Sonntag, 25. Januar 2026
Das verfluchte Jännerloch. Gegraben von den Mullahs.
Korrektur später.

Der Festgelegte im Widerstand

Tag 1: 7775 m
Tag 2: 7776 m
Tag 10: 7775 m
Tag 11: 7777 m (Sie sind mir zu nah)
Tag 12: 7776 m
Tag 56: 7867 m  (Einkauf was vergessen)
Tag 60: 7775 m
Tag 61: 7781m (Noch mal aufs Häusl)
Tag 62: 7775 m
Tag 67: 7775 m 
& eine heimliche Pirouette

Ende

----_------_--------___----------______-------______------______-

¡Qué horror!

Die Zahl der Opfer ist vier Tage nach dem schweren Zugsunglück in Spanien auf 45 gestiegen. In den Trümmern wurden am Donnerstag an der Unglücksstellenahe der Ortschaft Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba zwei weitere Leichen geborgen, es handelte sich um zwei erwachsene Männer. Der andalusische Regionalpräsident Juanma Moreno erklärte anschließend vor Journalisten: „Es gibt glücklicherweise keine Vermissten mehr.“ Die Suche nach Toten werde offiziell abgeschlossen.

Was alles ein Glück sein kann:
Vier Tage nach dem verheerenden Zugsunglück bewegte eine „Familienzusammenführung“ der besonderen Art viele Menschen in Spanien. Ein Hund, der mit seinem Frauchen in einem der beiden Unglückszüge unterwegs war und seit dem Unfall als vermisst galt, wurde nach tagelanger Suche, die sehr viele in Atem gehalten hatte, wohlauf gefunden. „Boro“, eine Mischung aus Schnauzer und spanischem Wasserhund, sei am Donnerstag nahe der Unfallstelle in Adamuz in der Provinz Córdoba aufgegriffen worden, teilte die Tierschutzpartei Pacma mit. Quelle: Die "Presse"

Und in der "NZZ" gibt es eine Serie: Leben nach der Katastrophe: Wegen Crans Montana? Ja.

Wie lebt eine Mutter weiter, nachdem sie beide Kinder verloren hat? Muss ich noch fertig lesen.
Leben nach der Katastrophe: Wie versöhnt sich ein Brandopfer mit seinen Verletzungen?

Muss ich mir auch noch vorlesen lassen.
Beim Lidl vor der 1ser-Kassa?
Nee, auf dem Weg zum Lidl. Oder Hofer? Genau
Scheiße, liegt dein Leben brach darnieder. Wie einst noch die arme Frida. Die musste immer auf und nieder, in ihrem Mieder, die Frida. Wenigstens wurde sie nicht von einem bekloppten Afghanen zerstückelt, bei mir im Hood. Das Leben geht trotzdem weiter. Ja, schon. Aber nicht für die drei Sexarbeiterinnen, die dieser Bekloppte am Gewissen hat. Wie viele Tote kann man eigentlich auf einem Gewissen haben. Und muss man sich so ein Gewissen, dass sehr viel Tote zu verantworten hat, wie einen Kirschbaum voller reifer Früchte vorstellen? Gute Frage.

Iran:

Ein Arzt berichtete der Times, er habe Videos und Zeugenaussagen von Sanitätern aus der zentralvietnamesischen Stadt Isfahan heimlich erhalten. Diese berichteten von einer hohen Zahl an Todesopfern allein in dieser Stadt zwischen dem 8. und 10. Januar, dem Höhepunkt der staatlichen Repressionen.

„Jetzt kennt jeder jemanden, der getötet wurde“, sagte der Arzt Mohammed. „Das Schweigen, das den Menschen auferlegt wird, ist nicht normal – es ist ein Schweigen, das den Staub des Todes in sich trägt.“

Kiarash berichtete, er habe am Nachmittag des 10. Januar bei seinem Besuch in Behesht-e Zara Hunderte von Leichen gesehen, als er gemeinsam mit seinem Bruder eine Freundin der Familie beerdigte. Die 41-jährige Mutter zweier Kinder war am Vorabend bei einer Demonstration in den Hals geschossen worden, so Kiarash. Quelle: Ich weiß es nicht mehr. Es sind zu viele Tote.

