Sonntag, 31. August 2025
Wer etwas einräumt - räumt es irgendwann wieder aus
29.08.2025:
HSV : FC St.Pauli 0:2.

Stellenausschreibung: Gesucht wird ein/e/* glaubwürdiger Moral-Influencer/in/*, der/die/* total authentisch rüberkommt und viel weniger förmlich ist, als die alte Garde. Der/die/* nicht in einem strengen Korsett von Regeln/Praktiken/Riten steckt.

Wir suchen eine Stimme, die nicht belehrt, sondern bewegt. Die ein Gespür hat für gesellschaftliche Spannungen und diese aufzulösen vermag, bevor es zu unüberbrückbaren Gräben kommt. Eine Person, welche die Fähigkeit besitzt, klug und zugänglich zu kommentieren und agieren. Das ist ganz wichtig. Man muss ja auch ins Handeln kommen. Mit Mut zur Ambivalenz, ohne die eigene Haltung zu verlieren. Einen oder einen Hohenpriester/in/* der Ambiguitätsintoleranz gewissermaßen. Eine Person die Widerspruch aushält.

Toleranz. Schon tanzt die kleine Marie, ihren traurig-schönen Tanz. Seit wann ist das Verdursten in der Wüste schön, regt sich der Deichgraf auf. Stimmt auch wieder. Wüste & Deichgraf. Das passt. Das hätte es früher nicht gegeben. Das während der Trockenheit alle Dämme brechen. Gestern wollte ich mir vorstellen wie die kleine Marie über die Neuen Donau tanzt. Wie eine Primaballerina sollte sie über die spiegelglatte Neue Donau tanzen – den Beliebigen auf der Nase herum, in ihrem herrschaftlichen Anspruch. Auf der langen Nase. ©

Aber dann kam ich unglücklicherweise mit dem Radl an jener Stelle auf der Donauinsel vorbei, an der am 19. August ein 37-jähriger Obdachloser tot in der Neuen Donau entdeckt wurde. Die Obduktion ergab, dass er durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf starb. Schleifspuren am Ufer erhärteten den Verdacht auf ein Gewaltverbrechen. Woraufhin ein 42-jähriger Pole nach Ermittlungen im Umfeld des Opfers am 24. August festgenommen wurde. Er verweigert die Aussage und zeigt sich nicht geständig. Noch gilt die Unschuldsvermutung. Außer der Mann macht sehr viel mit Soziale Medien. Oder sagt man "in den Sozialen Medien".

Apropos Soziale Medien:
Dass das Internet zu einem immer deprimierenderen Ort wird, durch dessen retouchierte Scheinwelten die Jugendlichen in Depressionen verfallen, und wo Tech-Oligarchen die Daten der User auf halblegalem Wege weiterverkaufen, ist ein alter Hut. Wie immer mehr Plattformen durch KI-Müll quasi unbenutzbar werden und das menschliche Element zusehends ausradiert wird, ist jedoch ein Phänomen der letzten Monate. Grund dafür ist die Popularisierung mehrerer Technologien, die es vielleicht nur mehr zu einer Frage der Zeit machen, ehe die Vision einer reinen KI-Echokammer zur Realität wird.

Laut dem „Imperva ­Bad Bot Report“ (2025) stammen heuer 51 Prozent des gesamten Internettraffics von Bots. Während sich die meisten Leute unter diesem Terminus am ehesten Twitter-Programme vorstellen, die automatisiert generierte Nachrichten unter Beiträge posten, können solche Bots den verschiedensten Zwecken dienen. Website Crawlers etwa indexieren Inhalte und erstellen automatisch Schlagworte, so dass Google und andere Suchmaschinen sinnvolle Ergebnisse ausspucken können; monitoring bots wiederum suchen Systeme nach Sicherheitslücken ab. Der Großteil der Bots aber – 37 der 51 Prozent nämlich – dient keinem sinnvollen Zweck, sondern soll bewusst Schaden anrichten oder automatisiert halblegale Geschäftsideen. Solche Programme produzieren Spam in Kommentarspalten, akquirieren in übermenschlicher Geschwindigkeit begehrte Produkte, um sie später auf dem Schwarzmarkt weiterzuverkaufen, oder sie werden erstellt, um Falschnachrichten für ihre politischen Nutznießer zu verbreiten. Letzteres ist, obwohl erst in den vergangenen Jahren zu Bekanntheit gelangt, kein neues Phänomen. Quelle: Die "Presse/Spektrum/Raphaela Edelbauer. Unterrichtet Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Autorin, Dramatikerin, Performerin.

Wegen dem toten Obdachlosen war ja sehr viel Polizei auf der Insel. Die haben da gut performt. Angeblich suchten sie nach einer Tasche. Ich hatte da nachgefragt. Möglichweise befand sich in der Tasche die vermeintliche Tatwaffe. Scheiße, dachte ich mir. Da erschlägt ein Obdachloser einen anderen Obdachlosen, während dem Massenmörder Putin & Entourage der rote Teppich ausgerollt wurde. Irgendetwas ist da ins Rutschen geraten und hat die Moral unter sich begraben wie der Schweizer Ort Blatten/Lötschental unter einer riesigen Schuttlawine. Und einen Schafhalter. Der kam ums Leben. Ein 64-Jähriger Schafhalter. Aber über den redet heute niemand mehr.

