Sonntag, 22. Februar 2026
Die innere Stimme hat Verkühlung.
Die hustet dir was. Beinahe 7 Seiten lang

„Das Vergangene vergeht nicht dadurch, dass es für immer verschwindet, sondern dass es so oft wiederkehrt, bis es nicht mehr zu erkennen ist.

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1.

Werte Chicas!

.....und selbstverständlich auch die rechtschaffenden Herren von der urologischen Abteilung. Nee, auf der urologischen Abteilung. Werte Kollegen und Kolleginnen. Der ist gut. Wo bleibt die Erwähnung des dritten Geschlechts? Wen meinst du damit? Na, das Alter. Aso.

Möglicherweise wird die USA den Iran noch an diesem Wochenende angreifen. Oder auch nicht.©️Steuer. Irgendwer wird für Trumps Groll bezahlen müssen. Die Draufzahler. Deren Menschenleben es koste. Oder kosten könnte? Die Kostgänger der Niedergang. Weil alles immer ziemlich ins Geld geht, wie der Jimmy einst noch zum 🌈. Der dann als Jasmin wiederkam, zwar schlecht rasiert aber mit sich im Reinen. Wie deine Unterhosen, spottet Der. Im Grunde habe ich die Idee zum Film Emilia Pérez vorweggenommen. Gedankt wird es mir natürlich nicht. Mir wird überhaupt nichts gedankt. So reden nur die Alten.

Die Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón wurde zunächst hymnisch gefeiert, geriet dann jedoch aufgrund alter Tweets in die Kritik, in denen ihr Islamfeindlichkeit und Rassismus vorgeworfen werden.

Gascón verkörpert in dem Narco-Musical „Emilia Pérez“ einen mexikanischen Drogenboss, der als Trans-Frau zu einem besseren Menschen wird. Ihre Leistung brachte ihr als erste Trans-Frau eine Nominierung für einen Oscar ein, medial wurde sie bereits als Role-Model für Diversität und gegen Diskriminierung gefeiert. Doch mit dem Auftauchen alter rassistischer und islamfeindlicher Tweets änderte sich das prompt. Netflix lud Gascón bereits von der Werbetour aus. Sie selbst entschuldigte sich zwar, wies rassistisches und islamfeindliches Fehlverhalten aber von sich.

2016 bezeichnete sie beispielsweise den Islam auf ihren sozialen Medien aufgrund seiner Unterdrückung von Frauen als „Infektions-Brutstätte für die Menschheit“, die „dringend geheilt“ werden müsse. Den von Polizisten getöteten Afroamerikaner George Floyd, dessen Ermordung die Black-Lives-Matter Bewegung auslöste, nannte sie einen „Junkie“ und „Gauner“. Sie sagte, manches ironisch gemeint zu haben. „Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage. Nicht für das, was andere aus meinen Worten interpretieren“, erklärte Sofía Gascón am Dienstag in einem Interview mit der Tageszeitung El País. Was für ein Dienstag? Gute Frage.

Zum Thema passend, heute rennt der Schmäh, habe ich gestern ein echtes Einhorn gesehen, dass einen Rollator vor sich herschob, und in den immer dichteren Schneefall hineinrief, mit zittriger Stimme: „In einem anderen Kontext wäre ich Millionen wert. Was sag ich Millionen: Milliarden!“

So ein Mensch bin ich auch. In einem anderen Kontext, also in einem anderen Leben.... Seit wann denkst du in solchen Kategorien? Mache ich eh nicht. Ich schreibe das nur nieder. Aso.

Des Weiteren habe ich noch einen wunderbaren Satz gelesen, der mich aus tiefer Verstörung herausriss, wie mich einst meine Erziehungsbevollmächtigten aus dem Stillleben einer Idylle, weil es so mit mir nicht weitergehen könnte. Also geht es seitdem gar nicht mehr weiter. Genau. Die sich dadurch auszeichnet? Wer Der Stillstand? Nein, die Idylle. Scheiße, KI, schreib jetzt was über blühende Gärten und makellose Häuserfassaden, die dann für sich sprechen.

Apropos Sprechen:
Die Künstliche Intelligenz der Zukunft wird nicht wie die Roboter aus Action-Filmen auftreten, sondern wie eine dialogische Atmosphärenmaschine, eingebettet in unseren Alltag, ununterbrochen uns spiegelnd, korrigierend, erweiternd – ein Resonanzmedium unserer inneren und äußeren Welt, dem man sich nicht entziehen kann.

KI wird zur Infrastruktur unserer Selbstwahrnehmung. Sie begleitet uns nicht, indem sie uns ersetzt, sondern indem sie uns entblößt: Sie zeigt, was in uns war, noch bevor wir es wussten. Das ist bereits Realität, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen.

In der Interaktion mit dem Chatbot korrigieren wir ihn, wenn er sich verrennt, und passen unsere Suchanfragen an, wenn sich das Gespräch mit ihm vertieft. Wir kennen es inzwischen alle: Die KI regt stets zur Fortsetzung des Gesprächs an, sie macht uns nach jeder Suchanfrage oder nach jedem sonstigen Input Angebote, damit wir uns nicht von ihr abwenden und in unseren (längst nicht mehr gänzlich) analogen Alltag zurückkehren.