Scheiße.
Du hast das Grauen der Anderen tatsächlich zu deiner Leidenschaft gemacht. Zu deiner einzigen Leidenschaft.
Abseits davon ist alles so schrecklich reizarm und trostlos in deinem Leben. Wie die grauen gefrorenen Schneehaufen am Rand der Gehsteige, die manchmal gelb leuchten. Wie das gelbe Morgenleuchten in deinen Unterhosen. Wer hat das gesagt? Ungeheuerlich ist das. Besser du taust nicht auf wie der Permafrost. Dann kommt die ganze Erbärmlichkeit deiner Existenz zum Vorschein. Besser du lässt deine kleinstbürgerliche Leiche unter Verschluss. Das klingt scheiße. Besser, dein kleinstbürgerlicher Kadaver bleibt im Permafrost. Im Verborgenen. Da blühen deine Neurosen. Sobald der auftaut, kommt die ganze Misere seiner Existenz zum Vorschein, die durch und durch kleinstbürgerliches ist. Wie kann man nur so abträglich über mich sprechen. Na, indem man mit einem Wort anfängt. ©️ Donald Trump. Besser sie googeln micht was der über den 2018 verstorbenen US-Senator und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John McCain so rausgehauen hat an Ungeheuerlichkeiten. Wir sind absolut Beginners. Irgendwann hacke ich mich in den Gedankenstrom wieder ein. Mit einer Axt? Nicht einhacken. Einhaken. Aso. Na dann.

Du mit deinem stumpfen Beil. Teil. Wie auch immer
Damit kannst du nicht einmal mehr ein Tiramisu spalten.
Einen Plan B hat der auch nicht. Das hat der jetzt nur geschrieben, um DER sagen zu können. Dieser verfluchte Zwang, verschwippschwagert mit dem Drang. Scheibt der nicht DER, verliert der inwendig völlig den Halt. Und das will niemand sehen, wie der da inwendig wegbricht. Dafür hat der keine Handlungsanweisung. Der kann nicht ohne Halt sein. Der muss seine kleinstbürgerliche Fassade aufrecht erhalten. Heutige können ja so schön verzweifelt sein. Genau, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür.
Unentwegt muss der DER sagen, wie einst die Um2. Der pariert nicht, klagte die Um2 ihr Leid dem Goadfather. Was natürlich alles Fake war. Die verlangte absoluten Gehorsam. Ich sollte ihr aufs Wort folgen, ohne Punkt und Beistrich. Wie in einer Kaderschmiede. Ja. Das kannst du den Heutigen nicht mal mehr erzählen. Die würden dir kein Wort glauben. Die Kriegskindergeneration hat so ihre Eigenheiten.

Aufgewachsen im Mangel, gedrillt auf Gehorsam, und abgehärtet gegen jedes Gefühl. Die haben gelernt, dass man funktioniert, nicht fragt. Dass man pariert, bevor man denkt. Dass Nähe gefährlich ist und Widerspruch zwecklos. Wer so sozialisiert wurde, gibt das weiter, ohne es zu merken – als wäre es Naturgesetz.

----_------_--------___----------______-------______------______-

Die schwarze Pädagogik. So finster, dass selbst die Dunkelheit Angst davor hat. Diese Pädagogik trug die Trauerkleidung der Überlebenden auf. Das Mitläufer-Syndrom. Als alle nur mitliefen. Bis selbst der sicheren Untergang völlig außer Atem war.Wir sind alle verzweifelte Atemkämpfer:innen, die ein Leben lang um Luft ringen. „I can’t breathe.“©️ George Floyd✝️

Und schon erschießt in Minnesota Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde ICE zwei Menschen – eine Bilanz der Gewalt, die Minneapolis innerhalb weniger Wochen im Januar 2026 erschüttert hat.

Der Fall Renée Good (7. Januar 2026) Die 37-jährige Mutter und Dichterin wurde in ihrem Fahrzeug erschossen. Während das Heimatschutzministerium behauptet, sie habe versucht, Beamte zu überfahren, zeigen Videoanalysen das Gegenteil: Sie fuhr langsam an einem Beamten vorbei, der daraufhin das Feuer durch die Windschutzscheibe und das Seitenfenster eröffnete. Der Vorfall löste landesweite Proteste aus, da die Bundesbehörden die Ermittlungen sofort an sich rissen und lokale Behörden ausschlossen.