"Ich habe gesehen, wie er nach hinten gefahren ist, und ich wusste gleich, dass er nicht wiederkommt". Mit diesen bitteren Worten beschreibt Anton Rieder, Landwirt aus Wiler, die vielleicht letzten Momente des vermissten Schafhalters Toni H., seines Kollegen und "guten Freundes".

Seit dem Gletscherabsturz im Schweizer Wallis ist der 64-jährige H. verschwunden. Die Kantonspolizei kann oder will dazu nicht viel sagen. Außer, dass er Schafe hatte und sich wohl um seine Tiere kümmern wollte, als der Berg ins Rutschen geriet.

Örtliche Medien berichten, rund 100 weiße Alpenschafe sollen ihm gehört haben. Er "kannte sie wie andere ihre Kinder: jede Eigenart, jedes Hinken, jedes Blöken", schreibt die Berner Zeitung "Der Bund". Quelle: stern.de

Nur Toni hätte ich nicht schreiben sollen. Laut der "New York Times" gehört der Film "Toni Erdmann" zu den besten 100 Filmen des 21. Jhdt. Irgendetwas stimmt trotzdem nicht mit dieser Welt. Irgendetwas stimmt auch nicht mit mir. Ich schaffe nicht einen kitschigen Gedanken. Möglicherweise liegt es am Klimawandel. Früher gab es noch bitterkalte Winter. Da wäre auch die Neuen Donau locker zugefroren. Und die kleine Marie, eigentlich müsste es - "Kleine Marie" heißen, tanzt über das Eis auf der Neuen Donau wie die Katherina Witt übers Eis bei den Olympischen Spielen in Sarajewo 1984 und Calgary 1988. An 1988 kann ich mich noch gut erinnern. Ich saß vor der Glotze und drückte ihr fest die Daumen. Ich durfte das. Österreich ist heute noch neutral.

1984 ist auch das Jahr der Miss Texas. Das nur so nebenbei. Es waren bleierne Jahre. Natürlich nur für mich. 1988 in Calgary war Katarina Witt auf dem Höhepunkt ihrer Karriere: Sie verteidigte als erste Frau seit 1936 ihren Olympiasieg im Eiskunstlauf und wurde zur Ikone weit über den Sport hinaus. Ihre Kür zu Bizets Carmen – im Duell mit der US-Amerikanerin Debi Thomas, die ebenfalls zu Carmen lief – war nicht nur ein Wettkampf der Systeme, sondern ein kulturelles Ereignis. Witt trat für die DDR an, mitten im Kalten Krieg, und verband technische Eleganz mit künstlerischer Provokation. Ihr Auftritt war stilvoll, sinnlich und selbstbewusst – beim Schaulaufen tanzte sie sogar zu Michael Jacksons Bad. Für viele war sie damals nicht nur eine Athletin, sondern ein Star, der Grenzen überschritt – sportlich, politisch und ästhetisch.

Die Frau Witt hatte Ausdruck und später auch Busen. Die Playboy-Ausgabe mit Katarina Witt aus dem Jahr 1998 war ein weltweiter Bestseller und nach Marilyn Monroe die zweite Ausgabe, die weltweit ausverkauft war. Das hatte ich schon. Aber möglicherweise wieder gelöscht. Unabsichtlich habe ich die Glut wieder ausgetreten.

Apropos Marilyn Monroe:

In einem ihrer Marilyn-Monroe-Gemälde thematisiert Kogelnik beispielsweise Gewalt in Form von Objektifizierung, die durch die Medien an der Schauspielerin ausgeübt wurde. Man sieht: einen weiblichen Körper mit üppigen Formen, aber ohne Kopf und Arme, abseits ein Herz, rundherum parallele Linien, die an medizinische Nähte oder Schnitte erinnern. Oder ist es eine mit Zähnen ausgestattete Vulva, die berühmte „Vagina dentata“, fragt Ortner-Kreil. Diese könne sowohl männliche Horror-Fantasie als auch feministisches Statement sein.

Und was ist mit Sarajewo? Mit den männlichen horrorfantasien eines Ratko Mladić/Radovan Karadžić.

Als ich mich wieder einigermaßen erfangen hatte, stellte ich mir vor wie alle Kinder aus Gaza, diese menschengemachten Hölle - die immer die Anderen sind - endlich verlassen dürfen. Endlich diesen Bekloppten entkommen, die sich anmaßen nur das Beste für dich zu wollen. Wir haben ja nur das Beste für dich im Sinn. Und dann sitzt du vor in deiner Erinnerung noch immer vor einem Stück ranzigen Speck. Und dann ist die Banane so braun wie die Unterhose von einem alten Kerl, dem sein Geisteszustand abfärbt.

