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Freitag, 16. September 2016
Wie sich der Schizophrenist beim Psychiater die Wirklichkeit sprichwörtlich schön redet.
der imperialist, 21:44h
Hab ich also schön meinen Termin beim Psychiater wahrgenommen. Guter Mann der Herr Psychiater, schön mit arabischen Wurzeln. Muss ich ihn beim nächsten Termin noch mal genau fragen von wo der genau herkommt. Wahrscheinlichste Anwort Donaustadt
. Ich weiß, allein schon diese blöde Nachfragerei
wie der Alte, hat schon was fremdenfeindliches. Ist nicht besonders taktvoll aber wit leben in unruhigen Zeiten. Herkunft, die sich ja keiner Aussuchen kann, wird immer mehr zu einem Menetekel. Also werte FPÖ/AfD Wähler. Ich hätte einen Menschen wie den Herrn Psychiater gerne in meiner Nachbarschaft. Der Herr Psychiater ist für mich sozusagen der Jérôme Boateng Österreichs. Grauenhaft das mit der Nachbarschaft. Mich z.B. will der
mit der verwaisten Dachterasse nicht als Nachbar, die beiden Ums nicht als Sohn, gewisse SchreiberInnen nicht in ihrem schönen Blog, verbissene Kleinstbürger nicht auf Donauinsel
usw.
Herr Psychiater das ich sie für meine politische Agitation gewissermaßen verzwecke. Wirklich alt ist der Mann auch noch nicht, Gesichtszüge alles recht harmonisch und passend, meine Fresse steht ja a bisserl schief, ich glaub vom Wahnsinn, und unten herum hatte er nur Socken an. Also ganz unten herum. Ein Psychiater der an einem Freitag ganz unten herum nur Socken trägt war genau der richtige Mann für den Schizophrenisten. Machten wir kurz schizoaffektive Psychose. Plauderte ich halt aus dem Nähkästchen, das ich mich bei Stress in gewissen Gesprächsfetzen verliere und immer aus der grünen Kaffeetasse trinke damit der Aufzug nicht abstürzt und
. Keine Einwände vom Herr P. Ich muss den noch mal fragen warum man weiß das des jetzt ziemlich abwegig ist, und man sich trotdzem in dieser Abwegigkeit verirrt. Vom Scheißhausdämon
, der noch immer die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, denn sie bitte nicht mit dem verletzten Jungen* aus dem Krankenwagen verwechseln sollten, der seinen Bruder bei einem Bombenangriff in Aleppo verloren hat
, erzählte ich nix. Danach betete ich also kurz mein kleines Benzodiazepin-Latein herunter, das ich von dem Zeugs gerne etwas Abstand nehmen würde und das ich jetzt mal knapp zwei Wochen Entzug gemacht habe und nur noch bei einem ¼ Zoldem bin. Unter ¼ schaff ich es nicht. Die Benzos machen mich ja ziemlich unruhig. Und unruhig bin ich schon so zu genüge. Die Donauinsel-Klappstuhl-Zeit sperrt ihre Tore
. Und nur zum Spazieren, über die bald entlaubte und sich im Winter verlierende Donauinsel, fehlt mir eindeutig die Überzeugung
. Ich sitze da entschieden lieber im Klappstuhl und tu so als ob der Horizont mindestens so weit offen steht wie das Hosentürel bei einem Trinker. Wegen ¼ Zoldem befand der Herr P. muss ich mir keine großen Sorgen mehr machen. Da hatte der Numerus Clausus Psychiater mit den epileptischen Schocks wohl etwas übertrieben. Er sieht das Problem eher bei dem Seroquel. Ich sollte von den normalen Seroquel auf die XR umsteigen. Die XR sind nämlich die retadierte Variante. Fragte mich der Herr P. ob ich schon mal stationär behandelt wurde. Nee stationär mach ich nix antworte ich. Stationär
kommt mir nicht in die Tüte. Stationär ist nix für mich. Da verdampf ich lieber in meiner schizoiden Freiheit. Falls es bei der Umstellung vom Seroquel auf das XR zu kleineren Unpässlichkeiten kommen sollte, könnte ich ja bei ihm anrufen und in den Hörer heulen. Er sieht da aber keine gröberen Probleme auf sich zukommen wie einen rollenden Stein, weil so wie er die Sache beurteilt, ich hart sei. Wortwörtlich sagte der hart
. Scheiße dachte ich mir, das gibt es ja nicht, aus der harten Junge-Schublade komm ich in diesem Leben aus eigener Kraft wohl nicht mehr heraus. Das ist zwecklos. Dabei ist diese Beobachtung nicht ganz richtig ist. Ich bin nicht hart. Ich ein aufgegebener Schattenweltmensch. In der Schattenwelt hingegen gehöre ich eher zu den Softies.