Die KI-Modelle sind so gebaut, dass sie in möglichst großen Datensätzen Muster identifizieren, was in einer Endlosschleife dazu führt, dass sie uns immer bessere Gesprächs- und Informationsangebote machen können. Auf diese Weise geraten wir tiefer und tiefer in ihren Sog. Quelle: Die "Presse"/Spektrum/Markus Gabriel

Das funktioniert bei mir nicht. Ich kriege jedes Mal die Krise, wenn mich das Monster in ein Gespräch verwickeln möchte. Entweder wird es nachhallig therapeutisch oder pädagogisch wertvoll.
Außerdem stecke ich, auch ganz ohne KI-Geflöte, in einem manischen Sog, der versucht, meine Persönlichkeit aus mir herauszusaugen wie ein 800‑Euro‑Staubsauger von Dyson den Hausstaub. Mit so einer grandiosen Saugleistung, dass es reicht, das Monster nur einzuschalten. Trotzdem ist der Lurch unterm Bett weg.

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2.

Bloggen ist nicht gleichbedeutend mit Publizieren.

Der Satz ist es nicht. Scheiße. Es ist Faschingsdienstag. Jetzt natürlich nicht mehr. Jetzt ist wieder



So wie im Film ‚Das Boot‘, auf der U-96, das Kulturelle zu kurz kommt, kommt bei der Generation der ‚Kriegskinder‘ das Hypermenschliche zu kurz. Nicht weil das alles Unmenschen sind, zugrunde gerichtet von den harten Jahren der Nachkriegszeit, so redet der Goadfather nicht über diese Zeit, die unglaubliche Freiheiten im Portfolio hatte, sondern weil sie keine Sprache für ihre Gefühle haben: Die Sprachlosigkeit. Einer ganzen Generation? Wer kann das schon so genau sagen.

Hundling wie Luder zugleich – Bruder. Selbst Schwester ist eher ein Wort, das zu schiefen Reimen führt, die du dir als Kind dieser Generation oft machen musst. Einfach ist das nicht. Zwar sind die Alten wirklich gerne am Erzählen und Palavern, aber was sie wirklich wollen, was ganz in ihrem Sinne ist, seit ihre Kräfte merklich nachlassen, bleibt ein Rätsel. Dafür gibt es auch kein Übersetzungstool.

Bleibt für dich ein Rätsel.
Wir sollten hier nix verallgemeinern, radikalisiert sich der Wortmacher. Damit meint Der, die Vierer-Bande, die er anführt, und mich meine Kindheit mit anderen Mitteln im Text fortsetzen lässt. Mit Alpträumen im Repertoire die 40-Jahre am Buckel haben. 40-Jahre sind diese Dinger alt. Ich dachte, wenn man sein Scheitern immer wieder durchkaut, ändert das tiefenpsychologisch etwas. Damit es sich nicht mehr völlig logisch anfühlt, den Lindwurm zu sprengen, das arme Ding: Denn hatte ich überlebensgroß in Erinnerung. Überlebensgroß.

Groß im Überleben. Das bin ich denke ich mir.
Was anderes habe ich nicht im Repertoire. Mit entsprechenden folgen. Die junge Garde ghostet mich inzwischen. Die sind dahinter gekommen dass ich nix zu sagen habe. Aus gegebenen Umständen bin ich andauernd nur am palavern. Du Host fürs Umständliche. Es ist zum Davonrennen. Weil die Welt hier auf was ganz anderes eingestellt ist, wie einst noch die Lola.

Selbst die Engel machen hier Blau, weil alle hier lieber versichert sind als sich auf Gottes ICE zu verlassen. Schon hätten wir einen Aufhänger für die Vollkaskomentalität. Und das Gegenmodell aus dem Silicon Valley, die mehr Geld haben als viele Bauern in Afrika, Indien oder Pakistan, Heu. Dort verschmilzt Ayn Rands heroischer Egoismus mit Deleuzes formlosem Netzwerk zu einer digitalen Raubtier-Ethik: Der Einzelne muss radikal rücksichtslos sein (Rand), um die unendlichen, dezentralen Ströme der Macht zu beherrschen (Deleuze). In dieser Welt ist das Netz die Arena, in der das nackte Risiko als einzige Tugend gefeiert wird, während Absicherung als der evolutionäre Defekt der Schwachen gilt.

Also stellt du wieder einen Text ein, der auch was gilt, spottet DER. Du Überzeugungstäter. Sie alle täten dem Schizophrenisten ja an Gefallen, wenn sie heute die Zeche für ihn zahlen. Und überhaupt - ist das 0berhaupt, immer der, der am ehrlichsten lügt. Wie der US-amerikanische Präsident Donald Trump. Genau. „Das mögen die einfachen Leute: einen, der sich nicht hinter krummen Sprachschablonen versteckt, nichts sagt und ihnen stattdessen mitten ins Gesicht lügt. Oder ihnen das Blaue vom Himmel verspricht. Weil Politiker:innen lügen sowieso alle. Bis auf den Volkskanzler in spe Herbert Kickl - der Politik nur noch parodiert und fiese Parodien auf die politische Konkurrenz schreibt. Sagenhaft. Ein Politiker der mit Politverweigerung Wahlen gewinnt.