Und so wie sich einst für die Juden, auf ihrer Flucht aus ägyptischer Knechtschaft das Meer teilte, wolle ich mit den Kindern aus Gaza die Neue Donau teilen. Die sollten nur noch übers Wasser aufs andere Ufer laufen. Sie sollten nur und mussten nicht. Weil ein Müssender bin ich. Ja, einer der andauernd aufs Häusl musdt, spottet der Wortmacher. Das auch ja. Aber das funktionierte nicht. Ich sah sie alle vor meinem geistigen Augen ertrinken.

Wenigstens nicht ein Kind nach dem anderen und in allen Details ausgemahlen. Wenigstens habe ich keine blühende Fantasie. Eher alle in einem Aufwasch ohne Tonspur. Und als ich dann bei den kartenspielenden Männern vorbei radelte, die dort ihre Heimat - fremde Heimat ausschnapsten (das war jetzt kulturelle Aneignung), war deren Einsatz: Abgetrennte Arme und Beine von Kinder aus Gaza. Die legten sie dann in die Mitte. Wenigsten sah ich keine Maden. Alles war ziemlich steril. Oder sagen wir idyllisch.

Woraufhin ich mir jetzt denke. „Mander, ’s isch Zeit!“ Ich sollte wieder das Thema wechseln. Gesucht wird weiterhin Moral-Influencing-Person, die nicht andauernd was ein und dann doch wieder ausräumen muss. Die moralischen Content bringt statt nur Klicks. Eine Person mit ethischer Kommunikationskompetenz, divers, fluide, Werte bewahrend. Aber das ist doch ein Widerspruch? Tatsächlich? Ja.

„Wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist, dann ist nötig, dass sich alles verändert.“©️Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Und wenn sich etwas geändert hat dann ist es das Leben auf Lampedusa.

Arzt auf Lampedusa
"Ich träume viel. Es sind keine guten Träume". In diesem Jahr starben mehr Flüchtlinge im Mittelmeer als je zuvor. Ein Mann auf Lampedusa empfängt sie seit 25 Jahren, die Lebenden und die Toten: Pietro Bartolo, der Inselarzt. Wie hält er das Elend aus?

Auf einer Insel im Meer, hinter blühendem Oleander, unter dem Bild des Heiligen Vaters, sitzt ein müder Mann, den seine Freunde Pietro nennen und der als "il dottore" bekannt ist: der Doktor.

Die Insel, auf der er arbeitet, ist nicht wie andere Inseln. Das Kreuz in der Kirche ist aus Holzpaddeln geformt, und unter Wasser wacht die Skulptur einer Madonna über die Toten. Shakespeare soll hier sein Drama "Der Sturm" angesiedelt haben, und auf dem Friedhof tragen Gräber keine Namen. Pietro Bartolo ist auf Lampedusa vor 60 Jahren geboren worden. Sein Vater war Fischer, sein Großvater war Fischer, und 20 Seemeilen Richtung Afrika nennen sie eine ungewöhnlich fischreiche Stelle nach seiner Familie, "mare di Bartolo", das Meer der Bartolos.

Wer Bauchschmerzen hat, wem das Herz rast, der geht zu Bartolo, der eigentlich Gynäkologe ist, aber hier alles macht. Das ist sein Leben am Tage. Sein anderes Leben beginnt in der Nacht, wenn die Touristen schlafen und die Küstenwache anruft. "Pietro, duecento", sagen sie dann, "fra un'ora": 200 Flüchtlinge werden ankommen, in einer Stunde soll er da sein. Dann steigt Bartolo aus dem Bett, zieht sich an und geht runter zur Mole, wo die Boote anlegen. Dann wird er den 200 Menschen, die ankommen, die Hand geben und ihre Hände nach Anzeichen der Krätze befühlen, er wird die Leisten untersuchen und ihnen in die Augen sehen. Er wird nach Zeichen von Unterkühlung, Dehydrierung, Verbrennungen, Traumatisierung suchen, die häufigsten Folgen der Flucht. Er wird die Schwerkranken nach Sizilien weiterleiten, die Schwangeren aufnehmen, die Toten registrieren, die Gesunden vergessen.

Bartolo: In diesem Jahr, das jetzt zu Ende geht, starben mehr Menschen auf dem Meer als je zuvor. Und, ja, das Schlimmste ist, dass es keinen mehr interessiert. Man hört: 100 Flüchtlinge in Catania, 200 in Lampedusa, 1000 in Palermo. Das sind Zahlen im Radio. Es tut den Leuten leid, es sind ja gute Leute, und dann vergessen sie es wieder. Aber es sind keine Zahlen, die da ertrinken. Es sind Menschen. Das vergessen wir leicht. Ich erinnere mich an viele dieser Menschen, ich wünschte, jeder Italiener oder Deutsche hätte sie gesehen. Dann würde er verstehen, was ich meine. Quelle Spiegel-Archiv/2016

Um auf den Punkt zu kommen und auf den Beistrich. Niemand will diese Menschen hier haben. Nicht mal wenn sie sich bester Gesundheit erfreuen.