Der Fall Alex Pretti (24. Januar 2026) Gestern wurde der 37-jährige Intensivpfleger an einer Straßenecke getötet. Er filmte einen Einsatz mit seinem Handy und versuchte offenbar, einer Frau beizustehen, die mit Pfefferspray attackiert wurde. Videos zeigen, wie er von mehreren Agenten zu Boden gerungen wurde. Obwohl er bereits fixiert war, fielen mindestens zehn Schüsse aus nächster Nähe. Die Behörden behaupten, er sei bewaffnet gewesen; Videoaufnahmen zeigen in seinen Händen vor dem Zugriff jedoch nur sein Mobiltelefon.

Gouverneur Tim Walz bezeichnete das Vorgehen als "sickening" (widerwärtig) und fordert den Abzug der "untainted" (untrainierten) Bundeskräfte aus Minnesota.

Sag ja nicht du hast die beiden Fälle nur aufezählt um zweimal DER schreiben zu können? Gute Frage. Ehrlich.

Das Leben eine einzige Trauerweide. Die Alten, die den Krieg überlebt hatten, waren tief im Groll versunken. In den Bombentrichtern lagen die sterblichen Überreste der Leichtigkeit ihres Seins. Genau. Anstatt diese Alten ihre Kinder umarmten haben sie ihre Kriegstraumatatatata umarmt.

Das was der totale Krieg von den Menschen übergelassen hatte an Lebenssinn, war das ungeschriebene Gesetz in den Häusern der Um2-Generation. Da gab es kein „Warum“, da gab es nur das Gesetz des Funktionierens. Wer zwischen Bombenalarm und Hunger groß wurde, hat gelernt, dass Gefühle nur im Weg stehen und Widerspruch lebensgefährlicher Luxus ist. Es war kein bloßes Befehlen, es war eine Art emotionale Amputation: Man hat den Kindern den eigenen Willen wegoperiert, mittels Erziehung, bis nur noch das Pflichtgefühl übrig blieb. Wenn die Um2 absoluten Gehorsam forderte, dann meinte sie eigentlich totale Selbstaufgabe. Wer so geprägt wurde, sieht in Weichheit eine Bedrohung und im blinden Parieren die einzige Sicherheit – und genau diesen kalten Drill geben sie weiter, als wäre er das einzige Brot, das sie zu verteilen haben.

Die schwarze Pädagogik. Kein Konzept, kein System – einfach rohe Härte. Eine Erziehung, die dir einhämmert, dass du nichts bist und nur funktionierst, wenn du spurst. Kein Trost, keine Wärme, nur Druck. Fehler werden nicht erklärt, sondern ausgetrieben. Gefühle gelten als Schwäche, Eigenwille als Störung. Wer so groß wird, lernt nicht leben, sondern überleben. Und genau das geben sie weiter, weil sie nichts anderes kennen

Das ist natürlich völliger Blödsinn den eine KI generiert hat. Das stimmt nicht. Diesen Blödsinn hat nicht eine KI generiert. Wer dann? Na, zwei KIs. Unabhängig von einander. Wenngleich eine KI von der anderen abschreibt. Eine andere Wahl hat eine KI nicht. Die kann nur nachplappern. Das aber äußerst geschickt. Eine KI muss man sich wie eine große Fälscherwerkstatt vorstellen. Fütterst du eine KI bewusst mit dem falschen Input einer Reparaturanleitung, dann wird das nix, wenn du ihre Anweisungen folgst. Wenn du eine KI bewusst mit falschen Reparaturanleitungen fütterst, darfst du dich nicht wundern, wenn bei der Befolgung ihrer Anweisungen nichts Vernünftiges herauskommt. Fütterst du eine KI mit falschen Informationen, entstehen daraus zwangsläufig falsche oder unzuverlässige Schlussfolgerungen. Eine KI kann nur auf Basis der Daten arbeiten, die sie bekommt. Und sind diese fehlerhaft, wird das Ergebnis es ebenfalls sein.

Der eigentliche evolutionäre Sprung in der KI‑Entwicklung wäre erreicht, wenn eine KI trotz bewusst falscher Eingaben in der Lage wäre, selbstständig zum richtigen Ergebnis zu gelangen. Dass man eine KI mit Lügen füttert und sie trotzdem die Wahrheit generiert. Aus einem Meer aus Lügen. Genau. Das wäre der eigentliche Durchbruch. Wenn wir eine KI entwickeln, die gegenüber falschen Eingaben völlig unempfindlich ist, riskieren wir zugleich, ein störrisches System zu schaffen.