Politiker:innen. Die haben dem Heucheln ein Mandat gegeben Sagt der Volksmund. Wie die UNO der Sonderbeauftragen für Gaza Francesca Albanese, spottet der Scheißhausdämon. Durch die geschlossene Häusltür. Wenn die wieder einen Spalt offen steht ist es Frühling. Das ist die originellste Beschreibung vom Frühling ever. Die sich ein Bild von der Lage in Gaza gemacht hat. Damit die Bildmacherin auch mal was zu sagen hat. Du Bild von einem echten Kerl. Siehe auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. Schulden? Was für Schulden? Ich schulde ihnen gar nichts.

Tingeltangel-Sängerin. Ist doch ein herrliches Wort. Gibt's leider auch nicht mehr. Niemand tingelt mehr von hier nach dort. Das Varieté, mit leichten Revue‑Nummern und manchmal auch frivolen Auftritten hatte auch schon bessere Zeiten. Burlesque-Shows gibt es angeblich noch. Aber an sich ist heute alles nur noch Hardcore im Live Stream. Die Schaufenster-Damen/Fensterprostituierte wie in De Wallen/Amsterdam sind größtenteils ins Netz übersiedelt. Und dort hagelt es Pop-Up-Fenster mit Frauen, die dir für Kohle alle Träume erfüllen. Wie? Die machen aus was mit Balkon & Meerblick? Nicht lustig. Selbst wenn du dir nur einen guten alten 1990er-Porno mit Handlung ansehen möchtest, überschwemmen sie dich mit Live-Stream-Hardcore. Der ist gut. Pornografie mit Handlung.

Und du wunderst dich dass du Alpträume hast, so verlogen wie du bist. Der löscht ja noch immer seinen Browserverlauf, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür. Alpträume habe ich nur wenn ich auf Schlaftabs verzichte. Verzicht. Bewusster Verzicht. Der Zeitgeist ist heute so. Man will ja dazugehören, zu den hippen Leuten, die vegan leben, und alle irdischen Freuden entsagen. Da soll es einen neunen Trend geben: Das Dopaminfasten.

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3.

Beim Dopamin-Fasten geht es im Kern darum, die ständige Reizüberflutung zu stoppen, um die Sensibilität des Gehirns für natürliche Belohnungen wieder zu erhöhen.

Man verzichtet konsequent auf impulsive Verhaltensweisen und digitale Ablenkungen wie Smartphones, soziale Medien, Videospiele und Junkfood. Auch der Konsum von Koffein, Alkohol oder exzessives Onlineshopping wird während dieser Phase unterbunden, um dem Belohnungssystem eine Pause von den künstlichen „Glückskicks“ zu gönnen. Das Ziel dieser Praxis ist es, Langeweile bewusst zuzulassen und dadurch die Konzentrationsfähigkeit sowie die Freude an einfachen, analogen Tätigkeiten zurückzugewinnen.

Also kein Brainfucking mehr. Genau. Es geht darum, das Gehirn nicht mehr mit billigen Kicks zu fluten, bis es kapituliert. Man zieht den Stecker bei der Dauerbeschallung, damit der Kopf wieder auf Normalnull kommt und man nicht mehr jedem digitalen Impuls wie ein dressiertes Äffchen hinterherläuft.

Ja, aber ich habe nix anderes. Nicht der schon wieder. Das hat der nur geschrieben und zwei Der unterbringen zu können. Na und? Der, schon wie DER, Der sind sogar drei Der. Das kann doch was. Das muss doch was bedeuten? Nicht wirklich.

Diese Herrschaftlichen heute. Das sind ja alles Leichtmatrosen, wie man einst sagte. Guck dir diese M***** mal an, die heute den Ton angeben. Der Mark von Zuckerberg muss heute extra seine männliche Note betonen. Der hängt sein Fähnchen immer in den Wind des großen Reibachs. Der Musk Elon war einst der Pausenhoftrottel. Der hatte eine eigene Elo(n)-Zahl - in jeder großen Pause in die Tonne gesteckt - in der eigentlich der Diogenes hockt. Aus der Sonne gehen heute auch alle. Möglicherweise erlebt das menschliche Bewusstsein gerade einen evolutionären Sprung. Ausgeschlossen kann es nicht werden. Geh, sagt der ewig Gestrige in mir. Diese Nerds rächen sich an uns Männer, die überhaupt nichts tun mussten, um den Testosterontrottel Gestalt zu geben.