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1.
Pass mal auf die Huhrensohn von Wortmacher. Der macht ja Worte wie der russische Präsident für tote Ukrainer:innen sorgt. Der Sorgsame. Mit Verlaub gesagt Herr Ministerpräsident Netanjahu. Wer sein persönliches Fortkommen, und das Schicksal einer ganzen Nation, auf Verderben und Gedeih, an die Bekloppten der Hamas & des Islamischen Dschihad kettet, der inzwischen bis in einen Aufzug in Floridsdorf ausfranzt, und mit dieser endzeitlichen Sekte, eine symbiotische Beziehung führt, macht sich und eine ganze Nation zur Geiseln einer gegenseitiger Eskalationspirale, die sich immer tiefer in die Köpfe und Herzen der Getriggerten bohrt. Das Geiseldrama. Rom Braslavski und Evyatar David definiert wie Auschwitz.©️Kollegah und Farid Bang.

Woraufhin es zuerst immer die Schwächsten der Schwächsten trifft. Das ist kein Klischee. Das ist ein Fakt. Die sterben immer zuerst. Die nehmen immer das ganze Leid dass die Privilegierten verursachen auf sich. Und das kann nur schief gehen. Das ist aber deren Pflicht. Da kann ich nix für. Das steht so in den Medien.

Ein ein Beispiel aus der Sekundärliteratur des Grauens:
SPIEGEL: Wie bekommen Sie Daten aus der belagerten Stadt?

Tubiana: Kürzlich haben die örtliche Gesundheitsbehörde und lokale NGOs die Menschen in Faschir in Schulen untersucht, die als Sammelstellen für Binnenflüchtlinge dienen, und eine Unterernährungsrate von 38 Prozent festgestellt.

SPIEGEL: Sie waren Projektkoordinator für Ärzte ohne Grenzen in Darfur. Was war Ihr Eindruck, als Sie dort waren?

Tubiana: Zuletzt war ich im Mai in Tawila, einer kleinen Stadt 70 Kilometer westlich von Faschir, und in der Umgebung. Die meisten Menschen, denen ich dort begegnet bin, sind seit Beginn des Konflikts aus Faschir und Zamzam vertrieben worden. Sie berichten von massiver sexualisierter Gewalt, von Bombardierungen und Beschuss , auch vollkommen willkürlichem Beschuss von beiden Seiten, und von Bodenangriffen der RSF. Der Hunger, die großen Probleme bei der Wasser- oder Gesundheitsversorgung sind Folgen der Belagerung. Die RSF setzt Hunger und Wasserentzug als Kriegswaffe ein.


SPIEGEL: Was können die Menschen noch essen?

Tubiana: Die Preise sind in die Höhe geschossen. Zwiebeln zum Beispiel kosten das Zehnfache. Vieles ist nicht mehr erhältlich. Die Menschen essen Blätter und Wurzeln. Und Tierfutter.

SPIEGEL: Lange haben es die Sudanesen geschafft, sich vielerorts mit Solidarität und großem Mut auch selbst zu helfen . Die Emergency Response Rooms, eine lokale Selbsthilfeinitiative, die auch Gemeinschaftsküchen betreiben, waren 2024 sogar für den Friedensnobelpreis nominiert.

Wie in Bälde wohl auch der US-amerikanische Präsident Donald Trump. Eine Seele von Mensch. Der ist auch Teil jener Kraft die stets das Böse will und dabei sehr viel Gutes schafft. Was genau? Was jetzt ganz konkret? Na zwischen Kambodscha und Thailand hat er Frieden geschlossen. Oha. Auch zwischen Aserbaidschan und Armenien ruhen die Waffen. Unglaublich. Der Kongo soll auch eine blühende Oase inzwischen sein. Allein dank Trump. Wunderbar.

Aber nach Angaben der israelischen Tageszeitung »Haaretz« gehe die Armee davon aus, in den Trümmern der weitgehend zerstörten Stadt »einer Vielzahl kleiner Zellen gut vorbereiteter Guerillakämpfer« gegenüberzustehen. Das bedeute »mehr Sprengstoff, mehr Panzerabwehrraketen und mehr Scharfschützenfeuer, und das alles in einem dicht besiedelten Gebiet«. Bereits in den vergangenen Monaten, so erklärte ein israelischer Militärsprecher kürzlich, nutzten die Hamas-Kämpfer billige Kameras, um die Soldaten auszuspähen und anschließend in Hinterhalte zu locken, um sie dann zu töten oder zu entführen. Michael Milshtein von der Universität Tel Aviv, einst Leiter der Palästinenserabteilung des israelischen Militärgeheimdiensts, geht davon aus, dass sich allein in Gaza-Stadt noch 10.000 bis 15.000 Mitglieder der Kassam-Brigaden aufhalten. »Sie werden Block für Block, Haus für Haus und Tunnel für Tunnel Widerstand leisten«, sagt er. Israel töte zwar immer wieder Kommandeure, doch der Hamas gelinge es stets, neue indoktrinierte Kader einzusetzen: »Die Mitglieder fühlen sich verpflichtet, für ihre Sache zu sterben.«

