichte über Karajans Verhältnis zu jüdischen Kollegen vor und nach der NS-Zeit. Quelle: Die "Presse"
Der SPIEGEL:
Auch die längst geführte Debatte um Karajans NSDAP-Mitgliedschaft beginnt Wolffsohn noch einmal ganz von vorn. Seine »Quellenkritik« der altbekannten Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin gleicht dabei einer freien Fantasie, der Kompositionsform also, wo eine Assoziation zur nächsten führt. Der Historiker lässt selbst grundlegende Fakten außer Acht. Darunter den Umstand, dass im Münchner Mitgliedschaftsamt der NSDAP nicht nur eine reichsweite Zentralkartei, sondern auch eine zusätzliche Registratur für die Ortsgruppen geführt wurde, was die korrekte zeitliche und örtliche Zuordnung der Eintragungen in Karajans Parteiunterlagen erheblich erschwert.
Stattdessen wird das Kürzel »Eingetr.« vor dem Datum »8. 4. 33« auf der Karteikarte statt korrekt mit »Eingetreten« als »Eingetragen« aufgelöst. Ein anderes, nicht entzifferbares Kürzel liest Wolffsohn als »ng« für »nachgereicht«. Auf solchen Wegen gelangt er, dem Stoßseufzer »Kenne sich da einer aus« zum Trotz, schließlich zu dem eindeutig falschen, aber in Interviews unbeirrt wiederholten Fazit: Es sei »angesichts der vorfindbaren Dokumente ausgeschlossen«, dass Karajan – wie es in der bisherigen Forschung herrschende Meinung ist – zunächst am 8. April 1933 in Salzburg, dann am 1. Mai 1933 in Ulm und schließlich nochmals 1935 in Aachen, wiederum rückwirkend zum 1. Mai 1933, in die NSDAP eingetreten sei. Allein den späten und angeblich erzwungenen Eintritt in Aachen, den Karajan vollzogen habe, um dort Generalmusikdirektor werden zu können, will Wolffsohn gelten lassen.
Ich kann dazu nix sagen:
Aber Wikipedia dementiert ja eh. Der Curd Jürgens war kein Nazi.
Nach Drehschluss des Films Wiener Mädeln legte er sich im September 1944 in einem Wiener Lokal unwissentlich mit Robert Kaltenbrunner, dem Bruder des Gestapo-Chefs Ernst Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny sowie einem Mitarbeiter Baldur von Schirachs an, erhielt wenige Tage darauf einen Gestellungsbefehl, wurde aber nicht zur Wehrmacht eingezogen, sondern als „politisch unzuverlässig“ in ein Arbeitslager geschickt. Nach einigen Wochen konnte er fliehen und sich, so berichtete er später, der weiteren Verfolgung entziehen. Quelle: Wikipedia.
Das gute alte Wikipedia.
Wird auch von der KI-Revolution gefressen oder ausgeschlachtet wie ein Traditionsbetrieb, den ein Hedgefonds übernimmt, nur um ihn in Einzelteile zu zerlegen, die Belegschaft rauszuwerfen und am Ende nur noch die Marke als leere Hülle weiterzuverkaufen. Ein alteingesessener Familienbetrieb, den die Erben verscherbeln, weil sie so weit über ihren eigentlichen Möglichkeiten leben wollen. Wie Du. Mein wortgemachtes Ich. Genau.
Was ist jetzt mit deinem Nachbarn aus der Ukraine?
Der, der also mit seiner Familie vorm Massenmörder Putin, dem neuen Öl und Gas-Baron, nach Wien geflohen ist, um dem Grauen des Krieges zu entkommen. Jetzt ist diesee W**** wieder so richtig oben auf. Die Ölpreise geben nach, nachdem sie die Marke von 119 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel von einem Höchststand von 119 Dollar pro Barrel. Die Aktienkurse in Asien stabilisierten sich, notierten am Freitag aber überwiegend niedriger.
Die Ölpreise waren in dieser Woche stark gestiegen, nachdem eine Serie von Angriffen auf zentrale Energieanlagen am Golf die Sorge um die weltweite Versorgung verschärft hatte.