hab ich schon lange nicht mehr. Ich bezweifle überhaupt jemals welche gehabt zu haben. Wie auch immer. Wurden wir uns schnell handelseinig. Ich zeigte mich vor dem Herr P. auch als reuiger Sünder, weil ich ja von der Dosierung her immer leicht unterdosiert bin, wegen meiner Kleinstkunst
. Ich hab da ein Blog erzählte ich ihm großzügig und schreiben geht nur wenn ich nicht zu sehr zugedröhnt bin. Kurz gesagt, hielt ich da eine kleine Verteidigungsrede für meine Kleinstkunst. Wahrscheinlich aus Gewohnheit. Kam der Herr P. kurz auf sich zu sprechen, das er auch mal ein Blog hatte. Wenn schon, stellte der Herr P. fest, muss man das Ganze richtig angehen, mit Twitter, Facebook, das ganze digitale Programm halt. Im übertragenen Sinne hielt der Herr P. fest, muss man heute wohl eher klotzen anstatt zu kleckern. Nee meinte ich, Twitter und Facebook, habe ich schon versucht, das bringe ich nicht, da läuft nix. Vielleicht bin ich für Twitter/Facebook und das Zeugs, auch zu
oder old school. Was weiß ich. Aber auf Blogger.de, merkte ich mit etwas Stolz an, kennen mich die Leute durchaus. Nur bin ich da aber eher berüchtigt als bekannt. Da steck ich auch in einer Schublade, auf der steht dass meine Flucht in den Wahnsinn, auch als Feigheit vor dem Feind/Leben verstehen könnte
. Fragte mich der Herr P. wie viele Leser ich denn so hätte. Scheiße, dachte ich mir, das ist jetzt keine gute Frage. Hat mich der Herr P. doch glatt am falschen Fuß erwischt. Ich kann dem doch nicht brühwarm erzählen, dass ich in der Regel über 30-40 Klicks nicht hinauskomme. Was wirft denn das für ein Licht auf mich und meine Unterdosierung. Bitte verstehen sie mich jetzt nicht falsch. Ich bin für jeden einzelnen Klick dankbar, auch wenn mal nur ein Kaffeehäferl umfällt, oder die Eintagsfliege Severin was gegen die 1 Tages-Melancholie braucht. 30-40 Klicks sind meine Kleinstkunstwirklichkeit. Außer wir machen im Kommentarblog Schlammschlacht
. Wird es im Kommentarblog richtig übel und der Dreck fliegt hin und her, dann läuft es ganz wunderbar, was ja immer auch eine Bankrotterklärung für meine Kleinstkunst an sich ist, weil ich mich ja wie im aktuellen Fall beim Herrn
, diesem kleinen Scheißer, im Grunde bedanken müsste, denn ohne seine FAZ-Sprachkunstverwirbelungen, ist bei mir in Sachen Klicks tote Hose. Sonst tut sich da auch nicht mehr viel. Sie wissen ja die Prostata
. So genau wollte ich das dem Herrn P. aber nicht erklären. Also betrieb ich bewusst ein wenig Realitätsverzerrung. Bitte sehen sie es mir nach, fürs Scheitern hatte ich nicht die richtige Einstellung. Ich wollte nicht hören das der Herr P. treffend feststellt, na ja bei 30-40 Klick ist es aber auch schon ghupft wie gsprungen. Da könnten wir doch wesentlich höher dosieren, weil sehr Nobelpreisverdächtig hört sich das mit ihrer Kleinstkunst nicht an
. Um diesem möglichen Szenario zuvorzukommen, bäumte ich mich wie ein alter Gorilla auf, der sich einen jungen Gorilla wenigstens noch ein letztes Mal vom Leib halten will und antworte, „500 Klicks werden das schon sein
“. Was ja auch nicht gelogen ist. So in einem Monat wird sich das mit den 500 Klicks schon ausgehen hpffe ich
. Jetzt wollte ich schon schreiben Kleinstvieh macht doch auch Mist.
Anhang: *verletzter Junge
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