»Die Mitglieder fühlen sich verpflichtet, für ihre Sache zu sterben.« Zumal der Hunger und die verheerende wirtschaftliche Lage im Küstengebiet es einfach machten, neue Kämpfer zu rekrutieren. Kaum volljährige Männer würden für 50 Dollar oder einen Sack Mehl in den Krieg gegen die israelischen Besatzer ziehen. Wut, Perspektivlosigkeit sowie Trauer um getötete Angehörige oder Freunde trügen ein Übriges dazu bei. Milshtein schätzt, dass die Truppe weiterhin insgesamt über 23.000 bis 27.000 Kämpfer verfüge, »in etwa so viele wie zu Kriegsbeginn.«

Schon frage ich mich was ihre Sache ist. Kinder die verhungern? Deren zerstörte Körper/keine Antikörper/zerschlagene Körper ich in der Bronx in die gelbe Tonne stopfe. Für die bekommst du nicht einmal ein Pfand von 25 Cent. Bei uns ist ein leere Pfandflasche mehr wert, als ein Kinderleben in Gaza. Das ist ein Fakt. Stopf mal ein verhungertes Kind aus Gaza in einem Pfandautomaten. Wirst schon sehen was dann passiert. Und was ist mit den Frauen in Gaza? Mit den ermordeten israelischen Frauen, deren Beckenknochen brachen wie Butterkekse?

Regisseurin Mascha Schilinski
Die Geheimnisse ganzer Generationen
Deutschlands Oscarkandidat »In die Sonne schauen« ist der seit Langem ambitionierteste Kinofilm hierzulande. Er erzählt von Traumata, die Generationen überdauern, und macht Regisseurin Mascha Schilinski zu Recht berühmt.

»In die Sonne schauen« erzählt von einem Bauernhof in der Altmark, Sachsen-Anhalt, auf dem junge Frauen zwischen den Ansprüchen ihrer Familien, der Arbeit und der Zeitläufe zerrieben werden – und das über vier Zeitebenen hinweg. Der Film springt zwischen ihnen hin und her, erzählt vom Vorabend des Ersten Weltkriegs, vom Ende des Zweiten Weltkriegs, von den mittleren Achtzigerjahren in der DDR, in denen noch lähmender Stillstand statt Wendegeist herrscht, und von einer Gegenwart, in der alles anders zu sein scheint. Und es doch nicht ist.

In »In die Sonne schauen« passiert einem der Mädchen aus der Zeit um 1910 genau das: Es wird »ungefährlich gemacht«. Erklärt wird das im Film nicht, es ist vielmehr einer von vielen Alltagsmomenten, deren Grausamkeit die Figuren bestenfalls zur Kenntnis nehmen, wenn sie sie nicht ganz verdrängen. »In die Sonne schauen« sammelt solche Momente auf allen Zeitebenen, und je mehr davon zusammenkommen, desto stärker begreift man, was die Figuren und Zeitebenen verbindet: Es ist die Gewalt, die die jungen Frauen erfahren, sei es in Form von Zwangssterilisierungen, Schlägen oder Übergriffen.

Es ist aber auch die Gewalt, die sich die Frauen selbst antun, etwa wenn sie sich 1945 lieber ertränken, als der Roten Armee ausgeliefert zu sein. Diese Gewalt hat sich in »In die Sonne schauen« in dem Hof festgesetzt und wirkt von dort aus über die Zeiten und Generationen hinweg. Quelle: Spiegel 35/2025

Unschädlich gemacht. Feind ausgeschalten oder eliminiert. Die Gewalt hat viele Gesichter. Jetzt würden ein paar Fotos von Kinder aus Gaza ganz gut passen.
Das mit den Zuständen in Gaza kennt man auch von Familienbetrieben hier bei uns, spottet der Wortmacher. Da müssen die Kinder auch mitarbeiten. Das ist ganz normal. Ist dieser WIXXER zynisch. Das habe nicht ich mir ausgedacht. Wer nicht du? Wer sonst? Ich? Du? Wer ist Ich? Wer hat das jetzt gesagt Kassandra?

Immer wieder gibt es zudem Berichte, dass die Hamas Dissidenten verprügelt oder hinrichtet. Auch Plünderer könnten laut Angaben eines internationalen Helfers einfach erschossen werden. Laut seinen Angaben hielten sich die Hamas-Kämpfer auch in verbliebenen Krankenhäusern versteckt, was die Hamas-Kämpfer auch in verbliebenen Krankenhäusern versteckt, was die israelische Armee seit Kriegsbeginn immer wieder behauptet hat. »Dort bekommen sie Strom, medizinische Versorgung und Lebensmittel. Und durch die Krankentransporte können sie sicher kommen und gehen«, sagt der Helfer – das wäre ein eklatanter Missbrauch, den wiederum Israel als Legitimation anführt, Krankenhäuser anzugreifen.

Laut einem BBC-Bericht aus dem August könne die Hamas über ein geheimes Bezahlsystem noch immer 30.000 zivilen Angestellten im Gazastreifen zumindest einen Teil ihres Gehalts auszahlen: alle zehn Wochen maximal 20 Prozent ihres Vorkriegseinkommens. Angestellte der Behörden, darunter etwa Polizisten und Steuerbeamte, würden ihren Lohn in versiegelten Umschlägen entgegennehmen, nachdem sie mit einer verschlüsselten Nachricht zu einem bestimmten Ort gerufen worden seien. Die Hamas habe vor dem 7. Oktober etwa 700 Millionen Dollar und Hunderte Millionen Schekel Bargeld dafür in ihren Tunneln versteckt. Quelle: Spiegel 35/2025

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2.

Scheiße.
700 Millionen Dollar in Tunneln versteckt. Woher haben die so viel Kohle? Noch dazu in bar. Unter der Erde liegen Millionen von Dollar und über der Erde haben die Menschen nix zu fressen. Das kannst du auf keine Theater-Bühne bringen. Das glaubt dir niemand. Das ist ja wie Eckstein - alles wird versteckt sein. Was kostet die Welt mit einem Patzen voller Geld. Aber es ist was anderes das im Leben zählt. Tatsächlich? Und zwar so gut versteckt, dass ich heute noch in den Mittelgängen der Discounter, nach etwas ganz Bestimmten suche, obwohl ich ganz genau weiß, dass ich es einst an einer ganz anderer Stelle auf meinen Lebensweg verloren habe. Aber das war kein Weg. Das war ein idyllischer Garten.

Was die Sache zu beschwerlich macht ist Um2 ihr Echo. Das Monster behauptet heute noch: "Du hast hier nichts verloren". Aber das ist kleinstbürgerliche Kleinstkrieg-Propaganda. In Wahrheit habe ich genau dort ganz viel verloren. Wie das Zutrauen in andere Menschen. Ich traue den Menschen ja nicht mehr über den Weg. Da kann ich nix für. Das mit der Propaganda kennt man so auch von Russland - Der Hamas - und der israelischen Regierung.

Die Russen haben da wieder einen auspackt. Sogar einen mit Österreich-Bezug.

Dmitrij Medwedjew, nunmehriger Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrats, hat Österreich ins Visier genommen. Der Ex-Präsident unterstellt der Bundesregierung, der „militaristischen Raserei“ verfallen zu sein. Und er droht mit dem Abzug internationaler Organisationen aus Wien.

Seine Ausführung hat Medwedjew in einer Kolumne für den russischen Staatssender RT dargelegt. Der Text trägt den Titel „Der Nato-Anschluss“. Darin bekräftigt Medwedjew Russlands Veto, sollte Österreich der Nato beitreten wollen. Russland habe aufgrund des Moskauer Memorandums von 1955 das Recht dazu. Russland sei „einer der Gründer des gegenwärtigen Österreichs“, schreibt Medwedjew, der sich damit auf die damaligen Garantiestaaten Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich und USA bezogen hat.

Neben den historischen Ausführungen wendet er sich gegen eine angebliche „militaristische Raserei“ in Europa. Auch die österreichischen Eliten seien der Aufrüstungsrhetorik verfallen: Europäische Regierungen würden „wie verzauberte Motten von der zerstörerischen Flamme des Nordatlantik-Bündnisses angezogen werden“. Quelle: Die "Presse".

Dmitrij Medwedjew. Der Schiss hat vom Balkon zu stürzen. Oder auf der eigenen Terrasse auf einer Bananenschale auszurutschen und sich dabei das Genick zu brechen. Natürlich musste ich laut auflachen als ich das las. Weil Innenpolitisch schaut's a bissl anders aus in Österreich - das ja viel mehr Komödie als Tragödie ist.

Die FPÖ will einen parlamentarischen U-Ausschuss zur Causa Pilnacek einsetzen. Das kündigte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker am Freitag an. Eine solche Untersuchung hatte die FPÖ ursprünglich mit dem Vorgehen gegen Kritiker der Coronamaßnahmen verbinden wollen: Das lehnte der Verfassungsgerichtshof allerdings als nicht verfassungskonform ab, da kein inhaltlicher Zusammenhang bestehe.

„Das Parlament darf nicht wegschauen“, meinte Hafenecker zur Causa Pilnacek. Denn die Behörden würden den Sachverhalt nicht ausreichend aufklären; Selbstkontrollmechanismen in der Justiz und Exekutive würden nicht mehr funktionieren. Der Pilnacek-U-Ausschuss solle sehr „kompakt“ gehalten werden, so der FPÖ-Generalsekretär.

Man wolle nicht den Tod des Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek im Oktober 2023 untersuchen, sondern die strafrechtlichen Ermittlungen, die darauf folgten. Derzeit würden sich die „Ereignisse überschlagen“. Hafenecker spielte auf jüngst veröffentlichte Medienberichte rund um die Smartwatch Pilnaceks an, die sich in der Todesnacht mit anderen Geräten zu verbinden versucht habe. Dies legt für Hafenecker nahe, dass der suspendierte Sektionschef kurz vor seinem Tod an einem Donauarm nicht allein gewesen sei.