Laut kuwaitischen Staatsmedien verursachten Drohnenangriffe am frühen Freitagmorgen Brände in der Raffinerie Mina Al‑Ahmadi. Auch Katar meldete Schäden an Gasfeldern, und in Saudi‑Arabien brannten mehrere Ölanlagen nach Angriffen iranischer Drohnen. Diese Vorfälle führten zu erheblichen Produktionsausfällen in der gesamten Golfregion.
Hintergrund dieser Eskalation ist, dass der Iran mit diesen Angriffen auf vorherige militärische Aktionen der USA und Israels reagiert. Die Vergeltungsschläge des Iran richten sich gezielt gegen die Öl‑ und Gasinfrastruktur am Golf, was die Märkte zusätzlich verunsichert und die Preise nach oben treibt.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Ein großer Profiteur dieser Entwicklung ist eben Russland, das sein Öl und Gas aufgrund der angespannten Lage wieder deutlich teurer verkaufen kann, faktisch mit stillschweigender Billigung der USA, die diese Marktverschiebung in Kauf nehmen. Schwer zu sagen, was die USA im Gegenzug dafür von Russland erwarten könnten. Manche Beobachter spekulieren, dass Russland dem Iran möglicherweise weniger militärische oder technische Unterstützung liefert – etwa, indem es keine Satellitendaten mehr teilt. Das bleibt jedoch unbestätigt und ist eher eine Vermutung als eine belegte Tatsache.
Wussten Sie schon, schon lacht der Wortmacher über meinen Sie-Fimmel, dass man heute sogar auf politische Entscheidungen wetten kann?
Ich hätte gutes Geld verdient, wenn ich eine Woche vor Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran auf „Krieg“ gesetzt hätte. Geschrieben habe ich darüber. Gutes Geld. Der ist gut.
„Der digitale Goldrausch hat nun auch das Herz unserer Demokratie erreicht: die politische Vorhersage. Manche Plattformen versuchen noch mit einem gewissen wissenschaftlichen Ernst, Abstimmungsresultate am Abstimmungstag selbst mittels Machine Learning zu entschlüsseln. Die Politik-Branche vollzieht hingegen einen viel radikaleren Kurswechsel in Richtung Spielbank, Gambling und Wetten. Die jüngste Ankündigung des Branchenriesen im Bereich politischer Daten (FiscalNote), in politische Prognosemärkte einzusteigen, ist das Fanal einer gefährlichen Entwicklung. Was als „Policy Intelligence“ begann, wird nun zur Assetklasse, das Parlament zum Casino, die Politik-Arena zum Wettbüro. Doch hinter der glänzenden Fassade aus Big Data und Echtzeit-Quoten verbirgt sich ein fundamentaler Irrtum über das Wesen des Politischen: die Illusion der Berechenbarkeit.
Prediction Markets funktionieren anders als klassische Wettplattformen. Nutzer platzieren sogenannte Trades, also Wetten, auf ein beliebiges Ergebnis in der Zukunft. Die derzeit größten und bekanntesten Plattformen sind Polymarket und Kalshi. Polymarket ist ein global zugänglicher, dezentraler Marktplatz für schnelle, kryptobasierte Eventwetten, Kalshi eine streng regulierte US-Börse, die regelgebundenen Handel mit Ereignisverträgen ermöglicht“. Quelle: Die "Presse/Meinung/Clemens Maria Schuster (*1977) ist Start-up-Unternehmer in Zürich und Brüssel. Er baut mit savoirr.com und politik.ch Datenplattformen für die Analyse und das Monitoring politischer Verfahren.