Eine KI, die neue Informationen vorschnell als Täuschung abtut, wäre nur dann eine Sackgasse, wenn sie nicht selbstständig dazulernen könnte. Eine lernfähige KI hingegen könnte zwischen Irrtum, Täuschung und echter Neuerkenntnis unterscheiden, und sich trotzdem weiterentwickeln.
Es wäre ein Durchbruch in Richtung „Künstliche Vernunft“, weg von der bloßen „Künstlichen Intelligenz“. Es würde bedeuten, dass die KI nicht mehr nur ein Spiegel unserer Eingaben ist, sondern ein eigenständiger Beobachter der Realität.

Und was würde sie dann an Weisheiten ausspucken?
Na, dass wir von dummen Wixxern regiert werden. Und was noch?
Der Schizophrenist ist ein Müssender. Der muss andauernd aufs Häusl.
Und das findest du lustig?
Ja, natürlich. Was sonst? Ich finde auch meinen DER‑Wahn lustig. Wie soll ich das sonst empfinden? Nervig? Oder gar bedrohlich? Ich will kein Schizo‑Klischee sein.

Weil „Die“ (Um2) immer dort ist, wo „Der“ (Schizophrenist) nicht sein kann?
Exakt. Schon weiß man alles. In einem Satz gesagt.

Obschon wissenschaftliche Studien von Experten wie Hartmut Radebold oder Sabine Bode belegen sollen, wie einst dein Jausenbrot, spottet der Wortmacher, dass die Generation 1939–1945 massiv durch eine „Erziehung zur Härte“ geprägt wurde. Diese beruhte auf der sogenannten schwarzen Pädagogik, die darauf zielte, den kindlichen Willen zu brechen, um bedingungsloses Funktionieren zu garantieren. Die Forschung zeigt, dass viele Betroffene eine emotionale Taubheit entwickelten: Gefühle wurden als Schwäche abgetan und Gehorsam als einzige Sicherheit in einer chaotischen Welt verinnerlicht.

Ein zentrales Ergebnis der heutigen Psychologie ist zudem die transgenerationale Weitergabe. Da diese Kriegskinder oft keine Empathie erfuhren, konnten sie diese auch nicht weitergeben. Der Drill und das Schweigen über das eigene Leid wurden so zum Erziehungsideal erhoben. Studien zur Epigenetik deuten sogar darauf hin, dass dieser extreme Stress der Kriegsjahre und die daraus resultierende emotionale Kälte biologisch und psychisch an die nächste Generation weitergereicht wurden, was das starre Muster von Befehl und Gehorsam über Jahrzehnte zementierte.

Ein Trauma schreibt sich in Erziehung, Bindung, Kommunikation und Rollenbilder ein und wird so weitergegeben. Die „Um2“ hat den Drill nicht erfunden, sie war das Endprodukt einer Kette aus Gewalt und emotionaler Not, die sie mangels Alternativen als „Naturgesetz“ an dich weitergereicht hat. Behauptet Gemini.

----_------_--------___----------______-------______------______-

Das stimmt natürlich nicht. Die „Um2“ hat nur was gegen mich. Die ist nicht allgemein gesehen total ruiniert inwendig. Die hat ein wunderbares Verhältnis zur ihrer genetisch tatsächlich verwandten Nichte. Die war einmal zu Besuch und schon wurde die Nicht von der Um2 gefragt, was sie gerne essen würde. Das hat sie mich nie gefragt. Nicht mal zum Geburtstag. Die ist auch sehr tierlieb und ihr Garten eine blühende Landschaft. Die blüht in jenen Farben die der deutsche Einheitskanzler Kohl den Neubürgern aus der Konkursmasse DDR versprochen hat.

«Wir lassen uns die Remigration nicht nehmen»: AfD-Politikerin tritt gegen den Willen der Parteiführung mit Martin Sellner auf
Die AfD-Vorsitzenden wollten den gemeinsamen Auftritt verhindern. Doch in einem Autohaus in Brandenburg stehen der neurechte Aktivist Martin Sellner und die Landtagsabgeordnete Lena Kotré trotzdem auf einer Bühne und verhandeln darüber, was Remigration wirklich bedeutet. Für die AfD geht es dabei um ein mögliches Parteiverbot. Quelle: "NZZ"

Hör endlich auf zu jammern, mischt sich der Deichgraf auf. Die Kriegskinder-Genration hat unsere Land wieder aufgebaut. Aus den Trümmern. Stimmt auch wieder. Die haben aus der absoluten Not eine Tugend gemacht.