Umfassender Corona-Ausschuss
Hafenecker kündigte an, die Politik während der Coronapandemie in einem sofort darauffolgenden U-Ausschuss umfassend untersuchen zu wollen:......

Ka Spaß. Die FPÖ, in Umfragen mit riesigen Abstand die Nr.1 und Österreichs größte Oppositionspartei, ist total von einem toten Beamten besessen. Die FPÖ geht von einer riesigen Verschwörung aus in dieser Sache. Der suspendierte Sektionschef soll also kurz vor seinem Tod an einem Donauarm nicht allein gewesen sein. Laut FPÖ. Es sieht ganz danach aus, als hätte er seinen Mörder selbst angerufen, nachdem er betrunken in die falsche Richtung fuhr und von der Polizei als Geisterfahrer gestoppt wurde. Der lange Arm des tiefen Staats. Und dieser tiefe Staat ist immer die ÖVP. Die sitzen dann alle im Hauptquartier der Raiffeisen Bank in Niederösterreich. Und dort ziehen sie die Fäden.

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3.
Obschon es der Peter Pilz war, der im Februar 2025 das Buch „Pilnacek – Der Tod des Sektionschefs“ veröffentlichte, in dem er die offiziellen Ermittlungen zum Tod von Christian Pilnacek scharf kritisiert. Er stellt die Suizid-Version infrage, rekonstruiert die letzten Stunden des ehemaligen Spitzenbeamten und wirft Polizei, Justiz und Politik Vertuschung vor. Besonders brisant: das verschwundene Handy, ein angeblicher USB-Stick mit brisanten Daten und die rasche Schließung des Falls durch die Staatsanwaltschaft. Das Buch ist eine Mischung aus Recherche, Anklage und politischer Abrechnung.

Der Mann ist Österreichs berüchtigtster Märchenonkel. Da ist selbst dein Harndrang eine deepere Verschwörung. Ausgehend von der Herrenwindel-Industrie. Die ja ein riesen Geschäft wittert mit alten Männern die sich einnässen.

Der Tod von Christian Pilnacek beschäftigt weiterhin Justiz und Medien. Im Straflandesgericht Wien wurde Peter Pilz und sein Medium ZackZack wegen übler Nachrede zu einer Entschädigungszahlung von 8.000 Euro verurteilt – das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Pilz hatte in mehreren Artikeln Beamten Amtsmissbrauch vorgeworfen, insbesondere Chefermittler Hannes Fellner, den er als Teil eines „polizeilichen Putztrupps“ bezeichnete. Der Richter sah darin mangelnde journalistische Sorgfalt. Die Vorwürfe führten zu Ermittlungen gegen zwei Beamte, die inzwischen eingestellt wurden – angestoßen unter anderem durch eine Anzeige von Pilnaceks Freundin Karin W.

„Hat einen Mord erfunden“
Also sitzen sie sich nun im Wiener Landesgericht gegenüber. Das Vorbringen der Klägerseite: Der Journalist hätte den Polizisten durch seine Darstellungen Amtsmissbrauch unterstellt. Ein klarer Fall von übler Nachrede – bringt Anwalt Peter Zöchbauer vor. „Er hat einen Mord erfunden. Da braucht man jetzt Leute, die an dem Skandal beteiligt sind. Diese Geschichte ist eine einzige Erfindung“, so der Anwalt in seinen Eröffnungsworten. Sie diene rein dazu, „den Verkauf seines Buches zu fördern.“ Quelle: krone.at

Wie jetzt? Wegen einen erfundenen Mord gibt es jetzt einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss? Ja die Miss Marple-Fraktion in der FPÖ will das so? Aber steckt das Land nicht seit Jahren in einer hartnäckigen Rezession, für die auch noch die hiesige Politik-Elite verantwortlich ist? Ja, natürlich. Wir haben die Politiker und Gewerkschaftler die wir verdienen. Der Fall Pilnacek passt auch viel besser zu uns charakterlich, als die biedere Frage wie Österreich aus dem ökonomischen Jammertal wieder herauskommt. Noch tiefer rein geht ja kaum noch. In der Floridsdorfer Hauptstraße von der Bronx kommend gibt es nur noch zwei Bestattungsunternehmen, einen Hofer und einen Barbier. Der Rest ist pleite gegangen. Selbst eine Filiale der Aida hast zugesperrt. Das ist eine 1913 gegründete österreichische Café-Konditorei-Kette. Die ist eigentlich fame in Wien. Die Marke ist ein Stück Wiener Kaffeehauskultur. Den sich aber nur noch Herrschaftliche leisten können.

Siehe auch die Sprache der FPÖ. Da klingt immer alles unglaublich spannend und verschwörerisch. Die sollten auch für den Tatort schreiben. Dann wird das auch was mit dem Kroatien-Krimi. Da fahren alle auf Urlaub hin und die deutschen machen daraus einen Krimi. Möglicherweise kommt Pilnazeks Auftragsmörder vom Balkan. Ja, wir sind Rassisten. Diesen Killer hatte dann der Wöginger angerufen. Der August war's - der August. Der hat den Auftrag gegeben. Am Diensthandy. Der steht eh ab 7. Oktober 2025 vor Gericht – ihm wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Konkret geht es um eine mutmaßlich „geschobene“ Postenbesetzung im Finanzamt Braunau-Ried-Schärding: Er soll sich für einen Parteifreund eingesetzt haben, obwohl dieser laut Ermittlungen weniger geeignet war als andere Bewerber.

Der ÖVP-Klubobmann wird von der anklagenden Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) als Bestimmungstäter geführt. Die Mitangeklagten sollen den Kandidaten „aus parteipolitischen Erwägungen an die erste Stelle gereiht haben, obwohl dieser im Vergleich zu den Mitbewerberinnen und Mitbewerbern weniger geeignet gewesen sein soll“, heißt es weiter. Nach Einvernahme der Beschuldigten beginnen ab dem dritten Prozesstag am 21. Oktober 2025 die Einvernahmen von 31 Zeugen. Für den 20. November ist laut dem Landesgericht Linz ein Urteil angedacht.

Passt so ein Fall von Vorteilsname nicht viel besser zu Österreich? Eigentlich schon. Ein österreichischer Spitzenbeamter der aus tiefster Verzweiflung sein Leben einen Ende macht. Das glaubt dir niemand.

Die Tragik im Fall von Christian Pilnacek liegt möglicherweise in der extremen Fallhöhe eines der mächtigsten Beamten Österreichs, der durch einen Justizskandal, öffentliche Tonbandaufnahmen und Medienberichte von seiner Position als Sektionschef im Justizministerium in eine Spirale der persönlichen und rechtlichen Zerrüttung geriet.

Die Tragödie besteht darin, dass er in einem Systemkonflikt zwischen Justiz und Politik zerrieben wurde, seinen Ruf trotz Freisprüchen nicht wiederherstellen konnte und schließlich einen tragischen Tod fand, der in der Öffentlichkeit weiterhin Anlass für Spekulationen gibt. Sein Schicksal ist exemplarisch für die zerstörerische Kraft von Skandalen und dem Zusammenspiel von Medien, Politik und Justiz in der heutigen Zeit.

Und deswegen ist er besoffen als Geisterfahrer unterwegs gewesen? Möglicherweise, ja. Und das war dann zu viel? Schlagzeile: Suspendierter Spitzenbeamter als betrunkener Geisterfahrer unterwegs. Da muss mehr dahinter stecken. Sonst ist es einfach nur traurig.

In der Causa würden sich "die Ereignisse überstürzen", sagte Hafenecker im Hinblick auf neueste Erkenntnisse.
Aktuellstes Beispiel seien die unlängst bekannt gewordenen Smartwatch-Daten Pilnaceks, laut denen sich der Sektionschef in der Todesnacht in der Nähe von Bluetooth-fähigen Geräten befunden haben soll. Das deutet darauf hin, dass Pilnacek doch nicht ausschließlich allein war, wovon das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ausgegangen sind. Beweismittel seien "absichtlich aus dem Verkehr gezogen oder zumindest bewusst übersehen" worden, zeigt sich Hafenecker überzeugt und spricht von "systemischem Behördenversagen". Deshalb dürfe "das Parlament hier nicht wegschauen", vielmehr sei es "verpflichtet, politische Verantwortung aufzuklären", um "Licht ins schwarze Dunkel zu bringen". Quelle: derstandard.at

Pass mal auf die Huhrensohn. Unsere schärfste Waffe ist die Gleichgültigkeit. Bist du ein beschissener Moralapostel. Stimmt auch wieder.

Aber einen hätte ich noch, der ist ziemlich lustig. Zum Thema Transformation wir sind alles nur Menschen.

Die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer zoomt in ihrem Beitrag etwa ins New Yorker Museum of Modern Art. 90 Tage lang saß die serbisch-amerikanische Künstlerin Marina Abramović 2010 ohne Unterbrechung während der Öffnungszeiten den Besuchern gegenüber. In „The Artist is Present“, so der Titel der Performance, aß sie nichts, ging nicht auf die Toilette, bewegte sich nicht, hielt den Schmerz, der damit einherging, aus. In dieser Intimität, schreibt Fischer, können „unbewusste Gefühle zum Ausdruck kommen und auf sein Gegenüber verschoben werden“ – Ähnliches passiert in der Psychotherapie. Tatsächlich weinten viele. Aus eigenem Schmerz oder spiegelten sie den der Künstlerin.

Also wenn ich meinen Schmerz auf mein Gegenüber verschieben würde, spiegelnd, wegen der Neuronen, müsste die Frau
Abramović ja umgehend aufs Häusl und ihre Performance wäre gescheitert. Falls meine inwendigen Dingsbums gespiegelt werden.

Und schon wieder liegt die Neue Donau spiegelglatt vor mir. Und schon habe ich wieder Stunden mit dem Schreiben verbracht und bin dabei keinen Millimeter weitergekommen. Wunderbar. Ich kann jetzt beruhigt Fußball gucken.

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