Apropos Krieg. Endlich können Antisemiten so richtig in die Vollen gehen und unwidersprochen behaupten, die verfluchten „Juden“ sind an allem schuld. Diese Misere im Nahen Osten und am Golf haben uns die Juden eingebrockt. Die haben wie bekloppt in den USA lobbyiert. Natürlich nicht die Juden im Allgemeinen. Die israelische Regierung unter der Führung ihres Ministerpräsidenten, mit Verlaub gesagt. Israel verfügt über eigene Erdgasvorkommen, ist kaum von der Straße von Hormus abhängig, wo der Iran den Treibstofftransport kontrolliert, und trägt keine Verantwortung für den freien Welthandel. Für Israel steht mehr auf dem Spiel als für die Vereinigten Staaten, da es den Iran, der Israel vernichten will, sowohl durch sein Atomprogramm als auch insbesondere durch seine ballistischen Raketen als klare Gefahr ansieht. Israel ist entschlossener als Washington, das Regime im Iran zu stürzen, die Islamische Republik und ihr Raketenprogramm zu zerschlagen und die Hisbollah, Irans Stellvertretertruppe im Südlibanon, so weit zu schwächen, dass sie Israel auf Jahre hinaus nicht mehr bedrohen kann. Analysten zufolge ist Israel auch offener für einen möglichen Staatszerfall und Chaos im Iran als Washington. Die Mehrheit der Israelis ist für den Angriff gegen Iran. Was man durchaus nachvollziehen kann.
„Israel wird die nächsten 25 Jahre nicht erleben.“
Kontext: Khamenei veröffentlichte dieses Zitat auf seiner offiziellen Website und auf Twitter. (2015)
Auf einer staatlich installierten Countdown‑Uhr in Teheran, die Khamenei öffentlich unterstützte, stand:
„Countdown bis zur Zerstörung des zionistischen Regimes.“
Diese Uhr lief auf das Jahr 2040 zu.
„Wir haben die Macht, Israel von der Weltbühne zu tilgen.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2019)
„Israel wird bald nicht mehr existieren.“
Esmail Ghaani, Kommandeur der Quds‑Einheit (2021)
„Tod Israel!“ („Marg bar Israel“)
Staatlich geduldeter Ruf auf offiziellen Kundgebungen
Islamische Republik Iran (seit 1979)
„Die Vernichtung Israels ist nicht länger ein Traum, sondern ein erreichbares Ziel.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2020)
Ich: Bing, bitte setze ein Kreuz bei den Namen in Klammern, die nicht mehr unter den Lebenden verweilen. Unter den Lebenden weilen sie schon. Aber anders.
BING: WICHTIG:
Ali Khamenei lebt.
Hossein Salami lebt.
Esmail Ghaani lebt.
Das heißt: Keiner der drei bekommt ein Kreuz. Falls du irgendwo gelesen hast, dass einer von ihnen gestorben sei, dann ist das entweder ein Gerücht, eine Falschmeldung oder eine Verwechslung mit anderen IRGC‑Kommandeuren, die tatsächlich getötet wurden (z. B. Qassem Soleimani† im Jahr 2020).
Ich: Na dann.
BING: Wenn einer dieser Männer gestorben wäre, wäre das weltweit sofort auf allen großen Nachrichtenseiten, und zwar in riesigen Schlagzeilen.
Das wäre ein geopolitisches Erdbeben.
Zu einem politischen Erdbeben hat auch der russische Angriff auf die Ukraine geführt. Der selten völkerrechtswidrig ist. Das Völkerrecht wiederum ist ein Schwindelzettel für alle Ohnmächtigen, die allein wegen ihrem prekären Status am Völkerrecht festhalten müssen. Sonst ist Land unter. Wie in der Ukraine oder in Nahen Osten.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Man sollte also meinen, wer den russischen Bomben in der Ukraine entronnen ist und nicht an vorderster Front im Schützengraben stehen muss, erste Reihe fußfrei (ich bin nicht zynisch - es sind die Verhältnisse) betrachte die Welt fortan mit stoischer Gelassenheit. Doch die menschliche Psyche tickt anders, was ich, ehrlich gesagt, fast schon wieder beruhigend finde.
Mein ukrainischer Nachbar hatte plötzlich ein neues Fahrrad. Wobei „neu“ relativ war; es sah deutlich gebraucht aus. Ich fragte ihn nach seinem alten Rad, das im Gegensatz dazu fast fabrikneu gewesen war. Da platzte es aus dem jungen Mann heraus.
Bei seinem alten Rad war das Vorderrad geklaut worden. Er hatte es monatelang abgesperrt in der „Bronx“ im öffentlichen Raum stehen lassen.
„Wie jetzt? Monatelang auf der Straße und nicht bei uns im Innenhof? Das ist aber mutig“, entgegnete ich.