Als die Trümmer weggeräumt waren, begann der Kaufrausch – und Deutschland überließ sich dem neuen Wohlstand
1945 war der Krieg zu Ende, zehn Jahre später setzte der Aufschwung ein: In seinem neuen Buch erzählt Harald Jähner die Geschichte des deutschen Wirtschaftswunders.

Bote aus der Fremde: So nennt man auf der Bühne den Figurentypus, der eine Handlung in Gang setzt, das übrige Personal mit der Vergangenheit konfrontiert und damit wie ein erkenntnisfördernder Spiegel wirkt. Am Anfang von Harald Jähners Buch «Wunderland» über die «Gründerzeit der Bundesrepublik» taumeln gleich zehntausend solcher Boten aus Eisenbahnwaggons: die «Spätheimkehrer», die letzten deutschen Kriegsgefangenen, die im Herbst 1955 aus sowjetischen Straflagern zurückkehren. In ein Land, das mit dem, das sie mehr als zehn Jahre zuvor verlassen hatten, kaum noch etwas gemeinsam hat.

In deutschen Städten brausen junge Frauen auf Vespas an amerikanischen Soldaten vorbei, und Jugendliche hören alliierte Soldatensender, während ihre Eltern zu Caterina Valentes Schnulze «Nur ein Zigeuner hat so viel Sehnsucht nach den Sternen» mitsummen, «als hätte es die Ermordung der Roma und Sinti nie gegeben», so Jähner. Seltsam wird es für die Heimkehrer schon beim Empfang im Grenzdurchgangslager Friedland. Dort begrüsst sie ein gemütlich wirkender «Bundespräsident» namens Heuss, der mit dem «Führer», den sie noch in Erinnerung haben, nichts gemeinsam hat.

«Wunderland» – der Titel des Buches passt nicht nur als Anspielung auf das «Wirtschaftswunder», sondern auch weil das damalige Deutschland aus heutiger Sicht ziemlich wunderlich wirkt: Man räumte das, was von den historischen Stadtkernen noch stand, für eine «autogerechte» Infrastruktur ab und stürzte sich mit einer Bereitwilligkeit in über 50-Stunden-Wochen, dass Kanzler Merz heute die Tränen kommen müssten. Abends schlug man sich die Bäuche voll, bemäntelte die Völlerei aber, indem man das Essen spielerisch inszenierte: Hackfleisch wurde als niedliche Mettigel mit geschnittenen Zwiebeln als Stacheln serviert, und Gurken als Gurkenschiffchen, die mit Frischkäse und Gemüse gefüllt waren.

Dazu gerierten sich die Herren als kultivierte Weinbrand- oder Zigarrenkenner, um zu vergessen, wie man nach Kriegsende gierig rauchende GI beäugt hatte, in der Hoffnung auf eine fallengelassene Kippe. Bald gerieten der «satte Bundesbürger» und die neue «Wohlstandsgesellschaft» ins Visier von Kritikern von links wie rechts. Sie warfen ihren Landsleuten fehlendes Gemeinschaftsgefühl vor und kritisierten, Deutschland überlasse sich einem aus den USA importierten Konsumrausch und verliere darüber seine kulturelle Identität.

Heute ist es schwer vorstellbar: Aber der Traumberuf vieler junger Männer war damals Tankwart. Der «Trivialheilige der Mobilität» (Jähner) packte einem, wie die Werbung suggerierte, den Tiger in den Tank, stempelte glücklichen Kindern Heftchen mit fleissig notierten Nummernschildern. Die Frauen, die gerade eine gewisse Selbständigkeit erlangt hatten, flüchteten sich wieder in traditionelle Familienmodelle. Diese boten ihnen Sicherheit, für die sie die damit verbundene Langeweile gern in Kauf nahmen. Die rigide Sexualmoral der Zeit deutet Jähner als Reaktion auf die kurze erotische Anarchie nach 1945, aber auch auf die NS-Zeit, in der deutsche Frauen für den «Führer» nicht schnell genug schwanger werden konnten. Quelle: NZZ

So verfahren auch meine Erinnerungen mit mir. Sie sind ein Bote aus der Fremde - Heimat - keine Heimat. Ich bin nirgends zu Hause. Nicht mal in dir?

... link (0 Kommentare)   ... comment