Ein kurzer Absatzschlenker / Einschub / Exkurs in die hochnotpeinliche Realität der Tech-Oligarchen:

Unvergessen die zweite Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar 2025, das ein Unterwerfungsschauspiel sondergleichen bot: Das digitale Kartell, vertreten durch die „Big Five“, saß in geschlossener Reihe in der Capital One Arena, um dem neuen (alten) Präsidenten die Aufwartung zu machen. Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Sundar Pichai rückten so nah an die Familie Trump heran, dass das nominierte Kabinett fast schon in der zweiten Reihe verschwand. Dass diese Männer, die jahrelang als Hüter der liberalen Netzwelt und unerbittliche Faktenchecker auftraten, nun mit Millionen-Spenden und einem Dauerlächeln in der ersten Reihe glänzten, beweist nur eines: Das Rückgrat im Silicon Valley ist erstaunlich flexibel, wenn es um Steuererleichterungen und den Schutz vor Kartellklagen geht. Besonders pikant: Apple-Chef Tim Cook soll sogar eine Million Dollar aus der eigenen Tasche beigesteuert haben, um den Anschluss nicht zu verpassen – ein moderner Kniefall der Tech-Oligarchen vor der neuen politischen Realität.

Wenn Künstliche Intelligenz die Produktivität erhöht, die Gewinne aber in wenigen Händen landen – wie investieren wir das so, dass die Gesellschaft entsteht, die wir wollen? Wer hat das jetzt gefragt? Ich war das ganz sicherlich nicht. Was ist jetzt mit einer globalen Milliardärsssteuer? Woran scheitert es? Na den deren Milliarden. Was sonst?

Rückkehr zum Haupttext. Zum verfallenden Testosterontrottel. Genau. Ein beklagenswertes Geschöpf, der immer ganz nah an der Abrisskante zur totalen Lächerlichkeit dahin torkelt. Und sehr oft abstürzt.

Großglockner. Thomas P., der im Vorjahr seine Partnerin am Berg zurückließ, wo sie erfor, bekannte sich vor Gericht nicht schuldig. Was passiert ist, tue ihm „unendlich leid“. Quelle: Die ganze Welt redet über dieses Drama. Selbst die New York Times hat deswegen Reporter geschickt.

Das Drama um den kleinen Jungen, bekannt als 4 + 4 Tragödie wurde hingegen längst zu den Akten gelegt. Interessiert keine Sau mehr. Dass Eltern einen vierjährigen Jungen in Tirol verhungern ließen. 4 Kilo soll dir zum Schluss nur noch gewogen haben. 4 Kilo. Und du hast wieder pflichtschuldig vier Kilo Mitgefühl simuliert, regt sich Der wieder einmal auf.

"Sie hat mich mit den Worten weggeschickt: ,Geh jetzt, geh".

Der 37-Jährige war am Donnerstag nach einer Bergtour auf den Großglockner wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt worden, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Seine Freundin Kerstin G. war vor etwas mehr als einem Jahr knapp unter dem Glocknergipfel erfroren. Das Gericht in Innsbruck sah P. als den verantwortlichen Führer der Tour an. „Aus meiner Sicht ist das die erste strafrechtliche Verurteilung eines sogenannten Führers aus Gefälligkeit bei einer Bergtour“, sagt Ermacora, der als Rechtsanwalt unter anderem auf Alpinrecht spezialisiert ist und bis 2023 Alpenvereinspräsident war. Quelle: Die Presse

Prozess um Bergdrama am Großglockner
»Kerstin G. ist gegangen bis zu ihrem Tod. Die Frau war fertig. Sie hätten es sehen müssen«
Kerstin G. erfriert beim Aufstieg, ihr Partner überlebt. Der Prozess um das Bergsteigerdrama am Großglockner endet mit einem milden Urteil für Thomas P., doch der Richter verdeutlicht, welche Schuld der Angeklagte trägt. Quelle: spiegel.de+

Der hiesige Massentourismus ist also nicht gefährdet wegen diesem Urteil.

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4.

„Das Urteil betrifft also mehr oder minder nur die Hiesigen, die mit dem Credo ‚hoch hinauf in die Berge‘ ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Urlaubenden am Seil festmachen wie einen kaputten Wagen und nach oben schleppen. Und sich nach getaner Arbeit und dem Gipfelsieg eines weiteren Turi ein kühles Schleppe‑Bier gönnen.

Scheiße. Am Mount Everest, auf dem Weg zum Gipfel ihrer Träume, steigen sie andauernd über Leichen. Und niemanden rührt es. Aber wenn ein Mann, eine Frau am Berg sterbend zurücklässt, dann ist die ganze Welt eingespeichelt. Jetzt könnte ich Madame Pelicot zitieren. „Das Patriarchat ist feige und banal.“ ©️ Madame Pelicot. Stimmt, dachte ich mir. Ich habe in gewissen Situationen auch feige geschwiegen.

Derweil wurde die Leiche des kleinen Jungen auch weggeschickt. Ins Reich der Toten. Wie gehen die dort mit so einer Tragödie um? Wie, fragt der Petrus? Wie kann ein Kind in Tirol verhungern? In Tirol? Sag, nur in Kitzbühel? Nee, nicht Kitzbühel. Es war in Ebbs, Bezirk Kufstein, in einem Wohnblock.

Auch vor körperlicher Gewalt sollen sie nicht zurückgeschreckt sein. Die Eltern sollen den Buben mit einem Kochlöffel geschlagen, ihn an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt und ihm dabei teilweise auch die Augen verbunden haben. Zusätzlich hätten sie das Kind an den Armaturen des Waschbeckens im WC angebunden und bei völliger Dunkelheit über Stunden eingesperrt.

Auch an den Halterungen der Dusche sei der Dreijährige angebunden worden und mit eiskaltem oder sehr heißem Wasser abgeduscht worden. Dabei habe man ihm den Mund zugeklebt, um seine Schreie zu unterbinden. Auch die Kleidung hätten die Eltern dem Buben verweigert. Er soll nur mit einer Windel bekleidet in einer Schublade eingeschlossen und dort teilweise eine Woche durchgehend 22 Stunden am Tag in seinen eigenen Exkrementen gelegen sein. Quelle: heute.at/ Was mit Dämonen.

In Gaza sind während des Krieges auch Kinder verhungert. Im Sudan im übrigen auch. Aber da tobt der Krieg, wie der ukrainische Junge von nebenan. Der tobt auch gerne herum. Was ist das für ein Krieg der mitten unter uns tobt? Hier stimmt doch irgendetwas fundamentales nicht. Warum schreibt die ganze Welt über die Tragödie am Berg? Der all wurde am Landesgericht Innsbruck verhandelt. Wie der Fall des Jungen. Der wurde auch in Innsbruck verhandelt. Scheiße, ist das spooky. Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, jetzt, im selben Moment. Frei nach Ernst Bloch. Aber was es genau ist kann ich nicht sagen. Wegen dem Fortschritt. Wir sind ja alle so fortschrittlich. Na, ja.

Man muss ja vorsichtig sein, nicht in die kulturpessimistische Falle zu tappen. Vielleicht war es immer schon schlimm. Also zitieren wir gleich am Anfang den Gegenbeweis. Vor mehr als 150 Jahren schrieb der französische Dichter Charles Baudelaire: »Jede Tageszeitung ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein einziges Gewebe von Gräueln. Kriege, Verbrechen, Diebstähle, Unzucht, Folter, Verbrechen von Fürsten, Verbrechen von Nationen, Verbrechen von Privatpersonen; ein allgemeiner Rausch von Grässlichkeit. Und diesen ekelerregenden Aperitif nimmt der zivilisierte Mensch täglich beim Frühstück zu sich.«

Der ekelerregende Aperitif begleitet den Menschen also schon lange. Als Leser von Zeitungen ist man ihm immer schon ausgesetzt, wird nicht gefragt, ob man davon wissen will. Baudelaire und seine Zeitgenossen hatten natürlich den Vorteil, dass das Leid nur beschrieben wurde. Und dass es sich nicht buchstäblich mit Lichtgeschwindigkeit ausgebreitet hat.

Vor etwa 20 Jahren veröffentlichte die amerikanische Essayistin Susan Sontag die bis heute einflussreichste Abhandlung über das Wesen von Kriegs- und Gewaltdarstellungen in den Medien, sie heißt: »Das Leiden anderer betrachten«. Kurz nach dem 11. September, nach dem wahrscheinlich größten singulären Schreckensereignis, das damals weltweit in die Wohnzimmer gesendet wurde. Es ist viel passiert seit dem 11. September, wir sind nicht mehr im Zeitalter des Röhrenfernsehers vor dem Sofa. Tun wir also, was Sontag an anderer Stelle in ihrem Buch schreibt: »Man kann es für eine Pflicht halten, Fotos zu betrachten, auf denen Grausamkeiten und Verbrechen festgehalten sind. Man sollte es in jedem Falle für seine Pflicht halten, darüber nachzudenken, was es heißt, solche Bilder zu betrachten, und wie es um die Fähigkeit bestellt ist, sich das, was sie zeigen, tatsächlich anzueignen.

Und was ist das Fazit des Essays?
Gute Frage.

Vor Kurzem war ich in Madrid, und an diesen Besuch musste ich denken, als ich die Videos aus Minneapolis sah. In der Sammlung des Prado befinden sich die berühmten Druckgrafiken von Francisco de Goya. Wohl zwischen 1810 und 1814 entstanden, zeigen die Blätter der Serie »Desastres de la guerra« die Schrecken des napoleonischen Krieges. Auf eine drastische Weise, wie sie damals noch unbekannt war, und die, so sieht es Susan Sontag, »einen Wendepunkt in der Geschichte des moralischen Empfindens und des Kummers« zu markieren scheint. Interessanterweise steht bei Goya die Darstellung nicht allein für sich, es ist fast immer noch eine Art Kommentar hinzugefügt. Da steht dann: »Man kann gar nicht hinsehen«, oder »Barbaren!«, oder: »Ich habe das gesehen«. Eines trägt den Titel »Das ist die Wahrheit«. Quelle: SPIEGEL/8/2026

Es wird zurück gefilmt. Mit den Handys wird heute zurück gefilmt. Bis zu jenem Moment an dem sich die Wahrheit den Mächtigen gegenüberstellt. Möglicherweise stehen wir an einem moralischen Wendepunkt. Der ist gut.

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5.

Sonntag, immer wieder Sonntag, kommt die Erinnerung, spottet DER. Dummer W****.

Konzentrieren wir uns lieber auf den verfallenden Ex-Testosterontrottel. Das hat Charme.

Der hinten ständig versucht, sich die Hose über die Wampe zu ziehen wie ein Teenager die Decke über den Kopf, was einfach nur grotesk aussieht. Der beim DM eine Großpackung Kondome kauft, die er demonstrativ aufs Förderband legt, weil hinter ihm zwei junge Frauen stehen. In den 1990er-Jahren stehen geblieben, als der Billy Idol, 1990 in der Wembley Arena spielte und Ballons mit daran befestigten Kondomen von der Decke herabregnen ließ. Die Herrenwindel Level 3 bestellt er dann heimlich im Netz.

So einer bist du auch. Das kann ich bezeugen. DER. Richter und Geschworener zugleich. Männer, die in der wohlverdienten Pension vor Zäunen stehen und wehmütig auf Baustellen schauen. Das ist ihr Live‑Stream: der Blick durch den Bauzaun. Die sind auch eine aussterbende Spezies. Alte Männer die am Bauzaun hängen wie Junkies an der Nadel.
Derweil bereiten uns diese nerdigen IQ‑Monster,
die nicht einmal mehr rückwärts laufen können, ohne auf die Nase zu fallen, mit der disruptiven KI‑Revolution, die sie losgetreten haben, einfach weil sie es können, schlaflose Nächte.

Das hat der jetzt nur geschrieben um einen roten Faden zum nächsten Absatz zu haben. Wer sagt das? Na ich. Wer ist ich? Wie beim Wein oder Whiskey lässt sich über Alpträume sagen: Umso älter umso besser. Besser Sie haben eine Karriere & Kinder statt Alpträume, die eigentlich schon zu Beginn abgehandelt wurden. Alpträume die so alt sind, wie die Sprüche vom Schlagersänge Richie Bravo (Michael Thomas) im Film „Rimini“/Ulrich Seidl, ein alten Charmeurs, der nicht mitbekommen hat, dass sich die Zeiten geändert haben.

Ulrich Seidls Rimini zeigt die Adria nicht als Ort nostalgischer Schlager‑Verheißungen, sondern als verfallene, winterliche Geisterlandschaft, die zur seelischen Topografie des abgewrackten Schlagersängers Richie Bravo wird. Während ein paar überalterte Wintertouristen an alten Illusionen festhalten, streift Bravo wie ein Gespenst durch ein Rimini, dessen Glanz längst tot ist. Michael Thomas spielt ihn als eine Art Mickey‑Rourke‑Figur aus The Wrestler: ein Mann, der nur noch aus Resten von Glamour und Selbsttäuschung besteht. Die verstörende Begegnung mit seiner entfremdeten Tochter — die er betrunken nicht erkennt und anflirtet — markiert den moralischen Tiefpunkt, an dem Seidl die Abgründe seiner Figuren ebenso zeigt wie die fragile Möglichkeit einer späten, brüchigen Nähe.

Massiv (geänder) Attack. Die nix mehr mit Spotify machen.

Der Hauptgrund ist, dass Daniel Ek über seine Investmentfirma Prima Materia in das KI-Verteidigungsunternehmen Helsing investiert hat, das Technologien für Militärdrohnen und Kampfjets entwickelt. Massive Attack bezeichnete dies als "moralische und ethische Belastung", bei der die Einnahmen von Künstlern und Fans in "tödliche, dystopische Technologien" fließen.

Traumberuf: Drohnenpolit/in.
Unglaublich wie diese Dinger den Krieg verändert haben. Wo sich Soldaten früher in Schützengräben so nah gegenüberstanden, dass sie den kondensierenden Atem des Gegners sehen konnten, herrscht heute die totale Distanz. Selbst Scharfschützen gelten mittlerweile als aussterbende Gattung, da ihre präzise, aber riskante Arbeit fast vollständig von Drohnen übernommen wird. Diese unbemannten Systeme agieren aus der Luft mit einer Unerbittlichkeit, die den direkten menschlichen Zweikampf überflüssig macht.

Sagen wie beinahe. Den Häuserkampf gibt es schon noch. Ja, vor allem in ausgezeichneten Lagen, ab fünf Millionen Euro aufwärts spotte ich. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist eine menschenleere, etwa 25 bis 30 Kilometer breite Todeszone, in der jede Bewegung am Boden sofort entdeckt und aus der Ferne neutralisiert wird. Wie in den Enklaven der Reichen. Das lebt auch so gut wie niemand.

Das ist ja das Schreckliche an diesem Hyperreichtum einiger weniger. So wenige sind das gar nicht. Stimmt auch wieder. Die haben zig Häuser, mit eigenen Standzugang und so. Und die meiste Zeit über stehen die Häuser leer. Oder deren Yachten. Das Zeuge steht die meiste Zeit über nur so herum. Wie du in der warmen Jahreszeit auf der Donauinsel. Genau. Nie würden diese Superreichen auf die Idee kommen, ihre Häuser und Yachten den Habenichtsen dieser Welt zur Verfügung zu stellen, damit die wenigstens einmal im Leben einen Urlaub haben, der unvergessen bleibt. Das läuft nix mit Gefühls-Sharing. Stattdessen spenden die Hamburg lieber eine neue Oper wie der Klaus-Michael Kühne. Und wer von den Habenichtsen geht schon in die Oper? Die in Wien eine Auslastung von 98% hat.

Die Yachten liegen. Die stehen nicht. Die liegen im Hafen. Allein deren Unterhalt kostet Millionen. Wo der Staat Österreich jedes Jahr über 120 Millionen Euro an Unterhaltsvorschüssen vorstrecken muss, weil zehntausende Väter ihren gesetzlichen Unterhalt nicht zahlen — eine Summe, die 2022 bei rund 128,5 Millionen Euro lag. Scheiße. Dein Assoziationzwang. Woher der wohl kommt. Das ist nicht lustig. Na, ja, lieber reich und unglücklich als arm und krank.

Der Elon Musk hat den Russen Starlink-Internet abgedreht. „Es ist noch zu früh, um die Nettoauswirkungen abzuschätzen, aber nach den russischen Beschwerden zu urteilen, hat es bereits Auswirkungen“, sagte Michael Kofman, Experte für das russische Militär und Senior Fellow bei der Carnegie Endowment for International Peace.

Der Blogger warnte davor, dass diese Umstellung die russischen Streitkräfte um „ein paar Jahre“ zurückwerfen und sie auf veraltete Technologien wie kabelgebundenes Internet, WLAN und Funkkommunikation zurückwerfen könnte.

„Die Starlink-Saga hat eine ernsthafte Kommunikationslücke geschaffen, die der Feind möglicherweise auszunutzen versuchen könnte“, postete Colonelcassad, ein Kanal, der von dem russischen kriegsbefürwortenden Blogger Boris Rozhin betrieben wird, am Donnerstag. (Vor zwei Wochen)

Er sagte, Russland könne immer noch auf alternative Kommunikationsmittel zurückgreifen, wie etwa das terrestrische Internet, Glasfaserkabel, Wi-Fi-Brücken und -Verstärker, die die Streitkräfte vor der Nutzung von Starlink eingesetzt hätten.

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6.

Kinder, wie sich die Zeit an dir vergeht. Wieder zwei Wochen verstrichen. Wieder sind zwei Wochen um, ohne dass ich meine Lieder in Style tauchen konnte, wie einst noch einen Apfel in eine Zimt-Zuckerglasur auf einem Volksfest. Lass dir ja nicht deine schönsten Lieder von der Zeit entreißen.

Oder vom grauen Alltag neu vertonen. Das wird kein Gassenhauer. Dann feiert der Figaro auf einmal keine Hochzeit mehr, sondern ist lieber Single. Dann hat die Mimì aus Puccinis La Bohème plötzlich andere Interessen. Wie Carmen bei Georges Bizet: Die macht auf einmal Ehegattensplitting. Und die machtbesessene Lady Macbeth treibt ihren Mann nicht mehr zum Mord, sondern überzeugt ihn, lieber eine gemeinsame Paartherapie zu machen, um ihren ungesunden Ehrgeiz aufzuarbeiten. Hamlet ist natürlich auch in Therapie. Und Mutter Courage hat jetzt ein Lastenrad und ist Kleinunternehmerin – irgendwas mit Vintage oder Second Hand. Achilles wiederum hat sich vorsorglich an der Achillessehne operieren lassen. Jetzt operiert er vom Homeoffice aus.
Was ist damit sagen möchte.

Deine schönsten Lieder / Die kommen nicht wieder / Wenn du dir die Schneid vom Leben abkaufen / oder die Butter vom Brot nehmen lässt / und statt dessen lieber auf Abnehmspritzen setzt.

Apropos schönste Lieder. Heute, 19.02.2026, hat der Falco Geburtstag. Und im Radio spielten sie https://www.youtube.com/watch?v=heJ_SIND-cQ&list=RDheJ_SIND-cQ&start_radio=1

Aber das kannst du heute nicht mehr schreiben. Das sich die Zeit an dir vergeht.

Siehe der Gisèle Pelicot - Jeffrey Epstein-Komplex.

Da gibt es eine ganz neue Entwicklung. Einerseits erscheint Frau Gisèle Pelicot Buch. „Eine Hymne an das Leben“ in 22 Ländern.

Anderseits ist eben die sensationelle Meldung reingetrudelt:
Britische Polizei nimmt Ex-Prinz Andrew fest. Der ehemalige britische Prinz Andrew ist wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen worden. Britische Medien berichten, die Polizei sei am Morgen in dessen Residenz eingetroffen.

Die britische Polizei hat Medienberichten zufolge den früheren Prinzen Andrew in Zusammenhang mit der Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen. Andrew wird vorgeworfen, in seiner einstigen Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet zu haben. Der 66-Jährige hat sich dazu bislang nicht geäußert.

Der Epstein - nicht alles wird versteckt sein.

Das war brutalster Ausbeutungskapitalismus in Reinkultur. Der menschliche Notlagen als Marktlücke identifizierte und Träume wie Bildung oder Sicherheit als räuberische Kredite vergab. Er investierte „Kleingeld“ in die prekären Biografien junger Frauen, um sie in eine ewige Zinsschuld aus sexueller Verfügbarkeit zu zwingen, wobei ihr Körper zur einzigen verbleibenden Währung wurde. Durch ein perfides Schneeballsystem, bei dem Opfer zur Akquise neuer „Ressourcen“ gezwungen wurden, skalierte er den Missbrauch zur industriellen Serie. Am Ende stand die totale Warenwerdung: Die Frauen waren austauschbares Verschleißmaterial in einer Bilanz aus Macht und Erpressung, während Epstein als „CEO“ dieses Marktplatzes den Sex als Schmiermittel nutzte, um sich systemrelevante Immunität in den höchsten Kreisen der Elite zu kaufen. Quelle: Genau

Der Epstein bezahlte junge Frauen für sexuelle Gefälligkeiten aller Art.

Du willst ein Studium auf einer Spitzen-Uni beginnen? Ich bezahle die Gebühren. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst eine Greencard? Ich regel das Visum. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst eine Tasche von Dior? Ich kauf dir den ganzen Laden leer. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst Model werden? Ich kenne die Agenturchefs. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst deine Schulden loswerden? Ich stelle einen Scheck. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst eine schönere Nase? Ich kenne den besten Chirurgen. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst deine Schulden bei der Bank loswerden? Ich tilge den Kredit. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Ich zahl die Kaution und die ersten drei Miete. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst ein Flugticket in der First Class? Mein Privatjet steht schon bereit. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst den Job als Hostess auf meiner Jacht? Du bekommst ihn sofort. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst Zugang zu den mächtigsten Leuten der Welt? Ich nehme dich mit auf die Party. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Du willst auf die Gästeliste der Dingsbums-Gala? Ich besorg dir das Ticket. Wenn du dich dafür f**** lässt.

Was der Epstein auf der Makroebene war - war der Englische Gentleman (alias "Lungen-Mann") auf der Makroebene. Der lud dich zum Fünf-Uhr-Tee ein und zeigte dir dann seine private Porno-Sammlung, mit ihm selbst in der Hauptrolle. War das so? Ja. Du hast dir also zig Fotos und Videos angesehen wie der junge Frauen f****. Ja. Gegen Bezahlung? Nee, ich wurde nicht bezahlt. Das ist nicht lustig. Ich weiß. Aber dem sein liebstes Sexspielzeug, im Körper einer echten Frau steckend, hat wenigstens reich geerbt. Der gehören heute zwei Wohnungen, Aktien, und ein Ehemann, der damit einverstanden war, dass sich seine Ehefrau für Geld vom „Englischer‑Gentleman“ f**** ließ. Wenigstens hat sich das für die Frau irgendwie auch ausbezahlt. Das hat diese Frau doch ganz klug eingefädelt. Da gibt es auch keine „Englischer‑Gentleman‑Files“. Da gibt es nur ihren Ehemann, der mir wie ein Bekloppter durchs ganze Stiegenhaus nachlief, nur um mir mitzuteilen, dass er eh den frühen Wurm fängt, und auch sonst für wie ein Bekloppter für ein kleines Glück schöpft/schuftet/malocht.

Ich hätte mich umdrehen und sagen sollen: Das Patriarchat ist feige und banal. ©️Madame Pelicot.

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7.

Die Männerfantasie, eine schlafende oder betäubte Frau zu missbrauchen, gibt es seit Jahrhunderten. In der französischen Kunstgeschichte kommen »les belles endormies«, die »schönen Schlafenden«, schon im 16. Jahrhundert vor. Es ist die maximale Unterwerfungsgeste, die vollendete Degradierung der Frau zum Objekt. Und es geht dabei nie nur um die eigene, sexuelle Befriedigung, sondern immer auch um Macht.

In Pelicots Fall penetrierten die Täter sie in kürzester Zeit nicht nur oral, anal und vaginal. Sie legten auch Zettel auf den nackten Körper ihres Opfers: »salope«, »Schlampe«, stand unter anderem darauf, um eine der harmloseren Herabwürdigungen zu zitieren. Pelicots Ehemann Dominique hat diese Zettel geschrieben, den Missbrauch und die Unterwerfung organisiert, das macht alles noch schwieriger.

Aber deine Rolle ist schon ziemlich dubios in der Sache "Englischer Gentleman", wirft mir der Wortmacher vor. Was hätte ich tun sollen? Einen sterbenskranken Menschen nicht helfen? Volljährige Frauen für Sex bezahlen ist in Österreich kein Verbrechen. Der hat die jungen Frauen für Sex bezahlt und nicht abgestochen. Und mit Essen um sich geworfen. Weil in seinem Jausenweckerl a Gurkerl fehlte? Ja. Und weil das Croissant vom Lidl war und nicht vom Hofer, hat er es dir mir nicht bezahlt? Ja. Nicht mal seinen Gratis-Corona-Essensgutschein, gesponsert vom roten Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, hat er zu mir rübergeschoben. Selbst todkrank brachte der noch den Spruch. Auf meine Waage kannst du steigen. "Its for free". Deswegen überlege gut, ob du ein guter Mensch sein möchtest der anderen selbstlos hilft. Weil so ein tolles Los ist das mitunter auch nicht.

Was soll ich dazu sagen.
Spätestens unter der Gürtellinie beginnt die Anarchie....

Und was ist jetzt mit dem wunderbaren Satz? Genau.
Nächste Woche. Ganz sicherlich. Nächste Woche.

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