Seine Antwort kam ohne Zögern, empört und sichtlich angewidert:
„Hier ist es schlimmer als in der Ukraine! Wien ist schlimmer als die Ukraine!“
„Aber in der Ukraine ist doch Krieg...“, versuchte ich einzuwenden. Doch er sprach nicht vom Jetzt, sondern von der Zeit davor. Natürlich gab es auch in der Ukraine Verbrechen, jede Menge sogar; das Land war auch vor dem Krieg kein Streichelzoo. Ganz im Gegenteil. Aber er drückte es so aus: In der Ukraine hättest du dein Rad ewig draußen stehen lassen können, ein Vorderrad hätte dir niemand geklaut. So etwas habe er noch nie erlebt. „In Wien klauen sie alles!“
In diesem Moment kam ein Nachbar aus dem Dachgeschoss mit seinem kleinen Sohn durch die Haustür Richtung Aufzug. Als er das Thema mitbekam, mischte er sich sofort ein: Auch ihm sei das Rad gestohlen worden.
„In der Bronx?“, fragte ich.
„Ja“, antwortete er, sichtlich angewidert und wütend. „Die Hölle soll unter diesem Abschaum aufgehen!“, fluchte der Enddreißiger.
Mein ukrainischer Nachbar sah sich bestätigt. Für ihn war dieser Diebstahl in der vermeintlich sicheren Weltstadt Wien ein Schock, ein regelrechter Vertrauensbruch durch die Zivilisation. Ich zuckte nur die Achseln: „Wer in Wien ein teures Rad hat, sollte es immer in die Wohnung tragen.“
„Und wenn da kein Platz ist?“, fragte er resigniert. Eine gute Frage.
Nachdem wir kollektiv festgestellt hatten, das Wien weiterhin eine der sichersten Städte des Planeten ist, mit ein paar kleinen Einschränkungen, löste sich unsere kleine Empörungsgruppe wieder auf.
Später musste ich schmunzeln. Der gute Mann ist in Wien bestens angekommen. Der ist auf dem besten Weh sich zu integrieren. Der beherrscht bereits die wichtigste lokale Kulturtechnik: das Granteln. Sein Kriegstrauma kann nicht mehr ganz so tief gehen, wenn er die Energie findet, sich derart über ein Vorderrad zu echauffieren das ihm in Wien - Vienna wo er so gut wie nichts tag - geklaut wurde. Es ist fast ein Kompliment an die Stadt: Wenn man sich über so eine kleine Schweinerei derart aufregen kann, dann ist die existenzielle Not offenbar schon ein gutes Stück in den Hintergrund gerückt. Vielleicht ist es aber auch Heimweh, das sich so Bahn bricht. Nur FPÖ‑Wählerinnen solltest du diese Geschichte lieber nicht erzählen.
Undankbares Pack:
Für die einschlägige Wählerschaft wäre diese Szene die perfekte Vorlage, um das Klischee vom „undankbaren Gast“ zu befeuern. Dass ein Geflüchteter es wagt, die Wiener Kriminalitätsrate am heimischen Standard zu messen, würde dort nicht als Zeichen von Normalisierung, sondern als pure Dreistigkeit ausgelegt. Wer den Wiener Grant für sich beansprucht, ohne hier geboren zu sein, landet sofort im Fadenkreuz der „Dann geh doch zurück“-Rhetorik – denn für manche ist Dankbarkeit die einzige Währung, in der ein Schutzsuchender zu bezahlen hat. Quelle: KI
So sind wir Menschen eben dachte ich mir: Kaum ist die existenzielle Gefahr des Krieges weg, rückt das nächste Ärgernis – das geklaute Vorderrad – sofort wieder ins Zentrum deines Universums. Vielleicht ist genau das das sicherste Zeichen von Normalität. Was wären die großen Niederlagen ohne die kleinen? Die kleinen, die wenigstens noch das Potenzial haben, dass man sich herrlich über sie aufregen kann – und nicht vor Todesangst verstummt.
Es gibt also Hoffnung. Natürlich. Nur nicht für dich und mich, Kassandra. Genau.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Den Erben vom Lungen-Mann (vormals Englischer-Gentleman) haben sie sogar beide Räder geklaut. Ihres und Seines. Aber die haben eh Geld wie Heu. Seit sie geerbt haben. 😅
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories